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Einleitung:
Die Brothers in Arms-Spiele
sind mittlerweile eine feste Größe im Genre der teambasierten WWII-Shooter.
Die Games der Serie überzeugen vor allem durch die immense Authentizität,
packende Geschichte und intensive teambasierte Action. Ubisoft bringt mit
Brothers in Arms Hell's Highway aktuell den neusten Teil der Reihe auf den
deutschen Markt. Aufbauend auf historischen Ereignissen schickt Brothers in
Arms Hell's Highway den Spieler in die Operation Market-Garden, der größten
Luftlandemission des Zweiten Weltkriegs. Wir konnten die fertige PC-Version
des Gearboxspiels jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für Fans
des Genres lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wir werden selbstverständlich nicht ohne Grund in den 2. Weltkrieg
geschickt. Im Mittelpunkt steht die Operation Market Garden. Mit der
Operation "Market Garden" versuchten die Alliierten, Deutschland noch vor
Weihnachten 1944 in die Knie zu zwingen. Der Plan war ehrgeizig: Mehrere
Brücken sollten gesichert und dadurch ein Korridor durch die besetzten
Niederlande geschaffen werden, um so die deutschen Linien zu durchbrechen.
Es war die größte Luftlandeinvasion, die die Welt jemals gesehen hatte.
Mitte September wurden die 101. sowie weitere Luftlandedivisionen abgesetzt,
um den Korridor zu bilden und zu halten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch.
Die deutschen Einheiten im Gebiet begannen sofort mit einem Gegenschlag und
zerschlugen den Korridor. Bei den alliierten Fallschirmjägern, die dort
kämpften und viele ihrer Kameraden verloren, wurde der Korridor als "Hell's
Highway" bekannt. Es war der letzte große Sieg der Deutschen. Der Spieler
schlüpft nun in die Haut von Sgt. Baker, einem Gruppenführer einer
Aufklärungseinheit der 101. Luftlandedivision. Es liegt an uns, die aus
Veteranen und erfahrenen Soldaten bestehende Gruppe in den Kampf zu führen.
Bevor wir allerdings unsere Waffen durchladen, wollen wir erst einmal ganz
von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde,
erscheint das Hauptmenü. Hier findet Ihr die Punkte "Neues Spiel",
"Kapitel", "Mehrspieler" und "Optionen". Wie gewohnt kann man unter zu letzt
genannten Punkt alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer gerne
gegen andere menschliche Spieler in die Schlacht ziehen möchte, der kann das
im Mehrspielerbereich ausgiebig machen. Hier dürfen dann 20 Gamer an
Mehrspielerschlachten teilnehmen. Am Anfang bietet sich natürlich für jeden
erst einmal der Einzelspielerbereich an. Wahlweise kann man mithilfe der
Kapitel-Option jeden Abschnitt des Spiels, den wir bereits abgeschlossen
haben, auswählen und erneut spielen. Am Anfang bleibt uns notgedrungen
nichts anderes übrig, wie ein neues Spiel zu starten. Nachdem man den
Schwierigkeitsgrad bestimmt hat, kann das Abenteuer endlich beginnen. Wie
bei solchen Spielen üblich, wird die Story passend durch einen Film inkl.
deutscher Sprachausgabe stimmungsvoll eingeleitet. Diese Filme werden wir
übrigens häufig zu sehen bekommen, denn sie treiben die Geschichte immer
wieder voran. Die eingespielten Sequenzen wurden übrigens erstklassig in
Szene gesetzt und so wird man ständig gut motiviert, immer weiter zu
spielen.
Kommen wir nun zum Gameplay. Spielerisch hat sich nicht allzu viel geändert.
Wir sollen immer noch unsere Gegner ausspähen, sie dann flankieren und
taktisch klug ausschalten. Dazu geben wir unseren Mitstreitern diverse
Befehle, die sie anschließend recht gut ausführen. Um die aktuelle Lage
einschätzen zu können, verschaffen wir uns am Anfang erst einmal einen
Überblick. Also schnell mal eine Mühle hochklettern und die Umgebung
sondieren. Haben wir dann Gegner gesichtet, so werden diese auf der
taktischen Karte verzeichnet. Im Anschluss weisen wir unseren Mitstreitern
über Markierungen den Weg. Dabei sollte man immer auf die Deckung achten.
