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Chicago 1930 - Review (PC)

Wertung:
85 %

Einleitung:

Echtzeittaktik-Spiele kommen aktuell sehr stark wieder auf. So verwundert es auch nicht, dass vom deutschen Hersteller Spellbound über Wanadoo ebenfalls ein neues Spiel aus diesem Genre auf den Markt kommt. Es handelt sich hierbei um das Spiel Chicago 1930, dass nun den anderen Spielen aus dem Genre das fürchten lehren will. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version testen. Ob sich das Spiel lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Der Spieler wird in dem Spiel in die Stadt Chicago der 30 er Jahre gebracht, wo düstere Machenschaften, Straßenschlachten und das Alkoholverbot grassieren. In der Zeit der Prohibition soll nun der Spieler auf Seiten des Gesetzes für Gerechtigkeit sorgen oder als Gangster die Stadt unsicher machen. Dabei spielt Ihr zum Teil historische Ereignisse wie das Valentinstag-Massaker von 1929 nach. Der Spieler kann sich in zwei unterschiedlichen Kampagnen auslassen. Entweder als Mitglied einer Mafia-Bande oder als Polizist. Auf einer Hauptkarte darf nun entscheiden werden welchen Einsatz wir als nächsten bestreiten wollen. Vor jeder Mission darf eine Mannschaft zusammengestellt werden. Kleine Informationen und Wertungen informieren uns über die Fähigkeiten der Leute. Nach dem obligatorischen Ausrüsten geht es in die nächste Mission. Diese sind in unterschiedliche Stadtteile aufgeteilt die wir nun unter unsere Kontrolle bringen müssen.

Wir starten meistens mit fünf Leuten in eine Mission. Diese haben alle unterschiedliche Fähigkeiten. Trotzdem sind sie nicht nur auf diese beschränkt, so dass alle Teammitglieder vielseitig einsetzbar sind. So agieren wir nun mit diesen Leuten vorsichtig in den einzelnen Missionen. Hier werden die eigenen Figuren entweder einzeln oder als Gruppe gelenkt. Der Spieler sollte ziemlich leise und vorsichtig vorgehen, da die Gegner nicht gerade zimperlich mit uns umgehen. Wir müssen uns aber nicht nur mit den Feinden beschäftigen, denn wir haben noch mehr in den einzelnen Missionen zu tun. So sollen zum Beispiel Tresore genauso geknackt, wie Schlüssel für Türen gefunden werden. Egal wie wir vorgehen, es dürfen möglichst keine Zeugen anwesend sein. Falls Euch doch mal einer sieht dürft Ihr ihn bestechen oder ebenfalls umlegen - damit er keine Aussage machen kann.

Besonders witzig sind die beiden unterschiedlichen Kampagnen. Als Mitglied der Mafia dürfen wir morden, rauben und entführen was uns unter die Augen kommt. Hingegen als Polizist sind wir irgendwie an das Gesetz gebunden, was uns daher in den gewalttätigen Handlungen einschränkt. Als guter Polizist sollen wir daher auch nur schießen, wenn wir in Not geraten. Der Schwerpunkt liegt hierbei auch mehr auf Adventure-Elemente. In der ersten Mission müssen wir zum Beispiel einen Mord aufklären. Dazu gehören dann Vernehmungen von Verdächtigen und das Durchsuchen der Räumlichkeiten. Allerdings läuft dieses sehr gradlinig ab. Erst wenn wir eine bestimmte Person befragt haben dürfen wir mit dem nächsten Verdächtigen sprechen oder ein Gegenstand finden. Es macht zwar Spaß so als Polizist zu agieren aber ein wenig mehr Freiheit hätte man sich schon gewünscht. Hat man dann alle Beweise zusammen darf man Verdächtige festnehmen. Trifft der Spieler auf Gangster so beginnt aber auch hier eine wilde Schießerei.

Egal welche Seite wir Spielen, die Handhabung ist oftmals das gleiche. Wir lenken unsere Figuren alleine oder als Gruppe zu bestimmten Punkten hin - die wir frei mit der Mouse anklicken dürfen. Orte wo wir nicht hingehen können werden sofort abgeblockt. Dabei ist der Bewegungsfreiraum nicht nur auf den Fußboden beschränkt, denn auch Fassadenklettereien dürfen von unseren Akteuren durchgeführt werden. Hinzu kommt das verwenden von diversen Gegenständen. Das fängt bei den Waffen wie Pistolen, Schrotflinte oder Maschinengewehr an. Hinzu kommen aber auch andere wichtige Items wie Medizin, Seite, Schlagring, Baseballschläger oder Handschellen. Diese befinden sich in den jeweiligen Inventars unserer spielbaren Figuren. Allerdings ist der Platz hier eingeschränkt. Mehr als die verfügbaren Plätze dürfen nicht belegt werden. Will man einen Gegenstand verwenden wird einfach darauf geklickt und schon darf die Spielfigur diesen benutzen. Wird ein Gegner erledigt so kann man ihn untersuchen. Hat er Items bei sich dürfen diese auch von uns aufgenommen werden. So erhält man auch wichtige Munition für seine Waffen.

