Einleitung:
Hilfe die Römer kommen oder anders
gesagt endlich kommt Against Rome auf den Markt. In dem Spiel darf
der Spieler nun die Raubzüge der wilden Germanen nacherleben.
Strategiefans dürfen sich auf ein neues Spiel freuen, das mal nicht
die Römer in den Mittelpunkt stellt. Wir konnten jetzt die fertige
Version testen. Ob sich das Spiel für Strategiefans lohnt erfahrt
Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Normalerweise stehen die Römer in Strategiespielen aus dieser Zeit
im Mittelpunkt des Geschehens. In Against Rome wird die Sache nun
ein wenig anders angegangen. Hier soll man nicht aus Römern eine
Supermacht machen, sondern diese existieren schon und wir übernehmen
die Führung eines Stammes der wilden Germanen. Diese kämpfen ums
nackte überleben, denn die Römer versuchen das Land zu erobern. Wir
befinden uns im dritten Jahrhundert nach Christus und sind der
Stammesfürst eines Germanenvolkes. Nun sollen wir aus dem kleinen
Volk eine Bedrohung für das römische Reich machen. Zur Auswahl
stehen drei unterschiedliche Völker, die alle individuelle
Einheiten, Gebäude und viele weitere Unterschiede aufweisen.
Wie in Strategiespielen üblich besitzen wir ein Zentrum. In diesem
dürfen Krieger ausgerüstet und Waren gelagert werden. Daneben können
wir noch weitere Gebäude wie Wohnhäuser, Minen und andere produktive
Einrichtungen erbauen. Jedes dieser Gebäude hat dabei eine andere
Aufgabe. Die Gebäude dürfen übrigens auch weiterentwickelt werden um
so noch mehr Erträge zu bekommen oder neue Fähigkeiten zu erlangen.
Um sich aber hier voll auszulassen brauchen wir ausreichende
Ressourcen. Diese können wir einsammeln bzw. abbauen. Dabei hat der
Hersteller auf die gängigen Rohstoffe gesetzt, denn Steine müssen
genauso abgebaut werden wie Holz, Gold Nahrung und so weiter.
Abgebaut werden diese von unseren Bewohnern denen wir die Arbeit
einfach zuweisen. Legen wir mehr wert auf wirtschaftliche Faktoren
so erschaffen wir einfach ein paar Bürger mehr die dann in den
einzelnen Bereichen eingesetzt werden.
Da die Römer eine ständige Bedrohung sind stehen die
Militäreinheiten ebenso im Mittelpunkt wie der wirtschaftliche
Bereich. In den ersten Kriegszügen werden wir uns aber erst einmal
mit den anderen Stämmen auseinandersetzen. Dafür brauchen wir aber
Einheiten die wir aus Bürgern erstellen. Nachdem sie im Zentrum mit
Waffen und Pferden ausgerüstet wurden dürfen sie das nachbarliche
Dorf angreifen. Die so ausgerüsteten Krieger können auch zu
Truppenverbänden zusammengeschlossen werden. Diese haben dann
spezielle Lebenspunkte. Hinzu kommt die Moral die abhängig ist von
der der Dorfbewohner. Man sollte übrigens immer darauf achten das
genug Einheiten vorhanden sind. Ist man schutzlos so kann es schnell
zu Ende gehen. Durch Plünderungen in anderen Dörfern erhalten wir
weitere Ressourcen. Habt Ihr davon genug so dürft Ihr ein Dorf auch
erobern. Ist das geschafft wird Euch angeboten das Dorf auszulöschen
oder dort hin zu ziehen. So werden wir nun immer stärker und unser
Ansehen wächst. Irgendwann ist es dann auch soweit und wir müssen
uns um die Besatzer - die Römer - kümmern.
Kommt es nun zu einem Gefecht darf der Spieler verschiedene
Gefechtsformationen verwenden. Treffen nun die eigenen Krieger auf
Gegner geht das Gemetzel direkt los. Zivilverbände können dann noch
die Krieger unterstützen. Sie sind mit Packpferden ausgerüstet und
versorgen Verletzte oder bringen schweres Kriegsgerät zum
Schlachtfeld. Außerdem bauen sie diese dann noch auf und bedienen
sie. Ist eine Schlacht gewonnen dürfen die Krieger wieder zurück in
Ihr Dorf und normal weiterarbeiten. So können diese je nach
aktuellem Spielgeschehen unterschiedliche eingesetzt werden. Der
Spieler darf nun 48 Szenarien in 5 Spielarten angehen. Die ersten
Lernszenarien sollte hierbei jeder erst einmal spielen um die
Steuerung kennen zu lernen. Anschließend kann man sich dann auf die
Spielarten Einzel-Endlosszenarien, MP-Aufbau Szenarien, MP-Death
Match Szenarien oder die historischen Schlachten stürzen. Bei den
historischen Schlachten darf der Spieler dann auch mal die Römer
spielen. Hinzu kommen noch die Kampagnen-Szenarien. Neben den
Einzelspielerbereichen darf sich auch jeder zu Mehrspielerduellen
mit Freunden begeben. Hier macht das Spielen noch mehr Spaß.
