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Einleitung:
Atari bringt mit Attack on Pearl Harbor
ein weiteres WWII-Kriegsspiel auf den deutschen Markt. Bei dem Game
handelt es sich um ein actionreiches Flugkampfspiel. Auf
amerikanischer oder japanischer Seite dürft Ihr bedeutende
Schlachten des 2. Weltkriegs nachspielen. Entwickelt wurde das Spiel
übrigens von Legendo. Schon beim Kauf können sich Spieler freuen,
denn das Game kostet noch nicht einmal 30 Euro. Wir konnten die
fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung
für angehende Kriegshelden lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Wie üblich werden wir nicht grundlos in den Krieg geschickt. Eine
der bekanntesten Schlachten des 2. Weltkriegs fand am 7. Dezember
1941 statt. Die Japaner greifen die US-Militärbasis Pearl Harbor aus
der Luft an. Dieser Angriff bedeutete den Anfang des Krieges
zwischen Amerika und Japan. Genau hier ist auch das neuste
Atari-Spiel mit dem Titel Attack on Pearl Harbor angesiedelt. Als US
Leutnant Douglas Knox oder als japanischer Flieger Zenji Yamada
durchleben wir die Geschichte am eigenen Leib. Allerdings werden wir
nicht nur die Schlacht um Pearl Harbor miterleben. Viele weitere
historische Schlachten wie z.B. der Kampf um Midway warten auf uns.
Bevor wir allerdings ein Flugzeug besteigen und uns für die
amerikanische oder die japanische Seite entscheiden, wollen wir erst
einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und
gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier kann
sich der Akteur zwischen den beiden Spielarten Einzelspieler und
Mehrspieler entscheiden. Wollt Ihr lieber gegen menschliche Spieler
in den Kampf ziehen, so bietet sich letzterer Punkt an. Über das
Internet oder LAN könnt Ihr heiße Gefechte gegen Freunde austragen.
Die meisten werden sich am Anfang natürlich auf den
Singleplayermodus stürzen. Nachdem Ihr diesen angewählt habt, könnt
Ihr eine Kampagne neu starten, eine bestehende weiterspielen oder
einen Nahkampf bestreiten. Letzterer ist nicht anderes, wie ein
schnelles Spiel. Selbstverständlich dürft Ihr hier alles frei
einstellen. Vom Missionsziel, über das Flugzeug bis hin zur
Tageszeit darf der Spieler alles beeinflussen und so ein komplett
individuelles Game starten. Dieser Modus bietet sich natürlich
vorzüglich an, um sein Können zu verfeinern oder das Spiel richtig
kennen zu lernen. Das Herzstück von Attack on Pearl Harbor ist ohne
Zweifel der Kampagnenmodus. Gleich zwei werden hier angeboten:
Amerikanische oder japanische Seite. Jede schildert die Schlachten
aus einer anderen Perspektive und so müssen wir mal Stützpunkte
angreifen oder diese verteidigen. Die einzelnen Missionen werden
selbstverständlich passend eingeleitet. Über kleine Comiczeichnungen
inkl. englischer Sprachausgabe und deutschen Texten wird die Story
erzählt und so wird der Spieler niemals grundlos in eine Schlacht
geschickt. Sobald Ihr eine Kampagne gewählt habt, tretet Ihr vor den
Kriegsrat Eures Landes. Hier kann man zum einen seine Medaillen
ansehen oder eine Mission beginnen. Nachdem wir dann eine Mission
angewählt und ein Flugzeug bestimmt haben, kann das Abenteuer
endlich beginnen. Erwähnen muss man natürlich noch, dass nur
bestimmte Flugzeuge zur Auswahl stehen. Jeder Flieger hat andere
Fähigkeiten und so sollte man die Maschinen mit bedacht auswählen.
