Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Armed Assault - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Die Entwicklerschmiede Bohemia Interactive lieferte vor drei Jahren mit Operation Flashpoint ein beeindruckendes Spiel ab. Jetzt geht das Game in die zweite Runde, denn Armed Assault kommt auf den deutschen Markt. Es handelt sich dabei übrigens um den inoffiziellen Nachfolger. Der Titel konnte leider aus namensrechtlichen Gründen nicht beibehalten werden. Wir konnten uns das Taktik-Shooter-Spiel jetzt genauer ansehen. Ob sich eine Anschaffung für angehende Elitekämpfer lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Ganz ohne Grund werden wir natürlich nicht auf das Schlachtfeld geschickt. Auf der Insel Sahrani, einer rein fiktiven Insel, treffen zwei Regierungsformen aufeinander. Während im Norden Kommunismus herrscht, gebietet im Süden eine parlamentarische Monarchie. Konflikte bahnen sich an und schon startet der Norden eine Invasion in den Südteil der Insel. Wir sind als Teil eines US-Kontingents im Süden stationiert. Unsere Aufgabe ist es die Armee auszubilden. Anfangs materiell hoffnungslos unterlegen, liegt es an uns, den Norden zu stoppen und zurückzudrängen. Bevor wir uns eine Waffe schnappen und an die Front gehen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde, erscheint ein kleines Menü mit den Punkten Spielen und Optionen. Wie üblich dürfen wir unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen wie Grafik, Audio oder Schwierigkeitsgrad anpassen. Von letzterem gibt es übrigens zwei Stufen: Kadett und Veteran, die wir individuell anpassen dürfen. Klicken wir dagegen auf Spielen, erscheinen vier weitere Punkte: Einsätze, Kampagne und Mehrspieler. Hinzu kommt der Editor, indem wir Karten bzw. Szenarios für Einzel- aber auch Mehrspielerschlachten bearbeiten oder erstellen können. Kommen wir zurück zu den eigentlichen Spielarten. Am Anfang bietet sich erst einmal der Modus Einsätze an. Hier durchläuft der Spieler u.a. ein Tutorial. Der Übungsbereich bringt uns das Spiel und die Steuerung in kleinen Schritten bei. Nötige Anweisungen werden mit englischer Sprachausgabe und deutschem Untertitel gegeben und so weiß jeder, was er zu tun hat. Diese Konstellation werden wir übrigens im Spiel ebenfalls vorfinden. Daneben dürfen wir auch noch diverse Einsätze spielen. Eine kleine Einsatzbesprechen zeigt uns genau, was zu tun ist und so startet Ihr niemals unvorbereitet in eine Mission. Wer es ein wenig spannender mag, sollte in den Kampagnenmodus wechseln. Hier durchleben wir dann auch die Story. Ein kleines nett gemachtes Video mit deutscher Sprachausgabe leitet den Einsatz ein. Die Kampagne selber ist in Story-Missionen und Nebenmissionen unterteilt, die durch Zwischensequenzen verbunden sind. Vor jedem neuen Einsatz wird die strategische Karte mit dem aktuellen Status der einzelnen Kriegsparteien eingeblendet. Darüber hinaus werden auf der Karte alle verfügbaren Missionen angezeigt. Möchten wir die Kampagne vorantreiben, müssen wir die Storymissionen in Angriff nehmen. Daneben gibt es aber auch Einsätze, die zuerst gespielt werden können und sich nachhaltig auf bestimmte Story-Missionen auswirken. So sabotieren wir im Rahmen einer Mission beispielsweise einen Flughafen, wodurch wir später einen Luftschlag anfordern können. Allerdings wirken sich auch ein paar Nebenmissionen negativ auf zukünftige Story-Einsätze aus. Eine interessante Sache, die den Singleplayermodus sehr interessant macht. Die Aufträge selber sind sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Von Aufklärungs- bis hin zu Eroberungsmissionen ist alles vorhanden. Wer nicht gerne gegen computergesteuerte Gegner kämpft, darf auch ein Mehrspielerspiel bestreiten. Hier tragt Ihr dann mit 100 und mehr Spielern via LAN oder Internet feuergewaltige Gefechte aus.

