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Einleitung:
Atari bringt endlich ein zweites Spiel für Microsofts Xbox 360 auf den deutschen Markt.
Es handelt sich dabei um das Action-Adventure Bullet
Witch, das übrigens von Cavia entwickelt wurde. Diesmal schlüpfen
wir in die Haut einer Hexe. Es handelt sich dabei um die hübsche Alicia. Mit
purer Waffengewalt und magischen Fähigkeiten geht sie gegen böse Mächte vor,
welche die Menschheit auslöschen will. Wir konnten das actionreiche Spiel
jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Bullet Witch kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Wir
schreiben das Jahr 2013. Die Menschheit steht kurz vor dem Aussterben.
Naturkatastrophen, Hungersnöte, Kriege, Seuchen und das plötzliche
Erscheinen der Armee des Bösen - eine anhaltende Serie von Ereignissen,
ausgelöst durch das Wiedererwachen von Dämonen in der modernen Welt, hat die
Weltbevölkerung auf weniger als eine Milliarden Menschen schrumpfen lassen.
Doch gerade, als die wenigen Überlebenden das Ende der Zivilisation
akzeptiert haben, erscheint eine schöne Frau, gekleidet in Schwarz und
ausgestattet mit den magischen Kräften einer Hexe sowie einer mächtigen
Waffe, geformt wie ein Besen. Ihr Name ist Alicia. Bevor wir mit der
sympathischen Heldin in den Kampf ziehen, dürfen wir uns die Vorgeschichte
in einem kleinen Intro ansehen. Dieses wird übrigens mit englischer
Sprachausgabe und deutschem Untertitel gezeigt. Im Anschluss erblickt Ihr
das Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Fortsetzen", "Levelauswahl",
"Optionen" und "Xbox Live". Wie üblich darf man unter Optionen alle
spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Über den Menüpunkt Xbox Live öffnet
Ihr dann das Xbox Live-Menü. Ist eine Verbindung aufgebaut, darf man
Downloads wie neue Outfits oder Konzeptmissionen ausführen oder die
Rangliste einsehen. Um in das Spiel zu kommen muss der Spieler entweder
einen bestehenden Spielstand laden, ein schon gespieltes Level anwählen oder
ein neues Spiel starten. Nachdem wir ein neues Game begonnen haben, folgt
die Einstellung des Schwierigkeitsgrades. Das Spiel bietet davon drei
unterschiedliche Stufen (Leicht/Normal/Schwer) an. Somit dürfte jeder
Spieler eine passende Herausforderung finden. Im Anschluss folgt ein
weiterer Film. Nun beginnt das erste Level, das als Tutorial dient. Über
hilfreiche Einblendungen wird uns die Steuerung in kleinen Schritten näher
gebracht. Wir schlüpfen nun in die Rolle von Alicia, die schlagkräftig gegen
das Böse vorgeht. Das machen wir hauptsächlich mit unseren Waffen. Alicia
benutzt einen Feuerstab, eine Schusswaffe, deren Form an einen Hexenbesen
erinnert. Munition kann mit magischen Kräften erzeugt werden. Da es sich um
magische Kugeln handelt, kommen dadurch weder Menschen noch Verbündete zu
Schaden. Eine nützliche Sache, denn so können wir auf jeden schießen, der
sich bewegt, ohne etwas Schlimmes anzurichten.
