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Einleitung:
Mit COPS 2170: The Power of Law bringt
DreamCatcher Games ein Spiel auf den Markt, dass gleich zwei Genres
bedient. In dem Strategie-Rollenspiel sollt Ihr auf dem Mars für
Recht und Ordnung sorgen. Gleich beim Kauf fällt der günstige Preis
auf. Für gerade einmal 29,99 Euro könnt Ihr dieses Spiel erwerben.
Wir durften die fertige Version jetzt testen. Ob sich eine
Anschaffung lohnt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich darf eine Story nicht fehlen. In einer fernen Zukunft
überwacht die Regierung zur "Sicherheit der Öffentlichkeit" absolut
alles. Die Gesellschaft befindet sich komplett unter ihrer
Kontrolle. Durch Einsetzen von Mikrochips in Menschen beobachtet die
Staatsgewalt jeden einzelnen Bürger. In der Zeit lebt die junge
Polizeibeamtin Kati, offiziell Katrin, eine athletische und hübsche
Frau. Diese wird natürlich von Euch gesteuert. COPS 2170 spielt in
einer Welt, die kurz vorm Zusammenbruch steht und in welcher Kati
und ihre Kollegen jeder Bedrohung entgegentreten. Der Spieler soll
nun 13 unterschiedliche Levels bestreiten, die ihn in immer andere
Bereiche bringen. Ihr werdet dabei nicht nur Katrin steuern - gleich
sieben weitere Charaktere stehen zur Verfügung. Das Spiel bietet
außerdem noch über 60 Waffen und nichtspielbare Figuren sowie
riesige Umgebungen - beispielsweise den Untergrund, die Stadt der
Mutanten und Sky City. Wir starten vom Hauptquartier aus, wo wir die
entsprechenden Aufträge erhalten. Diese bringen uns in
Auseinandersetzungen mit Mutanten oder in Bandenkriege. Über das
Journal werden wir alle nötigen Infos wie Aufgabenstellung, Waffen
usw. erhalten. Vor einer Mission müssen wir uns erst einmal
genretypsich ausrüsten. Schließlich wollen wir nicht ganz schutzlos
gegen unsere Feinde antreten. Wir bestücken unsere Helden nicht nur
mit unterschiedlichen Waffen oder
Munition, sondern auch mit
Heilpacks und diversen Schutzkleidungen. Ein Rollenspielanteil ist auch noch
vorhanden. Dieser bezieht sich auf die Fähigkeiten unserer
Spielfigur. Wir erhalten für erfolgreich beendete Missionen oder
getötete Gegner Erfahrungspunkte die wir auf Bereiche wie Kraft,
Gesundheit, Reaktion und so weiter aufteilen können. Durch die
unterschiedlichen Bereiche ist es uns freigestellt in welche
Richtung wir unsere Spielfigur entwickeln. Außerdem erhalten wir
diverse Upgrades.
Mit unserer Spielfigur müssen wir nun die Umgebung erkunden und mit
vielen CPU-Figuren sprechen. Hierdurch erhalten wir Aufträge oder
wichtige Informationen. Nebenbei finden wir dann noch herumliegende
Gegenstände und hin und wieder schließt sich auch mal ein Cop
unserer Truppe an. In dem Abenteuer werden wir es mit
verschiedensten Gruppierungen zu tun bekommen. Unsere Entscheidungen
wirken sich dabei direkt auf das Spiel aus. Hierdurch ergeben sich
natürlich unterschiedliche Spielvarianten. Treffen wir im Spiel auf
Feinde wird in den Aktionsmodus umgeschaltet. Hier sollen wir nun
alle Feinde erledigen. Wie bei dem Genre üblich stehen uns je nach
Erfahrungsstufe bestimmte Aktionspunkte zur Verfügung. Mit diesen
dürfen wir uns bewegen, Waffe nachladen und schießen. Der Spieler
kann noch mehr beeinflussen. Je nach Situation stellen wir ein, ob
unsere Figur rennt oder sich duckt. Hinzu kommen unterschiedliche
Schussarten wie einfache oder gezielte Schüsse. Der Spieler
plant seine Aktionen nun sorgsam, so dass die Punkte ausreichen um
eine Aktion abzuschließen. Dabei sollte beachtet werden, dass am
Ende einer Runde keine Punkte verschenkt werden. Sind wir fertig ist
unser Gegner am Zug. So wird nun abwechselnd gezogen bis alle Gegner
getötet sind oder Kati stirbt. Sterben können natürlich auch unsere
Gruppenmitglieder. Das führt allerdings nicht zum sofortigen
Spielende. Trotzdem ist es schon tragisch wenn lieb gewordene
Charaktere das zeitliche segnen. Zum Glück gibt es eine nette
Speicherfunktion. So sollen wir nun diverse Aufträge erledigen und
unsere Figuren immer weiter aufbauen.
