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Einleitung:
Fans von
Third-Person-Shooter können sich freuen, denn über Lucas Arts kommt das
Spiel Armed and Dangerous auf den Markt. Das abgedrehte Spiel wurde von den
Planet Moon Studios entwickelt. Viel schwarzer Humor und noch mehr Action
sollen die Garanten für viele lustige und spannende Stunden sein. Zumindest
verspricht das der Hersteller. Wir konnten jetzt die fertige Xbox-Version
testen. Ob das Spiel die hohen Erwartungen erfüllen kann erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Im Mittelpunkt von Armed and Dangerous stehen die Löwenherzen, eine Gruppe
von vier total abgedrehten Typen. Der Spieler übernimmt dabei die Steuerung
von Roman, der ein relativ normaler Mensch ist. An seiner Seite kämpft der
Maulwurf Jonesy, ein Tee trinkender Roboter und ein kleiner blinder
stinkender Mann. Zusammen suchen die Rebellen nach dem Book of Rules. In dem
Action-Game wird der Spieler vor allem eins machen, ballern was die Waffen
hergeben. An Anfang agieren wir recht spärlich ausgestattet mit einem Gewehr
und ein paar gefundenen Granaten. Das wird sich dann aber schnell ändern,
denn im Spiel nehmen wir so einiges auf. Rund 17 irre Waffen stehen uns im
gesamten Spiel zur Verfügung. Die Vielfalt reicht dabei von der
Kuddelmuddelbombe bis hin zum Raketenwerfer. Mit diesen zerstören wir nun
alles was uns vor das Zielkreuz kommt. Personen stehen dabei genauso auf
unserer Abschussliste wie Fässer, Maschinen oder ganze Gebäude. Geht uns mal
die Munition aus sammeln wir einfach die auf, die getötete Gegner fallen
gelassen haben. Außerdem erhalten wir durch diese auch Medipacks, Granaten
und viele andere wichtige Objekte. Mit diesen erledigen wir dann unsere
Aufgaben. Das kann mal die Zerstörung von Gebäuden sein oder die Rettung
einer unserer Teammitglieder. Aber auch Verteidigungsaufgaben werden uns
zugetragen. Egal was wir machen sollen, es endet immer darin alles
abzuballern was sich bewegt.
Wir steuern unsere Spielfigur aus der Third-Person-Perspektive. An unserer
Seite agieren die anderen Teammitglieder, die eigenständig in das
Kampfgeschehen eingreifen. Mit optionalen Kommandos können wir den Jungs
zwar Anweisungen geben aber das sollte man in schwierigeren Spielabschnitten
lieber lassen. Besser ist es sie hinter unserer Spielfigur stehen zu lassen
damit sie nicht in den Tod laufen. Das machen die harten Jungs nämlich
gerne. Sobald sie Schüsse hören sprinten sie nach vorne und ballern was die
Waffen hergeben. Dabei erleben sie oft eine böse Überraschung denn die
Gegner sind zahlenmäßig weit überlegen. So übernehmen wir lieber die ganze
Arbeit - was zumindest kontrolliertet abläuft als das alle nach vorne
stürmen. Die Gegner stehen entweder in den Umgebungen herum oder kommen nach
einem Alarm aus den Hütten gerannt. Der Spieler kann die Massen ein wenig
reduzieren, indem er z.B. die Hütten zerstört. Sind diese platt ist
zumindest sichergestellt das aus diesen keine Feinde mehr kommen. Aber nicht
nur die feindlichen Kämpfer machen uns mehr oder weniger Probleme. Sie
werden unterstützt von riesigen Kampfrobotern, die mit mächtigen Waffen
ausgestattet sind. So hat man dann auch einiges zu tun bis man weiter kommt.
Zum Glück bekommen wir immer die passenden Waffen geliefert mit denen wir
alle Probleme aus dem Weg räumen können.
In Gaststätten dürfen wir dann auch unsere Waffen aufstocken. Dort erhalten
wir neue Primär- oder Sekundärwaffen, sowie Gesundheit und spielwichtige
Utensilien. Außerdem stehen uns fest installierte Geschütze zur Verfügung.
Mit diesen Waffen haben wir zwar um einiges mehr Schusskraft aber auch den
Nachteil, dass nur ein kleiner Bereich bearbeitet werden kann. Nicht selten
kommt es vor das wir am Geschütz von einem seitlich stehenden Gegner
beballert werden während wir vorne ganze Horden vernichten. Wohin wir als
nächstes müssen zeigt uns ein Radar an, dass eine rote Einfärbung in der
Richtung hat, in der wir als nächsten gehen müssen. Desto näher wir dem Ziel
kommen desto kleiner wird dieser rote Bereich. Hinzu kommt im Menü eine
Aufgabenliste die detailliert auflistet was noch abgearbeitet werden muss.