Technik:
Optisch sieht das Spiel ganz nett aus und alles erinnert irgendwie
an Warcraft. Der Hersteller hat hier auf viele kleine Details
geachtet. So sieht man die Schatten der Wolken genauso auf dem Boden
wie die unterschiedlichen Wetterperioden. Auch Tageszeiten gibt es
hier, die sich durch Helligkeit auf der Karte bemerkbar machen.
Kommt es mal zu einem Gewitter so schlägt sogar der Blitz neben uns
ein. Die Animationen sind auch recht gut gelungen, denn die Figuren
bewegen sich recht geschmeidig auf der Karte genauso wie die Tiere.
Hinzu kommen die unterschiedlichen Landschaften die sich vor allem
bei der Umwelt unterscheidet. Dabei gleicht keine Landschaft der
anderen. Auch bei der Steuerung kann man nicht meckern, denn sie ist
sehr präzise und schnell erlernt. Truppen werden schnell in Gruppen
zusammengefasst die man dann mit Hilfe einer Fahne komplett
befehligt. Siedler dürfen dann einzeln oder auch in Gruppen den
Gebäuden zugeordnet werden. Daneben gibt es noch einen netten Sound
der neben der stimmungsvollen Musik auch noch die Sprüche der Leute
erklingen lässt. Ab und zu hört man dann noch Alttagsgeräusche die
allerdings nicht allzu deutlich zu hören sind. Kommt es dann mal zum
Kampf ertönt wildes Kampfgeschrei und die Klingen krachen. Schade
nur, dass die Einheiten immer wieder die gleichen Sätze sagen, so
dass man die guten Stimmen bald nicht mehr hören mag. Zumindest
haben sie aber ein paar unterschiedliche Sprüche drauf. Insgesamt
gesehen bietet das Spiel zwar keine besonderen Höhepunkte aber dafür
wurde alles sehr solide umgesetzt, so dass man aus technischer Sicht
nicht meckern kann.
Fazit:
Das Spiel wird zwar das Genre nicht neu aufmischen aber dafür ist es
ein grundsolides Spiel das kaum wirkliche Schwächen hat. Es gibt
viele Spielarten die zu stundenlangen Schlachten und Eroberungszügen
einladen. Baufetischisten werden hier allerdings nicht auf ihre
Kosten kommen, da Against Rome nicht allzu viele Baumöglichkeiten
bieten. Grundlegende Häuser und deren Updates sind schon alles was
man machen kann. Dafür macht es Spaß seine Truppen aufzubauen und
andere Dörfer zu erobern. Viele kleine aber feine Details bei den
Animationen und der Karte lockern dann noch das Spiel auf. Vor allem
macht Against Rome im Mehrspielerbereich Spaß. Aber auch im
Einzelspielermodus gibt es viel zu tun. Alles wird dann noch in
deutscher Sprache ausgegeben und der Schwierigkeitsgrad hält sich
ebenfalls in Grenzen, so dass sich Anfänger genauso mit dem Spiel
beschäftigen können wie Profis. Allerdings werde die wohl eher zu
anderen Spielen greifen die mehr zu bieten haben. Trotzdem kann man
das Spiel allen ans Herz legen die genug von Age of Empire oder
Warcraft haben. Es kommt zwar nicht an die Toptitel heran aber
trotzdem bietet es einigen Spielspaß. Genrefans werden sich
sicherlich einige Stunden mit dem Spiel beschäftigen können. Vor
allem weil sie mal nicht auf Seiten der Römer spielen.
Features
- 3 spielbare Barbarenvölker, darunter die Germanen. Jedes Volk
weist 10 verschiedene Figurentypen (in der Hauptsache Krieger) und
mindestens 15 verschiedene Gebäude auf. Jedes Volk verfügt zudem
über individuelle Spezialfähigkeiten, Verbandsformationen,
heidnische Magie etc. Bei historischen Schlachten kann auch die
römische Armee gespielt werden.
- Die Szenariospielfelder zeigen 5 grundsätzlich verschiedene
Landschaftstypen mit der entsprechenden Fauna. Die lebendige
Spielwelt besticht durch animierte Pflanzen, Wildtiere, zahlreiche
Wettereffekte und sonstige Naturerscheinungen.
- Against Rome enthält 48 Szenarien in 5 Spielarten: 4
Lernszenarien, 5 Einzelspieler-Endlosszenarien, 5
Multiplayer-Aufbauszenarien, 5 Multiplayer Death Match-Szenarien, 5
historische Schlachten, 24 Kampagnenszenarien.
- Alle Multiplayer-Szenarien sind für bis zu 8 Teilnehmer ausgelegt.
- Typische, leicht erlernbare RTS-Steuerung.
Technische Features:
- Reizvolle Darstellungstechnik durch
eine raffiniert inszenierte Mischung aus 2D und 3D: 2D-Figuren und
-objekte auf einem 3D-Boden. 'Look and Feel' des Spiels entsprechen
einer 3D-Engine.
- Das umfangreiche Partikelsystem der Game Engine erlaubt zum
Beispiel den Einsatz von realistischen Geschossflugbahnen,
Steinlawinen, Splitterwirkung bei Explosionen, etc.
- Das ausgereifte Lichtsystem der Engine ermöglicht die Darstellung
von Tag und Nacht, die Beleuchtung von Bauwerken bei Dunkelheit,
realistische Darstellung von Brandgeschossen, etc.