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Einleitung:
Vor gut einem Jahr kam das PC-Spiel Act
of War auf den deutschen Markt. Das Echtzeit-Strategie-Spiel
überzeugte damals viele Genrefans. Eine interessante Story, ein
gutes Gameplay und bombastisch inszenierte Schlachten sorgten für
langen Spielspaß. Jetzt gönnt uns das französische Entwicklerstudio
Eugen Systems ein passendes Add-On. Wieder dürfen wir uns auf das
Schlachtfeld begeben und spannende Kämpfe austragen. Wir konnten uns
das neuste Atari-Spiel jetzt näher ansehen. Ob sich die Anschaffung
von Act of War - High Treason lohnt, erfahrt Ihr in unserem Review.
Zum Spiel:
Die Story von Act of War - High Treason knüpft natürlich genau da
an, wo Act of War: Direct Action endete. Wieder einmal steht die
Task Force Talon im Mittelpunkt. Diese kommt zum Einsatz da ein
Senator entführt, das Flugzeug des Vizepräsidenten beschossen und
wenig später der Präsident getötet wird. Dementsprechend bricht das
Chaos aus und nun sollen wir als Sergeant Major Jefferson die
Drahtzieher ausfindig machen. Genauso bombastisch wie im Hauptspiel
werden auch hier die einzelnen Missionen inszeniert. Ansprechende
Videos, diverse Funksprüche und dadurch sich ändernde Missionsziele
treiben die Spannung immer wieder auf die Spitze. Jeweils passend
eingeleitet starten wir nun hoch motiviert in die einzelnen
Missionen. Trotz der Kinoreifen Inszenierung ist und bleibt das
Spiel ein reinrassiges Echtzeit-Strategiespiel. In über 30 Missionen
sollen wir nun gegen gut ausgerüstete Terroristen vorgehen. Diese
Einsätze sind wie immer sehr abwechslungsreich und spannend
ausgefallen. Dabei werden wir klassische Missionen mit Basisbau
genauso durchspielen wie Stealth-Action-Einsätze. Selbstverständlich
bringt die Erweiterung Act of War - High Treason einige Neuerungen
mit sich. Neun unterschiedliche Söldner können unsere Truppe
verstärken. Die Söldner geben uns die Chance unsere Armee schnell
mit starken Einheiten aufzustocken. Jedes Söldnerteam kostet uns
natürlich mehr Geld als unsere normalen Einheiten, da wir
Unterhaltskosten für das Team zahlen müssen. Allerdings ist nicht
das ganze Geld weg. Löst der Spieler die Verträge wieder auf, so
erhält er sein Geld zurück. Seeschlachten werden außerdem durch
U-Boote, Flugzeugträger, Helikopter und Raketen-Aufklärer noch
spannender. Daneben gibt es noch mehr neue Einheitenarten. Über 50
neue Einheiten und Upgrades hat uns der Hersteller gegönnt und so
ergeben sich ganz neue strategische Möglichkeiten.
Das eigentliche Gameplay ist relativ gleich geblieben. Der Spieler
benötigt immer noch virtuelles Geld - das er durch die Einnahme von
Gebäuden, fördern von Rohstoffen oder durch gefangene Soldaten
einnimmt. Mit diesem bauen wir dann alle zur Verfügung stehenden
Gebäude und Einheiten. Allerdings gibt es auch ein paar Missionen,
wo wir keine Einnahmen haben. In diesen sollen wir mit einem festen
Budget unsere Aufgabe meistern. Daneben gibt es noch viele neue
Features, wodurch die Singelplayermissionen noch spannender werden.
Etwas angezogen hat dabei allerdings der Schwierigkeitsgrad. Die Missionen sind so aufgebaut, dass kaum Fehler
verziehen werden und so kommen eigentlich nur erfahrene Act of
War-Spieler mit der Erweiterung klar. Wirklich heftig wird es dann
bei den Schleichaufträgen. Diese schafft man kaum beim ersten Mal
und so sind Frustmomente vorprogrammiert. Neben dem
Einzelspielermodus können wir uns auch noch im Mehrspielerbereich so
richtig auslassen. Mit unterschiedlichen Fraktionen kann man im
Internet oder LAN diverse Schlachten austragen. Dazu stehen mehrere
Spielmodis zur Auswahl. Neben den klassischen Spielvarianten sind
auch Teamspiele mit bis zu acht Spielern möglich. Neu hinzugekommen
sind u.a. die Spielarten Marine One Down und Scud-Jagd. Bei der
ersten Spielart handelt es sich um einen schnellen, taktischen
Spielmodus. Das Ziel besteht darin, den Präsidenten zur
Evakuierungszone zu schaffen. Es gibt keinen Basisbau, keine
Einheitenkonstruktion oder ein Ressourcensammeln - stattdessen
erhalten wir Verstärkungen bei den Kontroll-Bunkern, die wir mit
unseren Infanterieeinheiten kontrollieren. Außerdem erhält der
Spieler automatisch Verstärkungen an seinem Startpunkt. Die Spielart
Scud-Jadg läuft ein wenig anders ab. Wer zuerst den Scud-Werfer
erreicht, nimmt ihn ein. Mit dem Scud-Werfer sind dann
Superwaffen-Schläge möglich. Natürlich bietet das Spiel auch neue
Mehrspielerkarten. Gleich 25 neuen Karten hat uns der Hersteller
gegönnt. Auf diesen können wir nun wilde See- oder
Landgefechte gegen andere menschliche Spieler austragen.
