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Einleitung:
Klassische Adventure-Spiele
bildeten vor Jahren noch ein gewichtiges Genre auf dem PC. In den letzten
Jahren erschienen leider immer weniger Spiele aus diesem Bereich. Um so
erfreulicher ist es, dass jetzt mit Ankh ein neuer Genrevertreter auf den
deutschen Markt kommt. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von der Firma
Deck 13. Wir konnten das Adventurespiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine
Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich ist auch bei diesem Adventure eine Story vorhanden. Ankh entführt
uns in eine Welt ägyptischer Wunder. Eine Welt von Schurken, Göttern und
Pharaonen - und Krokodilen, Fischfrikadellen und Flaschenöffnern.
Mittendrin: Assil, der seinem Vater, dem Pyramidenbauer, den Zweitschlüssel
zur großen Pyramide geklaut hat. Hätte er dort nicht eine verbotene Party
mit seinen Freunden gefeiert, dann hätte er niemals diesen Todesfluch
erhalten, der in nur wenigen Stunden sein Leben auslöschen wird. Aber dann
hätte er auch nicht das magische Ankh gefunden, das so mächtig ist, dass
selbst Osiris, der Gott der Unterwelt, es Assil wieder abnehmen will. Und er
hätte auch niemals seine Traumfrau getroffen, und sie wären niemals
gemeinsam in das Abenteuer ihres Lebens hineingeraten. Bevor wir nun in die
Rolle von Assil schlüpfen, gelangen wir erst einmal in das Hauptmenü. Hier
angekommen erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Weiterspielen",
"Spiel laden", "Spiel speichern" und "Einstellungen". Wie immer dürfen wir
unter Einstellungen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Ist ein
Spiel vorhanden, können wir dieses laden oder während es läuft
weiterspielen. Da wir noch keinen Spielstand haben starten wir ein neues
Spiel. Am Anfang bekommen wir erst einmal ein Intro zu sehen, welches die
Story passend einleitet. Anschließend schlüpfen wir in die Haut von Assil.
Mit unserem kleinen Helden sollen wir nun dieses klassische Adventure
bestreiten. Im Mittelpunkt steht natürlich eine witzige und vor allem
abgedrehte Story. Daneben müssen wir mit vielen Charakteren reden und
diverse Rätsel lösen. Der Humor kommt bei dem Spiel nicht zu kurz, denn
eigentlich wird hier alles auf die Schippe genommen. Wie in solchen Spielen
üblich bekommen wir viele unterschiedliche Orte zu sehen. Kairo mit seinem
großen Basar ist genauso vorhanden wie ein Palast, die Wüste und Gizeh. Die
Sphinx darf ebenso wenig fehlen wie eine geheimnisvolle Oase. Dabei werden
wir nicht nur am Land diverse Aufgaben lösen. Auch am Grund des Nils warten
Abenteuer auf uns. Alle Umgebungen wurden sehr liebevoll gestaltet und so
macht es auch viel Spaß diese abzusuchen. Das müssen wir auch immer wieder
machen, denn unser Held benötigt für die Rätsel viele unterschiedliche
Objekte, die auf den ersten Blick belanglos erscheinen.
Trotz der etwas abstrusen Lösungen ist der Schwierigkeitsgrad relativ
einfach gehalten. Ziemlich schnell kommt man auf die Lösungen und so stellt
kaum eine Aufgabe ein wirkliches Problem für uns dar. Neben objektbezogenen
Problemen müssen wir auch diverse Aufgaben über Dialogfolgen bewältigen.
Sprechen wir mit einer Figur werden oftmals mehrere Antworten angeboten. Es
lohnt sich immer ein Gespräch solange fortzuführen, bis keine Antworten mehr
zur Verfügung stehen. Teilweise wird es nicht nur an Assil liegen, ein
Problem aus der Welt zu schaffen. Im späteren Spielverlauf übernehmen wir
auch die Steuerung von Thara, die wir aus dem Gefängnis befreit haben. In
dem Spiel existieren auch Aufgaben, die wir nur gemeinsam lösen können. Die
meisten Rätsel beziehen sich allerdings auf Objekte, die wir erst einmal
finden müssen. Dabei wird gleich eine große Schwäche in dem Spiel sichtbar.
