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Einleitung:
Vor gut einem Jahr erschien
das Spiel Arx Fatalis auf dem PC. Lange hat es gedauert bis Dreamcatcher das
Spiel auf der Xbox umgesetzt hat. Nun hat das Warten ein Ende gefunden. Das
Spiel verspricht neben Rollenspiel-Elementen, diversen Rätseln und
actionlastigen Kämpfen auch eine interessante Story. Wir konnten jetzt die
fertige Xbox Version testen. Ob sich Spiel auch für Rollenspielfans lohnt
und ob die Umsetzung vom PC gelungen ist erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich hat das Spiel auch eine Story. Arx ist eine Welt, in die
Einsamkeit und Kälte Einzug gehalten haben, nachdem die Sonne aus dem Leben
der Menschen verbannt wurde. Das dunkle Zeitalter auf Arx hat die Bewohner
in die Tiefen der Erde gezwungen. Akbaa der Gott der Zerstörung bereitet
seine Wiedergeburt vor. Durch ungezählte Menschenopfer sollen ihm und seinen
Jünger ermöglichen werden, zu alter Stärke zurückzufinden und die Herrschaft
über den ganzen Planeten zu übernehmen. Die Existenz aller Lebewesen auf Arx
ist in Gefahr. Nur ein mystisches Wesen hat der Sage nach die Macht, die
Reinkarnation Akbaas zu verhindern und die Sonne über Arx wieder erstrahlen
zu lassen. Das Ziel von Euch ist nun den Geheimkult des Akbaa zu zerschlagen
und zugleich seine Reinkarnation in der Welt von Arx zu verhindern. Ihr
schlüpft dafür in die Rolle des Helden. Bevor wir aber loslegen können
müssen wir den Helden erst einmal kreieren. Dazu wird am Anfang ein
Charakter erstellt. Neben kleinen äußeren Unterschieden müssen auch diverse
Fähigkeitspunkte vergeben werden. Nach einem kleinen Intro beginnt das Spiel
in einem Kerker, wo wir ohne Erinnerungen aufwachen.
Als namenloser Held beginnen wir nun das Spiel. Als erstes müssen wir einen
Fluchtweg aus dem Kerker finden. Wir spielen aus der
First-Person-Perspektive. Alle Bewegungen werden uns über Hilfetexte
erklärt, so dass der Einstieg leicht vonstatten geht. Da wir keinerlei
Inventar haben beginnen wir alles einzusammeln was uns in die Finger kommt.
So kämpfen wir als erstes mit einem Knochen den wir auf den Boden finden.
Später kommen dann auch richtige Waffen hinzu die natürlich auch mehr
Schaden anrichten. Neben diversen Waffen können wir aber auch noch viele
weitere Sachen gebrauchen wie z.B. Zauber, Nahrungsmittel und so weiter.
Alles was wir aufnehmen verstauen wir in unserem Inventar das einen
begrenzten Raum bietet. Da wir sehr viele Objekte finden, die wir nutzen und
kombinieren können, wird das Inventar sehr schnell voll. Übrigens gibt es
auch relevante Objekte die extra gekennzeichnet werden. Da wir sehr viel mit
den Objekten machen können dauert es eine gewisse Zeit bis der Spieler alles
beherrscht. Alles wurde sehr einfach auf das Pad umgesetzt, wobei fast alle
Tasten mit einbezogen wurden. Grundlegend ist die Lenkung in die Bereiche
Kampf, Magie und Handlung unterteilt. Am Anfang wirkt alles ein wenig konfus
aber mit der Zeit bekommt man die ganzen Handlungen in den Griff, so dass
alle Aktionen sicher ausgeführt werden können.
Gegner die wir treffen, können auf zwei Arten niedergestreckt werden. Zum
einen mit normalen Schlägen die wir mit unseren Waffen ausführen. Diese
dürfen aber nicht unendlich benutzt werden. Jede Waffe hat nur eine
bestimmte Haltbarkeit die mit den angewendeten Schlägen abnimmt. Am Anfang
nehmen wir reichlich neue Waffen auf die wir von getöteten Gegnern erhalten.
Später bekommen wir auch noch bessere Waffen die wir dann auch reparieren
können. Allerdings müssen wir ausreichende Fähigkeiten haben damit das auch
klappt. Verfügen wir noch nicht über ausreichendes Geschick so können wir
die Arbeit auch von Waffenhändler erledigen lassen. Natürlich kostet das
eine Kleinigkeit. Neben den normalen Schlägen dürfen wir dann auch noch
diverse Zauber durch Runen nutzen. Diese dürfen auch kombiniert werden um
noch mächtigere Zaubersprüche zu generieren. So agiert nun der Spieler gegen
die zahlreichen Feinde. Aber nicht nur böse Gesellen treffen wir in dem
Spiel. Ab und zu trifft der Spieler auch mal Personen die ihm weiterhelfen.
