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Einleitung:
Westernfreunde dürfen ihre
Konsole entstauben, denn aktuell kommt das actionreiche Wild-West-Spiel Call
of Juarez: Bound in Blood auf den deutschen Markt. Bei dem Ego-Shooter
handelt es sich um ein Prequel des Actionshooters Call of Juarez. Dieses
Game kam vor gut zwei Jahren in den Handel und konnte viele Spieler in
seinen Bann ziehen. Der aktuelle Teil wird übrigens für Playstation 3, Xbox
360 und PC erscheinen. Wir konnten uns in den letzten Tagen in den
virtuellen Sattel schwingen und das Game ausgiebig testen. Ob sich das Spiel
nicht nur für eisenharte Wild-West-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unseren Review.
Zum Spiel:
Das neueste Ubisoftspiel kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus.
Call of Juarez: Bound in Blood spielt im glorreichen Wilden Westen. Wir
werden auf eine Reise durch das vom Bürgerkrieg verwüstete Georgia bis hin
zu den aztekischen Ruinen von Mexiko geschickt. Der Spieler schlüpft in die
Rolle der beiden McCall-Brüder, die sich in ein aufregendes Abenteuer voller
Gesetzlosigkeit und Habgier stürzen, das mitten in einer legendären Ära der
amerikanischen Geschichte spielt. Ray und Thomas McCall sind eisenharte
Südstaaten-Soldaten im Jahr 1864. Während des Bürgerkriegs merken sie
allerdings, dass der Kampf gegen die Yankees keinen Sinn mehr macht. Als sie
dann noch von der drohenden Zerstörung ihrer Farm hören, entschließen sie
sich ihren eigenen Weg zu gehen. Dort angekommen, können sie nur noch die
Leiche ihrer Mutter entdecken. Wir tauchen nun ab in ein aufregendes
Abenteuer das sich um Verfolgung, Rache und einem sagenumwobenen Schatz
dreht. Mehr wollen wir jetzt nicht verraten, schließlich soll das Spiel und
die Story interessant für Euch bleiben. Daher fangen wir lieber ganz von
vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint ein kleines Intro. Es
folgt das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler,
Mehrspieler, Optionen, Trophäen und exklusive Inhalte. Unter zu letzt
genannten Punkt kann man per Codeeingabe auf gleichnamige zugreifen. Wie
gewohnt findet ihr außerdem unter Trophäen die erreichten Erfolge. Schon im
Vorfeld könnt ihr Euch hier ansehen, was Ihr im Einzelnen machen müsst um
diese freizuschalten. Die spielrelevanten Einstellungen darf man dann noch
unter Optionen anpassen. Wer nicht gerne alleine spielt, der sollte in den
Mehrspielermodus gehen. Hier kann man mit bis zu zwölf Spielern an diversen
Spielarten auf unterschiedlichen Karten teilnehmen. Gut fünf Modis werden
angeboten und so sollte eigentlich für jeden Gamer etwas dabei sein. Nett
ist auch, dass durch das Erfüllen von Team-Aufgaben und das Meistern
spannender Schießereien im Team-Deathmatch-Modus neue Charaktere
freigeschaltet werden. Um eines schon einmal klarzustellen, auf einen
Koop-Modus hat der Hersteller leider verzichtet. Obwohl es zwei
Spielcharaktere gibt, darf man das Abenteuer nicht mit einem Freund
gemeinsam durchspielen. Wirklich schade.
Das Herzstück des Spiels ist selbstverständlich der Einzelspielermodus.
Nachdem Ihr den gleichnamigen Punkt angeklickt habt, erscheint ein weiteres
Menü. Angeboten werden neben dem Story-Modus noch die Bereiche
Extra-Missionen, Geheimnisse und persönliche Statistiken. Bevor wir in
die Geschichte eintauchen, dürfen wir noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen.
