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Call of Duty 3 - Review (PS2)

Wertung:
92 %

Einleitung:

Eines der beliebtesten Genres auf allen Plattformen ist ohne Zweifel der Egoshooter-Bereich. Vor allem das 2. Weltkriegsszenario hat es den Entwicklern oft angetan. Es gibt kaum noch eine Schlacht, die nicht in einem Spiel vorkam. Viele Gamer wenden sich daher von Spielen ab, die in dieser Zeitepoche spielen. Einzig eine Reihe wird von der Fangemeinde noch heiß erwartet. Es handelt sich dabei um die stimmungsvolle Call of Duty-Serie. Jetzt kommt der neuste Teil mit dem Titel Call of Duty 3 auf den deutschen Markt. Wir konnten uns die fertige Playstation 2-Version ausgiebig ansehen. Ob das neuste Activision-Spiel an alte Erfolge anknüpfen kann und ob sich ein Kauf für Genrefans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

In dem Spiel Call of Duty 3 schlüpft der Spieler wieder einmal in die Haut diverser Alliierter Soldaten. Bevor wir allerdings an die Front stürmen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü mit den Punkten Einzelspieler, Mehrspieler, Profile und Bonusmaterial. Wie gewohnt dürft Ihr unter Bonusmaterial diverse Extras anschauen, die im eigentlichen Hauptspiel freigeschaltet werden. Unter dem Punkt Profile darf der Spieler dagegen seine Steuerung konfigurieren und die Audio- bzw. Video-Einstellungen anpassen. Bevor wir auf den Mehrspielerbereich eingeben, wollen wir uns um den Einzelspielermodus kümmern. Diesen erreichen wir im Hauptmenü unter gleichnamigen Punkt. Im Anschluss folgt ein weiteres Menü mit den Bereichen "Neues Spiel", "Fortsetzen" und "Kapitelauswahl". Unter Fortsetzen laden wir das Spiel und zwar an unserem letzten Kontrollpunkt. Wollt Ihr dagegen ein schon freigeschaltetes Kapitel noch einmal spielen, so geht einfach in den Modus Kapitelauswahl. Hier werden alle Einsätze aufgeführt, die wir erfolgreich abgeschlossen haben. Nach der Wahl, muss der Akteur nur noch den Schwierigkeitsgrad bestimmen und schon kann es in die Schlacht gehen. Am Anfang bleibt uns natürlich nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem wir ebenfalls den Schwierigkeitsgrad bestimmt haben, folgt ein einführender Film inkl. deutscher Sprachausgabe, der die Rahmenhandlung passend einleitet. In Call of Duty 3 kämpfen wir in altbekannter Manier auf alliierter Seite, gegen das Deutsche Reich. Als Szenario gönnt man uns die heftigste Militäroperation des Zweiten Weltkriegs, die Invasion in der Normandie. Wer jetzt eine zusammenhängende Story erwarten, wird leider enttäuscht. Der dritte Teil schickt uns vielmehr in unterschiedliche Einsätze, die den Ausgang der Schlacht beeinflussen. Wie es sich gehört, durchläuft der Spieler im ersten Abschnitt erst einmal einen kleinen Übungsbereich. Hier wird uns die Steuerung mit kleinen praktischen Übungen näher gebracht. Haben wir alle Übungen erfolgreich abgeschlossen, kann es endlich in den ersten Einsatz gehen. In pompös inszenierten Filmen wird jeder Auftrag passend eingeleitet. Zu Beginn wird uns ein Einsatzbefehl erteilt, den wir ausführen sollen. Wie man es von dieser Reihe kennt, läuft natürlich nichts nach Plan und so stellen wir uns den entsprechenden Situationen, so wie sie eintreffen. Am Einsatzort angekommen bricht auch gleich das Chaos aus und wir sind auf uns und unsere mitkämpfenden Kameraden gestellt. Diese verfolgen nun missionswichtige Ziele, die passend erklärt werden. Damit wir den Überblick nicht verlieren, werden spielrelevante Orte auf einer Minikarte markiert. Hierdurch weiß jeder sofort, wohin er gehen soll. Welchen Angriffsweg wir nehmen, bleibt oft uns überlassen. Der Spieler darf sich zu jeder Zeit selber einen Weg aussuchen. Hin und wieder werden auch mal mehrere Ziele angezeigt, die wir nacheinander abarbeiten müssen. Grundlegend nimmt uns das Spiel also an die Hand und sagt uns genau, wo wir als nächstes hin müssen. Das Game selber lebt natürlich von der Stimmung, denn bei jeder Mission scheint die Welt gerade unterzugehen. Granaten schlagen neben uns ein, Schüsse pfeifen um unsere Ohren und mitkämpfende Soldaten fallen neben uns zu Boden. Hierdurch kommt schnell das Gefühl auf, mitten im Krieg zu sein. Zum Glück müssen wir gestellte Aufgaben nicht allein lösen. Neben uns kämpfen computergesteuerte Kameraden, die gekonnt in Deckung gehen und auf Feinde automatisch schießen. Das schütz sie nicht davor, auch mal getötet zu werden. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn gefallene Kameraden werden schnell durch neue Einheiten ersetzt. Einzig die sequenzrelevanten Personen bleiben bis zum Schluss am Leben. Schließlich müssen sie in den immer wieder eingespielten Filmen ihre Rollen spielen.