Technik:
Bei der Grafik hat sich nicht sonderlich viel getan. Allerdings ist
das nicht schlimm, denn das Hauptspiel hat schon ein wahres
Grafikfeuerwerk auf den Bildschirm gezaubert. Die Explosionen sehen
jetzt sogar noch realistischer aus und so kann man gar nicht genug
von diesen kriegen. Dabei können die atemberaubenden Effekte genauso
überzeugen, wie die vielen Details in den Levels. Das bezieht sich
jetzt nicht nur auf die genialen Dschungellandschaften. Auch das
Meer wird mit tollen Wassereffekten dargestellt und so spielt man
gerne die diversen Missionen. Ebenso gut sehen die neuen Einheiten
aus. Diese wurden wunderbar in das Spiel integriert. Außerdem werden
wir eine stimmungsvolle Präsentation zu sehen bekommen. Die Videos
leiten die Missionen immer passend ein und so startet man hoch
motiviert in die diversen Einsätze. Lobend erwähnen muss man auch
die Zoomfunktion. Die Kamera hat alles im Blick und so werden wir
nur selten den Überblick verlieren. Der Sound ist ebenfalls
erstklassig. Die grafische Pracht wird durch den coolen Sound gut
unterstützt und so kommt eine wirklich tolle Stimmung auf. Etwas
schade ist allerdings, dass wir keine deutsche Synchronisation
erhalten. Wer das Hauptspiel ausgiebig gespielt hat, wird sich auch
mit der Steuerung sofort zurecht finden. Wirklich neues gibt es hier eigentlich nicht und so kann man direkt in das Spielgeschehen
einsteigen. Wie oben schon erwähnt, ist der Schwierigkeitsgrad etwas
gestiegen. Hammerharte Einzelspielermissionen werden vor allem
ungeübten Spielern schnell die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Wer dagegen das Hauptspiel ausgiebig gespielt hat, wird angemessen
gefordert. Fasst man alles zusammen, so kann man mit der technischen
Seite sehr zufrieden sein.
Fazit:
Act of War - High Treason ist ein tolles Add-On. Allerdings gibt es
auch einen großen Kritikpunkt. Der Schwierigkeitsgrad ist für mache
Spieler eindeutig zu hoch. Es gibt so einige Missionen, die für
Frustmomente sorgen. Einzig altgediente Act of War-Veteranen werden
sich über die harten Herausforderungen freuen. Ansonsten werden wir
viele nützliche Neuerungen erhalten, die das Hauptspiel wunderbar
erweitern. Eine gute KI ist natürlich genauso vorhanden, wie eine
erstklassige Grafik und eine ansprechende Story. Neben den
abwechslungsreichen Einzelspielermissionen können wir uns auch im
erweiterten Mehrspielerbereich so richtig auslassen. Die neuen
Spielmodis machen genauso viel Spaß, wie die vielen zusätzlichen
Mehrspielerkarten. Es wird einige Zeit dauern, bis das Spiel seinen
wieder gewonnenen Reiz verliert. Wer also immer noch nicht genug von
Act of War hat, findet mit dem Add-On eine tolle Erweiterung. Uns
hat Act of War - High Treason sehr gut gefallen und daher können wir
das Spiel auch zum Kauf empfehlen.
Features:
- Zusätzlich zu einer neuen Single-Player Kampagne mit Jason
Richter, Sergeant Major Jefferson and Lieutenant Vega, sind weitere
zahlreiche neue Features enthalten:
- Seeschlachten mit mehr als einem Dutzend Schiffen und U-Booten!
- Söldner Einheiten, die zu jeder Zeit einsatzfähig sind!
- Neue Online Multiplayer Modi: SCUD-Raketen Jagd, Marine One Down,
Team gegen Team, sowie tonnenweise Optionen, um dein Online Spiel zu
personalisieren!
- Neue Einheiten und Upgrades für alle drei Mächte!
- Neue Multiplayer-Karten!
- Erweiterte Benutzeroberflächen für die Flugzeugsteuerung,
Heilungen und Reparaturen!
- Erweitertes Erfahrungssystem!
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