Die Missionsziele können breit gefächert sein. Von
Torpedo-Angriffen auf feindliche Schiffe bis hin zum Schutz
verbündeter Bomber ist alles vorhanden und so werden wir immer etwas
anderes zu tun bekommen. In einer Mission angekommen, erblickt der
Spieler sein Flugzeug, das er nun frei steuern muss. Diverse
Ansichten helfen uns dabei, den Überblick nicht zu verlieren. Neben
unserer Maschine erblicken wir allerdings noch mehr. Da wäre zum
einen der Waffenstatus, der uns darüber informiert, ob eine Waffe
wieder einsatzbereit ist. Eine Nachrichtenleiste informiert uns
außerdem darüber, was gerade in der Schlacht passiert und welche
Ziele wir als nächstes auslöschen sollten. Nützlich ist auch das
Radar. Hier sehen wir verschiedene Symbole. Feindliche Maschinen
werden genauso angezeigt, wie verbündete Flugzeuge oder Verbündete
die es zu verteidigen gilt. Hinzu kommen Bodenziele oder Zweitziele.
Eine Temperaturanzeige vom Maschinengewehr gibt außerdem Auskunft
darüber, ob wir unsere Waffe durch Dauerfeuer überhitzen.
Lebensnotwenig ist auch die Schadensanzeige. Ist diese auf Null, so
stürzt unsere Maschine ab und wir haben die Mission verloren. Als
letztes gibt es dann noch eine Fluggeschwindigkeitsanzeige, die
Aufschluss darüber gibt, wie schnell wir gerade unterwegs sind. Die
Geschwindigkeit des Flugzeugs kann der Pilot selbstverständlich
beeinflussen. Das macht auch Sinn, denn nicht jede Maschine am
Himmel ist so schnell wie unsere. Außerdem kann man Ziele leichter
anvisieren, wenn man ein wenig sein Motor drosselt. Neben unseren
Schub können wir noch mehr beeinflussen. Das Flugzeug selber lässt
sich etwas träge aber dafür zielsicher manövrieren. Mit unserem
Zielkreuz nehmen wir dann feindliche Maschinen oder Bodenziele ins
Visier. Haben wir einen Feind erfasst, kann man entweder mit seinem
Maschinengewehr feuern oder je nach Flugzeugtyp Bomben, Raketen oder
Torpedos abwerfen. Ein Einsatz läuft dann in mehreren Schritten ab.
Ist eine feindliche Welle erledigt, kommt gleich die nächste
angeschossen. Wirklich lang dauern die Missionen aber nicht.
Meistens haben wir alle Ziele in gut 10 Minuten ausgeschaltet. Da es
insgesamt gut 40 Missionen gibt, kann man sehr gut
mit dem Umfang leben. Nach jedem Einsatz werden Statistiken,
Medaillen und neu hinzugewonnene Flugzeuge angezeigt. Außerdem
erscheint ein Stempel, der uns darüber informiert, ob wir eine
Mission erfolgreich nach Hause geflogen haben oder gescheitert sind.
Anhand gewonnener Erfahrungspunkte erhalten wir dann noch
Beurteilungen. Je nach Erfahrungspunktestand folgen nun
Beförderungen. Im Anschluss kann es zum nächsten Einsatz gehen.
Technik:
Die Grafik ist eigentlich ganz ordentlich. Wir werden zwar kein
Meilenstein der Videospielgeschichte zu sehen bekommen, aber das
stört nur wenig. Der Hersteller hat es verstanden auch mit einfachen
Mitteln eine zeitgemäße Optik auf den Bildschirm zu zaubern. Vor
allem die Flugzeuge können überzeugen. Nicht viel schlechter sehen
die Effekte und Explosionen aus. Daneben werden wir auch große
Karten erblicken, die allerdings nicht immer hübsch wirken.
Viele Bodenobjekte kommen ein wenig klobig rüber und auch das
Inseldesign hätte etwas üppiger ausfallen können. Allerdings muss
man erwähnen, dass dieses Spiel auch auf nicht ganz so starken
Rechnern problemlos läuft. Wirklich gut hat uns der Sound gefallen.
