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Einleitung:
Digital Anvil hat sich viel
Zeit gelassen um das erste Xbox-Spiel mit dem Titel Brute Force auf
Microsofts Konsole raus zu bringen. Angelegt ist das Spiel im Genre
teambasierte Taktikshooter. Optisch und spielerisch orientiert sich das
Spiel an Kultspiele wie Halo. Ob Brute Force das Potential hat um nun den
Gipfel des Genre zu erreichen erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich hat Brute Force auch eine Handlung die im Jahre 2340 spielt. Das
Klonen von Menschen stellt keine Schwierigkeit mehr da. Gegen böse Mächte
muss nun der Spieler als Mitglied einer Eliteeinheit der Konföderation
agieren um die Menschheit zu retten. Zur Beginn darf der Spieler erst einmal
ein gut gemachtes Intro bewundern das die Story einleitet. Richtige Infos
werden am Anfang allerdings nicht geboten und so startet Ihr erst einmal mit
vielen Fragen in das Geschehen. Nach dem Intro gelangt der Spieler in das
Optionsmenue. Hier muss er sich nun für eine Spielvariante entscheiden.
Das Herzstück des Spiels ist der Kampagne-Modus. Hier müssen eine Reihe von
Missionen erfüllt werden um am Ende die Menschheit vor dem Bösen zu retten.
Bei Brute Force übernimmt der Spieler aber nicht nur die Rolle eines Helden.
Insgesamt vier unterschiedliche Charaktere stehen im späteren Spielverlauf
zur Verfügung. Alle besitzen unterschiedliche Spezialfähigkeiten. Am Anfang
übernimmt Ihr erst einmal die Rolle von Tex, einem Waffenexperten. Mit der
Zeit kommen dann die Charaktere Brutus, Hawk und Flint hinzu. Brutus ist ein
Echsenwesen, Hawk eine Expertin im Infiltrieren und Flint eine
Scharfschützin. Mit einem Tastendruck darf der Spieler die besonderen
Fähigkeiten jedes Charakters aktivieren. Diese halten aber nicht für lange
Zeit und so muss der Spiele diese mit bedacht auswählen. Ist die Leiste erst
einmal verbraucht müsst Ihr warten bis sich die Fähigkeiten wieder erholt
haben. Die unterschiedlichen Charaktere bieten dabei schöne Unterschiede. So
kann Tex gleich zwei Waffen auf einmal verwenden, während Brutus seine
Lebensenergie auffrischen kann. Hawk dagegen darf sich in gefährlichen
Situationen Tarnen und Flint kann auf einen zusätzlichen Zielmechanismus
zurückgreifen der das Treffen einfacher macht.
Der Spieler muss sich aber nicht für einen Charakter entscheiden, mit dem er
dann das Spiel hindurch agieren will. Vielmehr darf er zu jeder Zeit
zwischen den einzelnen Spielfiguren wechseln. Natürlich erst dann, wenn sie
im Spiel auftauchen. Wie schon erwähnt beginnt Ihr erst einmal nur mit Tex.
Gewechselt wird dann mit dem Digital-Kreuz des Controllers. Nicht aktive
Figuren dürfen auch noch indirekt beeinflusst werden, indem der Spieler
Kommandos abgibt wie Stellung halten oder Feuerschutz geben. Diese Befehle
bieten einige taktische Möglichkeiten die der Spieler im Spiel auch
ausnutzen sollte. Immer klappt dieses aber nicht da man eigentlich viel zu
oft die anderen Charaktere hinter sich herlaufen lässt. Oft ist es viel zu
hektisch um wirklich taktisch vorgehen zu können. Außerdem ist die
Intelligenz der CPU gesteuerten Figuren nicht gerade hoch. Sobald Feinde zu
sehen sind laufen sie bei Handlungsfreiheit mitten in das Geschehen und so
verbrauchen sie die eingesammelten Mediepacks schnell auf. Aus diesem Grund
wird sich jeder schnell dazu entscheiden die Charaktere hinter der eigenen
Figur laufen zu lassen.
Mit dieser Truppe agiert nun der Spieler in den vielen unterschiedlichen
Missionen die allesamt mit einem Intro eingeleitet werden. Die Gegner treten
dabei sehr häufig auf und auch bei leichtem Schwierigkeitsgrad ist deren
Trefferquote recht gut. Zum Glück findet der Spieler reichlich Medipacks und
andere gute Items die ihm das Leben leichter machen. Darunter auch Munition
und neue Waffen, die Ihr mit einem Knopfdruck aufnehmen könnt. Nette Feature
sind dann auch noch Aktionen wie das aufsammeln von Minen. Wenn diese auf
dem Boden liegen muss der Spieler die Minen erst entschärfen, bevor er sie
aufnehmen kann. Das Entschärfen dauert allerdings eine gewisse Zeit so das
erst einmal für Ruhe gesorgt werden muss, bevor der Spieler sich diesen
Sprengkörpern widmen kann. Wird es wirklich mal eng kann man sich immer noch
auf seine Truppe verlassen die sich dann um die Gegner kümmern. Eine Karte
zeigt auch noch, wo der Spieler als nächstes hin muss. So rennt der Spieler
nur selten unnütz durch die recht großen Level.