Die mitkämpfenden Soldaten verhalten sich leider nicht immer intelligent, denn nicht selten laufen sie direkt in unsere Schussbahn oder versperren den Weg. Wirklich schlimm ist dieses allerdings nicht, denn zum einen tragen sie durch ihre Rufe zur Stimmung bei und zum anderen erledigen sie viele Gegner. Außerdem teilen sie uns oft mit, wo neue Feinde auftauchen. Hierdurch erkennen wir potenzielle Gefahren sehr schnell. Töten wir doch einmal einen Kollegen, ist das nicht sonderlich tragisch. Mit Kollateralschäden muss man im Krieg halt leben. Selbstverständlich nehmen auch wir Schaden. Call of Duty 3 hat - wie schon der Vorgängerteil - keine Treffer- oder Lebensanzeige. Vielmehr können wir eine gewisse Anzahl an Schüssen verkraften. Segnen wir doch einmal das zeitliche, so geht es am letzten Kontrollpunkt weiter. Gehen wir allerdings rechtzeitig in Deckung, so regeneriert sich unsere Spielfigur und man kann ohne Nachteile weiterkämpfen. Es ist auch oft ratsam hinter einer Mauer zu bleiben und erst einmal Gegner abzuknallen. Das bringt uns zu den Waffen. Das Spiel bietet natürlich viele unterschiedliche an, die wir allesamt benutzen können. Von Gewehren über Maschinenpistolen bis hin zur allseits beliebte Sniper ist alles vorhanden. Dabei ist es egal, ob es alliierte oder deutsche Schießprügel sind. Grundlegend agieren wir immer mit zwei schießfreudigen Waffen. Hinzu kommen dann noch eine Hand voll Rauch- und normale Granaten. Munition bzw. neue Knarren oder Granaten finden wir im Spiel bei getöteten Soldaten. Kisten beinhalten ebenfalls hin und wieder nützliche Objekte. Schnell mit dem Gewehrkolben aufgeschlagen und schon ist der Inhalt unser. Gezielt und gespielt wird übrigens in der normalen Egoperspektive oder wahlweise über Kimme und Korn, der jeweils ausgesuchten Waffe. Daneben gibt es auch fest installierte Waffen, wie dicke Maschinengewehre oder Mörser, an denen wir uns stellen können. Jetzt sind selbst Gegnermassen kein großes Problem. Nicht in jedem Level sollen wir aus allen Rohren ballern. Es gibt auch Missionen in denen wir uns leise verhalten sollen. Dann schleichen wir uns von hinten an Gegner heran und erledigen diese mit dem Gewehrkolben. Zwischendurch gibt es auch geskriptete Ereignisse die uns einen deutschen Soldaten auf den Hals schicken. Geschieht dieses, so müssen wir ihn - mit wiederholtem Taste drücken - abschütteln bzw. KO schlagen. Die kleinen Minispiele finden recht häufig statt. Fahren wir z.B. mit einem Boot über einen Fluss, so soll der Spieler mit dem Controller das Paddel bedienen. Eine Sache, die das Gameplay wunderbar auflockert. Anschließend geht es wieder in den normalen Kampfmodus zurück. Hier werden wir es nicht nur mit Geschossen und Kugel zu tun bekommen. Werfen unsere Gegner mit Granaten, so werden diese durch ein Symbol angezeigt. Stehen wir nah genug, so dürfen wir diese auch zurückwerfen. Ist das nicht der Fall, sollte sich unser uniformierter Freund schnell aus dem Staub machen. Ansonsten hagelt es deftigen Schaden. Eine nette Abwechslung ist auch, dass der Akteur hin und wieder Panzer oder Jeep fahren darf. Diese lassen sich recht gut steuern und so kommt man schnell mit ihnen klar. Hinzu kommen weitere Aufgaben wie Kanonier auf einem Motorrad oder wir sagen mit Hilfe unseres Fernglases Ziele an, die anschließend durch unsere Kameraden zerstört werden. So agieren wir nun durch die 14 spannenden Missionen, in denen wir in die Haut unterschiedlicher alliierter Soldaten schlüpfen. Neben den Amerikanern wird der Spieler auch Engländer, Kanadier und Polen kennen lernen. Wer genug vom Einzelspielermodus hat, darf sich auch im Mehrspielerbereich ausgiebig auslassen. Das Playstation 2-Spiel ist kompatibel zum Netzwerkadampter, wodurch Spiele mit bis zu 16 Leuten möglich sind. Dank unterschiedlicher Spielmodis wird hier sehr viel Abwechslung angeboten. Jeder Akteur darf sich natürlich vor einer Schlacht eine Klasse aussuchen. Diese reichen vom Schützen über Infanteristen bis hin zum Späher.

