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Einleitung:
Mit den Jahren
etabliert sich das Hack & Slay Genre immer mehr bei den Konsolenspielern.
Capcom hat erst vor kurzem auf der GameCube das Spiel P.N. 03
veröffentlicht. Nun kommt auf der Playstation 2 ein ähnliches Spiel mit dem
Titel Chaos Legion raus. Das Spiel wird vor allem die Spieler ansprechen die
Spiele wie Devil May Cry mochten. Wir hatten nun die Gelegenheit die
Playstation 2-Version zu testen. Ob Capcom´s neustes Werk an die Klasse der
Top-Genrevertreter heran kommt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Der Spieler übernimmt die Rolle des Helden Sieg Warheit, der verhindern
muss, dass sein Erzrivale Victor Delacroix die Welt mit seiner Armee der
Finsternis unterjocht. Er schafft dieses nur, wenn er die Chaos Legion
herbeiruft. Mit vereinten Kräften haben sie die Stärke gegen die Übermacht
anzutreten. Bevor das Spiel startet wird die Story mit einem Intro erzählt.
Dabei ist die Sprachausgabe in englischer Sprache mit deutschem Untertitel.
Neben dem Helden steht vor allem die Chaos Legion im Mittelpunkt. Diese sind
allerdings nicht von beginn an verfügbar. Mit der Zeit werden sie aber frei
geschaltet und so kann sich der Spieler auf sieben unterschiedliche Legionen
freuen, die verschiedene Eigenschaften besitzen. Mit einem Tastendruck darf
der Spieler diese im Spiel aktivieren und mit einer anderen Taste wird
entscheiden, ob sie im Angriffs- bzw. Abwehrmodus agieren. Stellt man die
Legion auf Angriff wird sie dem Helden aktiv zur Seite stehen und Gegner
angreifen. Möchte man sie lieber auf den Verteidigungsmodus stellen schützen
sie unsere Spielfigur. Einfacher geht es kaum noch und so kommt jeder sehr
schnell damit zurecht.
Befindet sich nun der Spieler zwischen den Spielabschnitten, kann er die
Legionen bearbeiten und zwei davon auswählen. Die im Spiel errungenen
Erfahrungspunkte dürfen zusätzlich verwendet werden um die Legionen
aufzurüsten. Dieser Punkt ist relativ wichtig, denn mit der zusätzlichen
Fähigkeit wird die Chaos Legion immer stärker. Um nun herauszufinden welche
Eigenschaft man am besten ändert, zieht man eine vorhandene Hilfe im Spiel
zu rate, die alle Eigenschaften und Aktionsmöglichkeiten erklärt. Dabei gibt
es sehr große Unterschiede, denn manche der Legionen sind gut gegen normale
Monster und manche zeichnen sich aus, weil sie mechanische Gegner schnell
niederstrecken. Diese Einstellungen sorgen für viel Freude, denn es macht
einen irren Spaß seine Legion aufzupäppeln und im nächsten Level zu testen.
Natürlich kann es auch mal vorkommen, dass der Spieler die falschen Legionen
mitnimmt. Wenn das geschieht bricht er das aktuelle Spiel einfach ab und
kehr mit den errungenen Erfahrungspunkten in das Hauptmenü zurück. Nun darf
er seine Truppe neu zusammenstellen um einen erneuten Anlauf starten. Ist
dann erst einmal das neunte Level erreicht steht ein neuer Charakter zur
Verfügung.
Es handelt sich hierbei um die schöne Arcia, die nicht wie Sieg mit
Schwertern, sondern mit zwei Schusswaffen kämpft. Übrigens hat das Spiel 14
lineare Level die kaum weitere Spielvarianten zulassen. Ein Level ist in
mehrere Sektionen aufgeteilt. Geht der Held nun in diese Sektion kommen
schon die Gegner herangestürmt. Mit Hilfe der Legion und tatkräftiger
Unterstützung unseres Helden werden diese mehr oder weniger schnell
vernichtet. Die Gegner sind dabei recht vielseitig gestaltet worden. Sie
unterscheiden sich nicht nur von ihrem aussehen, sondern auch von ihren
Angriffen. Ausreichende Infos zu den Gegnern erhält der Spieler durch eine
recht gute Hilfe. Manche Gegner lassen nach ihrem Ableben Gegenstände zurück
die wir unbedingt einsammeln sollten, denn es sind nicht nur Heiltränke die
wir dringend benötigen.