Technik:
An die Steuerung muss sich der Spieler erst einmal gewöhnen. Das liegt vor
allem daran das sie ein wenig träge ist. Ansonsten kann man mit der Figur
recht sicher agieren. Die Belegung des Controllers lässt auch keine Wünsche
offen und so können alle Aktionen schon nach kurzer Zeit ausgeführt werden.
Auch das Kommandieren der anderen Charaktere geht recht gut von der Hand.
Viele Möglichkeiten hat man zwar nicht aber sie reichen aus um den wilden
Haufen unter Kontrolle zu halten. Die Animationen der Charaktere sehen sehr
gut aus, einzige Ausnahme - wenn eine Figur mal springen soll. Ansonsten
bietet das Spiel eine wunderbare und detailreiche Grafik die an Spiele wie
Halo fast heran reicht. Vor allem auf die Weitsicht wurde geachtet und so
kann der Spieler in vielen Missionen hunderte von Meter weit sehen. Auf
guten Sound, Musik und Stimmen wurden ebenfalls viel wert gelegt und so wird
ein Ambiente erschaffen was kaum Wünsche offen lässt. Vor allem die Sprüche
der Feinde lassen oft genug ein schmunzeln über die Lippen der Spieler
gleiten. Auf eine Quicksave-Funktion hat der Hersteller verzichtet. Das ist
aber nicht ganz so schlimm. Erst wenn alle Teammitglieder gestorben sind
beginnt das Spiel an festgelegten Kontrollpunkten. Wer nicht gerne alleine
spielt wird bei dem Spiel viele Möglichkeiten finden. Bis zu vier Spieler
dürfen im Splitscreen oder bis zu acht Spieler über die Xbox Link-Funktionen
an diesem Shooter teilnehmen. Wenn Ihr die Wahl habt nutzt lieber die
Link-Funktion, da der Splitscreen doch ein wenig unübersichtlich ist. Das
gute bei dem Spiel ist aber das sich zu jeder Zeit neue Spieler in das Spiel
einklinken aber auch ausloggen können. So dürfen dann die anderen weiter
spielen. Die zusätzliche Figur wird einfach nur ein- bzw. ausgeblendet.
Neben der Kampagne dürfen auch Spielarten wie Deathmatch ausgewählt werden.
Leider kann man mit diesem Spiel nicht online spielen. Zwar darf sich der
Spieler in das Xbox Live einloggen aber nur um neue "Downloads" runter zu
laden. Trotzdem bietet das Spiel vor allem im Mehrspielerbereich viel
Spielspaß so das man kaum was vermisst. Rundum ist Brute Force technisch
recht gut gelungen.
Fazit:
Das Spiel macht wirklich Spaß - vor allem wenn man mit Freunden zusammen
sitzt. Mit der Zeit wird das Spiel auch immer anspruchsvoller und so kommt
nie Langeweile auf. Positiv fällt die Idee auf eine Truppe im
Singleplayer-Modus zu dirigieren, leider wurde aber dieses ein wenig
versaut. Das liegt vor allem daran das sich die nicht kontrollierten Figuren
zu dumm verhalten. Wird auf die Truppe geschossen laufen sie oft genug
mitten in das Feuer rein und so werden die sehr wichtigen Medipacks
verschleudert. Zum Glück kann der Spieler die Truppe aber bremsen was
allerdings auch wieder bedeutet, dass der Spieler fast alles alleine
erledigen muss. Trotzdem macht es auch im Singleplayer-Modus Spaß und wenn
erst einmal Freunde die Rolle der anderen Figuren übernommen haben kann man
gemeinsam alle Aufgaben lösen. Begeistern kann ebenfalls die gute Optik und
das gute Leveldesign. Da die einzelnen Missionen auch noch in einer
angemessenen Story eingebunden sind, wird nie das Gefühl aufkommen das Ihr
umsonst durch die vielfältigen Level rennt. Insgesamt ist das Spiel eine
gelungener Shooter der stundenlang fesseln kann. An Spiele wie Halo kommt es
zwar nicht ganz heran aber weit entfernt ist es auch nicht. Wer das Ambiente
von Halo mochte wird mit dem Spiel sofort glücklich werden und dank der
Mehrspielervariante macht es mit Freunden genauso viel Spaß. Shooterfans
können ohne große Überlegung zu dem Spiel greifen, denn das Geld ist es auf
jedenfall wert.
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