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Einleitung:
Eines der beliebtesten
Genres auf allen Plattformen ist ohne Zweifel der Egoshooter-Bereich. Vor
allem das 2. Weltkriegsszenario hat es den Entwicklern oft angetan. Es gibt
kaum noch eine Schlacht, die nicht in einem Spiel vorkam. Viele Gamer wenden
sich daher von Spielen ab, die in dieser Zeitepoche spielen. Einzig eine
Reihe wird von der Fangemeinde noch heiß erwartet. Es handelt sich dabei um
die stimmungsvolle Call of Duty-Serie. Jetzt kommt der neuste Teil mit dem
Titel Call of Duty 3 auf den deutschen Markt. Wir konnten uns die fertige
Playstation 2-Version ausgiebig ansehen. Ob das neuste Activision-Spiel an
alte Erfolge anknüpfen kann und ob sich ein Kauf für Genrefans lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
In dem Spiel Call of Duty 3 schlüpft der Spieler wieder einmal in die Haut
diverser Alliierter Soldaten. Bevor wir allerdings an die Front stürmen,
wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet
wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler,
Profile und Bonusmaterial. Wie gewohnt dürft Ihr unter Bonusmaterial diverse
Extras anschauen, die im eigentlichen Hauptspiel freigeschaltet werden.
Unter dem Punkt Profile darf der Spieler dagegen seine Steuerung
konfigurieren und die Audio- bzw. Video-Einstellungen anpassen. Bevor wir
auf den Mehrspielerbereich eingeben, wollen wir uns um den
Einzelspielermodus kümmern. Diesen erreichen wir im Hauptmenü unter
gleichnamigen Punkt. Im Anschluss folgt ein weiteres Menü mit den Bereichen
"Neues Spiel", "Fortsetzen" und "Kapitelauswahl". Unter Fortsetzen laden wir
das Spiel und zwar an unserem letzten Kontrollpunkt. Wollt Ihr dagegen ein
schon freigeschaltetes Kapitel noch einmal spielen, so geht einfach in den
Modus Kapitelauswahl. Hier werden alle Einsätze aufgeführt, die wir
erfolgreich abgeschlossen haben. Nach der Wahl, muss der Akteur nur noch den
Schwierigkeitsgrad bestimmen und schon kann es in die Schlacht gehen. Am
Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu
starten. Nachdem wir ebenfalls den Schwierigkeitsgrad bestimmt haben, folgt
ein einführender Film inkl. deutscher Sprachausgabe, der die Rahmenhandlung
passend einleitet. In Call of Duty 3 kämpfen wir in altbekannter Manier auf
alliierter Seite, gegen das Deutsche Reich. Als Szenario gönnt man uns die
heftigste Militäroperation des Zweiten Weltkriegs, die Invasion in der
Normandie. Wer jetzt eine zusammenhängende Story erwarten, wird leider
enttäuscht. Der dritte Teil schickt uns vielmehr in unterschiedliche
Einsätze, die den Ausgang der Schlacht beeinflussen. Wie es sich gehört,
durchläuft der Spieler im ersten Abschnitt erst einmal einen kleinen
Übungsbereich. Hier wird uns die Steuerung mit kleinen praktischen Übungen
näher gebracht. Haben wir alle Übungen erfolgreich abgeschlossen, kann es
endlich in den ersten Einsatz gehen. In pompös inszenierten Filmen wird
jeder Auftrag passend eingeleitet. Zu Beginn wird uns ein Einsatzbefehl
erteilt, den wir ausführen sollen. Wie man es von dieser Reihe kennt, läuft
natürlich nichts nach Plan und so stellen wir uns den entsprechenden
Situationen, so wie sie eintreffen. Am Einsatzort angekommen bricht auch
gleich das Chaos aus und wir sind auf uns und unsere mitkämpfenden Kameraden
gestellt. Diese verfolgen nun missionswichtige Ziele, die passend erklärt
werden. Damit wir den Überblick nicht verlieren, werden spielrelevante Orte
auf einer Minikarte markiert. Hierdurch weiß jeder sofort, wohin er gehen
soll. Welchen Angriffsweg wir nehmen, bleibt oft uns überlassen. Der Spieler
darf sich zu jeder Zeit selber einen Weg aussuchen. Hin und wieder werden
auch mal mehrere Ziele angezeigt, die wir nacheinander abarbeiten müssen.
