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Battle of Britain 2: Wings of Victory - Review (PC)

Wertung:
76 %

Einleitung:

Spannende Luftkämpfe in einem historischen Szenario sind wohl die beste Grundlage für ein Spiel. Das dachte sich wohl auch GMX Media und so kommt das Flugsimulationsspiel Battle of Britain 2: Wings of Victory in Deutschland auf den Markt. Wie der Titel schon verrät, steht die Luftschlacht um England im Mittelpunkt dieses Spiels. Wir konnten jetzt in das virtuelle Cockpit steigen. Ob sich das Spiel für Möchtegernpiloten lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Die Luftschlacht um England begann am 10 Juli 1940. Sie war der Anfang einer Kampagne der Luftwaffe mit dem Ziel, die Verteidigungsfähigkeit des britischen Fighter Command zu vernichten. Das Endziel bestand in der seegestützten Invasion Südenglands im Rahmen der Geheimoperation Seelöwe. Es war klar, dass für den Erfolg dieser Operation die Lufthoheit unabdingbar war. Obgleich in Deutschland ein schneller Sieg erwartet wurde, dauerte die Kampagne über zwei Monate lang. Die Schlacht durchlief mehrere Phasen, die schließlich in einer riesigen Luftschlacht über London und Südengland am 15. September 1940 kulminierten. Zwei Tage später wurden die deutschen Pläne für die Operation Seelöwe aufgegeben. Das Spiel lässt den Spieler völlig in die Kampferfahrungen eines Jagdpiloten sowie eines Geschwaderkommandeurs eintauchen. Als Kommandeur haben wir in jedem Lager den strategischen Überblick über den Konflikt, wobei wir authentische Kampagnenkarten verwenden. Mit Hilfe dieser Karten und unserer strategischen Idee können wir während der gesamten Kampagne wichtige Entscheidungen treffen. Dabei reproduziert der Hersteller über 1000 Luftangriffe der Luftwaffe, wodurch wir einmalige Einblicke erhalten und selber erfahren, wie es wohl gewesen sein muss, gegen eine solche riesige Anzahl von Flugzeugen zu kämpfen. Bevor wir nun in ein Cockpit steigen, fangen wir aber erst einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel gestartet wurde gelangen wir in das Hauptmenü. Hier erblicken wir die Menüpunkte Schnelleinsatz, Kampagnen, Spiel laden, Replay und Optionen. Wie gewohnt dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Mit Hilfe der Funktion Spiel laden kann der Spieler ein zuvor gespeichertes Kampagnenspiel starten. Die Replay-Funktion ermöglicht dagegen den Zugriff auf - während des Flugs von uns - aufgenommenes Filmmaterial. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielmodis. Zum einen wäre da der Schnelleinsatz. Hier können wir einen von 28 Einzeleinsätzen bestreiten. Dabei handelt es sich um begrenzte, vordefinierte Szenarien. Diese reichen von einfachen Aufgaben wie dem Starten und Landen über das Formationsfliegen und den Luftkampf bis hin zur Teilnahme an einem der sechs historischen Einsätze. Wie in der gesamten Simulation kann der Spieler auch hier die Seite wählen.

