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Einleitung:
Anfang 2006 startete auf
Nickelodeon recht erfolgreich die TV-Serie Avatar. Passend dazu kommt jetzt
ein Spiel auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei um das
Action-Adventure Avatar: Der Herr der Elemente. Dieses wird übrigens für
Nintendo Wii, Nintendo DS, Game Boy Advance, PC, Sony PSP und PlayStation 2
erscheinen. Wir konnten uns die fertige GBA-Version ausgiebig ansehen. Ob
sich das neuste THQ-Spiel nicht nur für Fans der Zeichentrickvorlage lohnt,
erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Genretypisch kommt so ein Spiel nicht ohne eine passende Story aus. In einem
anderen Zeitalter verteilt sich die Macht auf vier große Nationen: Wasser,
Erde, Feuer und Luft. Die Anführer jeder Nation verfügen über die Fähigkeit,
ihr jeweiliges Element manipulieren zu können. Er ist der Avatar, die
menschliche Brücke zwischen den spirituellen und den physischen Welten. Er
muss die Ordnung in der Welt aufrechterhalten. Nach dem Tod des letzten
Avatars zettelte der Anführer der Feuernation einen globalen Krieg an. Sein
Ziel war es, die Wasser-, Erde- und Luftnationen auszulöschen, um mit seiner
Nation in Ewigkeit allein zu herrschen. Gerade, als die Feuernation im
Begriff war, die Welt zu dominieren, machte das kleine Mädchen Katara und
ihr Bruder Sokka eine erstaunliche Entdeckung: Aang, ein zwölfjähriger
Luftbändiger hat in einem Eisberg eingeschlossen auf wundersame Weise 100
Jahre überlebt. Wir übernehmen nun die Steuerung über Aang, Katara und Sokka.
Das Spiel fängt da an, wo die Fernsehserie beim nördlichen Wasservolk
aufhört. Jedes Kapitel bringt die Charaktere an einen neuen Ort, und jeder
dieser Orte ist einzigartig. Das Trio begibt sich auf ein Abenteuer, um neue
Landschaften zu erkunden, Feinde zu bekämpfen, Freunde zu finden und das
Mysterium der Maschinen des Schöpfers. Im Spiel angekommen, erblickt der
Spieler den Spielbildschirm. Hier werden wir unter anderem die drei Symbole
der Hauptcharaktere Aang, Katara und Sokka inkl. deren Lebensleiste und
Chi-Werte sehen. Der jeweils aktive Charakter wird dabei kenntlich gemacht
und so kann man die jeweiligen Werte gut auseinander halten. Wir spielen nun
mit einer Figur, die wir frei bestimmen können. Um diese zu wechseln braucht
man nur bestimmte Tasten zu drücken. Jede Spielfigur hat natürlich eigene
Eigenschaften. Aang kann z.B. Luftangriffe, Hochsprung und Luftschlag
ansetzen. Außerdem darf er an Lüftungsschächten Luft hineinpusten. Sokka
dagegen wirft einen Rang, Bomben oder schwingt eine Keule. Er hat auch die
Fähigkeit Hebel zu aktivieren. Katara nutzt die Wasserpeitsche und sie kann
neben heilen auch noch Wasser umverteilen oder durch Wasserfonteinen gehen.
Außerdem soll man mit ihr an Wasserströmen Eisbrücken erstellen. Ihr sehr
schon, dass jeder Charakter spezielle Fähigkeiten besitzt, die wir passend im
Spiel einsetzen sollen. Bestimmte Feinde reagieren außerdem empfindlich auf
personenspezifische Angriffe. Durch herumexperimentieren finden wir schnell
heraus, mit welcher Spielfigur wir am besten gegen einen Feind kämpfen
können. Das war natürlich noch nicht alles. Interaktionsmöglichkeiten gibt
es daneben auch noch. In jedem Kapitel gibt es verschiedene Charaktere, die
uns mit weiteren Informationen zur Geschichte versorgen. Neben den
Gesprächen werden wir in den Levels auch viele rätselhafte Kisten finden.
Diese soll der Spieler in die richtige Reihenfolge bringen. Nette
Gegenstände finden wir dann auch noch. Da wären z.B. die Speichersteine,
Schalter, Druckschalter oder Truhen. In diesen befinden sich nützliche
Schriftrollen, die verschiedene Manöver freischalten. So durchsuchen wir
jeden Abschnitt nach hilfreichen Objekten, führen viele Gespräche, lösen ein
Rätsel nach dem anderen und kämpfen gegen eine Vielzahl von Gegnern.
Technik:
Grundlegend kann man mit der technischen Seite von Avatar: Der Herr der
Elemente zufrieden sein. Da wäre zum einen die Grafik. Für Gameboy
Advance-Verhältnisse wird eine ganz ansprechende Optik gezeigt. Klar haut
diese einen nicht gerade vom Hocker. Allerdings werden wir viele
unterschiedliche Levels erblicken. Es wäre natürlich nett gewesen, wenn der
Entwickler mehr Details bzw. Objekte eingebaut hätte. Allerdings wird man auch so immer wieder
etwas Neues entdecken. Die Charaktere selber wurden nett modelliert. Wir
werden außerdem noch viele unterschiedliche Gegner zu sehen bekommen. Toll
sehen dann noch die gut gemachten Textfenster aus, die passend die Story
vermitteln. Etwas magerer sind die Animationen. Alle Figuren bewegen sich
recht hölzern durch die Levels. Der Sound ist ebenfalls ein wenig dürftig.
Wir werden immer wieder den gleichen Ingamegeräuschen lauschen. Hinzu kommt
eine Musik, die zum Spiel passt. Wirklich stimmungsvoll ist diese
aber nicht. Mit der Steuerung wird jeder schnell klar kommen. Jeder
Charakter lässt sich gut lenken und alle Aktionen kann man sicher ausführen.
Etwas meckern kann man dann noch über die KI. Computergesteuerte Gegner
verhalten sich nur selten intelligent und so werden wir kaum gute Aktionen
von ihnen sehen. Fasst man nun alles zusammen, so macht die Technik einen
soliden aber auch unspektakulären Eindruck.
Fazit:
Avatar: Der Herr der Elemente ist ein nettes Action-Adventurespiel für
Nintendos GBA. Das Spiel revolutioniert zwar nicht das Genre, dennoch kann
es für viele Stunden an den Handheld fesseln. Das liegt vor allem daran,
dass wir immer andere Aufgaben erledigen sollen. Kleine Rätsel sind genauso
vorhanden, wie ausgiebige Erkundungstouren, Gespräche oder ausschweifende
Kämpfe. Diese laufen allerdings eher langweilig ab, denn die Gegner zeigen
kaum gute Aktionen. Hierdurch ergibt sich auch ein relativ leichter
Schwierigkeitsgrad. Da das Spiel allerdings das jüngere Publikum ansprechen
soll, kann man damit gut leben. Etwas enttäuscht hat uns auch die Story.
Hier hätte man ruhig mehr rausholen können. Zumindest sind aber bekannte
Charaktere aus der Vorlage vorhanden. Wer also gerne das passende Spiel zur
Zeichentrickserie auf seinem Gameboy Advance spielen möchte, kann dieses
jetzt endlich machen. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr für
ein paar Stunden gut unterhalten.
Features:
- Tolle Kung-Fu-Kämpfe!
- Individuell veränderbare und erweiterungsfähige magische Kräfte!
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