Grundlegend nimmt uns das Spiel also an die Hand und sagt uns genau, wo wir
als nächstes hin müssen. Das Game selber lebt natürlich von der Stimmung,
denn bei jeder Mission scheint die Welt gerade unterzugehen. Granaten
schlagen neben uns ein, Schüsse pfeifen um unsere Ohren und mitkämpfende
Soldaten fallen neben uns zu Boden. Hierdurch kommt schnell das Gefühl auf,
mitten im Krieg zu sein. Zum Glück müssen wir gestellte Aufgaben nicht
allein lösen. Neben uns kämpfen computergesteuerte Kameraden, die gekonnt in
Deckung gehen und auf Feinde automatisch schießen. Das schütz sie nicht
davor, auch mal getötet zu werden. Wirklich schlimm ist dieses allerdings
nicht, denn gefallene Kameraden werden schnell durch neue Einheiten ersetzt.
Einzig die sequenzrelevanten Personen bleiben bis zum Schluss am Leben.
Schließlich müssen sie in den immer wieder eingespielten Filmen ihre Rollen
spielen.
Die mitkämpfenden Soldaten verhalten sich leider nicht immer intelligent,
denn nicht selten laufen sie direkt in unsere Schussbahn oder versperren den
Weg. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn zum einen tragen sie
durch ihre Rufe zur Stimmung bei und zum anderen erledigen sie viele Gegner. Außerdem teilen sie uns oft mit, wo neue
Feinde auftauchen. Hierdurch erkennen wir potenzielle Gefahren sehr schnell.
Töten wir doch einmal einen Kollegen, ist das nicht sonderlich tragisch. Mit Kollateralschäden muss man im Krieg halt leben. Selbstverständlich nehmen
auch wir Schaden. Call of Duty 3 hat - wie schon der Vorgängerteil - keine
Treffer- oder Lebensanzeige. Vielmehr können wir eine gewisse Anzahl an
Schüssen verkraften. Segnen wir doch einmal das zeitliche, so geht es am
letzten Kontrollpunkt weiter. Gehen wir allerdings rechtzeitig in Deckung,
so regeneriert sich unsere Spielfigur und man kann ohne Nachteile
weiterkämpfen. Es ist auch oft ratsam hinter einer Mauer zu bleiben und erst
einmal Gegner abzuknallen. Das bringt uns zu den Waffen. Das Spiel bietet
natürlich viele unterschiedliche an, die wir allesamt benutzen können. Von
Gewehren über Maschinenpistolen bis hin zur allseits beliebte Sniper ist
alles vorhanden. Dabei ist es egal, ob es alliierte oder deutsche
Schießprügel sind. Grundlegend agieren wir immer mit zwei schießfreudigen Waffen. Hinzu
kommen dann noch eine Hand voll Rauch- und normale Granaten. Munition bzw.
neue Knarren oder Granaten finden wir im Spiel bei getöteten Soldaten.
Kisten beinhalten ebenfalls hin und wieder nützliche Objekte. Schnell mit
dem Gewehrkolben aufgeschlagen und schon ist der Inhalt unser. Gezielt und
gespielt wird übrigens in der normalen Egoperspektive oder wahlweise über
Kimme und Korn, der jeweils ausgesuchten Waffe. Daneben gibt es auch fest
installierte Waffen, wie dicke Maschinengewehre oder Mörser, an denen wir uns stellen
können. Jetzt sind selbst Gegnermassen kein großes Problem. Nicht in jedem
Level sollen wir aus allen Rohren ballern. Es gibt auch Missionen in denen
wir uns leise verhalten sollen. Dann schleichen wir uns von hinten an Gegner
heran und erledigen diese mit dem Gewehrkolben. Zwischendurch gibt es auch geskriptete Ereignisse die uns einen deutschen Soldaten auf den Hals
schicken. Geschieht dieses, so müssen wir ihn - mit wiederholtem Taste
drücken - abschütteln bzw. KO schlagen. Die kleinen Minispiele finden recht
häufig statt. Fahren wir z.B. mit einem Boot über einen Fluss, so soll der
Spieler mit dem Controller das Paddel bedienen. Eine Sache, die das Gameplay
wunderbar auflockert. Anschließend geht es wieder in den normalen Kampfmodus
zurück. Hier werden wir es nicht nur mit Geschossen und Kugel zu tun
bekommen. Werfen unsere Gegner mit Granaten, so werden diese durch ein
Symbol angezeigt. Stehen wir nah genug, so dürfen wir diese auch
zurückwerfen. Ist das nicht der Fall, sollte sich unser uniformierter Freund
schnell aus dem Staub machen. Ansonsten hagelt es deftigen Schaden. Eine
nette Abwechslung ist auch, dass der Akteur hin und wieder Panzer oder Jeep
fahren darf. Diese lassen sich recht gut steuern und so kommt man schnell
mit ihnen klar. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie Kanonier auf einem
Motorrad oder wir sagen mit Hilfe unseres Fernglases Ziele an, die
anschließend durch unsere Kameraden zerstört werden. So agieren wir nun
durch die 14 spannenden Missionen, in denen wir in die Haut unterschiedlicher
alliierter Soldaten schlüpfen. Neben den Amerikanern wird der Spieler auch
Engländer, Kanadier und Polen kennen lernen. Wer genug vom
Einzelspielermodus hat, darf sich auch im Mehrspielerbereich ausgiebig
auslassen. Das Playstation 2-Spiel ist kompatibel zum Netzwerkadampter,
wodurch Spiele mit bis zu 16 Leuten möglich sind. Dank unterschiedlicher
Spielmodis wird hier sehr viel Abwechslung angeboten. Jeder Akteur darf sich
natürlich vor einer Schlacht eine Klasse aussuchen. Diese reichen vom
Schützen über Infanteristen bis hin zum Späher.