Neben den Bearbeitungsmöglichkeiten der Legionen hat der Spieler vor allem
eine Aufgabe - zu den Gegnern lenken und löppern was der Daumen hergibt. Die
Gegner verlangen dabei alles von Euren Fingern ab, denn teilweise brauchen
sie Minuten der Bearbeitung bis sie am Boden liegen. Da dann auch noch
Dutzende dieser fiesen Gesellen auftreten, bekommt der Spieler einiges zu
tun bis eine Sektion bereinigt ist. Zum Glück kann er eine Lock-On Funktion
nutzen um einen Gegner ins Visier zu nehmen. Nutzen wir diese Funktion nicht
schlägt er immer in die aktuelle Blickrichtung. Ein wenig abkürzen kann der
Akteur die Kämpfe auch, indem er den Hauptgegner tötet. Ist dieser
vernichtet verschwinden die anderen Feinde automatisch. Am Ende jedes Levels
wartet dann noch ein Endgegner auf Euch. Dieser Finale Gegner ist seines
Ranges wegen auch Anspruchsvoller als das normale Fußvolk. Daneben haben sie
auch noch eine imposantere Erscheinung. Auch die Angriffe und die
Verteidigung sind nicht mit normalen Gegnern zu vergleichen, die man fast
mit geschlossenen Augen wegkloppen kann. Bei den Endgegnern sieht das ein
wenig anders aus, denn nur mit der richtigen Taktik kommt der Spieler
weiter. Wenn dieser Finale Gegner besiegt ist dürfen wir zurück ins
Hauptmenü. Eine Statistik zeigt an wie gut oder schlecht wir das Level
abgeschlossen haben. Anschließend darf die Truppe neu aufgerüstet werden. Im
späteren Spielverlauf können wir sogar zurück in schon gespielte Abschnitte
- um diese noch besser abzuschließen.
Technik:
Optisch sieht das Spiel recht gut aus, auch wenn es nicht nur positive
Aspekte gibt. Die Gegner aber auch die gigantischen Specials überzeugen
durch eine gut Darstellung und vielen Effekten. Leider schafft die
Playstation 2 diese optischen Effekte nur, weil die Weitsicht eingeschränkt
ist. Die Hintergründe ähneln sehr denen des Spiels Devil May Cry, nur das
sie nicht ganz so gut aussehen wie beim ersten Teil. Hier wurden zu viele
lieblose Texturen verwendet, so dass nicht jedes Szenario gut aussieht.
Zumindest wird man mit den beiden oben genannten optischen Highlights
(Effekte und Gegner) entschädigt. Leider mussten wir auch feststellen, dass
die Gegnervielfalt im weiteren Spielverlauf abnimmt. Je weiter Ihr in den
Level voranschreitet, desto weniger neue Gegner werdet Ihr sehen. Schade
eigentlich. Ansonsten kann man noch die recht guten Animationen lobend
erwähnen und die Intros die in bekannter Capcom-Qualität abgespielt werden.
Auch ein 50 und 60 Hz-Modus ist vorhanden und selbst bei einer hohen
Gegneranzahl wird der Spieler nie ein Ruckler sehen. Der Sound ist ebenfalls
recht gut gelungen. Außerdem kann der Spieler sich über die gute Steuerung
freuen - die das agieren einfach macht. Ein wenig muss man sich aber an die
Kameraposition gewöhnen, die selber eingestellt werden darf. Eine feste
Einstellung darf der Spieler zwar auch wählen aber diese bietet noch mehr
Nachteile. Bei der frei einstellbaren Kamera ist man zumindest selbst für
die Position verantwortlich. Wird es dann mal hektisch - wie bei den
Endgegnern - stellt sich diese Selbsteinstellung als Nachteil heraus. Nicht
immer hat man die Zeit den optimalen Blickwinkel zu suchen. Trotzdem kann
man mit dieser Lösung gut leben. Insgesamt gesehen ist Chaos Legion
technisch gut gelungen.
Fazit:
Eigentlich würde das Spiel nicht besonders aufregend wirken, wenn nicht die
Endgegner und die umfangreichen Aufrüstmöglichkeiten da wären. In Chaos
Legion wird der Spieler nur wahllos auf die Aktionstaste hämmern bis alle
Gegner erledigt sind. Nur selten muss der Akteur wirklich taktisch vorgehen.
Zum Glück wird der Held von den Legionen unterstützt, die wirklich das
Highlight in diesem Spiel sind. Man quält sich oftmals nur so durch die
Levels, damit man nach der nächsten Pause mit einer noch besseren Truppe
antreten darf. Da aber zumindest die Endgegner alles von dem Spieler
abverlangen macht Chaos Legion insgesamt gesehen Spaß. Wären die normalen
Gegner ein wenig anspruchsvoller, die Hintergrundgrafik noch detailreicher
und die Weitsicht besser könnte es ein wirklich geiles Spiel sein. So ist es
aber kein Spitzenspiel - was aber nicht bedeutet, dass es nicht viel Spaß
macht. Es hat die Klasse das man es ohne Probleme mehrmals durchspielen
kann. Anschließend wird der Spieler es aber in die Ecke legen müssen - da
der Daumen eine Ruhepause benötigt. Wer einfache Spiele mag und gerne an
Truppen herum bastelt wird eine Anschaffung nicht bereuen. Nur interessierte
Spieler die ein einfaches Gameplay nicht mögen sollten Chaos Legion vor
einen Kauf anspielen.
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