Technik:
Wir sehen unsere Spielfigur von schräg oben. Dabei dürfen wir die
Ansicht frei einstellen. Hinzu kommt eine Zoomfunktion und eine Egoperspektive
- die allerdings im Spiel wenig nützt.
Daher kann man fast komplett auf diese verzichten. Der Spieler hat durch die
frei einstellbare Kamera zwar alles im Blick, allerdings muss er selber für eine gute Perspektive sorgen. Leider verliert der
Spieler dann auch noch oftmals die Orientierung. Selbst die Karte hilft nur wenig,
denn weder wir noch unsere Gegner oder wichtige Orte sind eingezeichnet. Hierdurch irren wir oftmals durch die Gegend und
suchen eine bestimmte Figur oder Ort. Gesteuert werden die
Spielfiguren mit der Maus. Der Spieler klickt dafür einfach irgendwo
auf den Boden und die Figuren bewegen sich anschließen dort hin.
Durch Doppelklick wird die Spielfigur sogar direkt zum gewünschten
Ort gesetzt. Lästiges warten entfällt also. Man muss sich allerdings
mit dieser Steuerung erst einmal auseinandersetzen, bevor alle
Aktionen sitzen. Das liegt zum Teil auch an den recht kleinen
Menüschaltflächen. Katastrophal
ist die KI in dem Spiel. Nicht selten verhalten sich die Gegner
extrem unnormal. Optisch
wird ebenfalls wenig Zeitgemäßes angeboten. Hinzu
kommen böse Ruckler die das Gameplay empfindlich stören. Die Figuren
sehen wenigstens ganz anständig aus. Zumindest kommen sie besser rüber wie die immer gleich
aussehenden Umgebungen. Besser hätten dann auch noch die niedrig aufgelösten Texturen
ausfallen können. Auf dem
gleichen Niveau bewegt sich auch der Sound. Die Musik klingt
allerdings schlechter wie die übrigen Soundeffekte. Eine
Sprachausgabe ist dann auch noch vorhanden. Allerdings müssen wir
uns mit englischen Sprechern zufrieden geben. Zumindest hat uns der
Hersteller deutsche Übersetzungstexte spendiert. Fasst man alles
zusammen so hätte die Technik um einiges besser ausfallen können.
Fazit:
Eigentlich ist das Spielprinzip nicht schlecht. Wir bauen unsere
Truppe auf und meistern taktisch klug diverse Aufträge. Allerdings
scheitert das Spiel an diversen Punkten. Zum einen an der nicht mehr
zeitgemäßen Technik. Hinzu kommen eine gewohnheitsbedürftige Kamera,
eine mittelmäßige Grafik und eine grottenschlechte KI. Noch nicht
einmal eine deutsche Sprachausgabe hat uns der Hersteller gegönnt.
Wir bekommen zwar deutsche Übersetzungstexte angeboten aber diese
werden nur bei wichtigen Infos eingeblendet. Stimmen im Hintergrund
werden dagegen nicht übersetzt. Zumindest dürfen wir uns ausgiebig
unseren Figuren widmen. Mit diesen können wir uns in die
unterschiedlichen Missionen stürzen. Allerdings solltet Ihr auf
rundenbasierte Strategiekämpfe stehen. Der Mix aus Rollenspiel und
Strategiespiel ist ansatzweise gelungen. Allerdings werden nur wahre
Fans der Genres wirklich Spaß an dem Spiel haben. Positiv ist dann noch
der Preis. Für unter 30 Euro könnt Ihr das Spiel auf Eurem Rechner
installieren. Da kann man schon einmal über die eine oder andere
Macke hinwegsehen. Wer also nichts gegen technische Schwächen
hat und gerne eine Truppe aufbaut, kann mit dem Spiel einige netten
Stunden verbringen. Alle anderen sollte das Spiel unbedingt vorher
antesten, denn zu viele Punkte stören das Gameplay.
Features:
- 13 Levels mit taktischer Strategie und Non-Stop-Action
- Klick and Kill RPG-Gameplay in 3D top-down Sicht
- Kontrollieren Sie Truppen von Polizeibeamten (bis zu acht)
inmitten heftiger Kämpfe und Unruhen
- COPS 2170 bietet mehr als 60 Waffen und riesige Umgebungen,
beispielsweise den Untergrund, die Stadt der Mutanten, eine
Fabrikanlage und Polizeidienststelle sowie Sky City - Dynamisches
Skript-System: Jede vom Spieler getroffene Wahl hat Konsequenzen in
der Welt von COPS. |