Armed Assault spielt in einer riesigen Welt, in der man sich frei bewegen darf. Die Insel misst stolze 400 Quadratkilometer, was uns unendlich viele Möglichkeiten eröffnet. Allerdings hat diese Weite auch Nachteile. Die Wege bis zum nächsten Checkpoint sind oft sehr lang und so werdet Ihr öfters einmal lange Fußmärsche in Kauf nehmen müssen. Selbstverständlich können wir auch Hilfe wie Fahrzeugunterstützung, Munitionsnachschub oder medizinische Unterstützung anfordern. Allerdings benötigt diese viel Zeit um an unseren entlegenen Standort zu kommen. Realistisch ist auch das Gameplay, denn fangen wir ein paar Kugeln ein, dann ist das Spiel schnell beendet. Daher immer schön vorsichtig agieren. Ist die Übermacht zu groß, ist es sogar ratsam ein Versteck aufzusuchen. Hier kann man dann unendlich viel Zeit verbringen, bis ein Gegner auftaucht. Unsere Aufgaben sind ebenfalls realistisch, denn oftmals müssen wir Patrouillen gehen. Das ist allerdings nicht langweilig, denn hinter jeder Ecke könnte ein Feind lauern. Durch die künstlich aufgebaute Spannung, fühlt man sich wie ein echter Soldat und so genießt man auch jede ruhige Minute. Vor allem wenn gerade ein feindlicher Panzer an uns vorbeigefahren ist, muss man erst einmal durchschnaufen. Grundsätzlich arbeiten wir im Team und dieses sollte gut zusammenspielen. Um sich zu verständigen nutzt man ein Funkgerät. Dank vorgegebener Gesprächstexte, kann man sich schnell mit seinen Kollegen verständigen. Allerdings ist es auch ein wenig verwirrend, wenn alle Soldaten miteinander reden. Zum einen weil ständig Spracheinspielungen kommen und zum anderen weil wir (falls die englischen Sprachkenntnisse nicht ausreichen) durch das lesen der Texte oft abgelenkt werden. Die Unterhaltungen sollte der Akteur allerdings nicht ignorieren, denn oftmals beinhalten diese wichtige Informationen. Schnell kann es vorkommen, dass unsere Jungs ein neues Ziel erhalten und kehrt machen. Einmal nicht aufgepasst und wir befinden uns allein auf fremden Terrain. Nach den ersten Aufträgen wird uns das Kommando zugesprochen und wir trotten nicht mehr hinter der Meute her. Jetzt sollen wir den Einsatz planen und unsere Kollegen leiten. Einzelne Soldaten funken wir an und geben ihnen taktische Befehle. Dank einfacher Bedienung blickt man hier schnell durch und so entsteht schnell ein schlagkräftiges Team. Allerdings klappt das nur, wenn die CPU-Figuren mitmachen. Hin und wieder kommt es leider vor, dass sie die Befehle missachten oder falsch befolgen. Das war natürlich noch nicht alles. Ausrüsten müssen wir unseren Soldaten dann auch noch. Dazu stehen unzählige Waffen bereit, die vom Sturmgewehr bis hin zum mobilen Raketenwerfer reichen. Die Vielfalt kennt keine Grenzen, denn auch Fahrzeuge und Luftfahrzeug sind in dem Spiel vorhanden. So werden wir Panzer genauso kennen lernen, wie viele unterschiedliche gepanzerte Fahrzeuge oder zivile Autos. Hubschrauber dürfen in einem modernen Krieg ebenso wenig fehlen, wie Haubitzen oder Boote. Am meisten wird unsere Spielfigur allerdings zu Fuß unterwegs sein. Selbstverständlich hat dieser diverse Bewegungen drauf. Der virtuelle Soldat darf z.B. seine Waffe unterschiedlich halten, sich in gefährlichen Situationen anlehnen, sich hinknien, hinlegen, rennen, gehen oder sogar schwimmen. Den Überblick behalten wir durch unterschiedliche Perspektiven. Wir dürfen sowohl aus der Ego- als auch aus der Beobachtungsansicht agieren. Hinzu kommt die Waffenperspektive, aus der wir am besten schießen können. Ihr sehr schon das dieses Spiel viele Möglichkeiten anbietet, wodurch das Gameplay sehr authentisch wird. Dazu trägt auch die absolut zwingende taktische Disziplin bei. Denn nur wenn wir vorsichtig und im Team arbeiten, wird unsere Mission erfolgreich verlaufen.

