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Einleitung:
Entwickler Atlantis
Interactive Entertainment bringt mit dem Titel Atlantis: Das heilige Vermächtnis den
neusten Teil der erfolgreichen Adventure-Reihe Atlantis auf den deutschen
Markt. Wir konnten jetzt die fertige PC-Version ausgiebig testen. Ob sich
das klassische Point & Click Adventurespiel nicht nur für Fans der Reihe
lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
So ein Point & Click Adventure kommt selbstverständlich nicht ohne eine
Story aus. Als frisch gebackener Luftfahrtingenieur Howard Brooks begibt
sich der Spieler in die Lüfte: Anfang des 20. Jahrhunderts besteigt Brooks
als Passagier den imposanten Zeppelin Hindenburg. Eines Morgens im Jahr 1937
werden wir an Bord des Luftschiffes von einem geheimnisvollen Attentäter
bewusstlos geschlagen. Als unser Held wieder zu sich kommt, schein das
Luftschiff verlassen zu sein. Was um Himmels willen ist geschehen? In naher
Zukunft werdet Ihr erfahren, dass unser verstorbener Vater uns ein
Vermächtnis hinterlassen hat, hinter dem sich ein unglaubliches Geheimnis
verbirgt. Zunächst ist sich Brooks keiner Erbschaft bewusst. Der letzte
Willen unseres Vaters wird uns allerdings auf eine außergewöhnliche Reise
schicken. Das Abenteuer verschlägt den investigativen Fluggast an zahlreiche
Schauplätze, verteilt über den gesamten Globus. Er stattet beispielsweise
dem Empire State Building in New York einen Besuch ab, stöbert eine
Tempelanlage in Mesopotamien auf und geht dem Mysterium eines indischen
Palasts auf den Grund. Bevor wir uns in das Adventure stürzen, wollen wir
erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und
gestartet wurde, erscheint der Hauptbildschirm mit den Menüpunkten "Neues
Spiel" und "Spiel laden". Wie gewohnt darf man unter zuletzt genannten Punkt
einen bestehenden Spielstand aktivieren. Wer noch kein Spiel begonnen hat,
muss notgedrungen unter gleichnamigen Menüpunkt ein neues Spiel beginnen.
Übrigens erreichen wir die Optionen im Spiel über die Esc-Taste. Hier darf
man dann das aktuelle Spiel speichern oder die Grafik-, Sound- oder
Spieloptionen einstellen. Wie gewohnt wird das Spiel durch einen kleinen
Film inkl. deutscher Synchronisation passend eingeleitet. Im Anschluss
übernehmen wir die Steuerung unseres Helden. Gelenkt wird aus der
Egoperspektive. Der Akteur bewegt sich Bild für Bild durch die
unterschiedlichen Räume. In jedem Spielabschnitt darf man sich dann noch um 360
Grad drehen.
Mit Hilfe der Maus untersucht der Held
nun genretypisch jeden
Abschnitt nach nützlichen Gegenständen.
Bei spielrelevanten Orten verändert sich unsere Mausanzeige und so erkennt
Ihr schnell, ob unsere Spielfigur ein Objekt untersuchen oder mitnehmen
kann. Hinzu kommen dann noch Orte, an denen wir Aktionen ausführen dürfen.
Hin und wieder trefft Ihr auch noch gesprächswillige Personen. Bei einem
Dialog erscheinen kleine Sprechblasen mit Symbolen, die entsprechende Themen
symbolisieren. Hierdurch erhält unsere Spielfigur oftmals nützliche Infos.
Ein Inventar gibt es selbstverständlich auch noch. In dieses werden
spielwichtige Objekte automatisch verstaut. Der Spieler kann Gegenstände
dann untersuchen, kombinieren oder in den Räumen - an den dafür vorgesehenen
Stellen - benutzen. Neben den Erkundungstouren, Sammelaktionen und
Gesprächen werden wir vor allem eins machen: Rätsel lösen. Diese sind
grundlegend recht einfach. Haben wir die dementsprechenden Gegenstände
eingesammelt, kommt man durch einfaches ausprobieren schnell auf die
richtige Lösung. Die Aufgaben erstrecken sich dabei von Kombinations-
bis hin zu Schalter- und Schieberätsel. Hinzu kommen kleine Puzzleaufgaben. Das war
natürlich noch nicht alles. In Atlantis: Das heilige Vermächtnis kann man
außerdem noch Poker oder Sudoku spielen. Mit ein wenig Übung wird man diese
kleinen Minispiele problemlos schaffen und so stellen sie kein wirkliches
Hindernis für uns dar. Das heißt allerdings noch lange nicht, dass wir nicht in dem
Spiel hängen bleiben. Der Grund ist einfach: mangelnde Informationen. Nicht
immer wird ein nützlicher Hinweis gegeben und so muss der Spieler vieles
ausprobieren. Hinzu kommt, dass Ihr nur Aktionen ausführen könnt, wenn diese
für ein aktuelles Rätsel gebraucht werden. Hierdurch muss unsere Spielfigur
immer wieder schon abgesuchte Gebiete nochmals untersuchen. Ansonsten ist
das Adventure aber sehr linear und so kommt man recht schnell mit den
gestellten Aufgaben klar. Wir erkunden nun die vielen unterschiedlichen
Orte, suchen diese nach wichtigen Gegenständen ab, sprechen mit den diversen
Charakteren und lösen ein Rätsel nach dem anderen. Hin und wieder wird dann
noch ein kleiner Film eingespielt, der die Story zusammenhält.
