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Balls of Fury - Review (Wii)

Wertung:
60 %

Einleitung:

In den USA und England begeistert die Sportfilm-Parodie Balls of Fury mit Christopher Walken viele Kinofans. Bei uns wird der Film leider erst im Sommer in den Lichtspielhäusern anlaufen. Damit wir die Wartezeit gut überbrücken können, bringt ZOO Digital Publishing aktuell die lizenzierte Spiel-Umsetzung mit dem gleichnamigen Titel auf den deutschen Markt. Erscheinen wird Balls of Fury übrigens für Nintendo Wii und Nintendo DS. Wir konnten uns die die fertige Wii-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für eisenharte Filmfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

In dem Film geht es um einen schusseligen Undercover-Spitzel, der an einem Tischtennisturnier teilnehmen muss. Hier wird um Leben und Tod gespielt. Auf die Story wollen wir jetzt nicht näher eingehen, denn diese wird auch im Spiel nicht sonderlich gut erzählt. Hauptsächlich durch Bilder wird uns diese etwas näher gebracht. Um es schon einmal vorwegzunehmen, Balls of Fury ist grundsätzlich ein reinrassiges Tischtennissimulationsspiel. In diesem müssen wir gegen diverse Charaktere aus dem Film antreten. Bevor wir allerdings den Schläger schwingen, wollen wir erst einmal das Hauptmenü besprechen. Hier findet Ihr die Bereiche Exhibition-Modus, Story-Modus, Arcade-Modus, Turnier-Modus, Pokalraum und Optionen. Unter zu letzt genannten Punkt kann man die obligatorischen Spieleinstellungen vornehmen. Außerdem gönnt man uns ein paar Videos. Im Pokalraum werden zudem die gewonnenen Pokale gezeigt, die man sich hier in aller Ruhe ansehen darf. Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen der Exhibition-Modus. Hier spielt man mit einer freigeschalteten Figur in einem einzelnen Match gegen einen Computergegner oder Freund. Dabei dürfen wir die Regeln individuell anpassen, um ganz nach unseren Vorstellungen ein Spiel zu bestreiten. Viel interessanter ist natürlich der Story-Modus. Hier erlebt der Gamer die eigentliche Story und tritt gegen die diversen Charaktere aus dem Film an. Durch Zwischensequenzen und Bilder aus dem Film werden wir zwischen den Matches immer wieder motiviert, das Spiel weiter zu spielen. Wir spielen dabei als Randy Daytona, erst als Jugendlicher und dann als Erwachsener. Durch unser weiterkommen, werden die Figuren für die anderen Spielmodis übrigens freigeschaltet und daher sollte man diesen Modus recht früh beginnen. Im Arcade-Modus spielt man dagegen mit einer Figur in einer Reihe von Ausscheidungsmatches im Arcade-Stil gegen alle möglichen Gegner. Wer gerne ein Turnier bestreiten möchte, kann dieses im gleichnamigen Modus machen. Hier warten Turnierherausforderungen für vier oder acht Personen auf Euch. Egal welche Spielart wir nun auswählen, irgendwann müssen wir uns am Tisch beweisen.

Die einzelnen Matches werden durch kleine Sequenzen passen eingeleitet. Im Anschluss erblicken wir den Tisch und unseren Gegner. Unsere eigene Figur sehen wir während der Ballwechsel nicht. Nur unser Tischtennisschläger wird eingeblendet, mit dem wir nun unser Können unter Beweis stellen. Das Gameplay selber ist recht genretypisch. Den ankommenden Ball sollen wir mit unserem Schläger mehr oder weniger gut über das Netz bringen. Anders wie bei einer Simulation stehen uns dafür Spezialbewegungen zur Verfügung. Jede Figur hat einen Power-Schlag und einen Power-Aufschlag. So gibt es zum Beispiel einen Teleportierschlag für den Ball. Dieser verschwindet, wenn der Ball über das Netz geht, und nach einer kurzen Zeit erscheint der Ball wieder an einer anderen Stelle über dem Netz und geht in eine andere Richtung. Der Feuerball dagegen lässt den Ball in Flammen aufgehen, wenn er auf unseren Schläger prallt, und dann auf die andere Seite saust. Daneben gibt es noch Looping oder Tornado-Schläge. Aktivieren wir vor einem Aufschlag den Power-Aufschlag, so wird der Ball besonders stark bzw. für den Gegner kompliziert angespielt. Es wird hier in vier Powertypen unterschieden: Zickzack-, Schuss-, Stop-n-Go- und Rückwärtsdrall-Aufschlag. Die Schläge können allerdings nur dann angewendet werden, wenn sich unsere Poweranzeige gefüllt hat. Jeder der Figuren hat natürlich andere Spezialschläge drauf und so laufen die Matches immer etwas unterschiedlich ab. Gewinnen wir nun einen Ballwechsel, so erhält der Spieler einen Punkt. Gewonnen hat der Spieler, der am Ende einen bestimmten Punktestand oder Vorsprung erreicht hat. Gespielt wird übrigens an diversen Orten. Jeder dieser Umgebungen stammt aus dem Film und so werden wir die Koreanische Olympia-Halle genauso zu sehen bekommen, wie Fengs Turnierhalle. So bestreiten wir nun ein Match nach dem anderen, beweisen uns in den unterschiedlichen Spielarten, gewinnen diverse Pokale und schalten die versteckten Charaktere frei.