 

Technik:

Die technische Seite kann genauso überzeugen, wie das Gameplay. Wir werden zum einen eine imposante Grafik zu sehen bekommen. Viele Details in den Levels lassen alles sehr realistisch aussehen. Einzig, dass die Innenbereiche von Gebäuden oftmals gleich aussehen, stört ein wenig. Dafür erblickt der Spieler aber immer wieder atemberaubende Effekte wie Explosionen. Was hier auf dem Bildschirm gezaubert wird, sucht seines gleichen. Hinzu kommen tolle Nebeleffekte, die die Sicht erschweren. Natürlich läuft vieles durch Skripte ab. Wirklich dynamisch passiert so gut wie nichts in dem Spiel. Das stört allerdings nur wenig, denn durch die vielen Ereignisse wird eine tolle Atmosphäre aufgebaut. Dazu tragen selbstverständlich auch die vielen kleinen Filme bei, die wunderbar in das Spiel eingebunden sind. Immer wieder passiert etwas und Kollegen retten unser Leben unter schwerem Beschuss. Außerdem werden die einzelnen Spielabschnitte gut durch die Sequenzen zusammengehalten. Nie kommt das Gefühl auf, das wir etwas ohne Grund machen sollen. Überzeugen können ebenfalls die Spielfiguren. Diese wurden phantastisch modelliert und animiert. Fast realistisch bewegen sie sich über den Bildschirm und so schaut man ihnen gerne zu. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Die ganze Zeit begleiten uns viele passende Ingamegeräusche. Diese klingen genauso toll, wie die Waffen oder Granateneinschläge. Außerdem hat uns der Hersteller eine stimmungsvolle Musik gegönnt. Professionell sind auch die deutschen Synchronsprecher. Diese hauchen den einzelnen Charakteren Leben ein. Da alles gut zusammenspielt wird eine einmalige Atmosphäre erschaffen. Die Steuerung ist ebenfalls sehr einfach. Alle Funktionen wurden gut auf das Pad übertragen und dank hilfreicher Hinweise im Spiel, weiß der Spieler immer, was er gerade machen soll. Hinzu kommt, dass wir alle Aktionen spielend leicht ausführen können und so kann jeder direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Selbst das agieren mit den Fahrzeugen klappt nach einer kurzen Eingewöhnungsphase sehr gut. Etwas mager ist dagegen die KI unserer Kollegen. Diese verhalten sich leider nicht immer intelligent. Oft laufen sie in unsere Schussbahn oder versperren den Weg. Die Gegner dagegen handeln wie menschliche Spieler. Sie gehen rechtzeitig in Deckung, handeln sehr überraschend und schmeißen auch mal Granaten zurück. Der Schwierigkeitsgrad ist sehr angenehm. Dieser lässt sich frei einstellen und so wird jeder Spieler eine passende Herausforderung finden. Da die Kontrollpunkte dann noch fair gesetzt wurden, kommt nur selten Frust auf. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite voll zufrieden sein.

