THQ bringt mit Aeon Flux
ein neues Action-Adventure auf den deutschen Markt. Das Spiel basiert auf
der Science-Fiction-Figur aus der gleichnamigen Kult-Zeichentrickserie auf
MTV und schlägt eine Brücke zu dem kommenden Kinofilm mit
Oscar-Preisträgerin Charlize Theron. Neben einer Playstation 2 wird auch
eine Xbox-Version erscheinen. Diese konnten wir uns jetzt ausgiebig ansehen.
Ob sich das Spiel nicht nur für Filmfans lohnt, erfahrt Ihr in unserem
Review.
Zum Spiel:
Selbstverständlich werden wir nicht grundlos in das Spiel geschickt. Aeon
Flux spielt 400 Jahre in der Zukunft. Die Bevölkerung der Erde wurde zum
größten Teil durch die Industriekrankheit ausgelöscht. Nur Bregna, ein von
Mauern umgebener Stadt-Staat existiert noch. Er wird von einem Kongress aus
Wissenschaftlern regiert. Die Hauptperson dieser Geschichte ist Aeon Flux,
eine der Hauptaktivisten der "Monicanischen"-Aufständischen. Aeon steht den
Monicanern bei ihrem Kampf gegen die Herrschaft der Breen treu zur Seite.
Auf Schritt und Tritt lauern tödliche Gegner, und ihre Loyalität wird
mächtigen Versuchungen ausgesetzt. Aeon Flux ist schön und tödlich, und ihre
Fähigkeiten übersteigen alles bisher erlebte. Der Spieler schlüpft natürlich
in die Haut der schönen Heldin. Mit ihr sollen wir nun die Tyrannen
endgültig zerstören. Bevor wir uns allerdings mit Aeon Flux in das
actionreiche Abenteuer stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne
anfangen. Nachdem das Spiel gestartet und ein Profil erstellt wurde,
erscheint erst einmal ein einführendes Intro - mit englischer Sprachausgabe
und deutschem Untertitel. Hierdurch wird die Story passend eingeleitet.
Anschließend startet der Akteur direkt in das Spiel. Damit der Einstieg
recht leicht fällt, gönnt uns der Hersteller ein kleines Tutorial. Dort
laufen wir über einen Laufsteg und sollen unterschiedliche Bewegungen
ausführen. In diesem Übungsbereich werden wir u.a. die Steuerung und die
diversen Fähigkeiten unserer
Spielfigur
kennen lernen. Die Steuerung ist ein wenig gewohnheitsbedürftig, denn unsere
Spielfigur darf viele ihrer Bewegungen nur an bestimmten Orten ausführen.
Haben wir diese Punkte erreicht, kann Aeon z.B. ihren Haken einsetzen. Zum
Glück gibt das Spiel Hinweise, wann wir welche Taste drücken müssen und so
werden wir recht schnell mit der etwas anderen Lenkung klar kommen. Außerdem
laufen viele Aktionen fast automatisch ab. Viel falsch machen kann der
Spieler also nur selten. Selbstverständlich ist es ein wenig verwirrend, das
wir an bestimmten Stellen einen Haken einsetzen können und an allen anderen
Orten nicht. Warum eine so unflexible Bewegungsfreiheit gewählt wurde, kann
wohl nur der Hersteller beantworten.
Nachdem unsere Spielfigur den Laufsteg verlassen hat, werden wir in die
erste richtige Mission geschickt. Hier wird der Spieler auch die Kugel
kennen lernen, in der sich unsere Heldin gerne begibt. Mit dieser bewegen
wir uns übrigens auch fort. Das hat natürlich diverse Vorteile, denn unter
anderem können so Energiesperren überwunden oder sonst unzugängliche Orte
erreicht werden. Die Kugel kann man allerdings nur dann nutzen, wenn ein
Einstiegspunkt erscheint. Das gleiche gilt für das Aussteigen. Auch dieses
ist nur dann möglich, wenn wir einen bestimmten Punkt im Spiel erreichen.
Neben dieser Kugel werden wir übrigens noch weitere rollende Erlebnisse
haben. Ein Aufklärungsroboter wird immer dann eingesetzt, wenn eine
Alarmanlage ausgeschaltet oder Lasersperren überwunden werden sollen.
Daneben müssen wir uns auch gegen eine Vielzahl von Gegnern zur Wehr setzen.
Immer wieder trifft unsere Heldin auf Feinde, die wir auf unterschiedliche
Weise ausschalten können. Zum einen kann unsere athletische Heldin diverse
schnelle oder harte Schläge bzw. Tritte ansetzen. Hinzu kommen Würfe und
Power-Angriffe. Außerdem stehen Waffen zur Verfügung. Diese feuern wir ohne
groß zu zielen ab. So etwas wie ein Zielsystem gibt es in diesem Spiel
leider nicht. Mit unserer FUG können wir übrigens vier verschiedene
Munitionsarten (Pfeil, Magma, Schockwelle und Energieraketen) abfeuern.
Diese gibt es allerdings nicht unendlich und so muss der Spieler sehr
sorgsam damit umgehen. Wir agieren nun durch die etwas linearen Levels und
versuchen die unterschiedlichen Feinde, Aufgaben und Rätsel zu bewältigen.
