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Einleitung:
In den USA und England
begeistert die Sportfilm-Parodie Balls of Fury mit Christopher Walken viele
Kinofans. Bei uns wird der Film leider erst im Sommer in den
Lichtspielhäusern anlaufen. Damit wir die Wartezeit gut überbrücken können,
bringt ZOO Digital Publishing aktuell die lizenzierte Spiel-Umsetzung mit
dem gleichnamigen Titel auf den deutschen Markt. Erscheinen wird Balls of
Fury übrigens für Nintendo Wii und Nintendo DS. Wir konnten uns die die
fertige Wii-Version jetzt ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel nicht nur für
eisenharte Filmfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.
Zum Spiel:
In dem Film geht es um einen schusseligen Undercover-Spitzel, der an einem
Tischtennisturnier teilnehmen muss. Hier wird um Leben und Tod gespielt. Auf
die Story wollen wir jetzt nicht näher eingehen, denn diese wird auch im
Spiel nicht sonderlich gut erzählt. Hauptsächlich durch Bilder wird uns
diese etwas näher gebracht. Um es schon einmal vorwegzunehmen, Balls of Fury
ist grundsätzlich ein reinrassiges Tischtennissimulationsspiel. In diesem
müssen wir gegen diverse Charaktere aus dem Film antreten. Bevor wir
allerdings den Schläger schwingen, wollen wir erst einmal das Hauptmenü
besprechen. Hier findet Ihr die Bereiche Exhibition-Modus, Story-Modus,
Arcade-Modus, Turnier-Modus, Pokalraum und Optionen. Unter zu letzt
genannten Punkt kann man die obligatorischen Spieleinstellungen vornehmen.
Außerdem gönnt man uns ein paar Videos. Im Pokalraum werden zudem die
gewonnenen Pokale gezeigt, die man sich hier in aller Ruhe ansehen darf.
Kommen wir nun zu den eigentlichen Spielarten. Da wäre zum einen der Exhibition-Modus. Hier spielt man mit einer freigeschalteten Figur in einem
einzelnen Match gegen einen Computergegner oder Freund. Dabei dürfen wir die
Regeln individuell anpassen, um ganz nach unseren Vorstellungen ein Spiel zu
bestreiten. Viel interessanter ist natürlich der Story-Modus. Hier erlebt
der Gamer die eigentliche Story und tritt gegen die diversen Charaktere aus
dem Film an. Durch Zwischensequenzen und Bilder aus dem Film werden wir
zwischen den Matches immer wieder motiviert, das Spiel weiter zu spielen.
Wir spielen dabei als Randy Daytona, erst als Jugendlicher und dann als
Erwachsener. Durch unser weiterkommen, werden die Figuren für die anderen
Spielmodis übrigens freigeschaltet und daher sollte man diesen Modus recht
früh beginnen. Im Arcade-Modus spielt man dagegen mit einer Figur in einer
Reihe von Ausscheidungsmatches im Arcade-Stil gegen alle möglichen Gegner.
Wer gerne ein Turnier bestreiten möchte, kann dieses im gleichnamigen Modus
machen. Hier warten Turnierherausforderungen für vier oder acht Personen auf
Euch. Egal welche Spielart wir nun auswählen, irgendwann müssen wir uns am
Tisch beweisen.
Die einzelnen Matches werden durch kleine Sequenzen passen eingeleitet. Im
Anschluss erblicken wir den Tisch und unseren Gegner. Unsere eigene Figur
sehen wir während der Ballwechsel nicht. Nur unser Tischtennisschläger wird
eingeblendet, mit dem wir nun unser Können unter Beweis stellen. Das
Gameplay selber ist recht genretypisch. Den ankommenden Ball sollen wir mit
unserem Schläger mehr oder weniger gut über das Netz bringen. Anders wie bei
einer Simulation stehen uns dafür Spezialbewegungen zur Verfügung. Jede
Figur hat einen Power-Schlag und einen Power-Aufschlag. So gibt es zum
Beispiel einen Teleportierschlag für den Ball. Dieser verschwindet, wenn der
Ball über das Netz geht, und nach einer kurzen Zeit erscheint der Ball
wieder an einer anderen Stelle über dem Netz und geht in eine andere
Richtung. Der Feuerball dagegen lässt den Ball in Flammen aufgehen, wenn er
auf unseren Schläger prallt, und dann auf die andere Seite saust. Daneben
gibt es noch Looping oder Tornado-Schläge. Aktivieren wir vor einem
Aufschlag den Power-Aufschlag, so wird der Ball besonders stark bzw. für den
Gegner kompliziert angespielt. Es wird hier in vier Powertypen
unterschieden: Zickzack-, Schuss-, Stop-n-Go- und Rückwärtsdrall-Aufschlag.
