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Einleitung:
Aktuell können sich
Rollenspielfans nicht beklagen. Fast monatlich kommt ein guter
Genrevertreter auf den deutschen Markt. Jetzt bringt auch Lighthouse
Interactive ein neues Spiel in den Handel. Es handelt sich dabei um das
Clockstone Software-Game Avencast: Rise of the Mage. Wir konnten das
3D-Action-Rollenspiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich nicht nur
eingefleischte Genrefans in der virtuellen Spielwelt wohl fühlen, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie bei solchen Spielen üblich, werden wir nicht grundlos in die unzähligen
Quests geschickt. In Avencast: Rise of the Mage schlüpfen wir in Haut eines
jungen Zauberlehrlings, der als Novize in die Zauberschule Avencast
aufgenommen wird. Im magischen Königreich von Aldgarth rissen Dämonen ein
Dimensionsportal auf und überfielen unsere Akademie. Jetzt ist eine
vergessene Dämonenarmee dabei, in unsere Welt einzufallen. Der Spieler soll
nun hinab in die Tiefen einer versunkenen Zivilisation steigen, gegen den
mächtigen Dämonenfürsten Morgath kämpfen und das Geheimnis unserer eigenen
Vergangenheit lüften. Dabei werden wir nebenbei bis zum Meistermagier
aufsteigen. Bevor es allerdings losgeht, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint
das obligatorische Hauptmenü mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel laden",
"Halle der Helden" und "Videos". Unter zu letzt genannten Punkt könnt Ihr
Euch die freigeschalteten Filme in aller Ruhe noch einmal ansehen.
Interessant ist auch die Halle der Helden. Hier findet Ihr die Helden, die
das Spiel gemeistert haben. Wer einen bestehenden Spielstand besitzt, darf
diesen dann unter Spiel laden aktivieren. Alle anderen müssen notgedrungen
ein neues Spiel starten. Nachdem Ihr einen Namen eingegeben habt, folgt ein
stimmungsvolles Intro. Dieses leitet das Spiel passend ein und so starten
wir recht motiviert in das Abenteuer. Allerdings müsst Ihr vorher noch die
Steuerungsart (Einfache Steuerung, Expertensteuerung oder Verfolgerkamera)
und den Schwierigkeitsgrad (leicht/mittel/schwer) bestimmen. Jetzt sind alle
Einstellungen erledigt und wir schlüpfen in die Haut des Zauberlehrlings. Es
folgt ein kleines Tutorial, das uns das Spiel und die Steuerung in kleinen
Schritten näher bringt. Das ist auch notwenig, denn die Spielsteuerung ist
ein wenig gewohnheitsbedürftig. Gesteuert wird grundlegend mit der Tastatur.
Mit der Maus lenken wir den Cursor, der im Kampf die Gegner anvisiert.
Anders wie bei normalen Hack'n'Slay-Spielen müssen wir jetzt nicht einfach
auf die Maustasten hämmern. Vielmehr aktivieren wir mit der linken Taste
unsere Schlagkombos und mit der rechten die Magieangriffe. Jedem
Zauberspruch wurde außerdem eine Tastenkombination spendiert, die man im
Kampf in Verbindung mit Bewegungen aktiviert. Wer mag, darf übrigens die
Belegung frei wählen und so seinen Bedürfnissen anpassen. Unser Charakter
kann sich außerdem zur Seite abrollen, um z.B. gegnerischen Geschossen
auszuweichen. Hierdurch ergeben sich recht anspruchsvolle Kämpfe.
Durch gewonnene Auseinandersetzungen erhält unser Held dann obligatorische
Erfahrungspunkte. Nach einer gewissen Anzahl folgen die bekannten
Levelaufstiege, die uns Steigerungspunkte einbringen. Diese darf der Spieler
nun in Zauber aus dem reichhaltigen Zauberbaum oder in Charakterattribute
investieren. Die Zauber selber werden übrigens in drei unterschiedliche
Arten unterteilt: Blutmagien beziehen sich auf die Nahkampfattacken.
