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Ankh - Review (PC)

Wertung:
84 %

Einleitung:

Klassische Adventure-Spiele bildeten vor Jahren noch ein gewichtiges Genre auf dem PC. In den letzten Jahren erschienen leider immer weniger Spiele aus diesem Bereich. Um so erfreulicher ist es, dass jetzt mit Ankh ein neuer Genrevertreter auf den deutschen Markt kommt. Entwickelt wurde das Spiel übrigens von der Firma Deck 13. Wir konnten das Adventurespiel jetzt ausgiebig testen. Ob sich eine Anschaffung lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Natürlich ist auch bei diesem Adventure eine Story vorhanden. Ankh entführt uns in eine Welt ägyptischer Wunder. Eine Welt von Schurken, Göttern und Pharaonen - und Krokodilen, Fischfrikadellen und Flaschenöffnern. Mittendrin: Assil, der seinem Vater, dem Pyramidenbauer, den Zweitschlüssel zur großen Pyramide geklaut hat. Hätte er dort nicht eine verbotene Party mit seinen Freunden gefeiert, dann hätte er niemals diesen Todesfluch erhalten, der in nur wenigen Stunden sein Leben auslöschen wird. Aber dann hätte er auch nicht das magische Ankh gefunden, das so mächtig ist, dass selbst Osiris, der Gott der Unterwelt, es Assil wieder abnehmen will. Und er hätte auch niemals seine Traumfrau getroffen, und sie wären niemals gemeinsam in das Abenteuer ihres Lebens hineingeraten. Bevor wir nun in die Rolle von Assil schlüpfen, gelangen wir erst einmal in das Hauptmenü. Hier angekommen erblicken wir die Menüpunkte "Neues Spiel", "Weiterspielen", "Spiel laden", "Spiel speichern" und "Einstellungen". Wie immer dürfen wir unter Einstellungen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen. Ist ein Spiel vorhanden, können wir dieses laden oder während es läuft weiterspielen. Da wir noch keinen Spielstand haben starten wir ein neues Spiel. Am Anfang bekommen wir erst einmal ein Intro zu sehen, welches die Story passend einleitet. Anschließend schlüpfen wir in die Haut von Assil. Mit unserem kleinen Helden sollen wir nun dieses klassische Adventure bestreiten. Im Mittelpunkt steht natürlich eine witzige und vor allem abgedrehte Story. Daneben müssen wir mit vielen Charakteren reden und diverse Rätsel lösen. Der Humor kommt bei dem Spiel nicht zu kurz, denn eigentlich wird hier alles auf die Schippe genommen. Wie in solchen Spielen üblich bekommen wir viele unterschiedliche Orte zu sehen. Kairo mit seinem großen Basar ist genauso vorhanden wie ein Palast, die Wüste und Gizeh. Die Sphinx darf ebenso wenig fehlen wie eine geheimnisvolle Oase. Dabei werden wir nicht nur am Land diverse Aufgaben lösen. Auch am Grund des Nils warten Abenteuer auf uns. Alle Umgebungen wurden sehr liebevoll gestaltet und so macht es auch viel Spaß diese abzusuchen. Das müssen wir auch immer wieder machen, denn unser Held benötigt für die Rätsel viele unterschiedliche Objekte, die auf den ersten Blick belanglos erscheinen.

Trotz der etwas abstrusen Lösungen ist der Schwierigkeitsgrad relativ einfach gehalten. Ziemlich schnell kommt man auf die Lösungen und so stellt kaum eine Aufgabe ein wirkliches Problem für uns dar. Neben objektbezogenen Problemen müssen wir auch diverse Aufgaben über Dialogfolgen bewältigen. Sprechen wir mit einer Figur werden oftmals mehrere Antworten angeboten. Es lohnt sich immer ein Gespräch solange fortzuführen, bis keine Antworten mehr zur Verfügung stehen. Teilweise wird es nicht nur an Assil liegen, ein Problem aus der Welt zu schaffen. Im späteren Spielverlauf übernehmen wir auch die Steuerung von Thara, die wir aus dem Gefängnis befreit haben. In dem Spiel existieren auch Aufgaben, die wir nur gemeinsam lösen können. Die meisten Rätsel beziehen sich allerdings auf Objekte, die wir erst einmal finden müssen. Dabei wird gleich eine große Schwäche in dem Spiel sichtbar. Oft muss der Spieler ein weit entferntes Objekt holen, um dieses am anderen Ende des Spiels einzusetzen. Daher müssen wir sehr gründlich jedes Bild absuchen um alle nötigen Gegenstände zu finden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass wir gezwungen werden jedes Objekt in einem Bild anzuklicken. Nur so werden wir herausfinden, ob wir dieses mitnehmen können. Allerdings fallen die meisten Objekte recht schnell ins Auge. Das Inventar, das wir oben im Bildschirm sehen, wächst mit der Zeit immer weiter an. Die Objekte müssen nun - mit anderen Gegenständen in unserem Inventar - kombiniert werden. Ansonsten verwenden wir unseren Inventarinhalt direkt im Spiel. So suchen wir die Umgebungen gründlich ab, kombinieren diverse Objekte, reden mit jeder Figur und lösen eine Vielzahl von Rätseln. Leider werden wir das Ende schon recht bald sehen, denn das Spiel endet nach gut sechs bis acht Stunden.

 

Technik:

Optisch kommt das Spiel wirklich toll rüber. Alle Abschnitte wurden liebevoll gestaltet und so werden wir viele Details und ansprechende Szenarios zu sehen bekommen. Toll ist auch das der Hersteller viele unterschiedliche Umgebungen in das Spiel eingebaut hat. Wir werden eine Wüste genauso zu sehen bekommen, wie einen Palast, Kairo oder den Grund des Nils. Hinzu kommen nette Wasser-, Licht- und Schatteneffekte. Etwas besser hätten eigentlich nur die Texturen ausfallen können. Ein paar Objekte mehr in den Außenbereichen wären auch nicht schlecht gewesen. Zufrieden kann man auch mit dem Charakterdesign sein. Jede Figur hat seine eigene Persönlichkeit und so wird man sich gerne mit ihnen Unterhalten. Etwas dürftig sind die Animationen der Figuren ausgefallen. Entweder stehen sie in dem Bild herum oder sie laufen recht steif durch die Gegend. Selbst unsere Spielfigur läuft etwas zu schlaksig durch die Levels. Wirklich störend ist dieses allerdings nicht. Mit der Kamera kann man gut leben. Meistens zeigt diese nur einen festen Bildausschnitt. Kommen wir an den Rand, so wird sofort umgeschwenkt. Durch die Schwenks kommt es allerdings immer wieder vor, dass wir an Stellen klicken, die wir gar nicht aktivieren wollten. Mit der Zeit kommt man aber damit klar und so steht dem guten Gameplay nichts mehr im Wege. Ansonsten ist die Steuerung kinderleicht. Nach wenigen Minuten wird jeder damit zurecht kommen. Der Sound ist erstklassig. Zum einen hören wir eine stimmungsvolle und vor allem passende Musik, die zu keiner Zeit nervend klingt. Hinzu kommen deutsche Synchronsprecher, die uns sofort bekannt vorkommen. Unter anderem werden wir den deutschen Stimmen von Ben Stiller, John Cleese und Renee Zellweger lauschen können. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite durchaus zufrieden sein.

 

Fazit:

Ohne Zweifel ist Ankh eines der besten klassischen Adventure-Spiele in diesem Jahr. Der tolle Humor, die interessante Geschichte und die erstklassigen Synchronsprecher begeistern einen genauso, wie die netten Szenarios und die gute Grafik. Mit den sympathischen Figuren unterhält man sich gerne und selbst das durchsuchen der ganzen Örtlichkeiten geht einem recht leicht von der Hand. Da nervt es auch nur wenig, dass wir oftmals sehr lange Wege gehen müssen, um ein Rätsel zu lösen. Vor allem am Ende muss man deswegen oftmals tief durchatmen. Schade ist auch das Ankh relativ kurz ist. Nach gut sechs bis acht Stunden werdet Ihr das Ende sehen. Zumindest werdet Ihr in dieser Zeit wunderbar unterhalten. Unterm Strich passt alles zusammen und so können wir nur hoffen, dass bald ein zweiter Teil erscheint. Uns hat das Spiel sehr gut gefallen und daher können wir Ankh jedem Adventure-Fan zum Kauf empfehlen.

 

Features:

- Hochwertige 3D-Grafik
- Point & Click-Benutzerführung
- Dutzende skurrile Charaktere
- Über 100 benutzbare Items
- Cineastische Kameraführung
- Dutzende Locations in und um das antike Kairo
- Cineastischer Soundtrack
- Natürlich komplett vertont von großartigen Sprechern

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 

Wertungsbox:

Ankh (PC)

 
 Ankh
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 84 %  
Sound: 88 %  
Bedienung: 82 %  
Singleplayer: 80 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 85 %  
Gesamtwertung:  84 %  

Systemanforderungen:

- Minimum: Prozessor 1,5 GHz
- Grafikkarte Gforce 3 oder ähnlich
- Win 98 / 2000 / Me / XP mit Direct X 9.0c oder höher
- 256 MB RAM

 

 

 

 

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