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Einleitung:
Science-Fiction-Shooter
sind aktuell groß in Mode und so wundert es nicht, dass ein neues Spiel zu
diesem Genre das Licht der Spielewelt erblickt. Diesmal ist es das Spiel
Chaser vom Hersteller Cauldron das über JoWood in Deutschland erscheint.
Neben einem ausgiebigen Singleplayermodus können sich alle Onlinefans auch
auf einen vielseitigen Multiplayermodus freuen, der für weiteren Spielspaß
sorgen soll. Ob das Spiel an die großen Titel heran kommt erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Die Hauptfigur in dem Shooterspiel ist Chaser, der auf der Raumstation
Majestic erwacht. Er hat keine Ahnung was er hier macht oder wie er in die
Station gekommen ist. Kurz nachdem er erwacht ist stürmen fremde Soldaten
den Raum und schießen aus allen Rohren. Nur knapp kann der Held entkommen.
Nun übernimmt der Spieler die Rolle von Chaser. Die Raumstation scheint zu
explodieren und so müssen wir als erstes eine Fluchtkapsel erreichen. Wie in
altbekannter Shootermanier lenken wir den Helden in der Egoperspektive durch
die Station. Dabei treffen wir auf feindliche Soldaten die wir mit unserer
gefundenen Waffe erledigen. Geschlossene Türen oder Fahrstühle werden mit
Schalter geöffnet bzw. betätigt. So erreichen wir dann die Kapsel und
entkommen. Kurze Zeit später fliegt die Raumstation in die Luft. Das
Rettungsmodul landet in den Slums von Montrack City. Nun steht die nächste
Aufgabe vor uns. Wir müssen das Gedächtnis von Chaser wieder herstellen und
heraus bekommen, warum die fremden Soldaten Jagd auf ihn gemacht haben.
Durch Erinnerungsblitze sieht der Spieler dann ab und zu auch noch verzerrte
Bilder. Das Abenteuer kann beginnen.
In gut 35 unterschiedlichen Missionen muss der Spieler verschiedene Aufgaben
erledigen. Diese sind recht vielfältig und reichen von Abhören von
Gesprächen bis hin zum Eindringen in fremde Häuser. Die Gegner sind genauso
vielfältig. So sieht der Spieler dann Soldaten, Ninja oder Leibwächter die
Chaser das Leben schwer machen. Die KI der Gegner ist aber recht
eingeschränkt und so machen sie keine großen Probleme. Falls man doch
getroffen wird nimmt man einfach eines der herumliegenden Medipacks auf und
das Problem ist gelöst. Wenn der Spieler ab und zu auch mal in Deckung geht
bekommt er so gut wie keine Probleme mit den Feinden. Bei Schusswechseln ist
der Zeitlupen-Modus recht hilfreich. Mit einem Tastendruck wird der
Bildschirm leicht verzerrt und es läuft alles in Zeitlupe ab - Matrix lässt
grüßen. Dieser Modus ist aber nicht unbeschränkt verfügbar und so kann man
ihn nur kurzzeitig nutzen. Nach einer gewissen Zeit lädt sich dieser aber
wieder auf und kann erneut eingesetzt werden. So agiert Ihr nun in den
verschiedenen Missionen um das Rätsel zu lösen.
Neben dem Singleplayermodus könnt ihr Euch auch noch in den
Multiplayerbereich stürzen, wo Games mit bis zu 32 Leuten auf Euch warten.
Dabei ist ein LAN Spiel genauso möglich wie ein Gefecht im Internet. Als
Spielarten kann man aus vier Modis seinen Favoriten aussuchen. Von
Deathmatch bis hin zu CTF wird alles geboten was sich ein Shooterherz nur
wünschen kann.
Technik:
Die Umgebungen sind recht vielseitig aufgebaut. So agiert Ihr mal in einem
Hotel genauso wie in einer Kläranlage oder in einem Bürogebäude. Die Level
sind dabei sehr großzügig aufgebaut worden. Leider wiederholen sich viele
Abschnitte, so dass Ihr oft immer das gleiche zu sehen bekommt. Dadurch
verliert ein Spieler schnell die Orientierung und da keine Map vorhanden ist
kann das oft zu ungewollten Laufwegen führen. Ein wenig nervend sind dann
auch die Möglichkeiten weiter zu kommen, denn Leitern oder Durchgänge sind
oft sehr gut versteckt was ebenfalls ein wenig frustriert.