Bei den Levels muss man ein kleines Lob aussprechen, denn die Umgebung passt
optimal zu den Aktionsmöglichkeiten unserer Spielfigur. Außerdem werden wir
immer wieder andere Orte zu sehen bekommen. Auch das der Spieler immer
wieder anders agieren muss
(Spielfigur/Kugel),
sorgt für reichlich Abwechslung. Leider hat der Spaß ein schnelles Ende,
denn nach knapp 15 bis 20 Stunden werdet Ihr den Abspann sehen. Ein wenig
länger kann es eigentlich nur dauern, wenn Ihr an den Aufgaben scheitert
oder Euch - wegen permanenten Munitionsmangel - an den Gegnern aufreibt.
Außerdem muss man bemängeln, dass keine Quicksave-Funktion eingebaut wurde.
Gespeichert wird leider nur am Ende eines Kapitels.
Technik:
Die Grafik ist ganz in Ordnung. Vor allem die Lichteffekte und das etwas
andere Szenario können begeistern. Wir agieren in einer kunterbunten
SciFi-Welt, die optimal zum Spiel passt. Etwas magerer sind die Hintergründe
ausgefallen, die karg und detailarm aussehen. Zum Glück werden wir einige
Effekte zu sehen bekommen. Überzeugen kann unsere Spielfigur. Diese wurde
wunderbar modelliert und animiert. Der Sound kann ebenfalls überzeugen. Eine
passende Soundkulisse sorgt für eine ansprechende Atmosphäre. Neben diversen
Ingamegeräuschen werden wir auch eine stimmungsvolle Musik zu hören
bekommen. Zufrieden kann man ebenfalls mit den Synchronstimmen sein. Die
englischen Sprecher machen ihre Arbeit wirklich gut. Dank deutschem
Untertitel können auch die Spieler der Story folgen, die der englischen
Sprache nicht mächtig sind. An die Steuerung muss man sich erst einmal
gewöhnen. Das liegt vor allem daran, dass wir viele Aktionen nur an
bestimmten Orten ausführen können. Oft scheitern wir auch, da wir nicht an
der richtigen Stelle stehen. Gerade am Anfang werden wir hierdurch nur
selten flüssige Aktionen ausführen können. Die Lenkung der Kugel ist dagegen
kinderleicht. Diese folgt unseren Anweisungen sehr direkt. An eine kleine
Physik-Engine hat der Hersteller ebenfalls gedacht. Es sieht schon cool aus,
wenn Gegner geworfen werden oder Kugeln durch den Raum fliegen. Etwas
schlechter ist die Kamera ausgefallen. Diese richtet sich grundlegend immer
automatisch aus. Allerdings nur selten optimal und so muss der Spieler den
Blickwinkel oft nachregeln. Wird es mal hektisch, kann es schnell
unübersichtlich werden. Die KI der computergesteuerten Gegner hätte
ebenfalls besser sein können. Wirklich intelligente Aktionen werden wir von
den CPU-Figuren kaum sehen. Der Schwierigkeitsgrad ist recht hoch. Das liegt
vor allem an der etwas anderen Lenkung. Hinzu kommen viele Gegner und ein
permanenter Munitionsmangel. Außerdem dürfen wir erst nach einem
absolvierten Level speichern. Fasst man nun alles zusammen, so kann man -
trotz diverser Kritikpunkte - mit der technischen Seite zufrieden sein.
Fazit:
Aeon Flux ist ein nettes Action-Adventure-Spiel. Überzeugen können vor allem
das Leveldesign, das abwechslungsreiche Gameplay, der gute Sound und die
vielen Aktionsmöglichkeiten unserer Spielfigur. Allerdings gibt es auch ein
paar Punkte die stören. Nervig ist z.B. die Kamera, die wir immer wieder
nachregeln müssen. Die Kampfsteuerung ist außerdem ein wenig kompliziert. Es
ist auch nicht unbedingt einfach, die Punkte in einem Level zu treffen, wo
unsere Heldin ihre speziellen Bewegungen ausführen kann. Erst mit viel Übung
werden die Aktionen flüssig von der Hand gehen. Haben wir die Steuerung erst
einmal raus, so werden wir atemberaubende Sprung- und Akrobateneinlagen zu
sehen bekommen. Witzig sind dann auch die Levels, in denen wir mit einer
Kugel agieren. Der Einstieg in das Spiel ist zum Glück
recht einfach. Neben einem kleinen Tutorial werden wir auch immer wieder
kleine Hinweise zur Steuerung erhalten. Außerdem wurde alles in eine
ansprechende SciFi-Story gepackt und so werden wir nie grundlos in ein Level
geschickt. Wer die Vorlage nicht kennt, wird allerdings keine
Hintergrundinformationen erhalten. Wir werden leider direkt mit der etwas
komplexen Story konfrontiert. Wer also die Kult-Zeichentrickserie auf MTV
und actionreiche Spiele mag, der sollte sich Aeon Flux ruhig mal ansehen.
Features:
- Basiert auf der bekannten MTV-Serie und dem aktuellen Blockbuster mit
Charlize Theron
- Ausgefeiltes Kampfsystem: akrobatische Stunts und knochenbrechende
Finishing Moves. Einsatz von "Flux" zur Ausführung präziser Attacken in
Zeitlupe
- Futuristische Waffen und knifflige Rätsel
- "Style Meter" als Indikator für überdurchschnittliche Leistungen
- Weiterführung der Story von der Zeichentrickserie bis zu den Events im
aktuellen Kinofilm
- Englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln!