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Einleitung:
Spieler die Ego-Shooter und
Rollenspiele mögen, können sich jetzt auf ein neuartiges genreübergreifendes
Spiel stürzen. Bei dem Genremixspiel handelt es sich um das Spiel Boiling
Point: Road To Hell. Entwickelt wurde das 3D-Actionspiel übrigens von Deep
Shadows. Die Mitarbeiter rund um die Gründer Sergey Zabaryansky und Roman
Lut sind erfahrene Spezialisten im Bereich 3D-Spiele. Es war für die Macher
eine logische Konsequenz, die etwas ausgetretenen Pfade der Ego-Shooter mit
populären Elementen aus anderen Genres anzureichern, um etwas völlig Neues
zu erschaffen. Ob die hoch gesteckten Ziele erreicht wurden, könnt Ihr in
unserem Review erfahren.
Zum Spiel:
Natürlich werden Spieler bei Boiling Point: Road To Hell nicht grundlos in
ein Abenteuer geschickt. Irgendwo im Nirgendwo Südamerikas kämpft der
Spieler sich unter größter Anstrengung durch den Dschungel. Wir schlüpfen
dabei in die Rolle von Saul Meyers, ein hoch dekorierter Soldat. Er ist auf
der Suche nach seiner Tochter Lisa, die in der grünen Hölle Südamerikas
verschwunden ist. Wer steckt hinter alldem und welches Geheimnis hat Lisa
vor ihrem verschwinden entdeckt? Diese und viele weitere Fragen müssen wir
nun aufklären und das ist nicht gerade einfach. Fangen wir aber erst einmal
ganz von vorne an. Nachdem das Spiel geladen wurde, gelangen wir in das
Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Spiel fortsetzen, Neues Spiel,
Laden/Speichern und Optionen. Wie gewohnt kann der Akteur unter Optionen
alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Wer ein Spiel schon begonnen
hat, darf dieses unter Spiel fortsetzen oder Laden weiterführen. Einen
aktuellen Spielstand kann der Spieler außerdem unter Speichern sichern. Am
Anfang müsst Ihr natürlich erst einmal ein neues Spiel starten. Was kann man
sich nun unter diesem Spiel vorstellen? Nun Boiling Point: Road To Hell ist
eine Mischung aus Ego-Shooter, Action-Adventure und Rollenspiel. Wir agieren
dabei in einer großen freibegehbaren Welt. Diese ist wirklich riesig, denn
Euch erwartet ein gut 18 mal 25 Kilometer großes Areal. In diesem Gebiet
agieren unterschiedliche Parteien - wie Guerillas, Indios, Mafiosi, CIA und
so weiter - deren Vertrauen wir erlangen sollen. Um nötige Informationen zu
erhalten, muss der Held entweder Knete verteilen oder diverse Aufgaben
erledigen. Schlagen wir uns auf eine Seite, werden wir notgedrungen Probleme
mit den anderen Parteien bekommen. Schließlich ist die Mafia nicht
sonderlich erfreut, wenn wir für die CIA arbeiten. Um nun an die Aufgaben zu
kommen, sprechen wir mit unterschiedlichen CPU gesteuerten Figuren. Diese
findet man an diversen Orten. In den Bars trifft der Spieler übrigens NPC
von allen Parteien. Welche Gruppe Ihr nun als Auftraggeber annehmt, bleibt
ganz allein Eure Sache. Auch wenn alles bis jetzt recht interessant klingt,
werdet Ihr bei den Missionen ein wenig enttäuscht werden. Diese sind aus
anderen Spielen recht bekannt. Wir sollen z.B. bestimmte Leute liquidieren,
Konvois aufhalten oder feindliche Stützpunkte infiltrieren. Meistens muss
der Spieler dabei nur an bestimmten Ort kommen und alle Leute nieder
ballern. Hin und wieder kommen auch mal Aufträge vor, die mit unsere
Hauptstory zu tun haben. Allerdings sind diese ebenfalls recht einfach
gestrickt.
Haben wir eine Aufgabe erledigt winkt uns eine nette Belohnung in Form von
Geld. Außerdem wächst das Ansehen bei der Gruppe. Mit dem Geld kann der
Spieler nun neue Informationen kaufen oder Gegenstände erwerben. Wie bei
solchen Spielen üblich wird eine Reihe an Objekten angeboten. Diverse Waffen
sind genauso vorhanden wie Rüstungen, Granaten, Nahrungsmittel oder
Getränke. Letztere dienen übrigens zum Aufbau unserer Energieleiste.
