Konsolen-World: Onlinemagazin für Konsolen- und PC-Spiele

 
- Spiele-Charts
- Wertungen
          Onlinecounter:
   Home / Startseite                                                                                                     Favoriten hinzufügenStartseite machen

Aktuell:
- Aktuelle News







Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr - Review (PC)

Wertung:
83 %

Einleitung:

Mit dem Spiel "Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr" startet The Adventure Company eine neue Krimi-Reihe. Bei dem Game handelt es sich um ein klassisches Point & Click-Adventure. Das Spiel lehnt sich übrigens eng an den erfolgreichen Roman der legendären Krimi-Autorin Agatha Christie an. Wir konnten die fertige PC-Version jetzt ausgiebig testen. Ob sich das Spiel nicht nur für Agatha Christie-Fans lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.

 

Zum Spiel:

Eine spannende Geschichte ist meistens die Grundlage für ein gutes Point & Click-Adventure. Natürlich ist auch bei Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr eine Story vorhanden. Zehn Personen, jede mit einem dunklen Geheimnis behaftet, folgen der Einladung eines ominösen Gastgebers. Auf einem einsamen Anwesen auf Shipwreck Island warten die Gäste auf den Hausherren - der sich allerdings nicht preis gibt. Stattdessen bezichtigt der Unbekannte via Tonband jeden eines Mordes. Von der Außenwelt komplett abgeschnitten, setzen sich die Geladenen zwangsläufig mit der Vergangenheit der anderen und ihrer eigenen Geschichte auseinander. Nach und nach offenbaren die Gäste ihre dunkelsten Geheimnisse. Nach und nach enthüllen sich wohl gehütete Beziehungsgeflechte … Und nach und nach stirbt ein Gast. Bis auf wenige Ausnahmen hält sich die Umsetzung eng an die Buchvorlage. Der erste Unterschied betrifft uns, denn wir schlüpfen in dem Spiel in die Rolle des Bootsmanns Mr. Narracott, der die zehn Gäste zur Insel bringt. Da auch wir in die Falle tappen und eine Rückreise unmöglich ist, versuchen wir im Wettlauf mit der Zeit, das Motiv hinter den mysteriösen Morden aufzudecken und Leben zu retten. Wir starten nach einem einführenden Intro direkt in das Spiel. Ein Tutorial ist nicht vorhanden. Allerdings sind die Steuerung und die Menüs selbsterklärend und so wird eine Einführung nicht benötigt. Der Spieler agiert nun mit seinem 3D-Charaktermodell in diversen Räumen. Diese bestehen aus Render-Hintergrundgrafiken. Mit einem linken Mausklick lenken wir nun unsere Spielfigur über den Bildschirm. Drücken wir doppelt, so legt unser Held einen kleinen Sprint ein, bis der Bildschirmrand erreicht ist und das nächste Hintergrundbild geladen wird. Mit dem Cursor suchen wir genretypisch den Bildschirm nach nützlichen Objekten, Hinweisen oder Rätseln ab. Je nach Situation ändert sich unser Cursor. Hierdurch weiß der Spieler sofort, was an einer bestimmten Stelle zu tun ist. So nehmen wir Objekte in unser Inventar auf, sehen uns Gegenstände an oder reden mit den vorhandenen Personen. Kommt es zu einem Gespräch werden uns unterschiedliche Antworten bzw. Fragen angeboten. Aus mehreren Möglichkeiten suchen wir uns einen passenden Satz aus und der Dialog geht weiter. Hier erfahren wir viel über die einzelnen Personen und die Story. Außerdem geben die Gesprächspartner nette Hinweise, die uns oftmals weiterhelfen. Der Hersteller hat bei der Lokalisierung ganze Arbeit geleistet, denn zwölf professionelle Synchronsprecher hauchen den Charakteren Leben ein. So werden wir u.a. den Synchronstimmen von John Cusack und Anthony Perkins zu hören bekommen. Da erstklassige Sprecher vorhanden sind, führt man die vielen Gespräche sehr gerne. Die Story wird auch durch Dokumente vorangetrieben, die wir in dem Spiel finden. Nachdem wir die einzelnen Schriftstücke im Inventar angeklickt haben, können wir deren Inhalt in unserer Ablage nachlesen. Daneben gibt es aber auch noch andere Dinge zu tun. So sollen wir z.B. Sachen reparieren, diverse Botengänge absolvieren und viele kleine Rätsel lösen. Hier kommt wieder unser Inventar zum Einsatz, dass alle aufgesammelten Objekte beinhaltet. Die Gegenstände kann der Spieler nun direkt an den dafür vorgesehenen Orten einsetzen oder gegebenenfalls mit anderen Objekten kombinieren. Dieses geschieht sehr einfach über ein Icon. Zum Teil kann man die kombinierten Gegenstände auch wieder auseinanderbauen. So agieren wir nun in dem Spiel, untersuchen alles Mögliche, lösen Rätsel, führen viele Gespräche und lüften mit der Zeit das Geheimnis. Ein nettes Feature hat der Hersteller dann auch noch eingebaut, denn es gibt verschiedene Enden. Hierdurch ist der Wiederspielwert sehr hoch.

