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Einleitung:
Capcom ist seid Resident
Evil der Horrorspezialisten überhaupt. Nun versuchen sie sich an der Clock
Tower Serie, die auf der PSOne ihren Anfang fand. Die ersten beiden Titel
kamen damals über ASCII auf den Markt und waren mehr oder weniger
mittelmäßige Spiele. Außer dem Hersteller hat sich aber noch mehr geändert,
denn aus dem eher langweiligen mausgesteuerten Adventure ist jetzt ein
spannungsvolles Action-Horror-Adventure geworden das an Titel wie Resident
Evil heran kommen will. Ob es dieses schafft erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In Clock Tower 3 steht wie schon im zweiten Teil ein Mädchen im Mittelpunkt.
Es handelt sich dabei um die nette Allyssa die gerade mal 15 Jahre alt ist.
Allyssa ist auserkoren die Geschichte ihrer Familie weiterzuführen, außerdem
sucht sie ihre Mutter die verschwunden ist. Der Spieler erfährt über Intros
und gefundenen Papieren in Textform immer mehr von der Geschichte. Die Story
fängt gleich schön düster an und während des gesamten Spiels wird der
Spieler mit gut platzierten Schockeffekten konfrontiert. Als Gegner begegnet
Ihr verdammten Seelen, die zumeist irre Massenmörder sind. Anders wie in
Resident Evil ist die kleine Heldin nicht bis zu den Zähnen bewaffnet, um
dann gegen die böse Unholde martialisch vorzugehen. Eigentlich hat sie kaum
Schutz oder Waffen um sich gegen die Serienmörder zu wehren. Jetzt braucht
Ihr Euch aber nicht vorzustellen das diese Killer nur selten auftauchen,
denn sie verfolgen die kleine Heldin in regelmäßigen Abständen. Was macht
man nun, wenn kaum Möglichkeit bestehen sich zu wehren? - natürlich Laufen.
Emotionen spielen nun auch noch eine Rolle - kein Wunder wenn man die
unterschiedlichen Personen sieht. Schulmädchen im Minirock und brutale
Serienkiller spielen nun einmal in unterschiedlichen Ligen. So bekommt
Allyssa auch regelmäßig Angst, wenn sie die brutalen Killer sieht. Das
drückt sich in der Panikleiste aus, die sich langsam aber sicher füllt wenn
Gefahr droht. Ist diese Leiste dann voll bricht die nackte Panik aus. Das
Verhalten der Heldin ändert sich und das Bewegen wird deutlich schwieriger.
Neben leichten unkoordinierten Bewegungen kommt auch noch hinzu, das die
Beine so schlottern das sich Allyssa für eine gewisse Zeit nicht mehr
fortbewegt. Getötet werden kann das kleine Mädchen auch nur in diesem
Panikzustand. Vorher steigern Schläge und Angriffe nur die Panikleiste.
Ganz verloren ist der Spieler aber auch wieder nicht, wenn es mal zur Sache
geht. Auf ihren Streifzügen findet Allyssa nützliche Items die oft genug ihr
Leben retten. So gibt es Mittel die Ihre Panikleiste wieder abklingen lässt,
aber auch Items die den tödlichen Schlag auf sich ziehen so das unsere
Heldin nicht stirbt. Daneben gibt es aber noch viele weitere Items wie z.B.
einen Ring der nach gebrauch Allyssa für wenige Sekunden unsichtbar macht so
das sie verschwinden kann. Das ist aber nicht alles um den sicheren Tod zu
umgehen. Mit leuchtenden Punkten sind auch Orte markiert, wo sich die Heldin
verstecken darf - das klappt aber nicht immer, denn wenn der Serienmörder
sieht wie sie dort verschwindet nutzt er diese Situation eiskalt aus. Ab und
zu findet der Spieler auch mal sichere Orte, wo der Killer nicht reingeht
und so können diese Punkte zum Ausruhen genutzt werden. Noch seltener sind
dann die Punkte wo Allyssa aktiv Aktionen ausführen darf, um einen direkten
Angriff auf den Feind auszuführen. Diese stehen oft nur einmal zur Verfügung
und sehen auch immer anders aus. So blendet sie einmal mit einem heißen
Eisen den Gegner und in der nächsten Situation betäubt sie den Killer mit
einem Stuhl. Eine weitere Möglichkeit besteht auch darin heiliges Wasser auf
die Geister zu schütten. So tötet Ihr diese zwar nicht aber die schmerzen
lassen Allyssa genügend Zeit um einen Vorsprung zu ergattern. Das heilige
Wasser befindet sich in einer kleinen Flasche die sich mit der Zeit leert.
Da aber in dem Spiel zahlreiche Möglichkeiten auftauchen, wo Ihr die Flasche
wieder auffüllen könnt ist das nicht so ein großes Problem. Hinzu kommt
noch, das dieses Wasser benötigt wird um Türen zu öffnen die mit Siegel
verschlossen sind.
