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Call of Duty: World at War - Review (Xbox 360)

Wertung:
93 %

Einleitung:

Ohne Zweifel gehören die Call of Duty-Spiele mit zu den bekanntesten und kommerziell erfolgreichsten Egoshooterspielen aller Zeiten. Vor allem der Zweite Weltkrieg steht bei den Games im Mittelpunkt. Eine große Ausnahme war allerdings der vierte Teil, der uns in ein aktuelles Szenario führte. Eigentlich war für jeden klar, dass kein Weg mehr zurückführt. Allerdings wurde die Rechnung ohne den Hersteller gemacht, denn der neuste Teil ist mal wieder in der Vergangenheit angesiedelt. Das Spiel Call of Duty: World at War wird übrigens für PS 2 & 3, Xbox 360, Wii, NDS und PC erscheinen. In den letzten Tagen konnten wir uns die fertige Xbox 360-Version ausgiebig ansehen. Ob der Ausflug zurück zu den Wurzeln geglückt ist, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

In Call of Duty: World at War werden wir wieder einmal diverse Schauplätze des Zweiten Weltkriegs zu sehen bekommen. Neben dem zerbombten Russland und den Trümmern Berlins wird der Spieler diesmal auch an die tödlichen Schauplätze des Pazifiks gebracht. Bevor wir allerdings unsere Waffen durchladen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Kooperativ, Mehrspieler und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt kann man dann die spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer gerne gegen anderen Menschen antreten möchte, darf dieses unter Mehrspieler machen. Hier kann man sich dann wahlweise über System Link, geteilter Bildschirm oder Xbox Live mit bis zu 18 Leuten in diverse Schlachten stürzen. Online orientiert sich das Spiel übrigens am Vorgänger. Sehr interessant ist auch die Koop-Kampagne. Hier darf man mit bis zu vier Spielern kooperativ über Xbox Live, geteilten Bildschirm oder System Link in den Krieg ziehen. Gemeinsam macht das Spiel natürlich noch mehr Spaß. Kommen wir aber nun zum eigentlichen Herzstück des Spiels. Nachdem wir den Punkt Einzelspieler ausgewählt haben, kann man entweder in ein neues bzw. bestehendes Spiel starten oder die schon absolvierten Missionen erneut durchspielen. Zu Beginn müssen wir notgedrungen ein neues Spiel beginnen. Es folgt die Wahl des Schwierigkeitsgrades. Gleich vier Stufen (Rekrut, Soldat, Söldner und Veteran) stehen zur Auswahl. Nach einem einführenden Film kann der Kampf endlich beginnen. Wie man es aus den Vorgängerspielen schon kennt, wird aus der Egoperspektive gespielt. Ohne eine wirkliche Story werden wir nun unterschiedliche Schauplätze des Zweiten Weltkriegs kennen lernen. Wir schlüpfen dabei immer wieder in andere Rollen. Als amerikanischer Soldat Miller kämpfen wir im Pazifik gegen die kaiserliche japanische Armee. In späteren Kampagnen werden wir dann als Soldat der Roten Armee gegen die Deutschen antreten. Die einzelnen Missionen beginnen dabei immer anders. Mal starten wir als Kriegsgefangener, der kurz vor der Hinrichtung steht. In einer anderen Mission sitzen wir in einem Anlandungsboot, dass gerade auf einen Strand zufährt oder als russischer Soldat müssen wir zusehen, wie Deutsche Soldaten verletzte Russen hinrichten. Die Grausamkeit des Krieges wird also eindrucksvoll in Szene gesetzt. Das gleiche gilt für die unterschiedlichen Umgebungen. Alle Kriegsschauplätze werden authentisch gezeigt. Von wunderschönen Urwäldern mit einfachen Bambushütten bis hin zu zerstörten Städten ist alles vorhanden. An diesen Orten werden wir den Krieg hautnah erleben, denn wirklich ruhig wird es eigentlich nie zugehen. Meistens schlagen überall Bomben und Granaten ein. Hinzu kommen anstürmende oder sich verschanzte Gegner, die alles auf uns abfeuern, was ihnen zur Verfügung steht. Zum Glück kann der Spieler auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurückgreifen. Dieses besteht, wie nicht anders zu erwarten war, aus zeitgemäßen Waffen wie Pistole, Gewehren, Maschinenpistolen, Bazooka, Granaten, Molotov-Cocktails und vielen anderen Tötungswerkzeugen. Sogar einen Flammenwerfer gönnt man uns. Allerdings müsst Ihr aufpassen, was Ihr ankokelt. Schnell ist es passiert, dass wir uns den Weg selber durch die mörderischen Flammen abschneiden.

