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Atlantis: Das heilige Vermächtnis - Review (PC)

Wertung:
77 %

Einleitung:

Entwickler Atlantis Interactive Entertainment bringt mit dem Titel Atlantis: Das heilige Vermächtnis den neusten Teil der erfolgreichen Adventure-Reihe Atlantis auf den deutschen Markt. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version ausgiebig testen. Ob sich das klassische Point & Click Adventurespiel nicht nur für Fans der Reihe lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

So ein Point & Click Adventure kommt selbstverständlich nicht ohne eine Story aus. Als frisch gebackener Luftfahrtingenieur Howard Brooks begibt sich der Spieler in die Lüfte: Anfang des 20. Jahrhunderts besteigt Brooks als Passagier den imposanten Zeppelin Hindenburg. Eines Morgens im Jahr 1937 werden wir an Bord des Luftschiffes von einem geheimnisvollen Attentäter bewusstlos geschlagen. Als unser Held wieder zu sich kommt, schein das Luftschiff verlassen zu sein. Was um Himmels willen ist geschehen? In naher Zukunft werdet Ihr erfahren, dass unser verstorbener Vater uns ein Vermächtnis hinterlassen hat, hinter dem sich ein unglaubliches Geheimnis verbirgt. Zunächst ist sich Brooks keiner Erbschaft bewusst. Der letzte Willen unseres Vaters wird uns allerdings auf eine außergewöhnliche Reise schicken. Das Abenteuer verschlägt den investigativen Fluggast an zahlreiche Schauplätze, verteilt über den gesamten Globus. Er stattet beispielsweise dem Empire State Building in New York einen Besuch ab, stöbert eine Tempelanlage in Mesopotamien auf und geht dem Mysterium eines indischen Palasts auf den Grund. Bevor wir uns in das Adventure stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint der Hauptbildschirm mit den Menüpunkten "Neues Spiel" und "Spiel laden". Wie gewohnt darf man unter zuletzt genannten Punkt einen bestehenden Spielstand aktivieren. Wer noch kein Spiel begonnen hat, muss notgedrungen unter gleichnamigen Menüpunkt ein neues Spiel beginnen. Übrigens erreichen wir die Optionen im Spiel über die Esc-Taste. Hier darf man dann das aktuelle Spiel speichern oder die Grafik-, Sound- oder Spieloptionen einstellen. Wie gewohnt wird das Spiel durch einen kleinen Film inkl. deutscher Synchronisation passend eingeleitet. Im Anschluss übernehmen wir die Steuerung unseres Helden. Gelenkt wird aus der Egoperspektive. Der Akteur bewegt sich Bild für Bild durch die unterschiedlichen Räume. In jedem Spielabschnitt darf man sich dann noch um 360 Grad drehen.

Mit Hilfe der Maus untersucht der Held nun genretypisch jeden Abschnitt nach nützlichen Gegenständen. Bei spielrelevanten Orten verändert sich unsere Mausanzeige und so erkennt Ihr schnell, ob unsere Spielfigur ein Objekt untersuchen oder mitnehmen kann. Hinzu kommen dann noch Orte, an denen wir Aktionen ausführen dürfen. Hin und wieder trefft Ihr auch noch gesprächswillige Personen. Bei einem Dialog erscheinen kleine Sprechblasen mit Symbolen, die entsprechende Themen symbolisieren. Hierdurch erhält unsere Spielfigur oftmals nützliche Infos. Ein Inventar gibt es selbstverständlich auch noch. In dieses werden spielwichtige Objekte automatisch verstaut. Der Spieler kann Gegenstände dann untersuchen, kombinieren oder in den Räumen - an den dafür vorgesehenen Stellen - benutzen. Neben den Erkundungstouren, Sammelaktionen und Gesprächen werden wir vor allem eins machen: Rätsel lösen. Diese sind grundlegend recht einfach. Haben wir die dementsprechenden Gegenstände eingesammelt, kommt man durch einfaches ausprobieren schnell auf die richtige Lösung. Die Aufgaben erstrecken sich dabei von Kombinations- bis hin zu Schalter- und Schieberätsel. Hinzu kommen kleine Puzzleaufgaben. Das war natürlich noch nicht alles. In Atlantis: Das heilige Vermächtnis kann man außerdem noch Poker oder Sudoku spielen. Mit ein wenig Übung wird man diese kleinen Minispiele problemlos schaffen und so stellen sie kein wirkliches Hindernis für uns dar. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass wir nicht in dem Spiel hängen bleiben. Der Grund ist einfach: mangelnde Informationen. Nicht immer wird ein nützlicher Hinweis gegeben und so muss der Spieler vieles ausprobieren. Hinzu kommt, dass Ihr nur Aktionen ausführen könnt, wenn diese für ein aktuelles Rätsel gebraucht werden. Hierdurch muss unsere Spielfigur immer wieder schon abgesuchte Gebiete nochmals untersuchen. Ansonsten ist das Adventure aber sehr linear und so kommt man recht schnell mit den gestellten Aufgaben klar. Wir erkunden nun die vielen unterschiedlichen Orte, suchen diese nach wichtigen Gegenständen ab, sprechen mit den diversen Charakteren und lösen ein Rätsel nach dem anderen. Hin und wieder wird dann noch ein kleiner Film eingespielt, der die Story zusammenhält.