Die Grafik basiert auf der eigenen Cauldron Cloak NT Engine was aber nicht
unbedingt ein Nachteil ist. Optisch wirkt das Spiel recht ansprechend. Nur
mit den Details wurde ein wenig sparsam umgegangen. Dafür glänzt das Spiel
mit guten Licht und 3D Effekten. Die Figuren bewegen sich leider ein wenig
steif aber dafür wurden zumindest die Gesichter gut modelliert. Auch auf
Details wie zersplitternde Scheiben wurde geachtet, genauso wie auf
Einschusslöcher in den Wänden. Leider hat der Hersteller aber vieles
unzerstörbar gelassen was die Sache wieder ein wenig unrealistischer macht.
Zumindest wird der Spieler mit sehr langen Intros verwöhnt was ein wenig
entschädigt.
Zu einem Spiel gehört auch immer ein guter Sound. Hier erwartet Euch ein
recht guter Techno-Sound der das Spielgeschehen gut unterstützt. Dem Spiel
wurde sogar eine deutsche Sprachausgabe spendiert was in der heutigen Zeit
nicht immer selbstverständlich ist. Ein wenig eintönig sind dann die Sätze
die in dem Spiel verwendet werden. Nur zu oft hört Ihr die gleichen Worte.
Die Waffengeräusche können dafür recht gut überzeugen und daneben werden
eigentlich immer passend zur Situation die richtigen Klänge eingespielt. Die
Steuerung ist genreüblich. Recht sicher bewegt Ihr den Helden durch die
großen Level. Einziges Manko sind die Sprungeinlagen die ein wenig dürftig
ausgefallen sind. Nur kleine Hüpfer sind möglich die gerade mal für kleine
Geländer ausreichen.
Fazit:
Perfekt ist Chaser zwar nicht aber es reicht aus um ein paar nette Stunden
mit dem Spiel zu verbringen. Störend ist eigentlich nur das recht öden
Leveldesign, wenige unterschiedliche Gegner, die fast nicht vorhandene KI
der Feinde und die etwas spärlichen Sprüche der fremden Personen. Ansonsten
kann das Spiel überzeugen. Auch an einer netten Story haben die Entwickler
gedacht und so rennt Ihr nicht ganz unnütz durch die Level. Besonders gut
gefiel uns das Erinnerungsfragmente verwendet wurden, was die Geschichte noch
spannender machte. Trotz guter Story bleibt es aber beim alten Schema -
Abballern was einen entgegen läuft. Das macht die Sache dann mit der Zeit
doch ein wenig langweilig. Zum Glück hat der Hersteller an einen recht guten Multiplayer-Modus gedacht, so das Chaser auch später noch viel Spaß macht.
Den Gipfel des Shooter-Genre kann das Spiel zwar nicht erreichen aber
trotzdem ist es sein Geld wert. Wer also einen neuen Shooter sucht und mit
ein paar Macken leben kann wird mit dem Spiel zufrieden sein.
Features
- Basierend auf der CloakNT Engine von Cauldron. Die CloakNT steht anderen
modernen Game engines in nichts nach und ist perfekt für die Generierung
großer Areale geeignet.
- Authentische Bewaffnung: Fast alle Waffen sind derzeit im Einsatz
befindlichen nachempfunden. Hier wurde sehr großer Wert auf detailgetreue
Nachbildungen gelegt.
- Packende Storyline: Auf der Suche nach seiner Identität gerät der Spieler
in eine story voller twists und turns.
- 45 Levels in den unterschiedlichsten Umgebungen sorgen für Abwechslung
- Multiplayer - Support für gamespy und dedicated servers
- Verschiedene Multiplayer Modi ähnlich Team Fortress, Counterstrike,
Capture the Flag und Deathmatch
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