Die Waffen benötigen selbstverständlich Munition, die wir von getöteten Soldaten aufsammeln. Ist aktuell keine passende Waffe vorhanden, so darf man auch die anderen Knarren vom Boden aufnehmen. Dabei ist es egal, ob es unsere oder die vom Gegner sind. Hinzu kommen dann noch fest installierte Geschütze bzw. Waffen die wir nutzen dürfen. Das war noch nicht alles. Neu hinzu kommt ein nettes Feature. In manchen Missionen kann der Gamer auch einen Beschuss anfordern. Dazu markieren wir das zu bombardierende Gebiet, was dann wenige Sekunden später flächendeckend zerstört wird. Eine sehr nützliche Sache, vor allem bei gut befestigten Stellungen. Diese Unterstützung darf man dann in einer Mission immer wieder anfordern. Denkt jetzt aber nicht, dass wir nur aus der Distanz kämpfen. Heranstürmende Feinde wollen uns permanent Ihr Bajonett in den Leib rammen oder uns im direkten Nahkampf erledigen. Über das kleine Radar am Bildschirmrand muss der Spieler daher immer darauf achten, ob nicht ein Feind von hinten auftaucht. Schaffen wir es rechtzeitig ihn abzuknallen, ersparen wir uns somit eine kleine Auseinandersetzung. Daneben sollt Ihr auch noch anfliegenden Granaten ausweichen, die rechtzeitig durch ein kleines Symbol angekündigt werden. Wer es zeitlich schafft, der darf diese auch zurückwerfen. Die Gegner machen das übrigens auch. Bei den ganzen Kämpfen ist es unvermeidbar, das unsere Spielfigur Schaden nimmt. Wie schon bei den Vorgängern wird keine Lebensleiste eingeblendet. Vielmehr müssen wir bei einer optischen Veränderung (roter Bildschirm) in Deckung gehen und kurz warten. Nach wenigen Sekunden dürfen wir dann in den Kampf wieder eingreifen. Neben den Schlachten in der freien Natur bietet das Spiel auch noch die hektischen Häuserkämpfe ab. Auch hier wird sehr gut mit der Stimmung gespielt. Es kann schon mal vorkommen, dass uns feindlich gesinnte Einheiten entdecken und dann optisch sehr imposant mit einem Flammenwerfer durch das Haus jagen. Jetzt hilft nur noch Kopf einziehen und unter den Flammen her kriechen um aus der Hölle zu entkommen. In den Stadtlevels wird dann auch vermehrt auf die Sniper gesetzt. Um diese effektiv einzusetzen muss allerdings eine gute Position eingenommen werden. Das ist nicht immer einfach, denn im Vorfeld kämpft man sich durch feindlich besetzte Häuser. Wie in dem ganzen Spiel, muss man auch hier sehr vorsichtig vorgehen. Wer wahllos nach vorne stürmt, der wird schnell das Zeitliche segnen. Also nutzt jede Deckungsmöglichkeit um dann taktisch klug gegen Eure Feinde vorzugehen. Das war bei weitem noch nicht alles. Fahrzeugmissionen gibt es in dem Spiel auch noch. Neben einem Panzer werden wir uns auch in ein Flugzeug setzen. Nun gilt es eindrucksvoll andere Schiffe oder Flugzeuge abzuschießen. Nett sind auch die Bootsmissionen, wo wir neben dem abfeuern des Maschinengewehres auch Kameraden aus dem Wasser fischen sollen. Ihr sehr schon, dass das Spiel sehr abwechslungsreich ist.

 

Technik:

Bei der Technik gibt es kaum etwas auszusetzen. Da wäre zum Beispiel das Leveldesign. Immer wieder werden wir in anderen Umgebungen kämpfen, die realistisch und detailverliebt gestaltet wurden. Die Grafik ist erstklassig, denn scharfe Texturen wurden genauso eingebaut, wie atemberaubende Effekte, Feuer, Wasser und stimmungsvolle Licht- und Schattenspiele. Es sieht schon genial aus, wenn bei Nacht eine Leuchtkugel abgefeuert wird, sich der Urwald erhellt, überall Granaten einschlagen und der Dreck in die Höhe schnellt. Eindrucksvoll sehen ebenfalls die Soldaten aus, die gut modelliert und animiert wurden. Sie bewegen sich wirklich sehr geschmeidig über den Bildschirm. Dank fest eingebauter Ereignisse werden wir permanent mit actionreichen Situationen konfrontiert. Hierdurch wird eine tolle Stimmung erzeugt, die einen nicht mehr los lässt. Die dichte Atmosphäre kommt auch durch eine tolle Soundkulisse zustande. Überall hört man realistische Waffengeräusche, Granateinschläge, Schreie und Stimmen. Alles wirkt sehr real und so bekommt man notgedrungen schweißnasse Hände. Loben muss man auch die professionellen deutschen Synchronsprecher, die den Charakteren ordentlich Leben einhauchen. Mit der Steuerung kommt jeder schnell klar. Das liegt zum einen am anfänglichen Tutorial, dass uns in kleinen Schritten die Lenkung erklärt. Außerdem orientiert sich das Spiel an den Vorgängern. Habt Ihr also ein CoD-Teil schon einmal gespielt, so werdet Ihr direkt in das Abenteuer einsteigen können. Nicht schlecht ist auch die KI der Gegner. Teilweise verhalten sie sich sehr klug. Sie gehen in Deckung, wechseln ihre Stellung oder versuchen uns einzukreisen. Allerdings gibt es auch Situationen, wo sie einfach nur dumm in der Gegend herum stehen. Da die Mischung aber stimmt, kann man damit sehr gut leben. Fasst man alles zusammen, so gibt es kaum etwas an der technischen Seite auszusetzen.