Technik:
Mit der Grafik kann man grundlegend zufrieden sein. Wir agieren in sehr
detailreichen Bildern, die sogar kleine Animationen beinhalten. An Fenster
prasselnder Regen ist genauso vorhanden, wie Rauch oder Licht- und
Schatteneffekte. Hinzu kommen tolle Außenbereiche, die wunderschön aussehen.
Klagen kann man auch bei den Innenansichten von Gebäuden nicht. Auch hier
hat der Hersteller auf vieles geachtet und so sieht jeder Raum komplett
anders aus. Ansprechend kommen auch die Zwischensequenzen rüber, die das
ganze Spiel zusammenhalten. Etwas schade ist allerdings, dass alles ein
wenig leblos wirkt. Kaum eine Person ist in den vielen Bereichen vorhanden.
Wir treffen zwar hin und wieder auf spielrelevante Figuren, diese
wurden aber eindeutig zu selten in das Spiel eingebaut. Die meiste Zeit agieren
wir leider in leeren Abschnitten, die viel zu steril rüberkommen. Die Figuren
selber wurden nicht nur nett animiert, sondern auch ordentlich modelliert.
Man schaut ihnen gerne bei ihren etwas minimalistischen Aktivitäten zu.
Mit dem Sound kann man ebenfalls gut leben. Neben einer
stimmungsvollen Musik, lauscht der Spieler vielen kleinen Ingamegeräuschen.
Diese wurden zwar spärlich gesetzt, dennoch untermalen sie das Gezeigte sehr
gut. Toll sind dann noch die deutschen Synchronsprecher, die den einzelnen
Charakteren eine Persönlichkeit verleihen. Sie sprechen recht motiviert und
so kommen die Gespräche gut rüber. Die Steuerung ist kinderleicht. Schon
nach wenigen Minuten hat man die Bedienung erlernt und so kann man direkt in
das Spiel einsteigen. Der Schwierigkeitsgrad ist ebenfalls sehr human. Die
logischen Rätsel sind nicht sonderlich schwer und untersucht man alles sehr
gründlich, so kommt man schnell auf die passende Lösung. Dennoch muss man
festhalten, dass ein paar Hinweise mehr nicht schlecht gewesen
wären. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite
zufrieden sein.
Fazit:
Atlantis: Das heilige Vermächtnis ist ein grundsolides Adventurespiel.
Anspruchsvolle Rätsel sind genauso vorhanden, wie viele unterschiedliche
Umgebungen. Diese laden zu
ausgiebigen Erkundungstouren ein. Natürlich muss man es mögen, Bild für Bild
durch die Gegend zu gehen. Allerdings gibt es ja viele Spieler, die so eine
Spielweise bevorzugen. Der Vorteil ist natürlich, dass die Spielabschnitte
wunderschön aussehen. Genretypisch wird man aber kaum Leben in den Levels
erblicken. Nur selten treffen wir auf Personen, die dann noch wie
festgenagelt an einen Ort stehen. Etwas dürftig ist leider auch die Story.
Diese ist eigentlich nur vorhanden, um die Rätsel zusammenzuhalten. Wirklich packend ist die Geschichte leider
nicht und so stürzen sich Genrefans hauptsächlich auf die fairen Aufgaben.
Profis werden bei den gestellten Rätseln kaum Widerstand verspüren. Einzig
Anfänger könnten, durch die fehlenden Informationen, hin und wieder ins
Schwitzen kommen. Untersucht man allerdings alle Orte gründlich nach
Objekten oder Aktionsmöglichkeiten und hört man den informativen Gesprächen
gut zu, werden selbst ungeübte Spieler mit dem Game sofort klar kommen. Wer
also gerne rätsellastige Adventurespiele mag, der darf gerne bei diesem
Spiel zuschlagen. Erwartet Ihr nicht zu viel, so kann Euch Atlantis: Das
heilige Vermächtnis viele Stunden gut unterhalten.
Features:
- Einzigartiger Grafikstil, inspiriert von Kinofilmen aus den 30er Jahren
- Liebevoll und realistisch anmutende Schauplätze schaffen eine fesselnde
Atmosphäre
- Tauchen Sie ab in eine faszinierende Welt: die Musik, die Atmospähre, die
Landschaften und die über 30 Charaktere ziehen Sie in Ihren Bann
- Kleine Filmsequenzen stellen die Handlungen der Charaktere stilvoll dar
- Ein Spiel für alle: Eine intuitive Steuerung und moderate
Hardwareanforderungen ermöglichen allen ein spannendes Spielerlebnis.
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