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Einleitung:
Sage und schreibe zehn Jahre ist die
Serie Breath of Fire schon alt. Insgesamt kamen vier Spiele auf den
Markt und diese konnten sehr viele Rollenspielfans begeistern. Nun
ist es endlich auch auf der Playstation 2 soweit und Fans dieses
Genre können den neuesten Teil mit dem Titel Breath of Fire V:
Dragon Quarter auf ihrer Konsole begrüßen. Wir könnten jetzt die
fertige Playstation 2 Version testen. Ob das Spiel an die alten
Teile heran kommt erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Im Mittelpunkt des Spiels steht mal wieder Ryu. In ihm schlummern die Kräfte
der verschollenen Drachenmenschen. Wie schon in den anderen Teilen erlebt
der Spieler das Leben des Helden von der Jugend an. Wieder soll er die bösen
Mächte bekämpfen. Aber nicht alles ist gleich in dem Spiel, denn spielerisch
hat sich einiges geändert. Ryu erwacht in einer technisch modernen Welt.
Diese befindet sich seid einer Naturkatastrophe in einem unterirdischen
Stollen. Ryo und seine Freunde wollen nun aus dieser Welt entfliehen. So
machen sie sich auf um an die Oberfläche zu gelangen. So starten wir auch
bei der Tiefe von 1.000 Meter auf unserer Anzeige.
Der Spieler agiert mit der Spielfigur in einer 3D Welt. Hier darf er nun
durch diverse Level agieren. Diese wurden recht unterschiedlich gestaltet
und so agieren wir durch dunkle Gänge oder Städte. Um weiter nach oben zu
kommen suchen wir nach Vehikeln oder Fahrstühlen die uns unserem Ziel immer
näher bringen. Damit das nicht zu langweilig wird wurde das Spiel in eine
nette Story mit Verschwörungen und einem teuflischen Genexperiment verpackt.
Am Anfang müssen wir einen Zug eskortieren der geheimes Labormaterial
transportiert. Natürlich kann das nicht problemlos vonstatten gehen. Viele
Fragen kommen auf.
Geschockt werden Spieler dann sein, wenn nach knapp zehn Stunden der erste
Abspann abläuft. Jetzt aber keine Panik denn das Spiel wurde zu konzipiert,
das man es mehrmals durchspielen soll. Nach dem ersten durchspielen stehen
grundlegende Fakten fest. Beim zweiten Anlauf werden dann neue
Handlungsstränge und Levelabschnitte frei. Nun erfahren wir auch weitere
Informationen. Witzig ist vor allem das wir jedes Mal mit einem anderen Ryu
beginnen. Gesammelte Talente und Schätze dürfen aber weiterhin genutzt
werden. So darf der Spieler dann auch schon gespielte Abschnitte noch einmal
durchleben, was allerdings nun leichter fällt da unsere Spielfigur stärker
ist.
Einer der wichtigsten Aktionen in dem Spiel sind wohl die Kämpfe. Ihr kämpft
hierbei gegen diverse Monster die sich intelligent verhalten. Mal reagieren
sie gar nicht und ein anderes Mal stürmen sie auf Euch zu. Ist eine Deckung
vorhanden kann der Spieler auch ausweichen. Hinzu kommen Ablenkungsmanöver
wie Futter das geworfen werden darf um die Monster abzulenken. Ein wenig
brutaler geht es dann auch noch, denn auch Sprengfallen kann der Spieler
legen, so das Kämpfe teilweise schon vor dem eigentliche Fight entschieden
werden. Kommt es dann zum eigentlichen Kampf ändert sich die Ansicht und man
gelangt in den Kampfmodus. Dieser wird automatisch aufgerufen, sobald man
Körperkontakt mit den Biestern hat. Hat der Spieler Glück so darf er die
Feinde überraschen und einen Erstschlag landen. Die anschließenden
Rundenkämpfe basieren auf Action-Punkte. Diese werden von Euch aber auch von
den Monstern auf vielfältiger weise genutzt. Die Spielfigur hat einen
vorgegebenen Radius, indem er sich frei bewegen kann. Nun dürfen Talente
eingesetzt werden wie Feuerzauber, Extrastehler oder diverse Waffenattacken.
Das war bei weitem noch nicht alles, denn wenn genügend Punkte zur Verfügung
stehen dürfen die Aktionen eines Charakters beliebig verkettet werden. So
darf man zum Beispiel gehen, sammeln und angreifen in einer Runde. Hinzu
kommen dann noch Combos die aus mehreren Attacken zusammengesetzt werden.