Seelenmagien dagegen sind grundlegend Fernangriffe. Nett sind auch die
Beschwörungsmagien, wodurch Ihr Kreaturen rufen könnt. Diese unterstützen
uns im Kampf gegen böse Monster. Bei der Gegnervielfalt hat sich der
Hersteller ebenfalls ins Zeug gelegt. Unzählige Monster und Kreaturen warten
nur darauf, von uns besiegt zu werden. Dabei hat jeder Feind andere Stärken
und Schwächen, die wir gekonnt ausnutzen sollten. Gehen wir gegen bestimmte
Gegner geschickt vor, sind diese schnell erledigt. Wir müssen natürlich noch
viel mehr machen, wie nur kämpfen - auch wenn das ein grundlegendes
Aufgabenfeld darstellt. Immer wieder trifft unser Held freundlich gesinnte
Charaktere. Bei den Dialogen werden uns oftmals mehrere Antworten angeboten
und so kann der Gamer die Gespräche gut beeinflussen. Durch die diversen
Unterhaltungen bekommen wir dann die genretypischen Quests, die in unserem
Questbuch eingetragen werden. Eine kleine Karte zeigt uns außerdem immer gut
an, wo sich unser nächstes Ziel befindet. Das war selbstverständlich noch
nicht alles. In dem Spiel müsst Ihr auch viele adventuretypische Rätsel
lösen. Diese haben es zum Teil in sich und so kommen die kleinen grauen
Gehirnzellen oftmals in Wallung. Außerdem gönnt man Rollenspielfans gut 100
kombinierbare Ausrüstungsgegenstände. So agieren wir nun in der virtuellen
Spielwelt, reden mit diversen Charakteren, erledigen unzählige Quests, lösen
knifflige Rätsel, kämpfen gegen eine Vielzahl von unterschiedlichen Gegnern
und folgen der recht ansprechenden Story.
Technik:
Avencast: Rise of the Mage hat eine ganz ordentliche Grafik, auch wenn diese
einen nicht vom Hocker haut. Wir agieren in vielen phantasievollen
Umgebungen, die unzählige Details zeigen. Düstere Höhlen sind genauso
vorhanden, wie nette Innenräume. Hinzu kommen viele Effekte und kleinere
Licht- und Schattenspiele. Vor allem bei den Kämpfen wird teilweise ein
kleines Grafikfeuerwerk abgefeuert. Allerdings braucht Ihr Euch jetzt keine
Hoffnungen zu machen, weite Ebenen oder ähnliches zu sehen. Wir agieren
meistens in eher überschaubaren Arealen. Etwas schade ist auch, dass der
Hersteller keine besseren Texturen verwendet hat. Diese sehen oftmals
matschig aus. Zumindest entschädigt man uns mit nett modellierten und
animierten Figuren. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlichen Niveau. Neben
einer stimmungsvollen Musik, werden wir auch passend eingespielten Ingamegeräuschen
lauschen. Hinzu kommen dann noch deutsche Synchronsprecher. Diese klingen
zwar etwas blechern, dennoch machen sie ihre Arbeit recht gut. Die Steuerung
ist wie oben schon erwähnt gewohnheitsbedürftig. Sie wirkt auf den ersten
Blick sehr kompliziert. Allerdings geht diese nach erstaunlich kurzer Zeit
in Fleisch und Blut über. Außerdem erkennt man bei den Kämpfen schnell, das
die Lenkung diverse Vorteile mit sich bringt. Wer die vorgegebene Steuerung nicht mag,
darf übrigens auch die Tastenbelegung frei konfigurieren. Hinzu kommt, dass
uns gleich 3 verschiedene Steuerungsmodi angeboten werden. Somit dürfte für
jeden eine passende dabei sein. Die Kamera hat ebenfalls alles im Blick. Wir
können diese frei drehen und so immer einen optimalen Blickwinkel
einstellen. Einzig bei Kämpfen kann es - durch das ewige nachregeln - etwas hektisch werden. Die
KI der Gegner ist erfreulich gut. Sie reagieren immer wieder anders und so
laufen die Kämpfe viel spannender ab, wie in anderen Rollenspielen. Der
Schwierigkeitsgrad bewegt sich ebenfalls auf einem guten Niveau. Durch drei
angebotene Stufen wird jeder Gamer eine angemessene Herausforderung finden.