 

Technik:

Mit der Grafik kann man grundlegend zufrieden sein. Wir agieren in sehr detailreichen Bildern, die sogar kleine Animationen beinhalten. An Fenster prasselnder Regen ist genauso vorhanden, wie Rauch oder Licht- und Schatteneffekte. Hinzu kommen tolle Außenbereiche, die wunderschön aussehen. Klagen kann man auch bei den Innenansichten von Gebäuden nicht. Auch hier hat der Hersteller auf vieles geachtet und so sieht jeder Raum komplett anders aus. Ansprechend kommen auch die Zwischensequenzen rüber, die das ganze Spiel zusammenhalten. Etwas schade ist allerdings, dass alles ein wenig leblos wirkt. Kaum eine Person ist in den vielen Bereichen vorhanden. Wir treffen zwar hin und wieder auf spielrelevante Figuren, diese wurden aber eindeutig zu selten in das Spiel eingebaut. Die meiste Zeit agieren wir leider in leeren Abschnitten, die viel zu steril rüberkommen. Die Figuren selber wurden nicht nur nett animiert, sondern auch ordentlich modelliert. Man schaut ihnen gerne bei ihren etwas minimalistischen Aktivitäten zu. Mit dem Sound kann man ebenfalls gut leben. Neben einer stimmungsvollen Musik, lauscht der Spieler vielen kleinen Ingamegeräuschen. Diese wurden zwar spärlich gesetzt, dennoch untermalen sie das Gezeigte sehr gut. Toll sind dann noch die deutschen Synchronsprecher, die den einzelnen Charakteren eine Persönlichkeit verleihen. Sie sprechen recht motiviert und so kommen die Gespräche gut rüber. Die Steuerung ist kinderleicht. Schon nach wenigen Minuten hat man die Bedienung erlernt und so kann man direkt in das Spiel einsteigen. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls sehr human. Die logischen Rätsel sind nicht sonderlich schwer und untersucht man alles sehr gründlich, so kommt man schnell auf die passende Lösung. Dennoch muss man festhalten, dass ein paar Hinweise mehr nicht schlecht gewesen wären. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Atlantis: Das heilige Vermächtnis ist ein grundsolides Adventurespiel. Anspruchsvolle Rätsel sind genauso vorhanden, wie viele unterschiedliche Umgebungen. Diese laden zu ausgiebigen Erkundungstouren ein. Natürlich muss man es mögen, Bild für Bild durch die Gegend zu gehen. Allerdings gibt es ja viele Spieler, die so eine Spielweise bevorzugen. Der Vorteil ist natürlich, dass die Spielabschnitte wunderschön aussehen. Genretypisch wird man aber kaum Leben in den Levels erblicken. Nur selten treffen wir auf Personen, die dann noch wie festgenagelt an einen Ort stehen. Etwas dürftig ist leider auch die Story. Diese ist eigentlich nur vorhanden, um die Rätsel zusammenzuhalten. Wirklich packend ist die Geschichte leider nicht und so stürzen sich Genrefans hauptsächlich auf die fairen Aufgaben. Profis werden bei den gestellten Rätseln kaum Widerstand verspüren. Einzig Anfänger könnten, durch die fehlenden Informationen, hin und wieder ins Schwitzen kommen. Untersucht man allerdings alle Orte gründlich nach Objekten oder Aktionsmöglichkeiten und hört man den informativen Gesprächen gut zu, werden selbst ungeübte Spieler mit dem Game sofort klar kommen. Wer also gerne rätsellastige Adventurespiele mag, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Erwartet Ihr nicht zu viel, so kann Euch Atlantis: Das heilige Vermächtnis viele Stunden gut unterhalten.

 

Features:

- Einzigartiger Grafikstil, inspiriert von Kinofilmen aus den 30er Jahren
- Liebevoll und realistisch anmutende Schauplätze schaffen eine fesselnde Atmosphäre
- Tauchen Sie ab in eine faszinierende Welt: die Musik, die Atmospähre, die Landschaften und die über 30 Charaktere ziehen Sie in Ihren Bann
- Kleine Filmsequenzen stellen die Handlungen der Charaktere stilvoll dar
- Ein Spiel für alle: Eine intuitive Steuerung und moderate Hardwareanforderungen ermöglichen allen ein spannendes Spielerlebnis.

 

 

 

Screenshots:
 
 
 

Wertungsbox:

Atlantis: Das heilige Vermächtnis (PC)

 
 Atlantis - Das heilige Vermächtnis
EUR 40,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 75 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 74 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 72 %  
Gesamtwertung:  77 %  

Systemanforderungen:

- WIN 98/SE/2000/XP
- Pentium III 1GHz oder Vergleichbar
- 256MB Arbeitsspeicher
- 2 GB freier Speicher
- Grafikkarte DirectX® 9 kompatibel 32MB
- 4x DVD-ROM
- Soundkarte DirectX9 kompatibel

 

 

 

 

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