Allerdings haben diese Objekte Vor- und Nachteile. So wirken sich z.B.
Alkohol oder Medizin negativ auf die körperliche Verfassung aus. Das geht
soweit, dass wir von übermäßigem Konsum abhängig werden. Alle Objekte
verbrauchen natürlich Platz und wenn das Gewicht zu groß ist, kann die
Spielfigur keine weiteren Objekte mehr aufnehmen. Wenn der Spieler nun im
Dschungel ist, sieht er an Straßen oftmals Leute, die Nahrungsmittel,
Getränke oder andere nützliche Gegenstände verkaufen. Hinzu kommt, dass wir
mit ein wenig Glück auch im Dschungel Items finden. Ein wichtiger Punkt ist
natürlich das Thema Waffen. Abhängig von den Missionen, die erfüllt werden
müssen, sind einige Waffen eher geeignet als andere. Der Spieler sollte
daher sorgfältig seine Waffen auswählen. Waffen und Munition sind in dem
Spiel einfach zu finden, da gefallene Gegner oftmals ein kleines
Abschiedsgeschenk übrig lassen. Allerdings haben diese Waffen einen gewissen
Verschleiß und manchmal versagen sie sogar. Der Kauf von neuen Waffen
erfordert viel Geld, genauso wie die Aufrüstung. Man sollte daher sorgsam
mit dem verdienten Geld umgehen. Je nachdem wie der Spieler nun agiert,
ändern sich die Fähigkeiten unserer Spielfigur. Nutzen wir z.B. oft das
Scharfschützengewehr, so schießen wir mit der Zeit immer sicherer. Wie im
richtigen Leben wird unser Held auch müde. Nach einer gewissen Zeit muss
sich unsere Spielfigur hinlegen - um zu schlafen. Gleichzeitig werden unsere
Verletzungen geheilt, so dass wir anschließend gut erholt weiter machen
können. Viel Erholung brauchen wir auch, um in dem großen Areal zu agieren.
Zum Glück müssen wir die ganze Gegend nicht zu Fuß erkunden. Das Spiel
bietet eine Reihe von Fortbewegungsmittel. Zum Beispiel darf unsere
Spielfigur ein kostenpflichtiges Taxi nehmen, um stressfrei an einem
bestimmten Ort zu kommen. Selbstverständlich gibt es auch weitere Fahrzeuge.
Zu Beginn des Spiels hat der Held die Fähigkeit einen Wagen zu fahren. Im
weiteren Spielverlauf erhält er die Möglichkeit Tests zu absolvieren und
Lizenzen zum Fahren oder Fliegen anderer Fortbewegungsmittel zu erwerben.
Nutzt der Spieler ein Vehikel so sollte er auch für seine Wartung sorgen. An
Tankstellen kann er Reparaturen am Wagen durchführen lassen, Benzin tanken
oder die Reifen wechseln. So werden wir mit der Zeit alle möglichen
Fortbewegungsmittel wie PKW, LKW, Panzer, Boote, Flugzeuge oder Helikopter
kennen lernen. Nett ist auch noch, dass wir im Kofferraum Gegenstände
einlagern können. Da wir nur über ein begrenztes Inventar verfügen sollte
man dieses ausgiebig nutzen.
Technik:
Mit der Präsentation kann man grundlegend zufrieden sein. Etwas schlechter
ist allerdings die Grafik ausgefallen. Das liegt vor allem an den etwas
mageren Texturen und den sich oftmals wiederholenden Charaktermodellen. Hier
hätte der Hersteller wirklich mehr machen können. Vor allem die Gesichter
sehen nicht mehr zeitgemäß aus. Das gleiche gilt für die Animationen. Die
Figuren bewegen sich leider viel zu hölzern. Auch die Fahrzeuge könnten ein
paar Polygone mehr vertragen. Wenigstens wurde die Umgebung immer wieder
anders gestaltet. Malerische Strände sind genauso vorhanden wie Berge und
ein dichter Dschungel. Hinzu kommen unterschiedliche Tageszeiten und
Wettereffekte. Der Sound hat ebenfalls einige Probleme. Das fängt schon bei
der englischen Sprachausgabe an. Diese wird zum Teil mitten im Satz
abgebrochen oder erst gar nicht abgespielt. Der Spieler darf wenigstens
alles mit deutschen Texten nachlesen. Die Musik selber passt zwar zum Spiel
aber dennoch hätte ein wenig mehr Abwechslung nicht geschadet. Zumindest
kann man mit den Soundeffekten zufrieden sein. Die Motorgeräusche klingen
genauso ansprechend wie die Waffen. Mit der KI kann man bedingt leben.