Technik:
Die technische Seite kann genauso überzeugen, wie das Gameplay. Wir werden
zum einen eine imposante Grafik zu sehen bekommen. Viele Details in den
Levels lassen alles sehr realistisch aussehen. Einzig, dass die
Innenbereiche von Gebäuden oftmals gleich aussehen, stört ein wenig. Dafür
erblickt der Spieler aber immer wieder atemberaubende Effekte wie
Explosionen. Was hier auf dem Bildschirm gezaubert wird, sucht seines
gleichen. Hinzu kommen tolle Nebeleffekte, die die Sicht erschweren.
Natürlich läuft vieles durch Skripte ab. Wirklich dynamisch passiert so gut
wie nichts in dem Spiel. Das stört allerdings nur wenig, denn durch die
vielen Ereignisse wird eine tolle Atmosphäre aufgebaut. Dazu tragen
selbstverständlich auch die vielen kleinen Filme bei, die wunderbar in das
Spiel eingebunden sind. Immer wieder passiert etwas und Kollegen retten
unser Leben unter schwerem Beschuss. Außerdem werden die einzelnen
Spielabschnitte gut durch die Sequenzen zusammengehalten. Nie kommt das
Gefühl auf, das wir etwas ohne Grund machen sollen. Überzeugen können
ebenfalls die Spielfiguren. Diese wurden phantastisch modelliert und
animiert. Fast realistisch bewegen sie sich über den Bildschirm und so
schaut man ihnen gerne zu. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau.
Die ganze Zeit begleiten uns viele passende Ingamegeräusche. Diese klingen
genauso toll, wie die Waffen oder Granateneinschläge. Außerdem hat uns der
Hersteller eine stimmungsvolle Musik gegönnt. Professionell sind auch die
deutschen Synchronsprecher. Diese hauchen den einzelnen Charakteren Leben
ein. Da alles gut zusammenspielt wird eine einmalige Atmosphäre erschaffen.
Die Steuerung ist ebenfalls sehr einfach. Alle Funktionen wurden gut auf das
Pad übertragen und dank hilfreicher Hinweise im Spiel, weiß der Spieler
immer, was er gerade machen soll. Hinzu kommt, dass wir alle Aktionen
spielend leicht ausführen können und so kann jeder direkt in das
Spielgeschehen einsteigen. Selbst das agieren mit den Fahrzeugen klappt nach
einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Etwas mager ist dagegen die KI
unserer Kollegen. Diese verhalten sich leider nicht immer intelligent. Oft
laufen sie in unsere Schussbahn oder versperren den Weg. Die Gegner dagegen
handeln wie menschliche Spieler. Sie gehen rechtzeitig in Deckung, handeln
sehr überraschend und schmeißen auch mal Granaten zurück. Der
Schwierigkeitsgrad ist sehr angenehm. Dieser lässt sich frei einstellen und
so wird jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Da die
Kontrollpunkte dann noch fair gesetzt wurden, kommt nur selten Frust auf. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen
Seite voll zufrieden sein.
