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Attack on Pearl Harbor - Review (PC)

Wertung:
82 %

Einleitung:

Atari bringt mit Attack on Pearl Harbor ein weiteres WWII-Kriegsspiel auf den deutschen Markt. Bei dem Game handelt es sich um ein actionreiches Flugkampfspiel. Auf amerikanischer oder japanischer Seite dürft Ihr bedeutende Schlachten des 2. Weltkriegs nachspielen. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von Legendo. Schon beim Kauf können sich Spieler freuen, denn das Game kostet noch nicht einmal 30 Euro. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung für angehende Kriegshelden lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Wie üblich werden wir nicht grundlos in den Krieg geschickt. Eine der bekanntesten Schlachten des 2. Weltkriegs fand am 7. Dezember 1941 statt. Die Japaner greifen die US-Militärbasis Pearl Harbor aus der Luft an. Dieser Angriff bedeutete den Anfang des Krieges zwischen Amerika und Japan. Genau hier ist auch das neuste Atari-Spiel mit dem Titel Attack on Pearl Harbor angesiedelt. Als US Leutnant Douglas Knox oder als japanischer Flieger Zenji Yamada durchleben wir die Geschichte am eigenen Leib. Allerdings werden wir nicht nur die Schlacht um Pearl Harbor miterleben. Viele weitere historische Schlachten wie z.B. der Kampf um Midway warten auf uns. Bevor wir allerdings ein Flugzeug besteigen und uns für die amerikanische oder die japanische Seite entscheiden, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier kann sich der Akteur zwischen den beiden Spielarten Einzelspieler und Mehrspieler entscheiden. Wollt Ihr lieber gegen menschliche Spieler in den Kampf ziehen, so bietet sich letzterer Punkt an. Über das Internet oder LAN könnt Ihr heiße Gefechte gegen Freunde austragen. Die meisten werden sich am Anfang natürlich auf den Singleplayermodus stürzen. Nachdem Ihr diesen angewählt habt, könnt Ihr eine Kampagne neu starten, eine bestehende weiterspielen oder einen Nahkampf bestreiten. Letzterer ist nicht anderes, wie ein schnelles Spiel. Selbstverständlich dürft Ihr hier alles frei einstellen. Vom Missionsziel, über das Flugzeug bis hin zur Tageszeit darf der Spieler alles beeinflussen und so ein komplett individuelles Game starten. Dieser Modus bietet sich natürlich vorzüglich an, um sein Können zu verfeinern oder das Spiel richtig kennen zu lernen. Das Herzstück von Attack on Pearl Harbor ist ohne Zweifel der Kampagnenmodus. Gleich zwei werden hier angeboten: Amerikanische oder japanische Seite. Jede schildert die Schlachten aus einer anderen Perspektive und so müssen wir mal Stützpunkte angreifen oder diese verteidigen. Die einzelnen Missionen werden selbstverständlich passend eingeleitet. Über kleine Comiczeichnungen inkl. englischer Sprachausgabe und deutschen Texten wird die Story erzählt und so wird der Spieler niemals grundlos in eine Schlacht geschickt. Sobald Ihr eine Kampagne gewählt habt, tretet Ihr vor den Kriegsrat Eures Landes. Hier kann man zum einen seine Medaillen ansehen oder eine Mission beginnen. Nachdem wir dann eine Mission angewählt und ein Flugzeug bestimmt haben, kann das Abenteuer endlich beginnen. Erwähnen muss man natürlich noch, dass nur bestimmte Flugzeuge zur Auswahl stehen. Jeder Flieger hat andere Fähigkeiten und so sollte man die Maschinen mit bedacht auswählen.