 

Technik:

Optisch wird eine nette 2D Grafik geboten. Alle Level wurden sehr detailreich ausgestattet. Das bezieht sich auf Innenräume wie auf Außenbereiche. Hinzu kommen diverse Personen die auch Zivilisten beinhalten. Diese stehen aber oftmals nur dumm in der Gegend herum. Allerdings hängt es auch davon ab wie wir einen Raum betreten. Kommen wir mit einer gezogenen Waffe rein brechen Zivilpersonen oftmals in Panik aus. Gegner sind da schon anders. Diese kommen direkt auf uns zu gestürmt und versuchen uns zu killen oder KO zu schlagen. Werden wir zum Beispiel angeschossen, so dürfen wir uns mit Medipacks heilen. Gehen wir dagegen KO hilft nur eins - warten. Nach einer bestimmten Zeit steht die Figur wieder auf. Um diese Zeit zu verkürzen darf der Spieler eine andere Figur mit einem Medipack einsetzen. Diese kann dann die bewusstlose Figur heilen.

Die Stimmungen von Spielfiguren werden dann noch durch kleine Symbole ausgedrückt. So können wir schon frühzeitig erkennen, ob sich eine Person feindlich oder freundlich verhalten wird. Die Animationen sind ganz nett gemacht, auch wenn sie natürlich nicht realistisch wirken. Der Sound trägt neben der Grafik ebenfalls sehr gut zu der Mafia-Atmosphäre bei. Neben guten deutschen Synchronstimmen wird auch eine passende 30 er Jahre Musik eingespielt. Leider wird der Spieler die Stimmen nicht immer zu hören kriegen. Restliche Informationen werden dann durch Texte eingeblendet. Ab und zu sehen wir dann noch ein nettes Video - was allerdings zu selten geschieht.

Gut gefallen kann auch die Slow-Motion-Funktion. Aktiviert man diese so läuft das Geschehen in Zeitlupe ab. Hinzu kommt ein Effekt, so dass es aussieht wie ein alter Film. Neben dieser optischen Aufpäppelung macht diese Funktion aber auch Sinn, denn der Spieler hat nun mehr Zeit um seine Aktionen auszuführen. So ist das Spiel dann auch für Genreanfänger zugänglich, da sie mit diesem Effekt weniger Probleme bekommen werden wie in anderen Spielen. Trotzdem ist der Schwierigkeitsgrad hoch genug, so dass auch Profis lange Freude haben werden. Ebenso Positiv fällt die Steuerung auf. Diese ist sehr leicht erlernt und so kann man schon nach wenigen Minuten alle Aktionen sicher ausführen. Auch das Inventar der einzelnen Akteure wurde wunderbar am Seitenrand angebracht. Der Spieler kann damit sehr schnell alle Gegenstände anwählen.

 

Fazit:

Das Spiel macht sehr viel Spaß auch wenn nicht alles perfekt ist. Vor allem kann man bemängeln, dass die KI der Gegner nicht gerade atemberaubend ist. Personen die keinen wirklich großen Schwierigkeitsgrad mögen werden dieses aber sicherlich begrüßen. Wem es dann immer noch zu schwer ist darf zusätzlich eine Quicksave-Quickload Funktion nutzen. Wirklich neues werdet Ihr in dem Spiel nicht zu sehen bekommen Trotzdem kann Chicago 1930 insgesamt überzeugen. Vor allem die beiden komplett unterschiedlichen Kampagnen tragen dazu bei. Interessant sind auch die RPG-Elemente. So können die Figuren in den Bereichen Schießen, Nahkampf, Erste Hilfe, Charisma und Werfen aufgebaut werden. Da dann auch noch die Missionen stimmen wird für das komplette Spiel genügend Motivation geboten. Das liegt auch daran, dass das Ambiente stimm. Nette Optik und viele Details in der Grafik bereichern das Spiel genauso wie der gute Sound. Der Einstieg ist ebenfalls sehr einfach, da die Steuerung und die gut angeordneten Menüs kaum Wünsche offen lassen. Wer Spiele wie Desperados oder Robin Hood von Spellbound mochte wird sich sofort bei Chicago 1930 wohl fühlen. So können wir das Spiel auch ohne Probleme zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- nonlineare Kampagnen mit je 10 Missionen für jede Seite
- Figuren haben fünf verschiedene RPG-Elemente: Schießen, Nahkampf, erste Hilfe, Charisma und Werfen
- Slow-Motion-Modus sorgt in hektischen Momenten für Ruhe
- 30er Jahre Flair

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Chicago 1930 (PC)

 
 Chicago 1930
EUR 44,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 86 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 85 %  
Singleplayer: 83 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  85 %  

Mindestanforderungen:

- Windows 98/2000/ME/XP

- PIII 800 MHz

- 128 MB RAM

- DirectX 8.1 kompatible Soundkarte / DirectX 8.1 kompatible Videokarte

- 4x CD-ROM-Laufwerk

- 1.000 MB auf der Festplatte

 

 

 

 

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