Machen wir das nicht, so kann das Spiel schnell zu Ende sein. Zum Glück
hören unsere Jungs auf uns und so platzieren sie sich recht sicher hinter
Mauern oder anderen Objekten. Wir markieren mit der rechten Maustaste nun
unsere Gegner und geben den Feuerbefehl. Jetzt fangen unsere Leute an zu
schießen und schalten die Gegner gekonnt aus. Hier zeigt sich allerdings ein
kleines Manko. Da beide Befehle über die rechte Maustaste erfolgen, kann es
vorkommen, dass wir unsere Soldaten in die gegnerische Schusslinie schicken.
Das hätte man klar eleganter lösen können. Zum Glück gewöhnt man sich recht
schnell an diese Eigenheit. Wir werden übrigens nicht nur ein Team
befehligen. Teilweise müssen wir zwei Gruppen über das Schlachtfeld führen,
was uns viele taktische Möglichkeiten eröffnet. Das hin und herschalten
klappt recht ordentlich und so kommt man selbst mit zwei Gruppen gut klar. Wer
jetzt glaubt, dass wir unsere Kameraden alles alleine machen lassen, der
wird sich wundern. In den Einsätzen werdet Ihr ebenfalls massiv zu den
Waffen greifen. Daneben müssen wir auch noch alleine Aufgaben lösen. Wie bei
einem Egoshooterspiel sollt Ihr Feinde mit diversen Mordwerkzeugen
ausschalten. Dabei greifen wir auf ein reichhaltiges Waffenarsenal zurück.
Von diversen Schnellfeuerwaffen bis hin zur beliebten Bazooka ist alles
vorhanden. Notgedrungen stecken wir bei den Kämpfen auch Treffer ein. Färbt
sich der Bildschirm rot, so sollten wir schnell in Deckung gehen. Nach ein
paar Sekunden entschärft sich die Situation und unsere Spielfigur darf wieder in den
Kampf eingreifen. Zum Thema Deckung müssen wir noch etwas erwähnen. Nicht
jedes Objekt bietet in dem Spiel Schutz. Alles was aus Holz ist, kann
grundsätzlich weggeschossen werden. Daher sollte man sich nicht unbedingt
hinter einem Zaun verstecken. Allerdings gilt das auch für unseren Gegner
und so ergeben sich hierdurch viele strategische Möglichkeiten. Daneben
werden wir auch noch einen Firefly- oder Sherman-Panzer kommandieren. Eine
nette Abwechslung, die immer wieder Spaß macht. So agieren wir nun durch die
nett gestalteten Levels, spähen unsere Gegner aus, geben unseren Soldaten
taktische Befehle, versuchen die Missionsziele zu erfüllen und genießen
die vielen eingespielten Sequenzen.
Technik:
Mit der technischen Seite kann man grundsätzlich zufrieden sein. Wir werden
zum einen in detailreichen Umgebungen agieren, die jede Menge taktische
Möglichkeiten bieten. Der Hersteller hat hier wirklich gute Arbeit
geleistet, denn eine üppige Vegetation ist genauso vorhanden, wie viele
Gebäude und Objekte. Teilweise darf man diese auch zerstören. Allerdings
werden wir auch matschige Texturen erblicken und nicht jeder Baum sieht
wirklich realistisch aus. Gut gefallen haben uns aber die Effekte wie
Explosionen, die wuchtig den Bildschirm erzittern lassen. Sehr eindrucksvoll
waren auch die Nachtmissionen. Es wurde gut mit Licht- und Schatteneffekten
gespielt. Die Figuren im Spiel können daneben noch mit geschmeidigen
Animationen und tollen Gesichtern glänzten. Hinzu kommen erstklassige
Sequenzen, die stimmungsvoll die Story vorantreiben. Der Sound bewegt sich
auf einem ähnlich hohen Niveau. Neben einer emotionsgeladenen Musik,
lauschen wir auch noch vielen passend eingespielten Ingamegeräuschen. Sehr
realistisch klingen auch die Waffen. Hinzu kommen professionelle
Synchronsprecher, die den Charakteren ordentlich Leben einhauchen. Mit der
Steuerung kommt man auch schnell klar. Da sich das Spiel am Genre
orientiert, wird man schnell mit der Lenkung klar kommen. Einzig die
Doppelbelegung der rechten Maustaste sorgt für ein wenig Chaos. Wirklich
schlimm ist das aber nicht. Die KI ist leider nicht sonderlich gut. Unsere
Kameraden agieren noch recht geschickt über das Schlachtfeld. Etwas anderes
sieht es bei den Gegnern aus. Sie haben keine sonderlich gute Wahrnehmung
und so bemerken sie uns kaum, wenn wir durch die Gegend poltern. Meistens
reagieren sie erst auf uns, wenn wir das Feuer eröffnen. Zumindest gehen sie
dann auch mal in Deckung und überraschen uns hin und wieder mit gekonnten
Angriffen. Ein paar kleinere Aussetzer haben allerdings auch unsere
Kameraden. Sie bleiben manchmal ohne Grund an Ecken hängen oder stellen sich
mitten in die gegnerische Schusslinie. Allerdings ist das wirklich nur die
Ausnahme. Auch wenn es kleinere Kritikpunkte gibt, kann die Technik
grundlegend überzeugen.