 

Fazit:

Call of Duty 3 ist ein wirklich tolles Egoshooterspiel. Klar wird wieder einmal der Zweite Weltkrieg als Hintergrund gewählt. Allerdings auf eine Art und Weise, die absolut nicht verbraucht ist. Das Spiel lebt von der megageilen dichten Atmosphäre. Noch nie war es so spannend gewesen, in eine Schlacht zu ziehen. Es ist schon phantastisch, wenn neben einen die Bomben einschlagen, Kugeln über unsere Köpfe zischen, der Boden durch anrollende Panzer erbebt oder am Himmel Flugzeuge erscheinen. Dabei hat der Hersteller es nicht nur sehr gut verstanden, die Schlachtfelder realistisch zu inszenieren. Auch die immer wieder eingespielten Filme sorgen dafür, dass man förmlich mit dem Spiel verschmilzt. Etwas schade ist eigentlich nur, dass wir grundlegend in engen Arealen agieren. Hinzu kommt eine etwas magere KI bei unseren alliierten Soldaten. Allerdings stört das nur wenig, denn wir werden durch viele andere Features anständig entschädigt. So sorgen z.B. die kleinen Fahrzeugeinlagen und die Minispiele immer wieder für Abwechslung. Man merkt gar nicht, wie schnell die Zeit vergeht. Leider ist dann auch schon nach gut 10 bis 12 Stunden Schluss. Anschließend kann man sich nur noch den einzelnen Kapiteln oder Mehrspielerschlachten zuwenden. Wer also auf atmosphärisch dichte Egoshooter-Spiele steht, der muss bei Call of Duty 3 einfach zuschlagen. 

 

Features:

- VÖLLIG NEUER NAHKAMPF: Mit Hilfe eines neuen Features der Call of Duty-Reihe stehen Sie im Nahkampf nun wirklich Auge in Auge dem Feind gegenüber. Kämpfen Sie mit Ihren Händen, entschärfen Sie Fallen, legen Sie Sprengladungen und bestehen Sie eine Vielzahl anderer Herausforderungen auf dem Schlachtfeld, die Ihnen schnelle und clevere Reaktionen abverlangen.
- VERSTECKEN WAR GESTERN: Dank der neuen Umgebungsphysik können Sie einfache Verstecke Ihrer Gegner wie Holzmauern, Fässer und Kisten zerstören - und so Ihre Widersacher der Deckung berauben. Aber nehmen Sie sich in Acht - auch der Feind kann Ihren Schutz in Schutt und Asche legen.
- WÄHLEN SIE DEN RICHTIGEN WEG: Flankieren Sie den Gegner oder stellen Sie sich ihm frontal. Dank des Leveldesigns der nächsten Generation können Sie verschiedene Angriffswege wählen und sich für einen Angriff entscheiden. Bei jeder der möglichen Alternativen müssen Sie sich für eine besondere Taktik entscheiden, vom Einsatz als Scharfschütze oder Zerstörer bis hin zu direkten Frontalangriffen.
- UNZÄHLIGE KAMPFALTERNATIVEN: Springen Sie mit dem Fallschirm ab, greifen Sie mit gepanzerten Fahrzeugen an oder starten Sie einen Überfall als Spezial-Kommando. Erschüttern Sie das Schlachtfeld mit Geschossen und Sprengladungen. Rammen Sie mit Panzern Barrikaden nieder und stürmen Sie feindliche Stellungen.
- TEAMBASIERTER MEHRSPIELER-MODUS MIT FAHRZEUGEN: Der intensive Mehrspieler-Modus wurde von Grund auf neu gestaltet. Bis zu 24 Spieler können ihre Gefechte mit verschiedenen Spielerklassen austragen. Zu diesen gehören Schützen, Infanterie, Aufklärer und noch viele andere. Die Fahrzeuge im Spiel besitzen mehrere Plätze, so dass Sie Ihre Angriffe mit Freunden koordinieren können - Sie sitzen am Steuer, während die anderen ein MG im Heck bedienen. Zu den unzähligen Fahrzeugen zählen unter anderem Panzer, Jeeps und Motorräder mit Beiwagen.
- EIN GROSSER RAHMEN: Call of Duty 3 erzählt die Geschichte des Ausbruchs aus der Normandie, des tapferen Unterfangens der Alliierten, die besten Truppen der Deutschen aus Westfrankreich zurückzudrängen. Schlüpfen Sie in die Rolle der amerikanischen und kanadischen Infanterie, der britischen Special Forces und der polnischen Panzerdivisionen.

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Call of Duty 3 (PS2)

 
 Call of Duty 3
EUR 59,99
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Grafik: 88 %  
Sound: 96 %  
Bedienung: 89 %  
Singleplayer: 92 %  
Multiplayer: 90 %  
Spielspaß: 95 %  
Gesamtwertung:  92 %  


 

 

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