 

Technik:

Die Grafik ist nett, mehr aber auch nicht. Wir werden zum einen unterschiedliche Hintergründe erblicken, die leider nur wenige Details aufweisen. Hinzu kommen nett modellierte Figuren, die sich allerdings sehr steif bewegen. Hier hätte man um einiges mehr machen können. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer etwas monotonen Musik werden wir auch noch kleinere Ingamegeräusche zu hören bekommen. Diese klingen zwar nicht bombastisch, dennoch werden sie passend eingespielt. Die Steuerung ist leider ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist die Lenkung recht einfach ausgefallen. Wir spielen mit der Wii-Fernbedienung. Ist der Ball in Reichweite, so muss der Gamer diesen im richtigen Augenblick durch eine Bewegung treffen. Schwingt man zu früh oder zu spät, so trifft man den Ball nicht. Um einen Schlag nach links oder rechts auszuführen, schwingt man die Wii-Fernbedienung in die entsprechende Richtung. Will man einen Slam ausführen, so braucht man nur schnell nach unten zu ziehen. Bewegt man die Wii-Fernbedienung rasch nach oben, so spielt man einen Lob. Drall gibt man dann mit dem B-Knopf und der entsprechenden Richtung. Mit dem A-Knopf werden die Spezialschläge ausgeführt, wenn unsere Leiste gefüllt ist. Wer möchte, der darf seinen Gegner auch verspotten. Das geschieht während eines Ballwechsels mit dem Steuerkreuz. Das war es dann auch schon. Eigentlich alles recht einfach, allerdings sieht die Praxis ein wenig anders aus. Wirklich sicher kann man die diversen Schläge eigentlich nicht ausführen. Man trifft zwar ständig irgendwie den Ball, aber gewollte Aktionen klappen leider nur selten. Es kommt noch störend hinzu, dass die Kollisionsabfrage eher bescheiden ist. Hierdurch und durch das etwas träge Gameplay wird ein Match nicht sonderlich spannend rüber gebracht. Zumindest kann man bei der Kamera nicht meckern. Diese hat eigentlich alles im Blick und so werden die Duelle recht übersichtlich gezeigt. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich ebenfalls auf einem angenehmen Niveau. Wirklich schwer sind die Spiele - wenn man sich an die Steuerung gewöhnt hat - eigentlich nicht. Etwas bessere Spieler werden dann noch durch einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad angemessen gefordert. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch so einige Punkte bei der Technik die stören.

 

Fazit:

Balls of Fury ist leider nur ein mittelmäßiges Tischtennisspiel. Es sind zwar viele Spielarten vorhanden, grundsätzlich endet aber alles in den etwas drögen Tischtennispartien, die immer gleich ablaufen. Da helfen auch nicht die Spezialschläger weiter. Das größte Manko an dem Spiel ist allerdings, dass etwas träge und monotone Gameplay. Die Steuerung ist nicht vorbildlich und erst nach mehreren Matches bekommt man ein Gefühl dafür, wann man einen Ball schlagen muss. Hinzu kommt, dass wir unsere Schläge nicht wirklich sicher und präzise ausführen können. Wer also unbedingt das passende Spiel zum Film haben möchte, der darf ruhig bei Balls of Fury zuschlagen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Game, denn spielerisch gibt es doch so einige Kritikpunkte.

 

Features:

- Remote-Steuerung
- Basierend auf dem Originalfilm
- Freischaltbare Charaktere aus dem Film
- Multiplayer-Modus ist vorhanden

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Balls of Fury (Wii)

 
 Balls of Fury
EUR 49,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 65 %  
Sound: 62 %  
Bedienung: 56 %  
Singleplayer: 60 %  
Multiplayer: 64 %  
Spielspaß: 55 %  
Gesamtwertung:  60 %  


 

 

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