Der wichtigste Bereich ist eindeutig die Kampagne. In diesem Bereich können wir auf einer der gegnerischen Seiten (England oder Deutschland) in die Luftschlacht um England eingreifen. Der Spieler darf nun die Kommandeursrolle übernehmen. Alle RAF- oder Luftwaffenressourcen - die damals zur Verfügung standen - stehen uns auch jetzt zur Verfügung. Die Kampagne darf entweder gradlinig vom Juli 1940 bis zum Höhepunkt am 15. September durchgespielt oder zu Beginn jeder der vier Phasen der Schlacht aufgenommen werden. Wir erblicken nun den Kampagnenbildschirm mit der Kampagnenkarte. Außerdem befinden sich hier fünf Symbolleisten. Mit der Zeit-, Haupt-, Karten-, Maßstabs- und Teletype-Symbolleiste können wir nun in das Geschehen eingreifen. Unter anderen dürfen wir hier auch die Flugzeugzuteilung, Luftwaffen- oder RAF-Ressourcen, Geschwader- oder Squadron-Listen, Wetter, Rückschau, Piloteninfos, Ziel- oder Ressourcenliste, Einsatzordner oder Angriffsliste bearbeiten bzw. uns alle wichtigen Informationen holen. Durch Direktiven festlegen, Routen planen, Einsatzorte bestimmen, Flugzeuge und Piloten verwalten usw. organisieren wir nun unsere Luftstreitmacht. Die Ressourcen dürfen dabei nicht aus dem Auge verloren werden. Dabei müssen wir auch auf Angriffe des Feindes reagieren. Dazu stehen uns hunderte Flugzeuge unterschiedlicher Bauarten zur Verfügung. Das war aber noch nicht alles, denn der Spieler kann selber in Flugzeuge steigen. Mit diesen greifen wir dann in die Luftschlacht ein. Darüber hinaus fungieren wir auch als Bordschütze in einem der drei mittelschweren Bomber. Ihr seht schon, dass wir nicht nur theoretisch in den Luftkampf um England eingreifen. Dabei sind die Flugeinsätze wohl der spannendere Teil des Spieles. Sitzen wir nun in einem Flugzeug, so können wir uns auf eine recht gute Simulation freuen. Geflogen wird entweder mit der Tastatur oder einem Joystick. Dabei hat der Hersteller alle wichtigen Bereiche in das Spiel eingebaut: Eine Motorsteuerung ist genauso vorhanden wie Höhen- und Querruder, Seitenruder, Klappen, Fahrwerk, Fahrwerkbremsen, Höhenrudertrimmung, Seitenrudertrimmung, Sturzflugbremse, Notfahrwerk und so weiter. Aktivieren wir das interaktive Cockpit so werden noch mehr Einstellungen möglich. So stürzen wir uns nun in die vielen unterschiedlichen Luftkämpfe.

 

Technik:

Optisch ist das Spiel ganz in Ordnung. Die Flugzeuge werden mit vielen Details dargestellt und auch das Cockpit glänzt durch sein realistisches Aussehen. Die Bodentexturen sind eigentlich auch ganz nett, allerdings nur in bestimmten Situationen. Von Oben wirkt die Landschaft noch recht detailliert, allerdings ändert sich das schnell, wenn man tiefer fliegt. Dann wird sofort sichtbar, dass die Umgebung eigentlich nur aus flachen Bereichen besteht. Schade das der Hersteller hier nicht mehr gemacht hat. Genauso trist sieht dann der Kartenbereich aus. Wirklich viel werden wir hier nicht zu sehen bekommen. Zumindest ist alles gut geordnet, sodass man sich recht schnell zurecht findet. Mit dem Sound kann man gut Leben. Es ist eigentlich alles vorhanden, was man sich bei so einem Spiel vorstellt. Selbst die Motorengeräusche klingen ganz anständig. Einzig das Maschinengewehr könnte sich besser anhören. Die Steuerung ist schnell erlernt. Allerdings muss man dazu sagen, dass wir auf jedenfall das beigelegte Faltblatt studieren sollten. Hier wird eine Tastatur mit allen Tastenfunktionen beschrieben, was einem wirklich Hilft das Flugzeug zu verstehen. Schon nach wenigen Flugversuchen kommen wir mit der Maschine klar. Selbst bei den Missionen brauchen wir keine Angst zu haben. Es gibt genügend Hilfen im Spiel die uns das Leben vereinfachen. Kommen wir z.B. vom Kurs ab, so dürfen wir eine Art Autopilot auf der Karte einschalten. Dieser bringt uns automatisch zum nächsten Wegpunkt. Die Flugzeuge selber lassen sich ein wenig träge steuern, was gleichbedeutend ist, dass Luftkämpfe etwas langweilig ablaufen. Hier wünscht man sich schnell ein wenig mehr Dynamik. Zumindest hat der Hersteller auf viele Details geachtet. So gehen durch falsche Handhabung diverse Bauteile kaputt. Nicht selten ruinieren wir unser Fahrwerk, wenn wir dieses bei voller Geschwindigkeit ausfahren. Nett ist auch der Effekt, dass wir das Bewusstsein verlieren - wenn wir zu heftige Flugmanöver ausführen. Die Flugzeuge lassen sich natürlich alle ein wenig anders fliegen. Je nach Bauart sind sie mal wendiger oder leistungsstärker. Fasst man nun alles zusammen, so kann man insgesamt mit der technischen Seite zufrieden sein. Es gibt zwar ein paar kleinere Kritikpunkte aber diese stören nicht das Gameplay.

