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Einleitung:
Viele werden bestimmt die
Zeichentrickserie Avatar auf Nickelodeon kennen. Diese startete
recht erfolgreich vor gut
einem Jahr. Jetzt kommt das passende Spiel über THQ auf
den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das Action-Adventure Avatar:
Der Herr der Elemente. Neben den Handheldversionen für Sony´s PSP, Nintendos
GBA und DS erscheint das Game auch für PC, Playstation 2 und Nintendo Wii.
Wir konnten uns jetzt die fertigen PS2- und Wii-Versionen näher ansehen. Ob
sich das Spiel für Fans der Zeichentrickvorlage lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Avatar: Der Herr der Elemente kommt selbstverständlich nicht ohne eine
passende Story aus. In einem anderen Zeitalter verteilt sich die Macht auf
vier große Nationen: Wasser, Erde, Feuer und Luft. Die Anführer jeder Nation
verfügen über die Fähigkeit, ihr jeweiliges Element manipulieren zu können.
Er ist der Avatar, die menschliche Brücke zwischen den spirituellen und den
physischen Welten. Er muss die Ordnung in der Welt aufrechterhalten. Nach
dem Tod des letzten Avatars zettelte der Anführer der Feuernation einen
globalen Krieg an. Sein Ziel war es, die Wasser-, Erde- und Luftnationen
auszulöschen, um mit seiner Nation in Ewigkeit allein zu herrschen. Gerade,
als die Feuernation im Begriff war, die Welt zu dominieren, machte das
kleine Mädchen Katara und ihr Bruder Sokka eine erstaunliche Entdeckung:
Aang, ein zwölfjähriger Luftbändiger hat in einem Eisberg eingeschlossen auf
wundersame Weise 100 Jahre überlebt. Der Spieler begleitet nun Aang, Katara,
Sokka, Appa und Momo auf einem großen Abenteuer, das zu einer Bedrohung
führt, die sogar noch größer ist als die durch die Feuernation. Bevor wir
allerdings in das Spiel starten, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Bei beiden Versionen wird nach dem Spielstart ein Menü erscheinen,
in dem wir ein neues Spiel beginnen oder ein schon bestehendes laden können.
Anschließend folgt das Hauptmenü mit den Punkten Spielen, Optionen und
Extras. Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten
Einstellungen vornehmen. Nette Extras finden wir dann noch unter
gleichnamigen Menüpunkt. Hier darf der Akteur freigeschaltete Sachen ansehen
oder Codes eingeben. Nachdem wir am Anfang das Spiel gestartet haben, wird
erst einmal ein kleines einführendes Intro inkl. deutscher Sprachausgabe
gezeigt. So eingestimmt kann das Abenteuer endlich beginnen. Wir erblicken
nun den Spielbildschirm. Jeder Charakter unseres Teams wird auf dem
Bildschirm in einer Liste angezeigt. Jede Figur hat dabei eine Lebensanzeige
und einen Chi-Balken. Zwischen den einzelnen Spielfiguren kann der Spieler
natürlich wechseln. Das macht oft Sinn, denn jeder hat andere Fähigkeiten
und Kampfstile. Dazu später aber mehr. Hinzu kommt eine nützliche Minikarte,
die uns einen Überblick über die Umgebung verschafft. Leute, die Aufgaben zu
vergeben haben, erscheinen z.B. als blaue Punkte. Leute oder Orte, die
interessant sind, wenn man Aufgaben lösen möchte, werden als grüne Punkte
dargestellt. Hinzu kommen Händler (goldene) und Feinde (rote Punkte).
Erhalten wir eine Aufgabe, so führen uns Pfeile am Rand der Minikarte zu den
Leuten, mit denen wir sprechen müssen, und zu Orten, die man besuchen
sollte. Ihr seht schon, dass wir recht gut durch das Spiel geführt werden.
