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Einleitung:
Wer schon immer einmal eine Stadt bauen
wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Mit dem Spiel City Life kann jeder
Möchtegernstädteplaner eine Metropole ganz nach seinen Vorstellungen
errichten. Von eleganten Villen in gepflegten Stadtvierteln bis hin
zu Schwindel erregend hohen Wolkenkratzern in Geschäftsvierteln ist
alles möglich. Wir konnten uns das Aufbaustrategiespiel von Monte Cristo jetzt näher ansehen. Ob sich das Spiel für angehende
Architekten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In City Life sind wir der Bürgermeister einer virtuellen Stadt. Wir
müssen dafür sorgen, dass unsere Stadt wächst und gedeiht und dass
die verschiedenen Bevölkerungsgruppen harmonisch zusammenleben.
Bevor wir uns als Städteplaner ausleben, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Grundlegend bietet das Spiel ein freies
Endlosspiel und 22 Szenarien, in denen der Spieler entweder eine
Bevölkerungszahl oder einen bestimmten Anteil einer sozialen Gruppe
erreichen soll. Daneben finden wir noch einen Editor, indem wir
eigene Spielkarten gestalten können. Im Spiel angekommen sollen wir
mit der Geldsumme, die uns anfänglich zur Verfügung steht, eine
Stadt in einer von uns gewählten Umgebung gründen. Dazu errichtet
der Spieler Gebäude, die Bürger anlockt und zufrieden stellt, damit sie
anschließend Steuern entrichten. Mit diesem Geld können wir
dann weitere Investitionen tätigen. Bei den Gebäuden gibt es
unterschiedliche Typen. In den Wohnhäusern leben die Bürger. Diese
nutzen nicht nur Straßen und Brücken, sondern auch städtische
Einrichtungen. Diese Gebäude bieten den Bürgern die Möglichkeit,
ihre Grundbedürfnisse wie medizinische Versorgung, Sicherheit,
Bildung usw. zu befriedigen. Natürlich kosten diese Gebäude der
Stadt Geld. Schließlich sollen sie unterhalten werden. Außerdem muss
die Stadt den darin arbeitenden Mitarbeitern Gehalt bezahlen.
Daneben gibt es noch Freizeiteinrichtungen. Diese können mit der
Zeit auch Gewinn erwirtschaften, wenn genügend Besucher angelockt
werden. Fehlen uns die nötigen Gäste, verursachen auch diese
Einrichtungen Kosten. Selbstverständlich gibt es auch private
Unternehmen, die ebenfalls Geld in unsere Kasse spülen. Außerdem
braucht eine Stadt noch Energie- und Abfallentsorgungsgebäude.
Hierdurch bekommt unsere City Energie und der anfallende Abfall wird
fachgerecht entsorgt. Bauern wir diese Gebäude nicht, muss die Stadt
Kapazitäten von außerhalb einkaufen. Ohne zufriedene Bewohner wird
aus unserer Stadt niemals eine florierende Metropole. Damit
sich die virtuellen Jungs und Mädels wohl fühlen, soll der Spieler
diverse Bedürfnisse erfüllen. Die Bürger brauchen z.B. Arbeit um
Geld zu verdienen. Außerdem müssen sie Konsumgüter wie
Nahrungsmittel und Kleidung kaufen können. Daneben sollte der
Spieler die Gesundheit nicht aus dem Auge verlieren. Krankenhäuser
und Ärzte müssen in Reichweite sein, ansonsten gibt es auch hier
Proteste. Damit ein sozialer Aufstieg möglich ist, sollte auch
Zugang zu Bildungsein-richtungen vorhanden sein. Darauf wird genauso
geachtet, wie auf die Sicherheit. Hierdurch gewährleisten wir
körperliche Unversehrtheit und Schutz vor Kriminalität. Die Bewohner
freuen sich auch über diverse Freizeitangebote, in denen sie sich
amüsieren können. Grundsätzlich gilt: Je größer die Stadt wird, desto anspruchsvoller
werden die Einwohner. In einem kleinen Dorf sind die Bürger bereits
zufrieden, wenn sie Zugang zu Arbeit haben, es einen
Lebensmitteladen gibt und ein Arzt
in der Nähe existiert. In einer Großstadt klappt
dieses natürlich nicht.
Das war natürlich noch nicht alles. In City Life muss das städtische
Verkehrsaufkommen überwacht und geregelt werden. Verkehr entsteht,
wenn Bürger zwischen Wohnung und Arbeitsplatz hin und herpendeln. Ob
ein Bürger mit seiner Arbeit zufrieden ist, hängt davon ab,
inwieweit er sie interessant findet und wie lange der Weg zur Arbeit
ist. Der Spieler muss also zusehen, dass er Verkehrsaufkommen
schnell verringert. Dazu kann man z.B. das Straßennetz ausbauen.
Allerdings müssen wir aufpassen, dass wir nicht zu nah an
Wohnhäusern bauen. Schließlich will keiner an einer stark befahrenen
Straße wohnen. Außerdem lässt sich das Verkehrsaufkommen durch
öffentliche Verkehrsmittel wie U-Bahn, Busnetze oder Taxistände
verringern. Haben wir alles richtig gemacht, werden die Bewohner es
mit Freude zu Kenntnis nehmen. Die Einwohner von City Life gehören
übrigens einer von sechs verschiednen Bevölkerungsgruppen an. Es
gibt Reiche, Schlipsträger, Trendsetter, Arbeiter, Hippies und
Tagelöhner. Jede Gruppe hat natürlich spezielle Wünsche und
Vorlieben und dementsprechend andere Bedürfnisse. Es ist wichtig: wo
sie Wohnen, wie das Umfeld ist und welche Bevölkerungsgruppen ihre
Nachbarn sind. Hinzu kommt, dass jede Gruppe ihre Schwerpunkte für
Grundbedürfnisse anders setzt. Manche wollen lieber Sicherheit,
während andere eher auf eine gute Gesundheits-betreuung wert legen.
Natürlich haben viele Gruppen auch die gleichen Bedürfnisse und so
ist es nicht immer einfach alle Wünsche zu erfüllen. Für uns ist es
wichtig die Bevölkerung glücklich zu machen, denn nur wenn wir viele
Einwohner haben, werden wir von diesen Steuern erhalten. Diese
Einnahmen richten sich auch nach dem Einkommen der Leute. Je mehr
ein Bürger verdient, desto üppiger ist sein Steuergeld. Jede
Bevölkerungsgruppe trägt auf ihre Weise zum Wohl der Stadt bei und
daher brauchen wir alle Schichten in unserer City. Die Tagelöhner,
Hippies und Arbeiter stellen z.B. das Gros der Arbeitskräfte, die
die städtischen Dienstleistungen erbringen. Da wir eine bunte
Mischung in unserer Stadt haben, sind Konflikte vorprogrammiert.
Allerdings erst im späteren Spielverlauf, wenn unsere Stadt groß
genug ist. Zum Glück haben wir auch Möglichkeiten um diese Konflikte
zu unterbinden. Kümmern wir uns allerdings nicht um diese, so kann
es zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen kommen. Achtet der Spieler auf
die Konflikte und sorgt er für Entwicklungsmöglichkeiten und
Vollbeschäftigung, so wird er in aller Ruhe seine Stadt aufbauen
können. So errichten wir nun unsere Stadt ganz
nach unseren Vorstellungen. Klappt alles, so werden wir bald stolzer
Bürgermeister einer florierenden Stadt sein. Allerdings glaubt jetzt
nicht, dass dieses einfach ist. Es gibt viele Punkte auf die wir
achten müssen und so wird immer etwas zu tun sein.
Technik:
Die Grafik ist recht gelungen. Zum einen werden wir übersichtliche
Statistiken, Menüs und Karten erblicken. Hinzu kommt eine
ansprechende Stadtansicht.
Dabei hat der Hersteller auf viele Details geachtet, denn wir werden
neben Gebäuden auch viele Objekte und Personen zu sehen bekommen.
Letztere wurden nett animiert und modelliert. Da sich die Bewohner
gut durch die Stadt bewegen, wirkt die City recht lebendig. Etwas
Schade ist allerdings, dass viele Einwohner gleich aussehen. Ein
wenig mehr Vielfalt hätte dem Spiel gut getan. Das gleiche gilt für
die Fahrzeuge, die kaum unterschiede aufweisen. Zumindest werden wir
durch die vielen unterschiedlich gestalteten Gebäude ein wenig
entschädigt. Fantastisch ist dann noch die Nah- und Fernansicht. Wir
werden zu jedem Zeitpunkt alles im Blick haben. Auf einem ähnlichen
Niveau bewegt sich der Sound. Eine unterhaltsame Musik ist genauso
vorhanden, wie diverse Ingamegeräusche. Leider hören wir nicht die
Stimmen der einzelnen Personen. Diese bewegen sich stumm durch die
Stadt. Die Steuerung ist dagegen sehr einfach ausgefallen. Wir
kommen mit allen Aktionen sofort klar und so kann man recht schnell
in das Spielgeschehen einsteigen.
Fazit:
Natürlich hat das Spiel gute aber auch schlechte Seiten. Fangen wir erst
einmal mit den negativen Punkten an. Ein wirklicher
Wirtschaftskreislauf ist leider nicht vorhanden und grundlegend
spielt sich jedes Spiel gleich. Etwas schade ist auch, dass wir am
Anfang ein etwas mageres Tutorial sehen. Dieses erklärt etwas
unspektakulär das Game und die Steuerung. Nett wäre auch gewesen,
wenn der Hersteller mehr Abwechslung in die Stadt eingebaut hätte.
Immer wieder erblicken wir die gleichen Leute und Fahrzeuge
und selbst an der Umgebung hat man sich schnell satt gesehen.
Allerdings ist nicht alles schlecht. Es gibt auch viele Punkte die
uns gefallen haben. Nett ist z.B. das es sechs Bevölkerungsschichten
gibt. Es ist schon realistisch, dass diese nicht immer gut
miteinander auskommen. Interessant ist auch, dass wir ihnen den
Aufstieg zu einer besseren Klasse ermöglichen können. So ist der
Spieler auch für das Wohlergehen seiner Stadtbewohner
verantwortlich. Hierdurch kommen ganz neue Aspekte auf, wodurch das
Spiel immer spannend bleibt. Außerdem motiviert die Tatsache, dass
wir alles selber entscheiden können. Was wir aus der Stadt machen,
bleibt alleine uns überlassen. Zufrieden kann man eigentlich auch
mit der Optik sein. Eine fertig ausgebaute Stadt ist schon ein
wahres Schmuckstück. Wer also aktuell eine interessante
Städtesimulation sucht, der darf gerne bei City Life zuschlagen.
Dank vieler interessanter Features macht das Spiel über Wochen Spaß.
Uns hat City Life gut gefallen und so können wir das Spiel zum Kauf
empfehlen.
Features:
- Echtzeit-3D-Städtebausimulation mit 360°-Kameradrehungen und Zoom
- 6 einzigartige Bevölkerungsgruppen mit spezifischen Bedürfnissen
und Erwartungen
- 22 Karten in 5 unterschiedlichen Umgebungen und ein vollständiger
Karteneditor
- Detaillierte und durchdachte Grafiken unter Verwendung neuester
Spezialeffekt
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