Fazit:
Brothers in Arms: Hell's Highway hat uns wirklich gut gefallen. Vor allem
durch die erstklassige Präsentation konnten wir kaum vom Bildschirm los
kommen. Es gab allerdings noch mehr Gründe, die uns zum
weiterspielen gezwungen haben. In den einzelnen Levels wird durch die
imposante Soundkulisse und viele Effekte eine erstklassige Stimmung erzeugt.
Es macht einfach nur Spaß seine Jungs durch die Orte zu führen. Da stören noch nicht einmal die kleinen
KI-Aussetzer. Die Missionen sind außerdem sehr abwechslungsreich. Immer
wieder sollen wir andere Aufgaben erledigen. Wie wir das machen, bleibt
komplett uns überlassen. Ansonsten ist selbstverständlich vieles gleich
geblieben. An der grundsätzlichen Spielmechanik hat sich wenig geändert. Wer
also die Vorgängerspiele mochte, der wird sich in dem neusten Teil sofort
wohl fühlen. Dank einer verbesserten Inszenierung, wird man kaum an dem
besten Teil der Serie vorbei kommen. Alle anderen Taktik-Shooter-Fans dürfen
ebenfalls bedenkenlos zugreifen. Selten hat ein Spiel aus dem Genre so viel
Spaß gemacht. Uns hat Brothers in Arms: Hell's Highway wirklich gut gefallen
und daher können wir eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Die nächste Generation: Das bewährte teambasierte, realitätsnahe Gameplay
erreicht auf der Next-Generation-Hardware eine neue Dimension und ermöglicht
noch nie da gewesene Grafik und Features.
- Neue Story, neues Setting: Der Spieler folgt Matt Baker, Joe Hartsock und
dem Rest der 101. Luftlandedivision, während diese in einem riskanten
Auftrag darum kämpfen, den "Hell's Highway" zu durchbrechen und den Krieg
schnellstmöglich zu beenden.
- Das Leben eines Soldaten nachempfinden: Befehle vom Hauptquartier
befolgen, auf Patrouille gehen, den Feind ausfindig machen und Angriffe aus
dem Hinterhalt abwehren. Zum ersten Mal ist es Teil des Spiels, den Feind
aufzuspüren, bevor dieser den Spieler findet.
- Noch nie da gewesenes Charakterdesign: Aussehen, Sprache, Animationen und
KI sind unglaublich lebensecht. Die Charaktere interagieren mit dem Spieler
und auch untereinander wie wahre "Brothers In Arms", tauschen Munition,
helfen verwundeten Kameraden und Zivilisten, bedienen gemeinsam Waffen und
vieles mehr.
- Kinoreifes Erlebnis: Als Anführer der Truppe interagiert der Spieler mit
seinen Kameraden und lernt diese näher kennen. Jeder Charakter hat seine
eigene, ausgeprägte Persönlichkeit und eine individuelle
Hintergrundgeschichte. Im Laufe des Spiels entwickeln sich die Charaktere
weiter.
- Neue, schlagkräftige Einheiten unter dem Kommando des Spielers: Die
Spieler können kombinierte Waffenteams kommandieren - Teams mit
Maschinenpistolen sorgen für intensive Feuerkraft, Bazooka-Teams zerstören
Gebäude und Panzer, und die Mörserartillerie nimmt den Gegner aus der
Distanz unter Beschuss.
- Taktische Freiheit: Die Spieler können ihr Team dazu einsetzen, um ein
taktisches Flankenmanöver durchzuführen oder mit viel Feuerkraft
anzugreifen.
- Zerstörbare Deckungen: Seine Männer in Bewegung halten und sich die
richtige Deckung suchen - das physikalisch korrekte Verhalten des Spiels
sorgt für realistische Effekte im Kampf.
- Komplett neuer Multiplayer-Modus: Der Spieler kämpft in riesigen
Mehrspielerschlachten mit Dutzenden von Spielern.
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