Die Missionsziele können breit gefächert sein. Von Torpedo-Angriffen auf feindliche Schiffe bis hin zum Schutz verbündeter Bomber ist alles vorhanden und so werden wir immer etwas anderes zu tun bekommen. In einer Mission angekommen, erblickt der Spieler sein Flugzeug, das er nun frei steuern muss. Diverse Ansichten helfen uns dabei, den Überblick nicht zu verlieren. Neben unserer Maschine erblicken wir allerdings noch mehr. Da wäre zum einen der Waffenstatus, der uns darüber informiert, ob eine Waffe wieder einsatzbereit ist. Eine Nachrichtenleiste informiert uns außerdem darüber, was gerade in der Schlacht passiert und welche Ziele wir als nächstes auslöschen sollten. Nützlich ist auch das Radar. Hier sehen wir verschiedene Symbole. Feindliche Maschinen werden genauso angezeigt, wie verbündete Flugzeuge oder Verbündete die es zu verteidigen gilt. Hinzu kommen Bodenziele oder Zweitziele. Eine Temperaturanzeige vom Maschinengewehr gibt außerdem Auskunft darüber, ob wir unsere Waffe durch Dauerfeuer überhitzen. Lebensnotwenig ist auch die Schadensanzeige. Ist diese auf Null, so stürzt unsere Maschine ab und wir haben die Mission verloren. Als letztes gibt es dann noch eine Fluggeschwindigkeitsanzeige, die Aufschluss darüber gibt, wie schnell wir gerade unterwegs sind. Die Geschwindigkeit des Flugzeugs kann der Pilot selbstverständlich beeinflussen. Das macht auch Sinn, denn nicht jede Maschine am Himmel ist so schnell wie unsere. Außerdem kann man Ziele leichter anvisieren, wenn man ein wenig sein Motor drosselt. Neben unseren Schub können wir noch mehr beeinflussen. Das Flugzeug selber lässt sich etwas träge aber dafür zielsicher manövrieren. Mit unserem Zielkreuz nehmen wir dann feindliche Maschinen oder Bodenziele ins Visier. Haben wir einen Feind erfasst, kann man entweder mit seinem Maschinengewehr feuern oder je nach Flugzeugtyp Bomben, Raketen oder Torpedos abwerfen. Ein Einsatz läuft dann in mehreren Schritten ab. Ist eine feindliche Welle erledigt, kommt gleich die nächste angeschossen. Wirklich lang dauern die Missionen aber nicht. Meistens haben wir alle Ziele in gut 10 Minuten ausgeschaltet. Da es insgesamt gut 40 Missionen gibt, kann man sehr gut mit dem Umfang leben. Nach jedem Einsatz werden Statistiken, Medaillen und neu hinzugewonnene Flugzeuge angezeigt. Außerdem erscheint ein Stempel, der uns darüber informiert, ob wir eine Mission erfolgreich nach Hause geflogen haben oder gescheitert sind. Anhand gewonnener Erfahrungspunkte erhalten wir dann noch Beurteilungen. Je nach Erfahrungspunktestand folgen nun Beförderungen. Im Anschluss kann es zum nächsten Einsatz gehen.

 

Technik:

Die Grafik ist eigentlich ganz ordentlich. Wir werden zwar kein Meilenstein der Videospielgeschichte zu sehen bekommen, aber das stört nur wenig. Der Hersteller hat es verstanden auch mit einfachen Mitteln eine zeitgemäße Optik auf den Bildschirm zu zaubern. Vor allem die Flugzeuge können überzeugen. Nicht viel schlechter sehen die Effekte und Explosionen aus. Daneben werden wir auch große Karten erblicken, die allerdings nicht immer hübsch wirken. Viele Bodenobjekte kommen ein wenig klobig rüber und auch das Inseldesign hätte etwas üppiger ausfallen können. Allerdings muss man erwähnen, dass dieses Spiel auch auf nicht ganz so starken Rechnern problemlos läuft. Wirklich gut hat uns der Sound gefallen. Die Flugzeuge klingen genauso realistisch wie die Waffen. Daneben lauschen wir noch englischen Synchronsprechern und einer stimmungsvollen Musik. Die Steuerung ist eigentlich kinderleicht. Die Flugzeuge reagieren sehr direkt auf unsere Anweisungen und so werden selbst Genreneulinge schnell mit dem Spiel klar kommen. Unterstützt wird übrigens neben Maus und Tastatur auch ein Controller. Mit letzteren lässt sich eine Maschine zwar etwas unpräziser lenken, dennoch macht das Spiel auch damit sehr viel Spaß. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ ausgewogen. Da mehrere Stufen angeboten werden, wird jeder eine passende Herausforderung finden. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Spiel insgesamt technisch überzeugen.