 

Fazit:

Call of Duty: World at War fügt sich nahtlos in die Reihe der erstklassigen Vorgängerspiele ein. Was hier teilweise geboten wird, sucht seines gleichen. Selten war die Atmosphäre so dicht, der Krieg so real und die Missionen so spannend wie in diesem Spiel. Das kommt notgedrungen auch durch die fest eingebauten Ereignisse zustande, die den Bildschirm erzittern lassen. Wie schon bei den Vorgängerspielen agiert Ihr leider in recht linearen Levels, die nur wenige Freiräume zulassen. Als störend empfindet man das aber nicht, denn dafür sind die Missionen einfach zu spannend. Eindrucksvoll sind dann auch noch der Sound und die Grafik. Viel besser kann man so ein Spiel aktuell nicht mehr auf den Fernseher bringen. Viele werden natürlich sagen, dass der Zweite Weltkriegs als Szenario ausgelutscht ist. Denen müssen wir allerdings entgegen werfen, dass man noch nie so ein tolles WWII-Actionspiel gesehen hat. Etwas dürftig ist mal wieder die Spielzeit. Schon nach wenigen Stunden habt Ihr alle Missionen erledigt und dann bleibt nur noch der Mehrspielermodus übrig. Dieser kann allerdings für viele Stunden am Bildschirm binden. Wer also ansatzweise Egoshooterspiele mag, der muss bei diesem Spiel einfach zuschlagen. Selten war ein Game so spannend inszeniert und daher ist der neuste CoD-Teil ein Pflichtkauf für jeden Genrefan. Uns hat Call of Duty: World at War sehr gut gefallen und daher können wir das Spiel jedem Xbox 360-Besitzer zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Call of Duty 4-Technologie - Mit der Engine von Call of Duty 4: Modern Warfare greift Call of Duty: World at War auf Technologie zurück, die nicht nur grafisch einen solchen Eindruck hinterlässt, dass den Spielern die Kinnlade herunterklappt. Jetzt können Sie auch Elemente wie z. B. Feuer einsetzen, um ins Kampfgeschehen einzugreifen.
- Koordinieren Sie Angriffe und Unterstützung - "Niemand kämpft allein". Der Slogan in Call of Duty: World at War bekommt durch die Koop-Kampagne neue Impulse.
- Neue Einsatzgebiete - Kämpfen Sie als US-Marine oder als russischer Soldat gegen neue Feinde - auf manche treffen Sie erstmals beim Call of Duty-Franchise - die tödliche neue Taktiken einsetzen und weder Furcht, noch Gnade, noch die Regeln des Krieges kennen. Tragen Sie epische Konflikte gleich an mehreren Fronten aus und überstehen Sie die entscheidenden Schlachten des Zweiten Weltkriegs mit mehr Mut, mehr Chaos und mehr filmischer Intensität als je zuvor.
- Innovativer Mehrspieler-Modus - Der Mehrspieler-Modus baut auf dem Erfolg der Call of Duty-Reihe auf und bietet ein beeindruckendes Online-Erlebnis mit noch mehr Interaktion im Trupp. Das neu entwickelte Gruppensystem sorgt für mehr Intimität innerhalb einer Kampfeinheit als je zuvor in einem Call of Duty-Titel. Lassen Sie Infanteristen und Fahrzeuge in gemeinsamen Missionen Seite an Seite kämpfen, um die neue Dimension der Online-Kriegsführung zu erleben und zusätzliche Extra-Fähigkeiten zu entdecken.
- Grafik und Sound in filmischer Qualität - Das preisgekrönte Sounddepartment von Treyarch kehrt mit Effekten zurück, die noch mehr zur filmischen Intensität der Call of Duty 4: Modern Warfare-Spielengine beitragen und das Spielerlebnis noch mitreißender gestalten.

 

 

Screenshots:

Wertungsbox:

Call of Duty: World at War (Xbox 360)

 
 Call of Duty: World at War
EUR 69,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 94 %  
Sound: 96 %  
Bedienung: 89 %  
Singleplayer: 92 %  
Multiplayer: 90 %  
Spielspaß: 95 %  
Gesamtwertung:  93 %  


 

 

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