Teilweise verhalten sich die CPU-Gegner so, wie man es erwartet. Allerdings
ist das nicht immer so. Oftmals bleiben sie auch stehen und warten darauf
abgeschossen zu werden. An die Steuerung muss man sich erst einmal gewöhnen.
In der Ego-Perspektive kommt man mit der Lenkung recht gut klar. Allerdings
ändert sich das mit den Fahrzeugen. Diese lassen sich etwas zu schwammig
steuern. Die Menüsteuerung ist dagegen gut ausgefallen. Hier wird der
Spieler keine Probleme bekommen. Leider hat das Spiel einige Bugs. Unter
anderem stören böse Ruckler das Gameplay. Selbst mit viel Arbeitsspeicher
werdet Ihr hier Probleme bekommen.
Fazit:
Leider kann das Spiel nicht ganz überzeugen. Loben muss man den Hersteller
zumindest für die Spielidee. Es macht schon sehr viel Spaß das riesige Areal
zu erforschen. Das Ambiente stimmt ebenfalls und dank vieler NPC-Gespräche,
vielen unterschiedlichen Waffen und interessanten Fahrzeugen wird auch
ausreichend
Abwechslung geboten. Hinzu kommen die unterschiedlichen Fraktionen und die
vielen Objekte im Spiel. Allerdings sind die Missionen etwas träge. Viel zu
oft müsst Ihr immer wieder das gleiche machen. Vor allem wenn
man auf die etwas beschränkten CPU-Gegner trifft, wird das Gameplay etwas
dröge. Man erwartet in der heutigen Zeit doch ein wenig mehr von seinen
Gegnern. Wenigstens wird man durch die Story ein wenig entschädigt.
Allerdings erwartet nicht zuviel, denn diese ist nach gut 20 bis 25 Stunden
erledigt. Wirklich störend sind vor allem die vielen kleinen Bugs. Hier kann
man nur hoffen, dass bald ein Patch alle Fehler beseitigt. Wenn die Fehler
einmal behoben sind, wird aus dem Spiel ein wirklich interessanter Titel.
Boiling Point: Road To Hell ist ein Beispiel dafür, dass man ruhig mehrere
Genres in ein Ego-Shooterspiel packen kann. Das Grundkonzept stimmt und wenn
der Hersteller ein wenig mehr auf die Details geachtet hätte, wäre aus dem
Spiel ein sehr interessantes und vielschichtiges Genremixspiel geworden. Da aber
doch einige Kritikpunkte vorhanden sind, kann Boiling Point: Road To Hell
leider nur ein gute mittelmäßige Wertung abstauben.
Features:
- Zwei Genre in einem! ‚Boiling Point' verknüpft Rollenspiel-Elemente mit
denen eines Ego-Shooters.
- Das ultimative Spielerlebnis! Völlige Bewegungs- und Entscheidungsfreiheit
unter tropischer Sonne. So etwas gab es noch nie!
- Action total! Als Spieler sind Sie stets mitten im Geschehen, jede Ihrer
Entscheidungen beeinflusst das gesamte Spiel!
- Realismus pur! Zusätzlich zu allen spielerischen Elementen lässt eine
High-End-Optik die Grenzen zwischen Spiel und Wirklichkeit verschwimmen.
- Viele Wege, ein Ziel! Alle Aufgaben lassen sich auf unterschiedliche Weise
lösen. Sie genießen eine unglaubliche Vielfalt - auch beim abermaligen
Durchspielen!
- Gigantische Spielwelt: Sie bewegen sich auf einer Fläche von 18 x 25 km!
In diesem riesigen Areal gibt es alles - nur keine Ladezeiten!
- Jedes Mittel ist recht! Nutzen Sie verschiedene Waffen,
Ausrüstungsgegenstände, Fahrzeuge, Helikopter und Boote!
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