 

Fazit:

Attack on Pearl Harbor ist ein wirklich spaßiges Flugkampfspiel. Wer jetzt allerdings eine Simulation erwartet, wird bitterlich enttäuscht. Das Spiel ist viel mehr ein actionlastiges und einsteigerfreundliches Kampfspiel, das kaum Einarbeitungszeit braucht. Das Starten einer Maschine klappt genauso leicht, wie die anschließenden Flugmanöver bzw. Luftkämpfe. Selbst das Abwerfen von Torpedos oder Bomben bereitet keine Probleme. Natürlich ist nicht alles Perfekt bei diesem Spiel. Da wäre zum einen die Optik, die nicht immer mit aktuellen Spielen mithalten kann. Dafür läuft das Spiel aber auch auf älteren Rechnern. Nett wäre auch gewesen, wenn die diversen Flugzeuge unterschiedliches Flugverhalten zeigen würden. Grundlegend steuert sich jede Maschine nämlich gleich. Etwas besser hätte außerdem die KI der Gegner sein können. Wirklich schwer ist es nicht einen Feind vom Himmel zu holen. Einzig durch die hohe Anzahl der Gegner kommt ein wenig Spannung auf. Dennoch ist das Gameplay sehr spaßig. Hier wird auf schnelle und unkomplizierte Action gesetzt und so kann man viele Stunden mit dem Spiel verbringen. Erwähnen muss auch, das Attack on Pearl Harbor für unter 30 Euro zu haben ist. Für diesen Anschaffungspreis kann man nicht mehr erwarten. Wer also einsteigerfreundliche Flugkampfspiele bevorzugt und gerne mal im 2. Weltkrieg bei den bekanntesten Pazifikschlachten mitmischen wollte, der darf gerne bei diesem Titel zuschlagen.

 

Features:

- Verschiedene Steuerungsmöglichkeiten - Einfache Steuerung für Anfänger bis hin zu geradliniger, komplexer Steuerung für Profis.
- Beeindruckende visuelle Effekte - Die Unterstützung des 16:9 Formats und unzählige Special-Effects machen das Spiel zu einer einzigartigen Erfahrung.
- Wählen Sie eine Seite - Spielen Sie als USAAF Leutnant Douglas Knox oder als Kampfpilot Zenji Yamada vom Imperial Japanese Navy Air Service.
- Historisch angelehnte Kampagnen - Bestehen Sie in den Schlachten, die den Krieg erst auslösten: Pearl Harbour und Iwo Jima!
- Flugzeugträger-Action - Starten Sie vom Deck eines Flugzeugträgers aus und steuern Sie die Originalflugzeuge aus dem 2. Weltkrieg:
- A6MI Zero (jap. Kampfflugzeug) F4U Corsair (am. Kampfflugzeug)
- D3A1 Aichi (jap. Bomber)
- SBD Dauntless (am. Sturzflug Bomber)
- B5N Nakajima (jap. Torpedo Bomber)
- TBM Avenger (am. Torpedo Bomber)

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Attack on Pearl Harbor (PC)

 
  Attack on Pearl Harbor
EUR 29,95
Bei Amazon bestellen

Grafik: 76 %  
Sound: 84 %  
Bedienung: 86 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer: 82 %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  82 %  

Systemanforderungen:

- Windows 2000/XP/Vista
- 2.0 Ghz CPU
- 512 MB RAM
- 500 MB freier Festplattenspeicher
- 3-D-Grafikkarte mit 64 MB RAM (128 MB empfohlen)
- DirectX 9.0c (oder höher)
- Spielbar mit Maus & Tastatur, Joystick oder Gamepad

 


 

 

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