Dank drei unterschiedlicher Stufen, dürfte jeder Gamer eine passende
Herausforderung finden. Das Spiel wird nun mit einem stimmungsvollen Intro
inkl. deutscher Sprachausgabe passend eingeleitet. Diese Filme werden wir
übrigens immer wieder zu sehen bekommen, denn diese treiben die Story
permanent voran. Kommen wir nun zum Gameplay. Call of Juarez: Bound in Blood
ist ein actiongeladener Egoshooter, das - wie nicht anders zu erwarten war -
im Wilden Westen spielt. Genretypisch greifen wir in dem Spiel auf ein
reichhaltiges Waffenarsenal zurück. Von verschiedenen Revolvern,
großkalibrigen Kanonen bis hin zu Gewehren ist alles vorhanden. Hinzu kommen
Dynamit und andere Waffen wie die Gatling Gun. Dazu müssen wir allerdings
noch sagen, dass nicht jede Waffe bzw. Fähigkeit von uns genutzt werden
kann. Gespielt wird nämlich wahlweise mit einem der beiden Charaktere Ray
oder Thomas McCall. Jeder dieser Figuren verfügt über andere Talente und so
kann man die einzelnen Spielabschnitte je nach Spielfigur etwas anders
durchspielen. Thomas kann zum Beispiel mit einem Lasso an Gebäuden oder
Bäumen hochklettern und Feinde mit seinem Wurfmesser lautlos erledigen. Ray
ist ein wenig grobmotorischer, denn er bevorzugt lieber Dynamit und fette
Waffen. Er tritt auch lieber eine Tür ein, als leise nach einem
Hintereingang zu suchen. Welche Figur Ihr nun spielt, bleibt komplett Euch
überlassen.
Vor einem Level darf man zwischen den Charaktere wählen und so das
anschließende Vorgehen bestimmen. Bis auf die kleinen Fähigkeitsunterschiede
spielen sich die Spielabschnitte allerdings recht gleich. Schließlich
ballert man meistens alles ab, was sich bewegt. Einen großen Unterschied
gibt es allerdings dann doch noch. Uns gönnt man in dem Spiel einen so
genannten Konzentrationsmodus. Das ist nichts anderes, wie eine Art
Bullet-Time. Hat der Gamer eine bestimmte Anzahl an Gegnern eliminiert, so
kann man diesen aktivieren und die Zeit verlangsamen. Im Anschluss dürft Ihr
dann Feinde optisch eindrucksvoll und sehr effektiv vom Bildschirm fegen.
Ray markiert dazu seine Feinde im Vorfeld um sie dann mit zwei Revolvern
abzuschießen. Thomas dagegen erledigt diese einzeln. Die meiste Zeit werden
wir allerdings konventionell die Levels absolvieren. Dazu agieren wir
recht frei in den Spielabschnitten. Diese sind leider meistens etwas
gradlinig aufgebaut, auch wenn man sich hin und wieder frei in der
virtuellen Welt bewegen kann. Zur besseren Orientierung gönnt man uns
Zielmarkierungen, wodurch wir die nächsten Wegpunkte schnell finden.
Ankommende Feinde werden dann mit einem Zielkreuz anvisiert und
abgeschossen. Unsere Waffen müssen wir notgedrungen in regelmäßigen
Abständen nachladen. Der Spieler sollte daher immer darauf achten, dass er
niemals mit einer leeren Waffe auf Gegner trifft. Daneben kann man zwischen
den einzelnen Waffen mit einen einfachen Tastendruck wechseln.