 

Fazit:

Battle of Britain 2: Wings of Victory ist kein schlechtes Spiel. Es macht schon Spaß auf einer der beiden Seite zu kämpfen und aus deren Sicht den Krieg zu erleben. Nett ist vor allem, dass wir nicht nur strategisch in die Luftkämpfe eingreifen können. Da wir alle möglichen Flugzeuge fliegen dürfen, sind wir auch an den wichtigsten Luftkämpfen beteiligt. So erleben wir den Krieg um England sehr intensiv. Allerdings wäre es nicht schlecht gewesen, wenn der Kartenbereich etwas ansprechender aussehe. Viel zu trist sind die Menüs ausgefallen und so muss man sich förmlich durch diese quälen. Allerdings wird es auch viele Spieler geben, die diese Art der Verwaltung mögen. Am meisten wird man sich allerdings in den Flugzeugen aufhalten. Da sich jede Bauart anders verhält, wird man sich auch immer wieder umstellen müssen. Nach unserer Ansicht verhalten sich die Flugzeuge sehr realistisch. Sie fangen an zu vibrieren, wenn die Manöver zu heftig sind und Strömungsabrisse lassen uns schnell in den unfreiwilligen Sturzflug übergehen. Allerdings bedeutet das auch, dass die Luftkämpfe ein wenig träge ablaufen. Na ja man kann nun einmal nicht alles haben. Interessant ist auch die beigelegt DVD, die eine sehr lange Dokumentation enthält. Mit englischen Stimmen und deutschen Untertiteln können wir mehr über diese Zeitepoche erfahren. Das Spiel haut einen zwar nicht vom Stuhl aber dennoch kann es viele Stunden unterhalten. Selten wurde das Thema Luftkrieg - im Zweiten Weltkrieg - so interessant in einem Spiel verarbeitet. Allerdings denkt jetzt nicht, dass wir ein actiongeladenes Spiel erleben. Es braucht schon seine Zeit bis wir auf andere Flugzeuge treffen und selbst dann werden wir vor Spannung kaum im Cockpit zerrissen. Dennoch fliegt man gerne. Es sieht schon genial aus, wenn man in einem Verband fliegt. Hinzu kommt die Tatsache, dass wir auch den strategischen Teil übernehmen dürfen. Wer also gerne Flugsimulationsspiele und Strategiespiele mag, darf gerne zu Battle of Britain 2: Wings of Victory greifen. Erwartet aber nicht zu viel von dem Spiel.

 

Features:

- "RealWeather" - Technologie mit Gewitterfronten, die ihr Flugzeug zerreißen können
- Realistischer Sound, einschließlich stotternder Motoren und unglaublich visuelle Effekte
- Explosionen und Geschoßtreffer von Shockwave
- Einschließlich einer EXKLUSIVEN Dokumentar-DVD zur Luftschlacht um England!

 

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Battle of Britain 2: Wings of Victory (PC)

 
 Battle of Britain 2
EUR 29,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 72 %  
Bedienung: 76 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 78 %  
Gesamtwertung:  76 %  

Mindestanforderungen:

- Betriebssystem: Windows 98/ME/2000/XP
- Arbeitsspeicher: ab 256 MB RAM
- Festplattenspeicher: ab 500 MB frei
- Prozessor: 800 MHz Pentium od. 100% kompatibler Prozessor
- CD-ROM: Laufwerk erforderlich
- Grafikkarte: 3D-Grafikkarte mit 128 MB
- Zusatz: DirectX 9.0 od. höher, Soundkarte mit Lautsprecher
- Sprache(n): Deutsch

 

 

 

 

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