Durch Aufstufung stehen uns verschiedene Arten von Feuerstäben zur
Verfügung. Vom Maschinengewehr über eine Flinte, Kanone bis hin zur Gatling
ist alles vorhanden. Da unsere Heldin eine Hexe ist, kann sie auch Zauber
einsetzen. Da wäre z.B. eine magische Mauer zum verschanzen, der Rosenspeer
um Gruppen auszuschalten oder Willen, der durch eine Schockwelle Objekte
hinwegfegt. Hinzu kommt der Zauber Opfer, der verletzte Menschen heilt oder
Rabenpanik. Sprechen wir diesen aus, so stürzt sich ein ganzer Schwarm Raben
auf die Übeltäter. Großmagie kann unsere Heldin dann auch verwenden. Mit
Donner, Tornado oder Meteor holt Ihr zum ganz großen Gegenschlag aus. Die
ganzen Zauber kosten natürlich Magiepunkte, die sich erst nach einer
gewissen Zeit regenerieren. Daher sind wir oftmals auf unsere Waffe
angewiesen. Allerdings gibt es immer wieder Situationen, wo der Spieler
ausschließlich mit Hilfe seiner Magiefähigkeiten weiter kommt. Das Spiel ist
grundlegend aufgebaut wie ein klassischer 3rd-Person-Shooter. Wir steuern
unsere Spielfigur recht frei durch eine virtuelle Welt. Ankommende Feinde
visieren wir mit unserem Zielkreuz an. Da das Spiel nicht über eine
automatische Zielfunktion verfügt, muss der Spieler sehr genau zielen. Zum
Glück gibt es eine Zoomansicht, wodurch man auch weiter entfernte Gegner gut
anvisieren kann. Nach ein paar Schuss, einem magischen Spruch oder einfach
durch draufkloppen beseitigen wir unsere Feinde. Daneben kann unsere
Spielfigur noch springen - um Geschossen auszuweichen. Ist ein Level beendet,
erhält unsere Hexe Erfahrungspunkte, die der Spieler auf Alicias Fähigkeiten
verteilen darf. Hierdurch können wir uns später schneller heilen oder unsere
Angriffe verstärken. Das Spiel selber ist in unterschiedliche Kapitel
aufgeteilt. Jedes bietet verschiedene Umgebungen. Diese sind außerdem durch
Barrieren abgegrenzt. Erst wenn wir unsere Aufgabe erfüllt haben, wird der
nächste Bereich zugänglich. Dabei treffen wir nicht nur auf normale
Geistersoldaten oder Walnussköpfe, sondern auch auf besonders starke Gigas.
Hier muss der Spieler erst einmal die Schwachstelle finden, um diese zu
besiegen. So kämpfen wir uns nun durch die verschiedenen Levels und ballern
alles ab, was uns in die Quere kommt.
Technik:
Die Grafik ist grundlegend in Ordnung. Wir werden nette Umgebungen
erblicken, die viele Details aufweisen. Teilweise sind Objekte zerstörbar
oder zumindest bewegen sie sich, wenn wir auf diese schießen. Allerdings
fällt schnell auf, dass nicht alles bearbeitet werden kann. Oftmals wundert
man sich, dass z.B. Scheiben oder Holzzäune nicht zerbersten. Hier hätte der
Hersteller ruhig mehr machen können. Etwas magerer sehen die späteren
Spielabschnitte aus. Hier werden wir teilweise nur noch karge Bereiche
erblicken. Gelungen sind dafür aber die Charaktermodelle. Unsere Spielfigur
aber auch menschliche Begleiter und Gegner sehen sehr gut aus. Allerdings
sind deren Animationen etwas hölzern ausgefallen. Entschädigt wird man durch
tolle Licht- und Schatteneffekte, sowie bombastische Explosionen. Der Sound
bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Zum einen wird eine englische
Sprachausgabe eingespielt. Hierfür wurden gute Synchronsprecher engagiert,
die ihre Arbeit wirklich professionell machen. Damit Spieler - die der
englischen Sprache nicht so mächtig sind - die Story ebenfalls verstehen,
werden storyrelevante Sachen mit deutschen Texten übersetzt. Daneben werden
viele Ingamegeräusche und eine stimmungsvolle Musik eingespielt. So wird
insgesamt ein gutes Ambiente erschaffen. Mit der Steuerung kommt man sofort
klar. Dank einem einführenden Tutorial erlernen wir die Tastenbelegung sehr
schnell und so können wir direkt in das Spielgeschehen einsteigen. Etwas
Schade ist allerdings, dass wir keine Autozielfunktion haben. Somit müssen
wir alle Gegner genau anvisieren. Das ist mit dem Pad nicht immer einfach.