Damit wir nicht permanent in gegnerische Kugeln laufen, darf sich unsere
Spielfigur noch ducken um so hinter diversen Gegenständen in Deckung zu
gehen. Hin und wieder kommt es aber dennoch vor, dass wir das Zeitliche
segnen. Zum Glück gönnt uns der Hersteller gut gesetzte Checkpoints, wodurch
man nicht allzu viel wiederholen muss. Das Ableben kann man allerdings
umgehen, wenn man frühzeitig in Deckung geht. Verfärbt sich der Bildschirm
rot, dann dauert es nicht mehr lange bis das Ende naht. Schafft Ihr
stattdessen eine gewisse Zeit ohne Treffer auszuhalten, so erholt sich Eure
Lebensenergie und es kann weiter gehen. Auch wenn das Spiel zum größten Teil
sehr linear aufgebaut ist, gibt es zwischendurch immer mal Phasen, wo wir
einige kleine Erkundungstouren starten können. Jetzt warten Nebenaufgaben
wie das Erledigen von Zielpersonen auf uns. Als Belohnung winkt dann Geld,
das man wiederum in neue Waffen und Munition investieren kann. Das war noch
nicht alles. Auf den Rücken eines Pferdes dürfen wir uns auch noch
schwingen. Hiermit überbrücken wir längere Wege bis zu Zielorten. Das ganze
wird dann noch durch kleine Actionpassagen wie Verfolgungsjagden abgerundet.
Was natürlich nicht fehlen darf, sind die großen Showdowns am Ende jedes
Levels. Jetzt soll der Akteur im richtigen Moment schnell ziehen und seinen
Gegenspieler im Duell erschießen. Eine nette Sache, die bei keinem
Westernspiel fehlen darf. Das ganze wird dann noch durch unzählige Filme
zusammengehalten, die wunderbar die Story erzählen.
Technik:
Bei der Grafik gibt es wenig auszusetzen. Immer wieder werden wir andere
Orte zu sehen bekommen, die mit vielen Details versehen wurden. Unser Auge
wird dann noch scharfe Texturen und tolle Effekte wie Explosionen
erblicken. Hinzu kommen ansprechende Licht- und Schattenspielereien. Der
Hersteller hat auch auf eine gute Atmosphäre geachtet. Überall passiert
etwas und so kommt man kaum noch vom Bildschirm los. Sehr eindrucksvoll ist
auch die Weitsicht. Es sieht schon toll aus, wenn wir unser Auge über die
Umgebung schweifen lassen oder von erhöhten Punkten in ein Tal blicken.
Leider gibt es aber auch einen kleinen Kritikpunkt. Manche Animationen sehen
etwas steif aus und auch abgeknallte Gegner fallen viel zu künstlich zu
Boden. Entschädigt werden wir allerdings durch toll modellierte Figuren und viele
stimmungsvolle Filme. Der Sound bewegt sich auf
einem ähnlich hohen Niveau. Neben vielen passend eingespielten Ingamegeräuschen lauschen wir auch einer abwechslungsreichen Musik. Hinzu
kommen fette Soundeffekte und Waffengeräusche. Sehr gut kommt auch die
deutsche Synchronisation rüber. Die Sprecher passen zu den Charakteren, auch
wenn diese teilweise etwas zu überzogen reden. Mit der Steuerung kommt jeder
sehr schnell klar. Die Tastenbelegung macht Sinn und dank eines anfänglichen
Tutorialbereiches wird jeder mit der Lenkung direkt klar kommen. Auch das
Zielen fällt einem recht leicht. Gegner kann man ohne große Schwierigkeiten
anvisieren und dank einer kleinen Zielhilfe werden auch ungeübte Spieler
Feinde schnell vom Bildschirm fegen. Das bringt uns schon zum Schwierigkeitsgrad. Da
uns drei unterschiedliche Stufen angeboten werden, bekommt jeder Gamer eine
passende Herausforderung. Sterben wir dann doch einmal, so kommen dank guter
Checkpoint nur selten Frustmomente auf. Fasst man nun alles zusammen, so
kann man sehr zufrieden mit der technischen Seite sein.