Fazit:
Call of Duty 3 ist ein wirklich tolles Egoshooterspiel. Klar wird wieder
einmal der Zweite Weltkrieg als Hintergrund gewählt. Allerdings auf eine Art
und Weise, die absolut nicht verbraucht ist. Das Spiel lebt von der
megageilen dichten Atmosphäre. Noch nie war es so spannend gewesen, in eine
Schlacht zu ziehen. Es ist schon phantastisch, wenn neben einen die Bomben
einschlagen, Kugeln über unsere Köpfe zischen, der Boden durch anrollende
Panzer erbebt oder am Himmel Flugzeuge erscheinen. Dabei hat der Hersteller
es nicht nur sehr gut verstanden, die Schlachtfelder realistisch zu
inszenieren. Auch die immer wieder eingespielten Filme sorgen dafür, dass
man förmlich mit dem Spiel verschmilzt. Etwas schade ist eigentlich nur,
dass wir grundlegend in engen Arealen agieren. Hinzu kommt eine etwas magere
KI bei unseren alliierten Soldaten. Allerdings stört das nur wenig, denn wir
werden durch viele andere Features anständig entschädigt. So sorgen z.B. die
kleinen Fahrzeugeinlagen und die Minispiele immer wieder für Abwechslung.
Man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit
vergeht. Leider ist dann auch schon nach gut 10 bis 12 Stunden Schluss.
Anschließend kann man sich nur noch den einzelnen Kapiteln oder
Mehrspielerschlachten zuwenden. Wer also auf atmosphärisch
dichte Egoshooter-Spiele steht, der muss bei Call of Duty 3 einfach
zuschlagen.
Features:
- VÖLLIG NEUER NAHKAMPF: Mit Hilfe eines neuen Features der Call of
Duty-Reihe stehen Sie im Nahkampf nun wirklich Auge in Auge dem Feind
gegenüber. Kämpfen Sie mit Ihren Händen, entschärfen Sie Fallen, legen Sie
Sprengladungen und bestehen Sie eine Vielzahl anderer Herausforderungen auf
dem Schlachtfeld, die Ihnen schnelle und clevere Reaktionen abverlangen.
- VERSTECKEN WAR GESTERN: Dank der neuen Umgebungsphysik können Sie einfache
Verstecke Ihrer Gegner wie Holzmauern, Fässer und Kisten zerstören - und so
Ihre Widersacher der Deckung berauben. Aber nehmen Sie sich in Acht - auch
der Feind kann Ihren Schutz in Schutt und Asche legen.
- WÄHLEN SIE DEN RICHTIGEN WEG: Flankieren Sie den Gegner oder stellen Sie
sich ihm frontal. Dank des Leveldesigns der nächsten Generation können Sie
verschiedene Angriffswege wählen und sich für einen Angriff entscheiden. Bei
jeder der möglichen Alternativen müssen Sie sich für eine besondere Taktik
entscheiden, vom Einsatz als Scharfschütze oder Zerstörer bis hin zu
direkten Frontalangriffen.
- UNZÄHLIGE KAMPFALTERNATIVEN: Springen Sie mit dem Fallschirm ab, greifen
Sie mit gepanzerten Fahrzeugen an oder starten Sie einen Überfall als
Spezial-Kommando. Erschüttern Sie das Schlachtfeld mit Geschossen und
Sprengladungen. Rammen Sie mit Panzern Barrikaden nieder und stürmen Sie
feindliche Stellungen.
- TEAMBASIERTER MEHRSPIELER-MODUS MIT FAHRZEUGEN: Der intensive
Mehrspieler-Modus wurde von Grund auf neu gestaltet. Bis zu 24 Spieler
können ihre Gefechte mit verschiedenen Spielerklassen austragen. Zu diesen
gehören Schützen, Infanterie, Aufklärer und noch viele andere. Die Fahrzeuge
im Spiel besitzen mehrere Plätze, so dass Sie Ihre Angriffe mit Freunden
koordinieren können - Sie sitzen am Steuer, während die anderen ein MG im
Heck bedienen. Zu den unzähligen Fahrzeugen zählen unter anderem Panzer,
Jeeps und Motorräder mit Beiwagen.
- EIN GROSSER RAHMEN: Call of Duty 3 erzählt die Geschichte des Ausbruchs
aus der Normandie, des tapferen Unterfangens der Alliierten, die besten
Truppen der Deutschen aus Westfrankreich zurückzudrängen. Schlüpfen Sie in
die Rolle der amerikanischen und kanadischen Infanterie, der britischen
Special Forces und der polnischen Panzerdivisionen.
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