Jede Waffe darf der Spieler dann noch mit drei Combo-Listen bestücken. So
wird mit der Zeit jeder Gegner zu Brei verarbeitet. Ist ein Gegner
vernichtet so erhaltet Ihr Erfahrungspunkte und der Gegner lässt oftmals
nette Extras zurück die von uns aufgesammelt werden. Daneben könnt Ihr auch
Kisten und Schatzkisten zerschlagen oder aufmachen um neue Items
aufzunehmen. Wie in einem guten Rollenspiel üblich dürfen dann noch in
diversen Shops Items gekauft werden die von Medipacks bis hin zu diversen
Waffen reichen. So agiert Ihr nun in den unterschiedlichen Abschnitten.
Technik:
Viele gute Elemente aus den anderen Teilen wurde in Breath of Fire V: Dragon
Quarter übernommen. So kann sich Ryu im späteren Spielverlauf wieder in
einen Drachen verwandeln und Superangriffe ausführen. Hinzu kommen dann noch
Neuerungen wie das Kampfsystem das durch seine Handhabung schnell ins Blut
übergeht. Selbst Genreanfänger werden hier schnell mit dem Kampfsystem klar
kommen. So darf man die Steuerung lobend erwähnen. Sehr sicher und ohne
große Probleme agiert der Spieler mit dem Helden. Auch alle anderen Aktionen
kann der Spieler sehr sicher ausführen, das fängt bei den Laufaktionen an
und endet bei den eigentlichen Kämpfen. Da auch die Menüs logisch aufgebaut
sind wird man auch hier keine Probleme bekommen. Aber das Spiel hat noch
mehr Punkte die man lobend erwähnen kann. So ist das Leveldesign recht gut
gelungen. Alle Umgebungen unterscheiden sich von ihrem Aussehen und so wird
es nie langweilig. Leider wirken sie durch das düstere Ambiente ein wenig
trist. Hinzu kommen die guten Animationen der Figuren. Ein netter Sound
unterstützt das ganze Geschehen und so wird ein schönes und zum Teil auch
sehr düsteres Ambiente erschaffen. Schade nur, dass die gute Story nur in
englischer Sprache und deutschem Text ausgegeben wird. Für
Rollenspielexperten ist diese Tatsache aber bestimmt nichts ungewöhnliches.
Interessant sind auch die Fallen in dem Spiel, die in fast allen Räumen
vorhanden sind. So kann der Akteur nie sicher sein das nichts passiert.
Kommt es mal zum Kampf darf der Spieler sich mit den ausgeklügelten Combos
auseinandersetzen. So machen auch diese Auseinandersetzungen immer wieder
Spaß. Frustkämpfe wird man nicht wie in anderen Rollenspielen erleben.
Insgesamt gesehen kann das Spiel als technisch ausgereift betrachten werden.
Fazit:
Breath of Fire V: Dragon Quarter kann vor allem durch die nette Story und
den unterschiedlichen Handlungen überzeugen. Immer wieder muss der Spieler
was andere machen. Der wichtigste Aspekt in dem Spiel ist wohl das
Kampfsystem. Dieses wurde sehr gut in dem Spiel umgesetzt. Durch das neue
Combosystem und den taktischen Elementen werden selbst Kämpfe nicht
langweilig, die man immer wieder ausführen muss. Hinzu kommen die netten
Fallen die der Spieler stellen darf. Da dann auch noch die Optik, der Sound
und die Steuerung stimmen kann man fast nichts bemängeln. Ein wenig negativ
fällt eigentlich nur auf, dass die Figuren sehr wenig Bewegungsfreiraum in
den Levels haben. Schöne große Flächen wird der Spieler nicht erleben und so
agiert er vor allem in engen Räumen und Gängen. Trotzdem stört dieses nicht
beim Gameplay. Gewohnheitsbedürftig ist wohl eher, dass nach knapp zehn
Stunden das erste Spiel zu Ende ist. Nun muss man erneut beginnen um alle
Geheimnisse aufzudecken. Ohne Frage macht dieses Spaß - da vieles anders
ist. Wer allerdings nicht gerne ein Spiel erneut beginnt wird hier nicht
glücklich werden. Allen anderen wird ein neuer Held und viele nette
Änderungen geboten die zum weitermachen einladen. Breath of Fire V: Dragon
Quarter ist zwar nicht das beste Rollenspiel auf der Playstation 2 aber es
kann sich ganz oben einordnen. So können wir das Spiel auch allen
Rollenspielfans empfehlen. Breath of Fire Fans werden sowieso hier
zuschlagen. |