 

Technik:

Grafisch sieht das Spiel ganz nett aus. Die Hintergründe wurden genauso detailliert gestaltet wie die Figuren. Allerdings bewegen sich diese etwas zu steif durch die Räume. Hinzu kommen etwas dürftige Gesichtsanimationen. Grundsätzlich kann man damit aber gut leben. Entschädigt werden wir durch ansprechende Räume und Umgebungen, die zum herumstöbern einladen. Vor allem weil sehr viele Objekte vorhanden sind, wird man gerne nach brauchbaren Gegenständen oder Rätseln Ausschau halten. Etwas besser hätten eigentlich nur die Videos ausfallen können. Hier wurde viel zu stark komprimiert und so können diese mit der ansprechenden Spielegrafik nicht mithalten. Natürlich werden wir auch kleine Spiegelungs- sowie gute Licht und Schatteneffekte zu sehen bekommen. Wirklich toll sind die Stimmen. Der Hersteller konnte tolle Synchronsprecher engagieren. Diese passen dann auch noch zu den unterschiedlichen Charakteren, so dass diese authentisch rüber kommen. Etwas störend ist eigentlich nur, dass wir bei unseren Klickorgien immer wieder die gleichen Sprüche hören. Hier wäre ein wenig Abwechslung nicht verkehrt gewesen. Zumindest lässt unsere Spielfigur hin und wieder lustige Kommentare ab, die das Spielgeschehen immer wieder auflockern. Besser wäre dann auch noch gewesen, wenn wir angefangene Gespräche weggeklickt könnten. Schaut man sich z.B. ein Objekt noch einmal an, so muss man sich den kompletten Kommentar bis zum Ende anhören. Das nervt mit der Zeit ganz gewaltig. Daneben werden wir einer stimmungsvollen Musik lauschen dürfen. Diese passt ideal zur spannenden Story. An Soundeffekte hat man natürlich auch gedacht. Diese werden immer passend eingespielt. Mit der Steuerung kommt man sehr schnell klar. Ein passendes Symbol beim Cursor lässt uns sofort erkennen, welche Aktion an einem Gegenstand ausgeführt wird. Selbst die Menüs und unser Inventar sind so einfach aufgebaut, dass alles selbsterklärend ist. Habt Ihr schon mal ein Point & Click-Adventure gespielt, so werdet ihr Euch sofort in dem Spiel zurecht finden. Allerdings gibt es auch hier einen kleinen Kritikpunkt. Es nervt gewaltig, dass wir erst dann wieder eingreifen dürfen, wenn eine Animation beendet wurde. Vorher kann der Spieler kein anderes Objekt anklicken. Noch nicht einmal das absuchen der Umgebung wird uns erlaubt. Erst wenn keine Aktion mehr ausgeführt wird, ändert sich der Cursor und der Spieler kann in das Spiel wieder eingreifen. Ansonsten ist die Steuerung aber so, wie man es in einem guten Point&Click-Adventure erwartet. Fasst man nun alles zusammen, so kann man mit der Technik - trotz kleinerer Kritikpunkte - durchaus zufrieden sein.

 

Fazit:

Das Spiel braucht eine gewisse Zeit um seine Vorzüge auszuspielen. Das liegt vor allem an dem trägen Beginn. Wir müssen am Anfang erst einmal alles absuchen und erforschen, bevor die Story langsam ins Rollen kommt. Ist die eigentliche Geschichte dann so richtig gestartet, wird das Spiel auch interessanter. Nun rennen wir nicht mehr grundlos durch die diversen Umgebungen. Dank der vielen Gespräche wird man sehr gut in das Spiel eingebunden und auch passende Rätsel sorgen dafür, dass wir immer etwas anderes zu tun bekommen. Hinzu kommt, dass die Aufgaben sehr logisch sind. Dank guter Hinweise wird man schnell auf die Lösung kommen. Selbst wenn man die ursprüngliche Story schon kennt, wird man das Spiel gut spielen können. Der Hersteller hat unterschiedliche Enden eingebaut und so werden selbst Agatha Christie-Fans genügend überraschende Ereignisse erleben. Es gibt zwar ein paar Punkte - bei der Technik - die stören, aber diese beeinträchtigen nur gering das Gameplay. Wer also schon immer einmal einen spannenden Agatha Christie-Fall auf dem PC lösen wollte, hat jetzt die Gelegenheit dazu. Allerdings solltet Ihr interaktive Kriminalfilmspiele mögen, denn das Spiel lebt ganz klar von der umfangreichen Story. Diese wird immer wieder durch lange Sequenzen vorangetrieben. Wir greifen eigentlich hauptsächlich ein um das Puzzle zusammenzufügen. Da aber ein sehr gutes Ambiente geschaffen wurde, nimmt man dieses gerne in Kauf. Grundsätzlich hat uns das Spiel gut gefallen und daher können wir Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr jedem Adventurefan ans Herz legen.

 

Features

- Das erste PC Spiel, welches auf den Meisterwerken der bekanntesten Krimiautorin weltweit basiert: Agatha Christie
- Detaillierte und liebevoll gezeichnete Umgebungen versetzen Sie mitten in das spannende Geschehen
- Ein herausfordernder Krimi, der Ihnen all Ihre Vorstellungskraft und logisches Denkvermögen abfordert
- Überraschende Wendungen und alternative Enden
- Deutsche Version mit professionellen Stimmen aus Kino und TV

 

 

 

Screenshots:
 
 
 
 
 
 
 
 

Wertungsbox:

Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr (PC)

 
 Agatha Christie: Und dann gabs keines mehr
EUR 39,99
Bei GAME WORLD bestellen

Grafik: 80 %  
Sound: 86 %  
Bedienung: 84 %  
Singleplayer: 81 %  
Multiplayer:   --  %  
Spielspaß: 83 %  
Gesamtwertung:  83 %  

Systemanforderungen:

- Windows 2000/ME/XP
- Pentium 3 733MHz
- 128 MB RAM
- CD-ROM Laufwerk
- 32MB Grafikkarte DirectX kompatibel
- 16-bit Soundkarte

 


 

 

Copyright © 1999 - 2017 Konsolen-World.de - Disclaimer / Impressum / Kontakt