Adventurefans können sich freuen, denn
Daedalic und XIDER veröffentlichen mit Ankh: Kampf der Götter den neuen
Streich der Adventure-Experten von Deck13 Interactive. Ebenso erfreulich ist
der Anschaffungspreis. Für noch nicht einmal 30 Euro kommt das Spiel in den
Handel. Nach den vielen Auszeichnungen für Ankh konnte der Nachfolger Herz
des Osiris ebenfalls viele Genrefans begeistern. Jetzt soll der dritte Teil
nahtlos an alte Erfolge anschließen. Wir konnten die fertige PC-Version von
Ankh: Kampf der Götter ausgiebig testen. Ob die Erfolgsgeschichte weiter
geschrieben werden kann, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Ankh: Kampf der Götter kommt wie immer nicht ohne eine anständige Story aus.
In diesem Teil der Ankh-Serie sind Assil, der unfreiwillige Behüter des Ankh,
und Thara, die Assil bei den früheren Abenteuern wiederholt aus der Patsche
helfen musste, zusammengezogen und leben glücklich und zufrieden in einem
gemütlichen Eigenheim. Allerdings dauert die gewonnene Ruhe und Erholung der
früheren Strapazen nicht sehr lange, denn es kündigt sich ein gewaltiges
Ereignis, der Kampf der Götter, an. Nicht nur, dass dem gesamten ägyptischen
Volk eine Chaos und Schreckensherrschaft durch den haushohen Favoriten Seth
droht, die beiden werden durch die Verbindung Assils zu dem Ankh mitten in
die göttliche Auseinandersetzung hineingezogen. Wird Seth seinen
schrecklichen Plan, die Vorherrschaft über Ägypten zu gewinnen und dann den
Ägyptern zu zeigen, was es heißt, einen Gott zu fürchten, wirklich
durchsetzen können? Wird Osiris an Seth, der ihn in die Totenwelt verbannt
hat, endlich Rache nehmen können? Was hat das Ankh mit all diesen
Begebenheiten zu tun? Und, was fällt auf einer einsamen Insel von einer
Palme, wenn man gegen sie tritt? Diese und viele andere Fragen werden in dem
neusten Assil-Abenteuer geklärt. Bevor wir allerdings mit dem Helden und
Thara erneut in ein turbulentes Point&Click-Adventure starten, wollen wir
erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem wir das Spiel installiert und
gestartet haben, erscheint das obligatorische Hauptmenü. Hier erblickt der
Gamer die Punkte "Neues Spiel", "Spiel fortsetzen", "Spiel laden" und
"Einstellungen". Wie gewohnt kann man unter zuletzt genannten Punkt die
spielrelevanten Optionen anpassen. Wer einen Spielstand hat, darf diesen
unter Spiel laden aktivieren oder mit Spiel fortsetzen das zuletzt
abgespeicherte Spiel starten. Alle anderen müssen ein neues Spiel mit
gleichnamigen Menüpunkt beginnen. Es folgt ein einführender Film, der uns
passend in das Spiel hinein bringt. Jetzt schlüpfen wir in die Haut von
Assil und später sogar in die von Thara. Das Spiel gibt uns zum Teil vor,
mit welcher Figur wir spielen sollen. Erscheint allerdings ein Symbol auf
dem Bildschirm, so kann auch der Spieler seine zu steuernde Figur auswählen.
Das wird vor allem dann wichtig, wenn die Charaktere spezielle Aufgaben
lösen sollen.
Da es sich bei Ankh: Kampf der Götter um ein reinrassiges Point&Click-Adventure
handelt, wir jeder Genrekenner schnell mit der Steuerung klar kommen.
Gespielt wird grundlegend mit der Maus. Dabei passt sich die Mausanzeige der
Spielsituation an. Mit der linken Maustaste steuert der Spieler seine
Spielfigur durch die räumlich begrenzten Bilder und betrachtet Objekte in
seiner Umgebung. Wie üblich werden wir hier viele witzige Sprüche zu hören
bekommen. Mit der rechten Maustaste führt Ihr besondere Aktionen aus, welche
durch die Änderung des Mauszeigers angezeigt wird. Neben Gehen und Objekte
betrachten, kann man auch Gegenstände aufnehmen und in sein Inventar packen.
Diese darf man sich dort noch einmal in aller Ruhe anschauen, kombinieren
oder an passenden Punkten verwenden. Außerdem müssen wir mit vielen Leuten
reden. Hierdurch erhalten wir nicht nur nützliche Informationen und
spielrelevante Aufgaben. Vielmehr sind die Dialoge das Herzstück des Spiels.
Dank eines ganz eigenen Humors werden wir bestens unterhalten. Das war
selbstverständlich noch nicht alles. Der Spieler kann noch mehr machen.
Erscheint beim Cursor ein Öffnen-Icon, so darf man Türen, Schränke oder
Kisten aufmachen. Außerdem finden wir in den Levels immer wieder nützliche
Schriftrollen oder Briefe. Assil kann außerdem im Spiel essen, während Thara
im Wasser schwimmt. Die meiste Zeit im Spiel werden wir vor allem eins
machen: Alles gründlich absuchen. Damit das nicht zu lange dauert, gönnt uns
der Hersteller eine kleine Hilfefunktion. Über eine Taste kann man sich alle
wichtigen Orte in einem Bild anzeigen lassen. Hierdurch müsst Ihr nicht
jedes Pixel auf dem Bildschirm absuchen. Haben wir dann alle Objekte
eingesammelt und unsere aktuell Aufgabe erfüllt, geht es zum nächsten
Spielabschnitt. So erkunden wir nun die diversen Umgebungen, finden viele
wichtige Gegenstände, kombinieren und verwenden diese, führen ausschweifende
und vor allem witzige Gespräche, lösen diverse Rätsel- bzw. Puzzleeinlagen
und folgen der ansprechenden und sehr humorvollen Story.
Technik:
Wie schon bei den ersten beiden Teilen, werden wir auch in Ankh: Kampf der
Götter eine nette Grafik zu sehen bekommen. Voll überzeugen kann dabei der
Comiclook und die üppig ausgestatteten Hintergrundbilder. Hinzu kommen
kleinere Licht und Schatteneffekte und diverse Animationen in der Umgebung.
Allerdings muss man auch erwähnen, dass sich optisch nicht viel verändert
hat. Immer noch sieht alles ein wenig verwaschen aus. Fans der Reihe wird
das aber bestimmt nicht stören. Die einzelnen Charaktere wurden außerdem
ordentlich modelliert und animiert. Sie bewegen sich recht geschmeidig durch
die Bilder. Einzig bei der Synchronisation hat man ein wenig geschlampt,
denn wirklich Lippensynchron sprechen die Figuren leider nicht. Das bringt
uns auch schon zum Sound. Das Beste an dem Spiel sind die erstklassigen
Sprecher. Diese passen nicht nur zu den Charakteren, sondern sie sprechen
auch hoch motiviert. Die witzigen Dialoge bringen einen immer wieder zum
lachen und so lauscht man den Gesprächen sehr gerne. Ingamegeräusche werden
außerdem immer passend eingespielt. Diese klingen genauso gut, wie die
stimmungsvolle musikalische Untermalung. Selbst nach Stunden nervt die Musik
nicht. Genretypisch ist die Steuerung ausgefallen. Mit der Maus kann man
alles machen und jede Aktion wird direkt ausgeführt. Wer schon einmal so
ein Spiel gespielt hat, wird sofort mit der Lenkung klar kommen. Nützlich
ist auch die eingebaute Hilfefunktion. Hierdurch müssen wir nicht das ganze
Bild nach wichtigen Objekten absuchen. Mit dem Inventar und Menüs kommt man
auch sofort zu recht. Der Schwierigkeitsgrad ist eigentlich sehr einfach.
Die Rätsel sich logisch und nachvollziehbar und wer alles gründlich absucht
und den Hinweisen im Spiel folgt, wird schnell weiter kommen. Fasst man nun
alles zusammen, so gibt es bei der Technik kaum etwas auszusetzen.
Fazit:
Ankh: Kampf der Götter kann auch diesmal voll überzeugen. Ihr werdet in dem
Spiel einen einmaligen Humor genauso vorfinden, wie sarkastische Kommentare
oder sehr unterhaltsame Gespräche. Auch die Story kann einen von der ersten
Spielminute, an den Bildschirm fesseln. Hinzu kommen viele logische
Aufgaben, die einen nur selten zur Verzweiflung bringen. Allerdings bedeutet
das auch, dass manche den Schwierigkeitsgrad als zu einfach ansehen.
Zumindest muss man dem Spiel zugestehen, dass es sich sehr flüssig spielt.
Außerdem waren die anderen beiden Teile auch nicht schwerer. Leider ist die
Spielzeit wieder einmal sehr kurz. Schon nach wenigen Stunden habt Ihr alle
Rätsel gelöst, alle Bilder durchforstet und den Abspann gesehen. Da das
Spiel aber zu einem sehr moderaten Anschaffungspreis auf den Markt kommt,
kann man damit gut leben. Wer also die ersten beiden Teile verschlungen und
immer noch nicht genug von Assil hat, der sollte schnell zum nächsten
Händler eilen. Auch alle anderen Adventurefans dürfen bedenkenlos zugreifen.
Uns hat der dritte Teil der Reihe sehr gut gefallen und daher können wir
eine klare Kaufempfehlung aussprechen.
Features:
- Liebevoll gestaltete Schauplätze
- Viele Detials in den zahlreichen Schauplätze
- Fast alle Locations wurden für Ankh - Kampf der Götter neu entworfen
- Abgedrehte Rätsel
- einmaliger Humor