Mit diesen dürfen wir dann Gespräche führen und so erfahren wir alles
mögliche was wir noch zu erledigen haben. Weitere Informationen bekommt der
Spieler dann noch aus Schriftstücken die er ebenfalls im Spiel findet.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus, auch wenn man mehr aus der Xbox raus
holen könnte. Vor allem bei den Texturen wird das deutlich. Trotzdem wird
eine gute Grafik präsentiert was vor allem bei den Spiegeleffekten gezeigt
wird. Durch das düstere Ambiente wird außerdem eine sehr finstere Stimmung
erzeugt. Trotz großer Karten sehen die Level ein wenig eintönig aus. Ein
wenig mehr Vielfalt hätte hier nicht geschadet. Trotzdem wird der Spieler
einiges zu sehen bekommen. Licht und Schatteneffekte sind genauso vorhanden
wie diverse annehmbare Animationen bei den Gegnern. Ein paar kleine Probleme
gibt es dann noch bei der Framerate. Ansonsten kann man das Spiel als
optisch gelungen betrachten. Auf einem ähnlich hohen Niveau bewegt sich der
Sound. Auf viele kleine Details wie Wind, Wassergeräusche und Schritte hat
der Hersteller geachtet. Die Musik wirkt auch nur dezent auf das
Spielgeschehen ein. Hinzu kommen permanente Stimmengeräusche die uns
begleiten. So entsteht eine gute Stimmung trotz der recht eintönigen
Umgebungen. Vor allem muss man mal hervorheben, dass hier ein Rollenspiel
mit deutschen Stimmen und Texten auf den Markt kommt. So oft werden Xbox
Besitzer das noch nicht erlebt haben. Da kann man auch mal die etwas
schlechteren Geräusche beim wegschmeißen von Gegenständen übersehen die
irgendwie immer gleich klingen. Die Steuerung ist ebenfalls gut gelungen.
Vor allem durch eine gute Einführung werden hier auch Anfänger schnell an
das Spiel heran geführt. Nett sind auch die vielen kleinen Details wie
Reparaturen am Amboss oder das Erstellen von Tränken an einer Destille.
Betrachtet man dann alles zusammen kann das Spiel als technisch gelungen
angesehen werden.
Fazit:
Schon auf dem PC konnte das Spiel gute Bewertungen abstauben. Die Umsetzung
auf die Xbox hat der Hersteller gut hinbekommen, auch wenn es kleine
optische Einbußen gibt. Trotzdem entstand ein technisch gutes Spiel, was
kaum Wünsche offen lässt. Die Stimmung und der Umfang stimmen ebenfalls. Wir
laufen nicht nur dumm durch die Gegend und metzeln alles nieder was uns vor
die Waffen kommt. Viele Gespräche müssen wir neben den Rätseln und Kämpfen
führen, wodurch uns immer wieder Motivation geboten wird weiter zu spielen.
So lebt das Spiel vor allem durch die Spannung und der Story was bestimmt
viele Rollenspielfans ansprechen wird. Außerdem darf sich jeder in den
großen Dungeons ausleben - die zum erkunden einladen. Durch die Größe der
Level wird es zwar nicht immer leicht gemacht den Überblick zu behalten aber
echte Fans des Genres wird so etwas nicht abschrecken. Lobend darf man auch
die Ladezeiten erwähnen, die eigentlich nur zu spüren sind, wenn wir
Stockwerke wechseln. Außerdem wurde ein gutes Charaktersystem verwendet was
ebenfalls einen Spieler lange beschäftigen kann. Anfänger werden wohl nur
über die großen Levels stöhnen die wir dann auch noch öfters als einmal
betreten müssen. Da aber immer eine Handlung vorhanden ist wirkt sich dieses
nicht störend auf das Gameplay aus. Lobend erwähnen muss man dann vor allem
die deutsche Lokalisierung. Endlich darf man sich mal in einem
deutschsprachigen Rollenspiel auslassen. Auch die vielen Details wie das
Reparieren der Waffen und die Abhängigkeit mit der Erfahrung können
überzeugen. Nimmt man alles zusammen so kann man mit dem Spiel sehr
zufrieden sein. Vor allem die Mischung aus Ego-Kämpfen, kniffligen Rätseln,
Adventure-Elementen und Stealth-Einlagen sorgt für viel Spielspaß. Wer also
Rollenspiel mag und aktuell ein neues Spiel sucht darf bei Arx Fatalis ohne
Bedenken zugreifen.
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