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Einleitung:
Im Oktober 2007 kam der Film Königreich
Arktis in die deutschen Kinos. Erzählt wird die Geschichte des
Eisbärenmädchen Nanu und des Walrossmädchen Seela, die in der Arktis mit den
Auswirkungen des Klimawandels klar kommen müssen. Passend dazu bringt ZOO
Digital Publishing und National Geographic ein Spiel auf den Markt. Es
handelt sich dabei um das Abenteuerspiel Arctic Tale. Dieses wird übrigens
für Nintendo Wii und NDS erscheinen. Wir konnten uns jetzt die fertige
Wii-Version ein wenig näher ansehen. In unserem Test erfahrt Ihr, ob sich
das Spiel nicht nur für eisenharte Filmfans lohnt.
Zum Spiel:
In Arctic Tale erleben der Eisbär Nanu und das Walross Seela jeder für sich
eine 12-teilige Geschichte in der sich verändernden 3D-Polarwelt. Bevor wir
allerdings in das eisige Abenteuer starten, wollen wir erst einmal ganz von
vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint das Hauptmenü
mit den Punkten "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen", "Optionen", "Profil" und
"Multiplayer". Wie gewohnt kann man unter Optionen alle spielrelevanten
Einstellungen anpassen und unter Profil ein gleichnamiges wählen. Wer gerne
mit einem Freund spielt, der kann diverse Minispiele unter Multiplayer
bestreiten. Hier warten Herausforderungen wie Fang die Robbe, Tolle Musik,
Futtergefecht oder Balance-Wettbewerb auf Euch. Viel interessanter ist
natürlich der Einzelspielerbereich. Hier agieren wir mit den beiden
niedlichen Tieren in der Arktis. Beide haben unterschiedliche Eigenschaften
wie Ausdauer, Stärke und Geschwindigkeit die sich der aktuellen Verfassung
und Umgebung anpassen. Daneben werden wir noch die Rolle anderer Tiere
übernehmen, wenn wir sie freigeschaltet haben. Um z.B. den Polarfuchs zu
bekommen braucht man 10 silberne Pfotenabdrücke. Für einen Bär 20, Killerwal
30 und das Walross bekommt der Spieler nach 40 silbernen Symbolen. Dazu
müssen wird die Umgebung erkunden und uns diversen Herausforderungen
stellen. Bei diesen soll der Gamer dann Schneeflocken ergattern, indem er
die Aufgabe meistert. Gleich drei Herausforderungen warten jeweils auf uns,
die wir mit Bronze, Silber und Geld abschließen können. Am Ende bekommt man
dann eine geheime Belohnung wie Nahrung oder Pfotenabdrücke. Damit wir uns
schnell zurecht finden, gönnt uns der Hersteller eine nützliche Karte. Hier
erkennen wir direkt, wo sich spielwichtige Orte befinden. Kommen wir nun zu
den Minispielen, die wir erledigen müssen, um im Spiel weiter zu kommen.
Davon gibt es gleich zwölf unterschiedliche, die allerdings allesamt recht
einfach gestrickt sind. Bei der Eisrutsche gleiten wir eine Eisrutsche
hinunter. Der Spieler soll hier die Felsen meiden und gleichzeitig
Pfotenabdrücke einsammeln. Bei Finde Futter erkunden wir die Landschaft und
versuchen, an die von den schlafenden Eisbärenmännchen zurückgelassenen
Essensreste zu kommen. Bewegen wir uns hier zu schnell, werden die
schlafenden Bären geweckt. Mit drei Versuchen sollt Ihr außerdem beim
Curling so viele Punkte wie möglich sammeln. Im Futtergefecht kämpfen wir
dann um lebensrettende Fleischbrocken. Ein Stück Packeis steuert der Gamer
im Eisflussrodeo durch wilde Wasserfluten. Daneben fangen wir noch Robben,
bestreiten Rennen gegen einen Killerwal, fangen Muscheln, jagen ein Walross
oder führen einen bizarren Tanz vor. Alles recht anspruchslose aber dennoch
nette Minispiele, die uns für eine kurze Zeit bei Laune halten. Nett ist
auch noch, dass wir viel über die Auswirkungen des Klimawandels auf die
Tierwelt erfahren. Durch die eingestreuten Informationen über die Tiere und
Natur werden uns die komplexen Zusammenhänge auf anschauliche Art und Weise
näher gebracht. Ein netter Lerneffekt ist also auch noch vorhanden.
Technik:
Erwartet bei der technischen Seite nicht zu viel. Wir werden eine eher
einfache und zweckmäßige Optik zu sehen bekommen. Die Umgebungen zeigen
meistens nur matschige Texturen und wirklich viele Details wurden auch nicht
eingebaut. Zumindest wurden die Tiere nett modelliert und animiert. Kleinere
Effekte sind dann auch noch vorhanden. Diese bringen unsere Wii allerdings
nicht an ihre Leistungsgrenze. Nicht viel besser ist der Sound. Die
Musikstücke passend zwar zum Spiel, allerdings wiederholen sich die Tracks
sehr häufig. Wirklich abwechslungsreich ist die Musik genauso wenig, wie die
eingespielten Soundeffekte. Die Kamera hat dagegen alles gut im Blick. Uns
wird fast immer eine ansprechende Perspektive angeboten, die kaum Wünsche
offen lässt. Die Steuerung ist auch noch sehr einfach. Das liegt
hauptsächlich daran, dass der Spieler kaum etwas machen kann. Meistens
beschränken sich unsere Aktionen auf wenige Handlungen. Das bringt uns schon
zum Schwierigkeitsgrad. Dieser ist sehr einfach. Da das Spiel allerdings
jüngere Gamer ansprechen soll, kann man damit gut leben. Ältere Spieler
werden sowieso vom Gameplay ein wenig abgeschreckt. Fasst man alles
zusammen, so kann die solide aber auch unspektakuläre Technik nur bedingt
überzeugen.
Fazit:
Arctic Tale ist eine nette Minispielsammlung rund um den Film. Allerdings
wird das Game wohl nur echte Filmfans ansprechen. Vor allem jüngere Spieler
können mit Arctic Tale einige spaßige Spielstunden verbringen. Ältere werden
dagegen allein schon vom mageren Umfang und dem sehr einfachen
Schwierigkeitsgrad bzw. Gameplay abgeschreckt. Die Aufgaben sind leider nur
selten spannend und da dann noch die Anzahl recht gering ist, kommt schnell
Langeweile auf. Nett ist zumindest, dass wir so einiges über die komplexen
Zusammenhänge und die Auswirkungen des Klimawandels erfahren. Durch den spielerischen Lerneffekt kann man das Spiel zumindest
Kindern ans Herz legen. Alle anderen werden das Game wohl sehr schnell zur
Seite legen. Wer also aktuell ein kindgerechtes Spiel für seine Sprösslinge
sucht, der darf gerne bei Arctic Tale zuschlagen. Alle anderen müssen hier
nicht zugreifen, denn das Game bietet für ein Vollpreisspiel einfach zu
wenig.
Features:
- Basiert auf der offiziellen Filmlizenz
- Offizielle Lizenz von National Geographic
- Spiele einen Eisbären oder ein Walross
- Beweise dich bei zahlreichen Minispielen
- Ein Erzähler führt durch die Geschichte und erwähnt Wissenswertes
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