Fasst man nun alles zusammen, so kann man zufrieden mit der technischen
Seite sein.
Fazit:
Wir müssen wirklich eingestehen, das uns Avencast: Rise of the Mage positiv
überrascht hat. Das liegt jetzt nicht nur an der netten aber auch etwas
dürftigen Grafik oder der ansprechenden Story. Vielmehr die Mischung aus
Rollenspiel- und Adventure-Elementen und das anspruchsvolle Kampfsystem
haben uns schlussendlich von dem Spiel überzeugt. Es macht richtig viel Spaß
die Fähigkeiten des Charakters auszubauen und gestellte Aufgaben zu lösen.
Allerdings muss man erst einmal ein paar Stunden Spielzeit investieren, um
in hektischen Situationen mit der etwas anderen Steuerung zurecht zu kommen.
Ist man allerdings zu späteren Zeitpunkten hinter das System gestiegen, so
erkennt man doch die vorhandenen Vorzüge. Rollenspielfetischisten werden
natürlich bemängeln, dass nicht mehrere Charaktere zur Auswahl stehen. Auch
die etwas eingeschränkten Charakterentwicklungs-möglichkeiten sind nicht der
Knaller. Wir sehen das allerdings nicht als allzu schlimm an, denn durch die
vorhandenen Features werden Gamer mehr als anständig entschädigt. Wer also
Rollenspiele und Adventureaufgaben mag, der darf ruhig bei diesem Spiel
zuschlagen. Uns hat Avencast: Rise of the Mage gut gefallen und daher können
wir das RPG allen Genrefans ans Herz legen.
Features:
- Herausforderndes Gameplay: Das Kampfsystem in Avencast garantiert
Rollenspielvergnügen der erfrischend dynamischen Art! Über das
Tasten-Maus-Kombinationssystem hast du dein ganzes Arsenal gepfefferter
Kampfzauber allzeit griffbereit, ohne vor jedem Kampf erst umständlich
ausrüsten zu müssen.
- Zahllose keineswegs zahnlose Monster warten geradezu nur darauf, dir in
actiongeladenen Kämpfen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten und
Strategien den Garaus zu machen. Nimmst du die Herausforderung an?
- Rüste und trainiere deinen Helden zum gepanzerten Blutmagier, zum
energiegeladenen Seelenmagier oder zum turbulenten Allrounder. Finde und
erbeute seltene, herausragende und magische Rüstungen auf deinem
schicksalhaften Weg durch Raum und Zeit!
- Tauche ein in eine liebevoll gestaltete 3D-Welt, in der begeisternde
Spezialeffekte und atmöspharische Soft-Shadows ein Licht- und
Farbenspektakel bieten, vor allem, wenn du als Meistermagier eine Kostprobe
deiner gefürchteten Kampfkünste zum Besten gibst.
- Erlebe eine abwechslungsreiche Story, die in der bezaubernden und
humorvollen Welt der Avencastschüler beginnt, doch schon bald zur spannenden
Reise durch Raum und Zeit wird und mit einigen Überraschungen aufwartet.
- Avencast beschert dir ein sehr facettenreiches Spielvergnügen, bei dem
sich temporeiche Kämpfe mit kniffligen Rätseln und originellen Quests zu
einer abwechslungsreichen Mischung aus Martial Arts und Hirntraining
vereinen.
- 3 verschiedene Steuerungsmodi, 3 Schwierigkeitsgrade, 2 Magiebäume
inklusive magischer Kreaturen, die du zur Kampfunterstützung für taktische
Züge herbeibeschwören kannst, bieten Gestaltungsmöglichkeiten und
Spielherausforderung, die eine Vielzahl von Gamern zu Wiederholungstätern
werden lässt.
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