Oft muss der Spieler ein weit entferntes Objekt holen, um dieses am anderen
Ende des Spiels einzusetzen. Daher müssen wir sehr gründlich jedes Bild
absuchen um alle nötigen Gegenstände zu finden. Ein weiteres Problem besteht
darin, dass wir gezwungen werden jedes Objekt in einem Bild anzuklicken. Nur
so werden wir herausfinden, ob wir dieses mitnehmen können. Allerdings
fallen die meisten Objekte recht schnell ins Auge. Das Inventar, das wir
oben im Bildschirm sehen, wächst mit der Zeit immer weiter an. Die Objekte
müssen nun - mit anderen Gegenständen in unserem Inventar - kombiniert
werden. Ansonsten verwenden wir unseren Inventarinhalt direkt im Spiel. So
suchen wir die Umgebungen gründlich ab, kombinieren diverse Objekte, reden
mit jeder Figur und lösen eine Vielzahl von Rätseln. Leider werden wir das
Ende schon recht bald sehen, denn das Spiel endet nach gut sechs bis acht
Stunden.
Technik:
Optisch kommt das Spiel wirklich toll rüber. Alle Abschnitte wurden
liebevoll gestaltet und so werden wir viele Details und ansprechende
Szenarios zu sehen bekommen. Toll ist auch das der Hersteller viele
unterschiedliche Umgebungen in das Spiel eingebaut hat. Wir werden eine
Wüste genauso zu sehen bekommen, wie einen Palast, Kairo oder den Grund des
Nils. Hinzu kommen nette Wasser-, Licht- und Schatteneffekte. Etwas besser
hätten eigentlich nur die Texturen ausfallen können. Ein paar Objekte mehr
in den Außenbereichen wären auch nicht schlecht gewesen. Zufrieden kann man
auch mit dem Charakterdesign sein. Jede Figur hat seine eigene
Persönlichkeit und so wird man sich gerne mit ihnen Unterhalten. Etwas
dürftig sind die Animationen der Figuren ausgefallen. Entweder stehen sie in
dem Bild herum oder sie laufen recht steif durch die Gegend. Selbst unsere
Spielfigur läuft etwas zu schlaksig durch die Levels. Wirklich störend ist
dieses allerdings nicht. Mit der Kamera kann man gut leben. Meistens zeigt
diese nur einen festen Bildausschnitt. Kommen wir an den Rand, so wird
sofort umgeschwenkt. Durch die Schwenks kommt es allerdings immer wieder
vor, dass wir an Stellen klicken, die wir gar nicht aktivieren wollten. Mit
der Zeit kommt man aber damit klar und so steht dem guten Gameplay nichts
mehr im Wege. Ansonsten ist die Steuerung kinderleicht. Nach wenigen Minuten
wird jeder damit zurecht kommen. Der Sound ist erstklassig. Zum einen hören
wir eine stimmungsvolle und vor allem passende Musik, die zu keiner Zeit
nervend klingt. Hinzu kommen deutsche Synchronsprecher, die uns sofort
bekannt vorkommen. Unter anderem werden wir den deutschen Stimmen von Ben
Stiller, John Cleese und Renee Zellweger lauschen können. Fasst man nun
alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite durchaus zufrieden
sein.
Fazit:
Ohne Zweifel ist Ankh eines der besten klassischen Adventure-Spiele in
diesem Jahr. Der tolle Humor, die interessante Geschichte und die
erstklassigen Synchronsprecher begeistern einen genauso, wie die netten
Szenarios und die gute Grafik. Mit den sympathischen Figuren unterhält man
sich gerne und selbst das durchsuchen der ganzen Örtlichkeiten geht einem
recht leicht von der Hand. Da nervt es auch nur wenig, dass wir oftmals sehr
lange Wege gehen müssen, um ein Rätsel zu lösen. Vor allem am Ende muss man
deswegen oftmals tief durchatmen. Schade ist auch das Ankh relativ kurz ist.
Nach gut sechs bis acht Stunden werdet Ihr das Ende sehen. Zumindest werdet
Ihr in dieser Zeit wunderbar unterhalten. Unterm Strich passt alles zusammen
und so können wir nur hoffen, dass bald ein zweiter Teil erscheint. Uns hat
das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir Ankh jedem Adventure-Fan
zum Kauf empfehlen.
Features:
- Hochwertige 3D-Grafik
- Point & Click-Benutzerführung
- Dutzende skurrile Charaktere
- Über 100 benutzbare Items
- Cineastische Kameraführung
- Dutzende Locations in und um das antike Kairo
- Cineastischer Soundtrack
- Natürlich komplett vertont von großartigen Sprechern
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