Die Schläge können allerdings nur dann angewendet werden, wenn sich unsere
Poweranzeige gefüllt hat. Jeder der Figuren hat natürlich andere
Spezialschläge drauf und so laufen die Matches immer etwas unterschiedlich
ab. Gewinnen wir nun einen Ballwechsel, so erhält der Spieler einen Punkt.
Gewonnen hat der Spieler, der am Ende einen bestimmten Punktestand oder
Vorsprung
erreicht hat. Gespielt wird übrigens
an diversen Orten. Jeder dieser Umgebungen stammt aus dem Film und so werden
wir die Koreanische Olympia-Halle genauso zu sehen bekommen, wie Fengs
Turnierhalle. So bestreiten wir nun ein Match nach dem anderen, beweisen uns
in den unterschiedlichen Spielarten, gewinnen diverse Pokale und schalten
die versteckten Charaktere frei.
Technik:
Die Grafik ist nett, mehr aber auch nicht. Wir werden zum einen
unterschiedliche Hintergründe erblicken, die leider nur wenige Details
aufweisen. Hinzu kommen nett modellierte Figuren, die sich allerdings sehr
steif bewegen. Hier hätte man um einiges mehr machen können. Auf einem
ähnlichen Niveau bewegt sich der Sound. Neben einer etwas monotonen Musik
werden wir auch noch kleinere Ingamegeräusche zu hören bekommen. Diese
klingen zwar nicht bombastisch, dennoch werden sie passend eingespielt. Die
Steuerung ist leider ein zweischneidiges Schwert. Zum einen ist die Lenkung
recht einfach ausgefallen. Wir spielen mit der Wii-Fernbedienung. Ist der
Ball in Reichweite, so muss der Gamer diesen im richtigen Augenblick durch
eine Bewegung treffen. Schwingt man zu früh oder zu spät, so trifft man den
Ball nicht. Um einen Schlag nach links oder rechts auszuführen, schwingt man
die Wii-Fernbedienung in die entsprechende Richtung. Will man einen Slam ausführen,
so braucht man nur schnell nach unten zu ziehen. Bewegt man die Wii-Fernbedienung rasch nach oben, so spielt man einen Lob. Drall gibt man
dann mit dem B-Knopf und der entsprechenden Richtung. Mit dem A-Knopf werden
die Spezialschläge ausgeführt, wenn unsere Leiste gefüllt ist. Wer möchte,
der darf seinen Gegner auch verspotten. Das geschieht während eines
Ballwechsels mit dem Steuerkreuz. Das war es dann auch schon. Eigentlich
alles recht einfach, allerdings sieht die Praxis ein wenig anders aus.
Wirklich sicher kann man die diversen Schläge eigentlich nicht ausführen.
Man trifft zwar ständig irgendwie den Ball, aber gewollte Aktionen klappen
leider nur selten. Es kommt noch störend hinzu, dass die Kollisionsabfrage
eher bescheiden ist. Hierdurch und durch das etwas träge Gameplay wird ein
Match nicht sonderlich spannend rüber gebracht. Zumindest kann man bei der
Kamera nicht meckern. Diese hat eigentlich alles im Blick und so werden die
Duelle recht übersichtlich gezeigt. Der Schwierigkeitsgrad bewegt sich
ebenfalls auf einem angenehmen Niveau. Wirklich schwer sind die Spiele -
wenn man sich an die Steuerung gewöhnt hat - eigentlich nicht. Etwas bessere
Spieler werden dann noch durch einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad
angemessen gefordert. Fasst man nun alles zusammen, so gibt es doch so
einige Punkte bei der Technik die stören.
Fazit:
Balls of Fury ist leider nur ein mittelmäßiges Tischtennisspiel. Es sind
zwar viele Spielarten vorhanden, grundsätzlich endet aber alles in den etwas
drögen Tischtennispartien, die immer gleich ablaufen. Da helfen auch nicht
die Spezialschläger weiter. Das größte Manko an dem Spiel ist allerdings,
dass etwas träge und monotone Gameplay. Die Steuerung ist nicht vorbildlich
und erst nach mehreren Matches bekommt man ein Gefühl dafür, wann
man einen Ball schlagen muss. Hinzu kommt, dass wir unsere Schläge nicht
wirklich sicher und präzise ausführen können. Wer also unbedingt das
passende Spiel zum Film haben möchte, der darf ruhig bei Balls of Fury
zuschlagen. Erwartet allerdings nicht zu viel von dem Game, denn spielerisch
gibt es doch so einige Kritikpunkte.
Features:
- Remote-Steuerung
- Basierend auf dem Originalfilm
- Freischaltbare Charaktere aus dem Film
- Multiplayer-Modus ist vorhanden
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