Zum Glück hat unsere Waffe eine gute Reichweite und so können wir Feinde
schon recht früh abknallen. Die Kamera zeigt das Geschehen aus der
3rd-Person-Perspektive. Obwohl man gerne eine etwas weitere Ansicht benutzen
oder auch mal in die Egoperspektive schalten möchte, kommt man mit den
beiden vorhandenen Varianten gut klar. Allerdings müssen wir die Kamera
immer selber nachjustieren. Im Kampf kann das zum Teil etwas hektisch
werden. Die KI der Gegner ist nicht sonderlich hoch. Gerade bei den
einfachen Feinden werden wir kaum intelligente Handlungen sehen. Somit
ergibt sich auch ein recht einfacher Schwierigkeitsgrad, der vor allem
Anfänger nicht überfordert. Genrekenner werden dagegen kaum an ihre
Leistungsgrenze stoßen. Fasst man nun alles zusammen, so kann die technische
Seite grundlegend überzeugen. Es gibt zwar kleinere Kritikpunkte, diese
beeinträchtigen aber nur wenig das Gameplay.
Fazit:
Bullet Witch ist ein nettes Actionspiel, das einen allerdings nur für wenige
Stunden an den Fernseher fesselt. Das liegt zum Teil an der kurzen
Spielzeit. Schon nach gut 5 bis 6 Stunden habt Ihr die Story durchgespielt
und da kaum Varianten angeboten werden, ist der Widerspielwert sehr gering.
Hinzu kommt die Tatsache, dass der Spieler immer wieder das gleiche macht. Spielerische Vielfalt gibt es kaum und so sind wir fast ausschließlich
damit beschäftigt, Gegner abzuknallen. Wirklich schwer sind dann auch die
Bosskämpfe nicht und so wird man kaum Probleme bekommen, das Spiel zu
beenden. Gefallen haben uns zum Teil die Levels, die Kombination aus Magie
und Shooteraction und unsere Spielfigur. Sie ist hübsch anzusehen und so
bewegt man sich recht gerne durch die diversen Spielabschnitte. Außerdem ist eine
nette Präsentation vorhanden, die einen gut motiviert weiter zu spielen. Da das Ende
aber schnell gekommen ist, ist Bullet Witch ein sehr kurzes Spielvergnügen.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass man nach der absolvierten Spielzeit
das Ende förmlich herbeisehnt. Da wir immer wieder das gleiche machen, sinkt
die Motivationskurve sehr stark ab. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein
wenig mehr von einem Spiel. Wer also kurze Spiel und banale Shooteraction
mag, der wird mit dem neusten Atarispiel viel Spaß haben. Erwartet ihr nicht
zu viel von dem Game, werdet Ihr einen Kauf nicht bereuen. Alle anderen
sollten evtl. warten, ob kostenlose Levels nachgeschoben werden. Hiermit
würde sich der Kaufpreis relativieren.
Features:
- Löse gewaltige Zaubersprüche aus: Verwandle eine Stadt in ein Meer aus
Flammen, erschaffe verheerende Meteoritenstürme oder laß einen Tornado über
deine Gegner wüten.
- Reale Physikeffekte lassen Stürme Risse durch die Städte ziehen und Krater
aus dem Boden heben.
- Alicia`s Waffe: der Gun-Rod durchbohrt die Feinde mit Partonen, die mit
Seelen gefüllt sind. Der Gun-Rod läßt sich so weit aufrüstem, daß sich
Alicia nichts mehr in den Weg stellen kann.
- Die Feinde kommen in allen möglichen Größen und Formen. Sie lösen Erdbeben
aus, rufen Stürme herbei und befallen umherirrende Menschen.
- Xbox Live: Content Download Support
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