Treffen wir auf andere Charaktere, so kann unsere Spielfigur mit diesen
sprechen. Über Auswahlantworten darf man die Gespräche selbstverständlich
beeinflussen. Im Anschluss geht es mit unserem Spielcharakter weiter. Beim
erforschen der Levels trefft Ihr obligatorische Gegner, gegen die Ihr
kämpfen müsst. Wir können zum einen einfache Grundangriffe ausführen oder
einen Angriff abwehren. Hinzu kommen fortschrittliche Angriffe und
Superübungen. Unsere Spielfigur hat übrigens eine Charakterstufe und durch
besiegen von Gegnern, erledigen von Aufgaben und Sammeln von Gegenstände
erhält man Erfahrungspunkte. Erreicht unser EP-Wert einen bestimmten Wert,
so sind Aufstiege möglich. Hierdurch werden wir noch mächtiger und bekommen
neue Übungen. Für diese fortgeschritten Aktionen benötigt man Chi, das sich
erst nach einer gewissen Zeit regeneriert. Wir können also nicht wahllos
mächtige Angriffe einsetzen. Im Spiel finden wir außerdem nützliche
Gegenstände. Diese liegen entweder in der Gegend herum oder werden von
besiegten Feinden fallen gelassen. Sammeln wir Items auf, werden die Objekte
in unser Gepäck verstaut. Händler gibt es selbstverständlich auch in jedem
Level. Bei ihnen kann der Spieler überflüssige Objekte verkaufen und
nützliche Gegenstände kaufen. Jedes Objekt hat dabei ganz eigene Attribute
wie Gesundheit, Chi, Rüstung, Leben, Konzentration, Beweglichkeit oder
Stärke und verbessert den Träger auf bestimmte Weise. In den Dörfern und
Städten der Acatar-Welt findet man auch Handwerker und Kräuterhexen. Neben
Handeln fertigen sie außerdem neue Dinge für uns an, wenn wir die
passenden Materialien haben. An einigen Stellen im Spiel müsst Ihr dann noch
Konzentrationsübungen durchführen, um Rätsel zu lösen. Das war
selbstverständlich noch nicht alles. Unser Team kann sich außerdem noch
tarnen um an Gegnern vorbei zu schleichen. Der kleine Begleiter Momo darf in
bestimmten Situationen auch eingesetzt werden. Momo hört und sieht die Welt
anders als der Rest des Teams, und wenn wir Glück haben, findet er ein paar
besondere Gegenstände. Daneben gibt es noch das Minispiel "Vier Nationen".
Wir können dieses Brettspiel spielen um besondere Gegenstände zu gewinnen.
Ihr sehr schon, dass es viele unterschiedliche Handlungen in dem Spiel gibt
und so werden wir eigentlich immer etwas zu tun bekommen. Der Spieler
durchsucht nun mit seinen Figuren die virtuelle Welt, nimmt Aufträge an,
löst Rätsel, baut seine Charaktere immer weiter auf und führen einen Kampf
nach dem anderen.
