|
Einleitung:
Actionfans aufgepasst denn
ein neues Spiel kommt auf den Markt was ein wenig anders ist. Es handelt
sich hierbei um das Spiel Alter Echo das über THQ in Deutschland erscheint.
Das Spiel wird neben einer Playstation 2 auch eine Xbox-Version erhalten.
Wir hatten jetzt die Gelegenheit beide Versionen zu testen. Ob sich ein Kauf
lohnt und welche Version besser ist erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Multiplast ist im Jahr 2850 zur wichtigsten aller Substanzen aufgestiegen.
Einige Menschen sind sogar in der Lage das Multiplast richtig zu nutzen. Es
sind die Formwandler, die sich in jede beliebige Form verwandeln können. Das
geht sogar so weit das sie sich in komplexe Maschinen, Fluggeräte, bis hin
zu Raumschiffe wandeln. Aus diesem Grund ist dieser Stoff sehr begehrt, was
auch daran liegt das er nur auf einem Planeten zu finden ist, der Proteus
genannt wird. Auf diesem Planeten lebt auch der Meister aller Formwandler,
Paavo, der sich von der Umwelt abschottet. Nach Jahren hat er seinen Körper
verlassen und lebt nun im Multiplast wodurch er ewiges Leben erwirbt. Die
Besitzer des Planeten sehen das nicht gerne und so schicken sie eine Truppe
auf den Planeten, die nach dem rechten sehen sollen. Bevor diese aber landen
können geschieht ein Unglück und das Raumschiff stürzt ab. Dank einer
unbekannten Macht überlebt der Hauptcharakter Nevin den der Spieler nun
übernimmt.
Nevin erwacht auf dem Planeten und alles wirkt irgendwie anders. Alles sieht
lebendig aus und plötzlich spricht eine unbekannte Stimme zu ihm. Diese
hilft nun den Spieler mit der Steuerung klar zu kommen - was sehr hilfreich
ist. Schon nach kurzer Zeit beherrscht der Spieler alle Funktionen die er
benötigt. Die Stimme die wir hören ist nicht nur hilfreich, sondern sie
steht wohl auch auf Kriegsfuß mit Paavo. Durch uns sieht sie eine Chance den
unangenehmen Gesellen zu siegen und so unterstützt sie uns in jeder
Situation. So bekommen wir auch schon nach kurzer Zeit neues Multiplast für
unseren Kampfanzug. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten die wir im
späteren Spielverlauf auch dringend benötigen. Im normalen Zustand nutzt
unser Held starke Angriffe, wodurch er im Kampf Energie von den Gegnern
aufnimmt, sobald er Combo-Attacken ausführt. Das ist aber nicht alles was
der Held kann, denn der Anzug verleiht uns besondere Fähigkeiten - wie die
Änderung unserer Form, so dass wir uns in neue Wesen verwandeln können. Mit
unserer Grundfigur sind wir besonders schnell und auch recht stark. Noch
stärker ist aber die Kanonenform wodurch wir eine Waffe bekommen die Gegner
auf Entfernung angreift. Diese Form ist allerdings sehr schwerfällig und so
können wir uns nur sehr langsam und schwerfällig bewegen. Kommen wir mal
nicht weiter so nutzen wir einfach die Tarnform, wodurch sich Nevin in eine
Art Echse verwandelt. Durch diese Form darf der Held nicht nur Wände hoch
klettern, sondern er kann auch einen Tarnmodus nutzen der ihn unsichtbar
macht. Diese Funktion ist aber nicht auf Dauer und so muss sie sehr
bedächtig eingesetzt werden. Mit den unterschiedlichen Formen agiert Nevin
nun gegen die auftauchenden Feinde.
Die Gegner wurden sehr vielseitig gestaltet. So gibt es viele
unterschiedliche Feinde die alle eine andere Eigenschaft besitzen. Neben
Gegner die uns angreifen gibt es auch noch Figuren die im Hintergrund
agieren und immer neue Gegner in das Spiel teleportieren. Erst wenn diese
Gegner vernichtet sind können wir den Raum leeren. Man kann nun aber nicht
sofort zu diesen Drohnen eilen um sie zu töten, denn sie werden durch eine
Art Schutzschild beschützt, das erst nachlässt, wenn eine bestimmte Anzahl
von Gegnern zerstört wurde. Also muss Nevin erst ein paar Feinde plätten um
dann den Drohnen anzugreifen. Da die Feinde oft an verschiedenen Orten sind
müssen wir in einem Raum öfters mal die Figur wechseln. Das klingt zwar
jetzt ein wenig kompliziert aber nach wenigen Minuten hat jeder Spieler das
Prinzip raus.
Nevin hat aber noch eine weitere einzigartige Fähigkeit - er kann die Zeit
manipulieren. Dieses wird in eine Art Minispiel gemacht, wo wir in einer
vorgegebene Zeit Aufgaben bewältigen müssen. Auf diese Art kann man gleich
ganze Gruppen vernichten. Da dieses Feature aber Energie kostet kann es nur
in bestimmten Situationen eingesetzt werden. Daneben gibt es auch noch einen
Form- und Kontrollmodus. Beim Formmodus wir ein ganzer Level-Abschnitte
verwandelt. So entstehen Brücken oder Durchgänge. Beim Kontrollmodus dagegen
kontrollieren wir ganze Areale auf dem Planeten. Haben wir erst einmal die
Kontrolle über so ein Modul kann Paavo nichts mehr machen. So agieren wir
nun in den vielen Abschnitten und kämpfen gegen übermächtige Gegner bis wir
endlich am Ziel sind.
Technik:
Der Einstieg wurde in dem Spiel sehr leicht gemacht. Immer wieder bekommen
wir alle nötigen Hinweise und so kommen wir kaum in Bedrängnis. Auf dieser
Art lernen wir auch unseren Anzug und die Steuerung kennen. Gespeichert
werden darf an bestimmten Punkten die im späteren Spielverlauf immer weiter
auseinander liegen. Da das Spiel aber recht kurz geraten ist dürfte es keine
großen Probleme bereiten. Eigentlich machen wir auch nicht viel - wir
kämpfen andauernd gegen diverse Gegner in altbekannter Hack´n Slay Manier
und überwinden problematische Situationen durch unsere zur Verfügung
stehenden Formen. Ab und zu kommt dann noch ein Endgegner der einige
Probleme verursacht. Da das Spielprinzip recht einfach ausgefallen ist
können wir uns wenigstens über die ausgefallene Optik freuen - die
allerdings gewohnheitsbedürftig ist. Die Umgebung sieht sehr asymmetrisch
aus und die Oberflächen scheinen zu fliesen. Dank der intensiven Farben wird
man schnell von der Umgebung erschlagen, so dass langes spielen anstrengend
wird. Leider wurden auch wenige Details eingebaut, wodurch alles recht
eintönig wirkt. Da beide Versionen sehr gleich aussehen kann man wohl
festlegen, dass die Xbox-Version die Hardware nicht komplett ausnutzt.
Trotzdem sieht das Spiel bei beiden Versionen gut aus. Nur mit leichten
Frameproblemen müssen wir kämpfen, wenn zu viele Gegner auftauchen.
Der Sound ist dagegen gut gelungen. Wir werden sogar mit guten englischen
Synchronstimmen verwöhnt die stimmungsvoll die Story erzählt. Ein deutscher
Untertitel begleitet das Geschehen. Leider wird das Lesen manchmal zur Qual,
weil auch im Kampf Erklärungen kommen, die wir nicht immer verfolgen können.
Es ist einfach zu hektisch. Daneben hören wir noch einen passenden Sound der
sich der Stimmung im Spiel gut anpasst. Die Steuerung ist ebenfalls gut
gelungen, weil man trotz vieler Funktionen alles im Griff hat. Auch die
Bewegungen werden sehr direkt umgesetzt, so dass man kaum Probleme bekommt.
Im Vergleich ist die Steuerung der Playstation 2 Version ein wenig besser
gelungen, was auch daran liegt, das man bei der Xbox-Version die weiße Taste
mit benutzen muss. Ein wichtiger Bereich bei der Steuerung sind die Schläge
und Combos. Diese lassen sich sehr sicher ausführen. Die Kanonenform hat
dann noch ein kleines Problem mit der Autozielfunktion. Sie sucht sich nicht
immer das Ziel aus was wir uns wünschen bzw. wohin wir blicken. So muss der
Spieler oft korrigieren was wieder Zeit kostet. Insgesamt gesehen ist das
Spiel recht gut gelungen, so dass man bei keiner Version wirkliche Mängel
feststellen kann.
Fazit:
Optisch wirkt das Spiel recht interessant da mit einem neuartigen
Leveldesign gearbeitet wurde - an dem man sich allerdings auch erst einmal
gewöhnen muss. Die grellen Farben stören mit der Zeit aber ein wenig. Sie
sind einfach zu erdrückend. Zusätzlich wurde bei den Details gespart - was
eigentlich sehr schade ist, denn alles wirkt ein wenig trist. Positiv fällt
der Sound auf, der nicht nur eine gute Stimmung erzeugt, sondern auch nach
Stunden nicht nervig klingt. Glänzen kann ebenfalls die Steuerung die alle
Aktionen sehr einfach macht. Auch das verwandeln geht sehr gut und so hat
man auch keine Probleme alle Formen in einem Kampf anzuwenden. Ein wenig
nervig ist dagegen die Kameraperspektive die gerade in hektischen Kämpfen
nicht immer alles im Blick hat. So muss man ständig korrigieren was Zeit und
Stress bedeutet. Schade eigentlich das Alter Echo maximal acht bis zehn
Stunden dauert, was viel zu wenig für ein Spiel ist. Zumindest hat uns der
Hersteller nette Extras wie Filme spendiert, wo wir u.a. auch ein Film der
Entwickler sehen können. Die Xbox-Version hat hier sogar ein wenig mehr zu
bieten. Rundum unterscheiden sich die beiden Version aber nicht voneinander,
so dass man das Spiel für beide Konsolen empfehlen kann. Wer mal ein anderes
Action-Adventure spielen möchte und sich nicht von vielen Farben abschrecken
lässt, der kann hier ohne Probleme zuschlagen. Lange wird ein Spieler aber
nicht an dem Spiel Freude haben denn die Spielzeit ist eindeutig zu kurz.
Features:
- Fortgeschrittenes Echtzeit-Skelettmorphing-System mit 3 verschiedenen
Kampfmodi
- TimeDilation-Technologie
- Advanced PostFX-Kamerasystem
- Die gesamte Levelumgebung fordert den Spieler heraus: Eine ganze Welt, die
jeden Eindringling vernichten will
|