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Einleitung:
Nach American Conquest und dem Add-On Fight
Back kommt mit American Conquest: Divided Nation das dritte Spiel der
bekannten Echtzeitstrategiereihe auf den deutschen Markt. Diesmal werden
wir die berühmten amerikanischen Schlachten des 19ten Jahrhunderts
nachspielen können. Wir durften uns das neuste CDV-Spiel jetzt näher
ansehen. Ob sich das Strategiespiel für angehende Generäle lohnt, erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Natürlich werden wir nicht grundlos in eine Schlacht geworfen. Der Aufbruch
in die Neuzeit zerriss Amerika und in den harten Kriegen und Schlachten des
19ten Jahrhunderts wuchs eine große Nation heran. Mexiko und Texas, Norden
und Süden kämpften hart und verbittert um die Vorherrschaft. Weit über seine
Grenzen sind heute noch die Generäle und Schlachten bekannt. Aufbauend auf
der weltweiten Erfolgsserie American Conquest bietet Divided Nation
historisch inspirierte Kampagnen, die sich über die Schlacht um New Orleans,
den texanischen Unabhängigkeitskrieg und den amerikanischen Bürgerkrieg
erstreckt. Bevor wir nun in die Schlachten geschickt werden, fangen wir erst
einmal ganz von vorne an. Nachdem das Spiel installiert und gestartet wurde,
erblickt der Spieler das Hauptmenü. Hier finden wir die Menüpunkte
Einzelspieler-, Multiplayer-Spiel, Laden, Optionen und Editor. Wie gewohnt
kann man unter Optionen alle spielrelevanten Einstellungen vornehmen und
unter Laden einen bestehenden Spielstand aktivieren. Wer gerne alleine
spielt, sollte sich direkt in den Einzelspielermodus begeben. Am Anfang muss
der Akteur erst einmal seinen Namen eingeben. Anschließend folgt der
Spielauswahl-Bildschirm. Hier erblicken wir die Menüpunkte: Kampagne,
Einzelmission und Zufallskarte. Im Kampagnenmodus können wir eine von neun
Kampagnen spielen. Manche Kampagnen konzentrieren sich auf die
entscheidenden Schlachten eines einzelnen historischen Kommandeurs, während
andere uns erlauben, die Herausforderungen verschiedener Generäle in
wichtigen Gefechten anzunehmen. Daneben gibt es noch die Einzelmissionen.
Hier darf der Spieler eine von zehn Missionen spielen, die aus den
verschiedenen Kampagnen ausgewählt wurden. Diese können wir natürlich in
beliebiger Reihenfolge und Schwierigkeit spielen. Außerdem dürft Ihr unter
dem Menüpunkt Zufallskarte eine zufällige Karte erstellen. Auf dieser
spielen wir dann mit bis zu sechs Computergegnern. Selbstverständlich darf
der Spieler auch eine Karte laden, die er selbst mit dem Editor erstellt
oder aus dem Internet geladen hat. Natürlich können wir alles Mögliche wie
Landschaftstyp, Klimazone, Ressourcen, Kartengröße, Siegbedingungen usw.
einstellen. Wer lieber mit anderen menschlichen Spielern ein Spiel wagen
möchte, kann dieses im Multiplayerbereich machen. Hier gibt es drei
verschiedene Mehrspielerspiele: Schlachtfeld, Internetspiel und Deathmatch.
Diese kann man dann über LAN oder Internet spielen.
Nachdem der Spieler nun eine Spielart ausgesucht hat, gelangt er endlich auf
das Schlachtfeld. Das Spiel verwendet viele der üblichen Bedienelemente, wie
man sie von vielen anderen Echtzeit-Strategiespielen schon kennt. Die
meisten Funktionen des Spiels kann man durch ein Zeigen- und Klicksystem
ausführen. Das Spiel verfügt auch über ein automatisches Hilfesystem, um
Gebäude oder Einheiten aufzurüsten. American Conquest: Divided Nation bietet
zwei unterschiedliche Arten des Spielverlaufs. In den Modi Kampagne,
Einzelmissionen und Schlacht liegt der Schwerpunkt auf taktische Manöver und
dem Kampf. Es müssen keine Ressourcen gesammelt und es können nur sehr
wenige Gebäude für Kampfzwecke gebaut werden. Hier stehen sich meistens
vorhandene Armeen gegenüber. Die Modi Zufallskarte und Deathmatch beinhalten
dagegen alle Elemente eines klassischen Echtzeit-Strategiespiels. Der
Spieler muss Ressourcen sammeln, Gebäude errichten und Truppen erstellen -
bevor er gegen andere Nationen Krieg führen kann. Wir starten mit einer
Handvoll Arbeiter, die am Anfang erst einmal wichtige Gebäude errichten
müssen. Mit Farmen sorgen wir für ausreichend Nahrung, Wohngebäude erstellen
Arbeiter und eine Eisenbahnstation produziert Militäreinheiten wie
Infanterie, Offiziere, Trommler oder Artillerie. Über 20 unterschiedliche
Gebäude gibt es in dem Spiel - die entweder Entwicklungen zulassen,
Ressourcen abbauen oder Einheiten produzieren. Mit der Zeit werden immer
mehr Gebäudearten freigespielt, die wiederum erweitert und ausgebaut werden
dürfen. Schnell wachsen unsere Stadt und dementsprechend auch unsere Armee.
Diese soll der Spieler grundlegend selber aufbauen. Gut 100 unterschiedliche
Einheiten gibt es in dem Spiel. Natürlich hat jede ihre eigenen Vor- aber
auch Nachteile und so müssen wir eine gute Mischung finden - um gegen die
gegnerische Armee zu bestehen. Haben wir zu sehr auf die falsche Einheit
gesetzt, wird die spätere Schlacht in ein Blutbad enden. Der Spieler muss
natürlich auch seine Arbeiter gut einsetzen, damit seine Vorräte nicht zu
neige gehen. Alle Aktionen benötigen unterschiedliche Rohstoffe, die wir uns
- durch einen gut funktionierenden Wirtschaftskreislauf - erarbeiten müssen.
Arbeiter sollen Getreide bei den Farmen ernten, in Minen Rohstoffe abbauen
und Holz in Wäldern schlagen. Diese nützlichen Figuren werden außerdem - in
diversen Gebäuden - zu Soldaten umfunktioniert. Am Ende steht immer eine
riesige Armee auf dem Schlachtfeld. Um unsere Truppen wirkungsvoll
einzusetzen, stehen unterschiedliche Formationen zur Auswahl. Hiermit
bringen wir unsere Soldaten, Kavallerie und Kanonen in Stellung. Moralisch
werden unsere Jungs durch Trommler und Fahnenträger aufgebaut. Sind diese in
unseren Truppenteilen vorhanden, so steigt die Kampfmoral. Mit unserer Armee
gehen wir nun gegen feindliche Einheiten vor. Dabei wird der Spieler vor
einer großen Aufgabe gestellt, denn unsere Armee ist riesig. Tausende von
Einheiten muss man koordinieren und strategisch gut einsetzen, damit man am
Ende als Sieger vom Feld geht. So bestreiten wir nun eine Schlacht nach der
anderen und sorgen dafür, dass unsere Interessen auf dem Schlachtfeld
durchgesetzt werden.
Technik:
Die Grafik ist leider nicht mehr zeitgemäß. Das fängt bei den dürftigen
Landschaften an, die sehr trist aussehen. Alles wirkt sehr detailarm und
selbst banale Wassereffekte kommen nicht gut rüber. Die Texturen sehen
außerdem genauso mittelmäßig aus wie die Effekte und selbst die Figuren
hauen einen nicht vom Hocker. Allerdings mussten wohl auch Abstriche gemacht
werden, damit die vielen Einheiten problemlos dargestellt werden. Dennoch
erwartet man in der heutigen Zeit ein wenig mehr von einem guten Spiel. Der
Sound ist ebenfalls nicht sonderlich gut ausgefallen. Dürftige
Ingame-Geräusche sind genauso vorhanden wie eine etwas langweilige Musik.
Diese passt zumindest zum Spiel. Mit der Steuerung kann man grundlegend gut
leben. Diese orientiert sich am Genre und so werden geübte
Echtzeitstrategiefans schnell mit den Bedienelementen und den Funktionen
klar kommen. Allerdings sind die Icons etwas klein ausgefallen, wodurch
man ein wenig den Überblick verliert. Das gleiche passiert dann auch auf der
Spielkarte. Das Gewusel von tausenden von Einheiten ist einfach zu viel,
denn diese kann man kaum kontrollieren. Dank der dürftigen Optik ist alles
sehr unübersichtlich und so sind koordinierte Schlachten kaum möglich. Das
liegt zum Teil auch am katastrophalen Verhalten der Einheiten. Diese machen
nicht immer das, was wir ihnen befehlen und von einer guten Wegfindung haben
sie auch noch nichts gehört. Hinzu kommt die KI der CPU-Gegner. Diese zeigen
kaum intelligentes Verhalten. Angriffsvarianten sieht man genauso wenig wie
gut koordiniertes Vorgehen. Meistens stürmen sie einfach nur auf uns zu.
Hinzu kommen viele kleine Bugs, die ebenfalls das Gameplay stören. Fasst man
alles zusammen, so kann die technische Seite leider nicht überzeugen.
Fazit:
Grundlegend hätte aus American Conquest: Divided Nation ein wirklich gutes
Echtzeitstrategiespiel werden können. Genügend Spielmodis sind genauso
vorhanden, wie strategischer Tiefgang. Hinzu kommt, dass die
Massenschlachten viel Spaß machen. Allerdings wird das Gameplay ganz klar
durch die mittelmäßige Technik getrübt. Was optisch gezeigt wird, ist
wirklich nicht mehr zeitgemäß. Außerdem werden Anfänger kaum mit den Massen
klar kommen. Das liegt vor allem an der Unübersichtlichkeit und dem dummen
Verhalten der Einheiten. Schnell verliert man den Überblick und demzufolge
auch eine Schlacht. Zumindest dürfen wir uns auf ein funktionierendes
Wirtschaftssystem, einen ansprechenden Entwicklungsbaum und ein
interessantes Thema freuen. Nicht viele Strategiespiele behandeln den
amerikanischen Bürgerkrieg. Interessant ist dann auch noch der
Kartengenerator bzw. der Editor. Spieler die sich länger mit dem Spiel
beschäftigen wollen, werden viele Möglichkeiten vorfinden. Wer also nichts
gegen ein technisch schwaches Strategiespiel hat, darf gerne bei American
Conquest: Divided Nation zuschlagen. Erwartet aber nicht zu viel.
Features:
- Neuer reich ausgestatteter Schlachtenmodus
- Die legendären Gefechte des 19. Jahrhunderts
- Nationen: Texas, Mexiko, Süd- und Nordstaaten
- 9 Kampagnen mit mehr als 50 Karten und Missionen
- Große Palette unterschiedlichster Uniformen und Einheiten
- Schillernde Kavallerieschlachten bis hin zu den ersten Grabenkämpfen
- ca. 100 neue Einheiten
- ca. 20 neue Gebäude
- Pioniertruppen und große Artillerie
- Unterwasserboote
- US-Gettysburg - Kampagne (6 Missionen) u.v.m
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