Türen lassen sich auch noch auf eine andere Art und Weise öffnen. Ganz
konventionell mit Schlüssel die im Spiel gefunden werden müssen. Darin
besteht auch oft genug die Hauptaufgabe des Spielers - nötige Items zu
finden. Mal müsst Ihr ein Schlüssel finden und dann mal wieder ein anderes
Item um im Spiel weiter zu kommen. Neben den Hauptaufgaben - also die
Serienkiller - tauchen immer wieder andere Geister auf die Allyssa erlösen
darf. Zur Belohnung gibt es dann weitere nützliche Gegenstände. Irgendwann
ist es dann auch mal so weit die Serienkiller ins Nirwana zu schicken. Das
geschieht über diverse Zwischen bzw. Endkämpfe. Übrigens verfolgt Euch pro
Level nur ein Killer der aber genügend Probleme verursacht. Die ganze
Geschichte wird über recht gute Sequenzen gezeigt und so wird der Spieler
hoch motiviert weiter getrieben, da die Spannung nie nachlässt. Von dieser
Spannung lebt auch das Spiel, denn in jeder Situation kann was
unvorhersehbares passieren. Gefördert wird dieses dann auch noch durch die
Brutalität im Spiel. Nicht das Allyssa dafür sorgt aber die Sequenzen und
die Umgebung sind förmlich mit Blut getränkt. Genau das richtige für dunkle
Abendstunden.
Technik:
Optisch wirken alle Level sehr düster und das passt ideal zu der Story, die
in wunderbaren Filmsequenzen erzählt wird. Die Grafik ist in diesem Spiel
zeitgemäß und so kann man gut gestaltete und detailreiche Räume genauso
bewundern wie nette Außenbereiche. Die Figuren bewegen sich ebenfalls recht
gut, vor allem sehen die Animationen von Allyssa realistisch aus, auch wenn
sie nicht zu den besten zählen die erfahrende Spieler schon einmal gesehen
haben. Auf einem gleich hohen Niveau bewegt sich der Sound. In jeder
Situation wird das passende Geräusch eingespielt, so dass die Stimmung
verstärkt wird. Zusätzlich wird je nach Situation eine andere Musik
eingespielt. Vor allem sorgen die plötzlichen Stimmen und die netten
Schockeffekte für eine gute Atmosphäre. Läuft die Heldin über Dosen oder
Flaschen bewegen sich diese und fallende Vasen kommen genauso in dem Spiel
vor wie plötzlich aufgescheuchte Vögel die aus einer Hecke fliegen. Übrigens
sind die Gespräche in englischer Sprache aber dank einem deutschen
Untertitel kann jeder diese gut nachlesen. Ein wenig schlechter kommt die
Steuerung weg die etwas gewöhnungsbedürftig ist. Mit der Zeit gewöhnt der
Spieler sich aber an diese und so stellt die Lenkung kein großes Problem da.
Die KI der Gegner ist ebenfalls recht gut. Richtig davonlaufen kann man den
Killern eigentlich nicht. Nur wenn der Spieler um ein Objekt herum läuft
verhalten sich die Gegner ein wenig merkwürdig, da dieses Wettrennen
stundenlang betrieben werden kann. Die Speicherpunkte sind in Clock Tower 3
recht gut gewählt und so müsst Ihr nicht allzu weit laufen um nach einem
unfreiwilligen Spielende wieder an der Stelle zu gelangen, wo Ihr im Vorfeld
noch gescheitert seid. Einen weiteren Kritikpunkt bekommt dann auch noch die
Spieldauer ab. Diese ist recht kurz und so endet das Spiel auch schon nach
knapp acht Stunden.
Fazit:
Eigentlich ist Clock Tower 3 ein recht gutes Spiel, das fast an die Resident
Evil Reihe heran kommt. Richtig gut hat uns vor allem das Ambiente gefallen
das wirklich für Gänsehaut sorgt. Neben den stimmungsvollen Sequenzen wird
dieses auch durch die Level, den Sound und durch nette Schockeffekte
verursacht, die den Spieler nie zur Ruhe kommen lassen. Schade das Clock
Tower 3 so kurz ist, gerade wenn man sich an diese Spannung gewöhnt hat ist
schon alles vorbei. So fällt dann aber nicht groß auf das sich die Aktionen
immer wieder wiederholen. Der Spieler läuft permanent von einem Gebäude bzw.
Raum zum nächsten um dann wieder zurück zu rennen. Aber das kennt man ja von
solchen Spielen. Insgesamt kann man festhalten das Clock Tower 3 ein rundum
gelungenes Horrorspiel ist, das sich vor der Konkurrenz nicht zu verstecken
braucht. Wer ein spannendes Horroradventure sucht wird mit Clock Tower 3
mehr als zufrieden sein.
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