Technik:
Die technische Seite ist bei beiden Versionen in Ordnung. Zum einen werden
wir eine virtuelle Welt erblicken, die immer wieder anders aussieht. Vor
allem die Städte kommen mit den vielen Gebäuden nett rüber. Allerdings ist
nicht alles toll. Viele Bereiche wirken ein wenig karg und die Texturen
hätten auch schärfer sein können. Daneben gibt es noch nett
modellierte und animierte Charaktere. Hinzu kommen viele ansprechbare
Personen und unterschiedliche Gegner. Auf einem ähnlichen Niveau bewegt sich
der Sound. Neben einer stimmungsvollen Musik werden wir auch vielen Ingamegeräuschen
lauschen. Hinzu kommen gute deutsche Sprecher, die
ihre Arbeit professionell machen. Nett ist auch, dass wir beim laufen, vereinzelt Sätze
von Passanten hören. Wirklich lebendig wirkt die Welt aber
dennoch nicht. Dazu bewegt sich in den Abschnitten einfach zu wenig. Bis auf
handlungsrelevante Personen und Gegnern werden wir kein anderes Lebewesen
erblicken. Die Kamera selber enttäuscht ebenfalls. Uns wird eine feste
Ansicht angeboten, die wir nicht ändern können. Einzig die Zoomstufe darf
der Spieler anpassen. Die dadurch mangelnde Übersicht wirkt sich leider
negativ auf das Gameplay aus. Mit der Steuerung kommt man bei beiden
Versionen gut klar. Egal ob bei der Playstation 2 oder Wii, zu jeder Zeit
lenken wir unseren spielbaren Charakter sicher durch die Levels. Störend ist
allerdings, dass wir nicht springen können. Der Spieler muss immer den
vorgegebenen Wegen folgen und so kann man keine sinnvollen Abkürzungen
nehmen. Zumindest reagieren unsere Figuren sehr direkt auf unsere Anweisung.
Selbst die Aktionen mit dem Nunchuk und der Fernbedienung klappt ordentlich.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass dieses Feature nur grundlegend rein
genommen wurde. Extra abgestimmt wurde das Spiel auf diese Steuerung nicht
und so bleiben insgesamt doch ein paar Wünsche offen. Sehr leicht ist auch
der Einstieg. Dank eines einführenden Tutorial wird uns das Spiel und
die Steuerung in kleinen Schritten gut erklärt. So kann man sofort in das
Spielgeschehen starten. Die KI der Gegner ist mal wieder äußerst mager.
Wirklich intelligent verhalten sie sich leider nicht. Grundlegend stürmen
sie einfach auf uns zu und so sind sie kaum ein wirkliches Problem. Selbst
stärkere Gegner fordern uns nicht. Fasst man nun alles zusammen, so kann die
Technik - trotz diverser Kritikpunkte - grundlegend überzeugen. Sie ist
solide und passt zum Spiel … mehr aber auch nicht.
Fazit:
Avatar: Der Herr der Elemente ist ein solides Action-Adventure, das auf
beiden Konsolen ansprechend gespielt werden kann. Die Steuerungen
funktioniert bei beiden Spielen recht gut. Habt Ihr die Wahl, so würden wir
natürlich die Wii-Version bevorzugen. Durch die konsolentypische Steuerung
kommt zumindest ein wenig Action in den Kämpfen auf. Diese sind ansonsten
eher unspektakulär. Trotz unterschiedlicher Charaktereigenschaft laufen die
Fights recht gleich ab und so verkommen die Auseinandersetzungen zu einem notwenigen Übel.
Zumindest muss man dem Spiel zugestehen, dass es noch mehr zu bieten hat.
Wir agieren zum einen in vielen unterschiedlichen Umgebungen und Orten.
Diese sind allerdings sehr linear aufgebaut und so folgen wir immer
vorgegebenen Wegen. Zu entdecken gibt es dennoch reichlich und dank
unterschiedlicher Aufgaben und einer netten Story werden wir ansprechend
durch das Spiel geführt. Da wir aber ansonsten nur bekannte Kost vorgesetzt
bekommen, kommt Avatar: Der Herr der Elemente nicht über ein mittelklassiges
Spiel hinaus. Wirklich empfehlen kann man das Spiel also nur den Fans der
Zeichentrickvorlage. Alle anderen dürften wohl von dem recht einfachen Gameplay abgeschreckt
werden.
Features:
- Tolle Kung-Fu-Kämpfe!
- Individuell veränderbare und erweiterungsfähige magische Kräfte!
- Umfangreiches Adventure - die gesamte Welt von Avatar mit den ´Großen
Nationen` kann durchquert werden!
- Umgebungen und Charaktere aus der TV-Serie - sowie völlig neue, noch nie
zuvor gesehene Gegner und Kreaturen!
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