 

Technik:

Die Grafik sieht ganz nett aus. Allerdings müssen wir vorab erwähnen, dass Ihr einen sehr leistungsstarken PC benötigt. Dreht Ihr alles auf, so läuft das Spiel nur mit einem High-End-PC einigermaßen flüssig. Habt Ihr diesen nicht, so werdet Ihr üble Rückler erleben. Dann bleibt nur noch die Möglichkeit vieles herunter zu schrauben. Bei der Grafik gibt es dann gute aber auch schlechte Seiten. Nicht alle Texturen sind erstklassig. Wir werden zwar viele realistische Objekte vorfinden, allerdings auch welche, die weniger schön aussehen. Wirklich toll kommen die Gebäude und Fahrzeuge rüber. Hier hat sich der Hersteller wirklich angestrengt. Etwas unschöner sind dagegen die Landschaften. Eine ordentliche Vegetation ist außerdem genauso vorhanden, wie viele Effekte. Eindrucksvoll ist dann noch die Weitsicht. Kilometerweit kann man in die Ferne schauen. Dieses führt allerdings auch zu starken Performance-Einbrüchen. Die Waffenmodelle sehen außerdem sehr originalgetreu aus. Ebenso gut kommen die Figuren rüber. Ordentlich animiert und modelliert bewegen sie sich durch die Landschaft. Sitzen wir in Fahrzeugen, so ist es mit der Animation vorbei. Der Fahrer hockt dann nur noch starr am Lenkrad. Dieses dreht sich zwar, aber nur durch seine Hände. Wirklich gut sieht das nicht aus. Der Sound passt zum Spiel, wie die Faust aufs Auge. Die Waffen hören sich genauso gut an, wie die Fahrzeuge. Allerdings gibt es auch hier Einschränkungen. Autos klingen von innen weniger authentisch. Hinzu kommen dann noch glasklare englische Synchronstimmen. Ab und zu werden wir in den Filmen auch deutsche Sprecher zu hören bekommen. Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, darf übrigens alles über deutsche Texte nachlesen. Lauschen dürfen wir außerdem noch einer stimmungsvollen Musik und vielen Ingamegeräuschen. Mit der Steuerung kommt man leider nicht sofort klar. Dafür gibt es einfach zu viele Sachen, die wir machen können. Ein Tutorial ist zwar vorhanden, aber das hilft nur wenig, wenn man relativ schnell in das Spiel einsteigen möchte. Nur wer ausgiebig übt und sich lange mit den vielen Möglichkeiten und Fahrzeugen beschäftigt, wird später ohne Probleme spielen können. Nett ist dann noch, dass das Spiel mehrere Trefferzonen anbietet. Je nachdem, wie wir oder unsere Gegner getroffen werden, hat es Auswirkung auf das weitere Geschehen. Mit einem Kopftreffer z.B. hat sich das Spiel für uns sofort erledigt. Treffer in andere Zonen haben dagegen Auswirkung auf unsere Gesundheit. Hierdurch ergibt sich auch ein hoher Schwierigkeitsgrad. Da wir innerhalb von wenigen Sekunden sterben können, laufen wir permanent Gefahr, alles noch einmal machen zu müssen. Gerade Anfänger werden hierdurch oft Frustmomente erleben. Etwas negativ ist dann noch die KI. Diese hat oft Aussetzer. Man kann nur hoffen, dass ein baldiger Patch das Problem löst. Fasst man alles zusammen, so kann man grundlegend mit der technischen Seite zufrieden sein.

 

Fazit:

Eins kann man dem Spiel nicht abstreiten, realistisch ist es ohne Ende. Wir agieren wie ein echter Soldat in einem Gefecht. Machen wir das nicht, so wird man schnell das zeitliche segnen. Hierdurch wird aber auch eine künstliche Spannung aufgebaut, denn hinter jeder Ecke könnte der Tod lauern. Nur wer vorsichtig nach vorne geht und mit seinen Teammitgliedern zusammenarbeitet, wird eine Mission erfolgreich beenden. Toll ist dann noch die komplette Atmosphäre in dem Spiel. Wenn die Panzer an uns vorbeidröhnen, die Kugeln über unseren Kopf hinweg fliegen und hektische Funksprüche das Chaos ankündigen, bekommt man schnell schwitzige Hände. Etwas Schade ist allerdings, dass die KI nicht wirklich überzeugen kann. In der heutigen Zeit erwartet man doch ein wenig mehr von computergesteuerten Figuren. Das bezieht sich vor allem auf die Gegner, die sich sehr unmenschlich verhalten. Nur etwas besser sind unsere eigenen Kollegen. Man kann hier nur auf einen baldigen Patch hoffen. Dieser könnte dann noch kleinere technische Macken verbessern. Hin und wieder kommt es nämlich zu abstürzen. Wir werden allerdings jetzt schon durch die vielen Waffen und Fahrzeuge anständig entschädigt. Hinzu kommen unendlich viele taktische Möglichkeiten. Hier können sich angehende Elitesoldaten so richtig auslassen. Wer dann noch Mehrspielerschlachten mag, der wird voll auf seine Kosten kommen. Das Spiel bietet gerade in diesem Bereich sehr viele Möglichkeiten. Dank eines großen Szenarios sind atemberaubende Schlachten unausweichlich. Wer also ein wirklich realistisches Taktig-Egoshooter-Spiel sucht, einen hammerharten Schwierigkeitsgrad nicht scheut und einen sehr leistungsstarken Rechner besitzt, der darf gerne bei diesem Spiel zuschlagen. Uns hat Armed Assault trotz kleinerer Kritikpunkte gut gefallen und daher können wir auch eine Kaufempfehlung aussprechen.

 

Features:

- Grafik: Die neuartige DirectX 9 Engine ermöglicht unglaublich detailgetreue Umsetzung von Animationen, Personen und Gegenständen. Besonders beeindruckend ist die überzeugende Darstellung von großen Gebieten mit unterschiedlichen Spezialeffekten. Realistischer wurde Krieg bisher nie gezeigt.
- Die Insel Sahrani: Das Schlachtfeld besteht aus einem 400 km² großen Gelände mit Städten, Dörfern, Inseln und unterschiedlichen Vegetationen (europäisch, mediterran, tropisch…). Das übersteigt sogar das Gesamtvolumen von 'Operation Flashpoint' und 'Resistance'. Neben der unterschiedlichen Vegetationen gibt es natürlich auch eine eigenständige Tier- und Menschenwelt. Alle Gebäude und das gesamte Areal sind begehbar, sollte man nicht gerade mit einem der über 40 Fahr- oder Flugzeugen unterwegs sein. Neben Hubschraubern, Panzern und Jeeps sind auch Zivilfahrzeuge und vieles mehr vorhanden. Realistische Tages- und Nachtsimulationen sind ebenso selbstverständlich wie wechselndes Wetter, Gezeiten und sternenklare Nächte.
- Singleplayer: Obwohl das Spiel für das LAN und Internet ausgelegt ist, enthält es 20 Singleplayer-Missionen, in denen sich mit Hilfe von virtuellen Kameraden das Spiel erlernen lässt. Neben Trainingsmissionen kann man echte Ereignisse nachspielen. Alle Missionen sind inspiriert durch wirkliche Geschehnisse, militärische Taktiken und politische Doktrinen.
- Multiplayer: Hier liegt die große Stärke von 'Armed Assault': Man hat die freie Wahl, sich als Panzerfahrer, Pilot, einfacher Soldat u.v.m. ins Geschehen einzubringen. Als einer von ca. 100+ Spielern kann man gewaltige Schlachten so realistisch wie noch nie spielen. Das Ausmaß der Schlacht bremst nur die Serverhardware. Neben den bekannten Spielmodi wie CTF, Death Match, Team Death Match, Attack & Defend, Capture & Hold sind weitere und noch nie gesehene Varianten integriert.
- Community: Der steigende Erfolg ist jetzt schon deutlich spürbar. Durch die offene Spielarchitektur, die eigens entwickelte Scriptsprache und die Integration von Editoren ist es Fans möglich, das Spiel nach ihren Wünschen zu gestallten. Neue Addons, Maps, Models und Grafiken werden für lang anhaltenden Spielspaß sorgen und Clans wie Pilze aus dem Boden schießen lassen.

 

 

 

Screenshots:
 

Wertungsbox:

Armed Assault (PC)

 
 Armed Assault
EUR 45,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 82 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 80 %  
Singleplayer: 81 %  
Multiplayer: 89 %  
Spielspaß: 87 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Mindestanforderung:

- Windows 2000, Windows XP
- 2 GHz Prozessor
- 512 MB RAM
- nVidia GeForce FX/ ATI Radeon 9500 128 MB mit Pixel Shader 2.0
- 3 GB Plattenplatz (exkl. Addons)
- DirectX 9.0c

 

 

 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt