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Aggression: Reign over Europe - Review (PC)

Wertung:
71 %

Einleitung:

Fans von Echtzeitstrategiespielen bekommen neues Futter, denn Atari bringt das Spiel Aggression: Reign over Europe auf den deutschen Markt. Diesmal werden wir in die Zeit der Weltkriege von 1910 bis 1950 geschickt. Entwickelt wurde das Game übrigens von dem russischen Entwickler Lesta. Wir konnten uns jetzt die fertige PC-Version ausgiebig ansehen. Ob sich das Spiel für Möchtegerngeneräle lohnt, erfahrt Ihr in unserem Test.

 

Zum Spiel:

Aggression: Reign over Europe ist ein Echtzeit-Kriegsstrategiespiel mit historischem Kontext und leichten Rollenspielelementen. Der Spieler übernimmt die Rolle des politischen Führers von Russland, Großbritannien, Frankreich oder Deutschland. Ihr trefft wichtige Entscheidungen in einer kritischen Phase der europäischen Geschichte - der Zeit der Weltkriege von 1910 bis 1950. Es liegt an uns, in unserem Kampf um die Position der mächtigsten Nationen Europas der Geschichte entweder zu folgen oder sie zu verändern. Bevor wir allerdings die Macht ergreifen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel gestartet wurde, erscheint ein einführendes Intro. Es folgt das Hauptmenü mit den Punkten Tutorial, Kampagne, Missionen, Laden und Einstellungen. Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt die spielrelevanten Optionen anpassen. Wer einen bestehenden Spielstand hat, der darf diesen außerdem unter Laden aktivieren. Am Anfang bietet sich für jeden das Tutorial an. Hier wird uns eine kurze Übersicht über die Steuerung und die Möglichkeiten im Spiel gegeben. Kommen wir nun zu den Spielarten. Da wäre zum einen der Missionsmodus. Hier gibt es sechs Einzelschlacht-Szenarien, die man frei auswählen darf. Viel interessanter ist die Kampagne. Aggression: Reign over Europe bietet gleich vier einzelne Kampagnen an, jeweils für die einzelnen Länder Russland, Großbritannien, Frankreich und Deutschland. Jede Nation hat seine eigenen Stärken und Schwächen, mit denen man klar kommen muss. Nachdem wir eine Nation ausgesucht haben, kann es endlich losgehen. Das Ziel jeder der vier Kampagnen ist es, Europa zu erobern, bevor die Zeit abläuft. Wir müssen dabei alle Städte auf der Europakarte einnehmen um zu gewinnen.

Der Spieler agiert grundlegend auf der Übersichtskarte bzw. Europakarte. Diese zeigt den kompletten Kontinent, der in diverse Territorien aufgeteilt ist. Die Gebiete gilt es nun zu erobern, um am Ende die Herrschaft über ganz Europa zu erlangen. Das schaffen wir vor allem mit militärischen Mitteln. Allerdings kann man auch die Diplomatie einsetzen um an sein Ziel zu kommen. Schließlich gibt es nicht nur die vier Hauptmächte, sondern daneben auch noch weitere Staaten wie Österreich oder Spanien. Es gilt Bündnisse zu schließen um Vorteile daraus zu ziehen. Allerdings haben unsere Entscheidungen immer Auswirkungen auf andere Nationen. Der Spieler muss also immer abwägen, was das Beste für seine Nation ist. Wichtig ist dann auch noch die Wirtschaft. Nur mit genügend finanziellen Mitteln, können wir eine mächtige Streitmacht aufbauen. Dementsprechend treiben wir Handel, errichten Gebäude und kümmern uns um die einzelnen Provinzen. Auf den Lebensstandard und die Zufriedenheit unseres Volkes sollen wir dann auch noch achten. Immer wieder treten neue Situationen auf, denen wir uns stellen müssen. Das war noch nicht alles. Auch unsere politische Gesinnung und die Wahl von kompetenten Führungsleuten sind von Bedeutung. Außerdem dürfen wir unseren Anführern Berufe zuordnen, die entsprechende Fähigkeiten einbringen. Wie in einem Rollenspiel kann man diese dann noch aufbauen. Kommt es nun zu einer Schlacht, so wird in den Schlachtmodus gewechselt. Jetzt agieren wir - wie in einem Strategiespiel üblich - mit diversen Truppen in Echtzeit auf dem Schlachtfeld. Wir sollen unsere Truppenteile taktisch klug platzieren und ziehen um den Feind zu besiegen. Die Schlachten selber sind aber wenig spaßig, denn der Hersteller hat auf vieles verzichtet. So gibt es keine Reparatureinheiten oder Truppen die aktiv in die Umgebung eingreifen. Ihr dürfen z.B. keine Stellungen bauen oder Hindernisse aus dem Weg räumen. Zumindest gönnt man uns viele unterschiedliche Einheiten. Von Flugzeuge über Panzer, Artillerie bis hin zu Bodentruppen ist alles vorhanden. Einzig den Einsatz von Schiffen vermisst man ein wenig. Wer jetzt glaubt, dass man das wunderbar mit anderen menschlichen Spielern spielen kann, der irrt sich gewaltig. Leider wurde kein Mehrspielermodus eingebaut und so müssen wir uns mit Computergegnern begnügen.

 

Technik:

Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Hauptsächlich agieren wir auf einer etwas drögen Karte. Bis auf ein paar Bäumen, Personen und Gebäuden werden wir nur wenig zu sehen bekommen. Einzig kleinere Animationen erfreuen unser Auge. Hinzu kommen viele Menüs, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Bei den Gefechten wird die Optik ein wenig besser. Wirklich vom Hocker haut einen die Grafik aber nicht. Die Bodentexturen sind matschig und wirklich detailliert sehen die Truppen auch nicht aus. Zumindest gönnt man uns viele Objekte wie Flüsse, Gebäude und Bäume die zum Teil sogar animiert wurden. An kleinere Effekte wie Explosionen hat der Hersteller dann auch noch gedacht. Der Sound ist leider auch nicht viel besser. Zwar ist eine stimmungsvolle Musik vorhanden, diese wiederholt sich allerdings immer wieder. Eine Sprachausgabe ist leider nicht vorhanden und so muss man alles über kleine Texte nachlesen. Zufrieden kann man dann mit den Gefechtsgeräuschen sein. Die Motoren klingen z.B. recht authentisch. Allerdings werden andere Soundeffekte viel zu leise eingespielt. Kommen wir nun zur Steuerung. Grundlegend kann man alles mit der Maus machen. Das klappt auch recht gut. Schade nur, dass wir uns mit sehr kleinen Menüs und einem unübersichtlichen Interface auseinandersetzen müssen. Eine Katastrophe ist leider die KI. Unsere Einheiten haben nicht gerade eine optimale Wegfindung. Hinzu kommt, dass unsere Truppenteile erst gar nicht reagieren, wenn Feinde auf sie zu kommen. Eine wirklich künstliche Intelligenz bei den Gegnereinheiten ist auch nicht vorhanden, denn sie machen eigentlich kaum etwas Überraschendes. Somit sind die Kämpfe oft langweilig und nicht sonderlich schwer. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der technischen Seite nicht wirklich zufrieden sein.

 

Fazit:

Aggression: Reign over Europe hat wirklich gute Ansätze. Man kann eine Nation in Bereichen wie Wirtschaft, Handel, Diplomatie usw. beeinflussen und die Schlachten in Echtzeit austragen. Leider gibt es aber viele kleine Kritikpunkte. Die Steuerung ist viel zu umständlich und auch bei der Grafik hätte man sich mehr anstrengen können. Die KI der eigenen aber auch gegnerischen Truppen trübt dann selbst den Strategiepart mächtig ein. Das wäre ja noch akzeptabel bzw. zu verschmerzen, wenn man gegen menschliche Spieler antreten könnte. Leider hat der Hersteller auch auf dieses Feature verzichtet. Man kann nur hoffen, dass viele nervige Punkte durch einen Patch bald behoben werden. Wer also gerne komplexe Echtzeitstrategiespiele mit einem großen Handlungsspielraum mag und mit diversen Problemen leben kann, der darf gerne bei dem Spiel zuschlagen. Sind Eure Erwartungen nicht zu hoch, so werdet Ihr ein paar Stunden mit dem Game verbringen können. Leider hat uns das Spiel nicht wirklich vom Hocker gehauen und so können wir Aggression: Reign over Europe nur frustresistenten Genrefans ans Herz legen.

 

Features:

- Die Geschichte zwischen 1910 und 1950 wird neu geschrieben!
- Der Spieler kann seinen Nachbarn den Krieg erklären oder einen Weltkrieg durch diplomatische Aktionen komplett vermeiden.
- Spezielle taktische Karte für die Planung der Schlachten.
- Die Kontrolle des wachsenden Imperiums erfolgt in Echtzeit auf der Strategischen Karte, wo auch Diplomatie, Wissenschaft und Industrie kontrolliert werden.
- Jeder Spieler kann seinen eigenen Spielstil finden - alles ist möglich!
- Über 200 historische Charaktere stehen für die Kampagnen zur Auswahl und können völlig frei in verschiedene Klassen eingeteilt werden (z.B. Albert Einstein als Spion um Feinde zu infiltrieren).
- 6 verschiedene Klassen: Wissenschaftler, Wohltäter, Anführer, Generäle, Spione und Minister
- Explosive Echtzeitstrategie-Gefechte mit komplett zerstörbaren Umgebungen und realistischer Physik-Engine.
- Historisch korrekte Einheiten und Waffen, deren Entwicklungszeitpunkt frei gewählt werden kann, sogar vor ihrem historischen Ursprung.

 

 

 

Screenshots:
 
 

Wertungsbox:

Aggression: Reign over Europe (PC)

 
 Aggression - Reign over Europe
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 74 %  
Sound: 70 %  
Bedienung: 66 %  
Singleplayer: 76 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 68 %  
Gesamtwertung:  71 %  

Systemanforderungen:

Mindest-Systemanforderungen:

- CPU: Intel Pentium IV 2.4 GHz oder Athlon-Äquivalent
- RAM: 512 MB (1024 für Vista)
- Grafikkarte: DX9 T&L Grafikkarte, GeForce 6600 oder Radeon 9800 mit 128 MB RAM
- Freier Festplattenspeicherplatz: 3,5 GB
- Hardware: Tastatur, Maus
- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- DirectX 9.0c oder höher
- Soundkarte: beliebige DirectSound-kompatible Soundkarte

 

Empfohlene Systemanforderungen:

- CPU: Intel Pentium IV 3.0 GHz oder Athlon-Äquivalent
- RAM: 1024 MB (2048 für Vista)
- Grafikkarte: DX9 T&L Grafikkarte, GeForce 7600 oder Äquivalent mit 256 MB RAM
- Freier Festplattenspeicherplatz: 3,5 GB
- Hardware: Tastatur, Maus
- Betriebssystem: Windows 2000/XP
- DirectX 9.0c oder höher
- Soundkarte: beliebige DirectSound-kompatible Soundkarte

 

 

 

 

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