Fazit:
Ohne Zweifel macht Call of Juarez: Bound in Blood jede Menge Spaß. Die
permanente Action fesselt einen von der ersten Spielminute an den
Bildschirm. Das liegt jetzt nicht nur an der gelungenen Atmosphäre oder den
toll inszenierten Levels. In dem Spiel stimmt einfach alles, denn wir müssen
viel mehr machen, als nur ständig auf irgendwelche heranstürmenden Gegner
schießen. Immer wieder sollen andere Aufgaben erledigt werden und so ist das
Gameplay sehr abwechslungsreich und motivierend. Nett ist auch, dass wir mit
zwei unterschiedlichen Charakteren spielen. Allerdings fällt hier schnell
negativ auf, dass der Hersteller auf einen Koop-Modus verzichtet hat. Dieser
hätte sich gerade bei diesem Spiel angeboten. Zumindest gönnt man uns einen
Mehrspielermodus in dem man sich ebenfalls einige Stunden aufhalten kann.
Das werden wir dann auch länger machen müssen, als es uns lieb ist. Der
Storymodus kann einen leider nur für gut zehn Stunden binden. Diese sind
aber sehr unterhaltsam. Wer also actionreiche und gut inszenierte
Egoshooterspiele mag, der wird kaum an dem
neusten Ubisoftspiel vorbei kommen. Uns hat Call of Juarez: Bound in Blood
sehr gut gefallen und daher können wir eine klare Kaufempfehlung
aussprechen.
Features:
- Der Spieler als Revolverheld: Der Spieler verfügt über eine Vielzahl an
Waffen, darunter verschiedene Revolver, großkalibrige Kanonen und
Maschinengewehre. Jeder zielgenaue Schuss erhöht die Konzentration der
McCall-Brüder. So schaltet der Spieler neue Feuer-Modi frei und kann gegen
eine Überzahl von Feinden bestehen. Teamwork zwischen den Brüdern zahlt sich
ebenso aus, denn dadurch lassen sich noch stärkere Angriffe entfesseln.
- Kooperatives Gameplay: Der Spieler wählt zwischen den beiden Westernhelden
Ray oder Thomas. Jeder Charakter eröffnet ein spezifisches Spielerlebnis,
denn sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Strategie (Nah- oder
Distanzkampf), Spezialfähigkeiten (Lasso, Dynamit, etc.) und ihrem
durchschlagenen Waffenarsenal (Dual-Revolver, Scharfschützen-Karabiner,
etc.) voneinander. So kann sich der Spieler die speziellen Stärken seines
Lieblingscharakters zu Nutze machen und selbst die gefährlichsten Kämpfe
bestehen.
- Beeindruckende Westernatmosphäre: Der Spieler erlebt eine eindrucksvolle
Welt voller gesetzloser Banditen - der ungezähmte Westen, so wie er einmal
war. Die McCall-Brüder treffen dabei auf einen abtrünnigen Häuptling der
Apachen, einen gierigen mexikanischen Banditen, einen rachsüchtigen Colonel
und auf weitere Halunken, denen Moral nichts bedeutet. Eine Vielzahl
abwechslungsreicher Abenteuer erwartet den Spieler. Um die Weiten des
legendären Wilden Westens zu erkunden, ist dieser stilecht auf dem Pferd,
mit Wagen oder per Kanu unterwegs.
- Innovativer Online Mehrspielermodus: Der Mehrspielermodus wurde im
Einklang mit dem Einzelspielermodus entwickelt und bietet zahlreiche Modi
und Karten, was für endlosen Spielspaß im Wilden Westen sorgt.
Revolverhelden, Banditen und Marschalls kämpfen Online um Kopfgelder. Durch
das Erfüllen Team-Aufgaben und das Meistern spannender Schießereien im
Team-Deathmatch-Modus werden neue Charaktere freigeschaltet. Das neue
Kopfgeld-System sorgt für Spannung, denn je mehr Gegner vom Spieler
ausschaltet werden, desto höher steigt das Preisgeld. Der wahre Westernheld
bezwingt auch die gefährlichsten Gesetzlosen und kassiert das große
Kopfgeld!
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