Die Flugzeuge klingen genauso realistisch wie die Waffen.
Daneben lauschen wir noch englischen Synchronsprechern und einer
stimmungsvollen Musik. Die Steuerung ist eigentlich kinderleicht.
Die Flugzeuge reagieren sehr direkt auf unsere Anweisungen und so
werden selbst Genreneulinge schnell mit dem Spiel klar kommen.
Unterstützt wird übrigens neben Maus und Tastatur auch ein
Controller. Mit letzteren lässt sich eine Maschine zwar etwas
unpräziser lenken, dennoch macht das Spiel auch damit sehr viel
Spaß. Der Schwierigkeitsgrad ist relativ ausgewogen. Da mehrere
Stufen angeboten werden, wird jeder eine passende Herausforderung
finden. Auch wenn nicht alles Perfekt ist, kann das Spiel insgesamt
technisch überzeugen.
Fazit:
Attack on Pearl Harbor ist ein wirklich spaßiges Flugkampfspiel. Wer
jetzt allerdings eine Simulation erwartet, wird bitterlich
enttäuscht. Das Spiel ist viel mehr ein actionlastiges und
einsteigerfreundliches Kampfspiel, das kaum Einarbeitungszeit
braucht. Das Starten einer Maschine klappt genauso leicht, wie die
anschließenden Flugmanöver bzw. Luftkämpfe. Selbst das Abwerfen von
Torpedos oder Bomben bereitet keine Probleme. Natürlich ist nicht
alles Perfekt bei diesem Spiel. Da wäre zum einen die Optik, die
nicht immer mit aktuellen Spielen mithalten kann. Dafür läuft das
Spiel aber auch auf älteren Rechnern. Nett wäre auch gewesen, wenn
die diversen Flugzeuge unterschiedliches Flugverhalten zeigen
würden. Grundlegend steuert sich jede Maschine nämlich gleich. Etwas
besser hätte außerdem die KI der Gegner sein können. Wirklich schwer
ist es nicht einen Feind vom Himmel zu holen. Einzig durch die hohe
Anzahl der Gegner kommt ein wenig Spannung auf. Dennoch ist das Gameplay sehr spaßig. Hier wird auf
schnelle und unkomplizierte Action gesetzt und so kann man viele
Stunden mit dem Spiel verbringen. Erwähnen muss auch, das Attack on Pearl Harbor für unter 30 Euro zu haben ist. Für diesen
Anschaffungspreis kann man nicht mehr erwarten. Wer also
einsteigerfreundliche Flugkampfspiele bevorzugt und gerne mal im 2.
Weltkrieg bei den bekanntesten Pazifikschlachten mitmischen wollte,
der darf gerne bei diesem Titel zuschlagen.
Features:
- Verschiedene Steuerungsmöglichkeiten - Einfache Steuerung für
Anfänger bis hin zu geradliniger, komplexer Steuerung für Profis.
- Beeindruckende visuelle Effekte - Die Unterstützung des 16:9
Formats und unzählige Special-Effects machen das Spiel zu einer
einzigartigen Erfahrung.
- Wählen Sie eine Seite - Spielen Sie als USAAF Leutnant Douglas
Knox oder als Kampfpilot Zenji Yamada vom Imperial Japanese Navy Air
Service.
- Historisch angelehnte Kampagnen - Bestehen Sie in den Schlachten,
die den Krieg erst auslösten: Pearl Harbour und Iwo Jima!
- Flugzeugträger-Action - Starten Sie vom Deck eines Flugzeugträgers
aus und steuern Sie die Originalflugzeuge aus dem 2. Weltkrieg:
- A6MI Zero (jap. Kampfflugzeug) F4U Corsair (am. Kampfflugzeug)
- D3A1 Aichi (jap. Bomber)
- SBD Dauntless (am. Sturzflug Bomber)
- B5N Nakajima (jap. Torpedo Bomber)
- TBM Avenger (am. Torpedo Bomber)
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