So weiß der Spieler immer was er noch zu erledigen hat. Die gesamte Action
wird dann durch viele nette Videos zusammengehalten. In diesen kleinen
Filmen wird die Story sehr witzig erzählt. Hier kann sich der Akteur
wirklich verwöhnen lassen, denn keine Szene wird abgespielt ohne das sich
der Zuschauer vor lachen abrollt. Dabei nehmen sich die Protagonisten gerne
selber auf die Schüppe und viele kleine Anspielungen auf bekannte
Lucas-Arts-Filme versüßen die Videos. Ein wirklich gelungener Spaß den man
unbedingt gesehen haben muss.
Technik:
Optisch sieht das Spiel recht gut aus. Eine gute Weitsicht ist genauso
vorhanden wie hochauflösende Texturen und nette Explosionen. Daneben wir man
auch noch gute Licht und Schatten- sowie nette Wassereffekte zu sehen
bekommen. Die Figuren sehen auch noch ganz passabel aus, auch wenn die
Animationen sehr hölzern wirken. Diese bewegen sich sehr steif und ungelenk
durch die Levels und selbst bei Sprüngen sieht es so aus, als wenn unser
Held einen Stock verschluckt hat. Auch wenn hier nicht alles ideal aussieht
wird dadurch das Gamelay nicht gestört. Dafür ist viel zu viel Action
angesagt, so dass man locker darüber hinweg sehen kann. Zwischen den Levels
wird der Spieler dann mit den witzigen Videos belohnt. Der Sound ist auf
einem ähnlichen Niveau angesiedelt. Die Stimmen in den Videos klingen gut,
auch wenn manche Sprecher einen Hang zur Übertreibung haben. Der Witz geht
dadurch aber nicht verloren. Im Spiel selber wird der passende Sound immer
richtig eingespielt und die Geräusche klingen ebenso gut wie die Waffen. Die
Steuerung ist angenehm einfach gehalten. So kann man in wenigen Minuten voll
loslegen. Im Spiel wir dann auch immer wieder Hilfe angeboten. Ein wenig
krankt das Spiel an der KI der Mitstreiter. Diese verhalten sich nicht immer
intelligent und so rennen sie genauso in die Schussbahn unserer Feinde wie
in unser eigenes Feuer. Hinzu kommt dann auch noch das sie eigentlich nur in
die Richtung schießen in die wir ballern. So lässt man sie oft hinter sich
damit sie ja nicht störend eingreifen. Die Gegner dagegen sind ein wenig
besser. Sie ducken sich, rennen auch mal weg und agieren so wie man es von
ihnen erwartet. Dank eines einstellbaren Schwierigkeitsgrads ist das Spiel
für Anfänger aber auch Profis geeignet. Trotzdem werden Genreneulinge einige
Probleme bekommen da die Gegner sehr zahlreich sind. Fasst man dann alles
zusammen so kann das Spiel als technisch gelungen betrachtet werden, auch
wenn nicht alles perfekt ist.
Fazit:
Armed and Dangerous ist ein witziges Third-Person-Shooter-Spiel das vor
allem durch die Videos nie langweilig wird. Hier darf der Spieler über 60
Minuten Film genießen. Das Spiel selber ist ebenfalls sehr unterhaltsam,
auch wenn es nicht viel Intelligenz vom Spieler abverlangt. Dafür wird viel
Abwechslung geboten und das ist bei so einem Spiel das wichtigste. Die Optik
ist dann genauso gelungen wie die Steuerung. Dank eines einstellbaren
Schwierigkeitsgrades ist das Spiel für Anfänger genauso geeignet wie für
Genrekenner. Durch die Kombination aus Witz und Action kann das Spiel so
fesseln das man gar nicht mehr vom Bildschirm los kommt. Viele Waffen und
Items sorgen dann dafür, dass der Spieler immer die richtige Antwort auf die
Massen von Gegnern parat hat. Diese machen uns das Leben wirklich schwer. Da
aber viele Heilpacks und Munition im Spiel verteilt wurden ist das nicht
ganz so schlimm. Betrachtet man alles zusammen muss man feststellen, dass
sich das Spiel für Fans des Genres lohnt. Sie werden wirklich köstlich
unterhalten. So können wir auch Armed and Dangerous zum Kauf empfehlen.
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