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Einleitung:
Eigentlich gibt es zu fast jeder Sportart ein
passendes Spiel. Selbst Randsportarten bekommen immer öfters einen Ableger.
Seid einigen Jahren etabliert sich sogar der Segelsport auf dem heimischen
PC. Morphicon geht mittlerweile mit seiner Virtual Skipper-Reihe in die
fünfte Runde. Bei dem neusten Teil handelt es sich um das
Sportsimulationsspiel 32nd America's Cup: Das Spiel. Dieses wurde übrigens
von Nadeo entwickelt. Wir konnten uns die fertige PC-Version jetzt genauer
ansehen. Ob sich das Game für angehende Seebären lohnt, erfahrt Ihr in
unserem Review.
Zum Spiel:
Bevor wir uns in die bekannteste Segelregatter der Welt - dem America's Cup
- stürzen, wollen wir erst einmal ganz von vorne anfangen. Nachdem das Spiel
installiert und gestartet wurde, erscheint das obligatorische Hauptmenü.
Hier findet Ihr die Menüpunkte Solo, Multiplayer, Editor und Einstellungen.
Wie gewohnt kann man unter zu letzt genannten Punkt, die spielrelevanten
Optionen anpassen. Daneben darf der Spieler im Editor eigene Maps
erstellen oder diese bearbeiten. Kommen wir nun zu den eigentlichen
Spielarten. Zum einen dürft Ihr im Mehrspielerbereich - über Internet
oder LAN - gegen andere menschliche Spieler spannende Rennen bestreiten. Am
Anfang wird allerdings jeder erst einmal den Einzelspielerbereich aufsuchen.
Dieser wird aufgeteilt in Tutorial, 32nd America's Cup, Virtuelle Cups,
Einzelrennen und benutzerdefinierte Rennen. Damit wir das Spiel
so richtig kennen lernen, sollte jeder das Tutorial durchspielen. Hier wird
uns das Spiel bzw. die Steuerung in kleinen Schritten erklärt. Im
Anschluss können wir uns direkt in ein herausforderndes Rennen stürzen. Der
interessanteste Bereich ist ohne Zweifel die komplett lizenzierte America's
Cup-Regatter. Bevor es losgeht, wählt der Akteur eine von elf Superyachten
aus. Unsere Wahl bestimmt übrigens gleichzeitig den Schwierigkeitsgrad, da
jedes Boot ganz eigene Eigenschaften hat. Diese beziehen sich auf die Crew,
den Rumpf, Spinnaker und die Segel. So gibt zum Beispiel die Stärke der Crew
an, wie schnell diese ein Manöver ausführt. Nachdem wir uns für ein
Segelboot entschieden haben, kann das Rennen endlich beginnen. Hier sollen
wir uns nun gegen eine andere Yacht durchsetzen und erste Erfolge einfahren.
Nach dem Louis Vuitton Cup, wo der Herausforderer ermittelt wird, steht eine
Regatta gegen den Sieger des 31. America´s Cup, dem Team der Alinghi an. Vor
einem Rennen darf der Spieler selbstverständlich diverse Einstellungen wie
die Länge des Rennens oder den Spielmodus (Anfänger, Taktik & Simulation)
frei bestimmen und so alles auf seine individuellen Fähigkeiten abstimmen.
Neben dem namensgebenden Spielmodus gibt es noch weitere. Bei den "Virtuelle
Cups" soll der Akteur unterschiedliche Segelboote auf verschiedenen Gewässern
fahren und die entsprechenden Cups gewinnen. Nett sind auch die
benutzerdefinierten Rennen, wo man selbst erstellte oder heruntergeladene
Rennen bestreitet.
Egal welche Spielart wir nun auswählen, irgendwann übernimmt der Spieler
endlich die Kontrolle einer Segelyacht. Bei den Segeltouren werden wir
übrigens viele realistische Umgebungen erblicken. Originalgetreue
nachgebildete Regatta-Reviere wie Marseille, Malmoe oder San Francisco
lassen jedes Seglerherz schnell höher schlagen. Dabei hat der Hersteller auf
viele Details geachtet. Alle markanten Punkte einer Ortschaft wurden in das
Spiel eingearbeitet und so ist der Realismusgrad sehr hoch. Natürlich können
wir mit unserem Schiff alle wichtigen Manöver ausführen. Dabei ist es nicht
immer einfach das Boot, stets im richtigen Winkel zum realistisch
simulierten Wind, zu halten. Der virtuelle Kapitän muss permanent zwischen
vier Segelvarianten wie z.B. Spinacker oder Focksegel wählen, die sich alle
anders im Wind verhalten. Treffen wir die falsche Wahl, so verliert unser
Boot schnell an Geschwindigkeit. Natürlich bekommen wir so einige Hilfen
angeboten, um das Schiff auf Kurs zu halten. Hilfsmittel wie der Windrichtungspfeil oder die Geschwindigkeit
geben ausreichende Infos. Hinzu kommen
Informationen über unsere Gegner und die Regeln des Rennens. In späteren
Schwierigkeitsgraden müssen wir sogar noch mehr machen. Bis hin zum trimmen
der Segel reichen unsere Aufgaben und so werden simulationsverrückte Spieler
voll auf ihre Kosten kommen. Dabei verhalten sich die vier Bootsklassen alle
anders. Der Wind ist allerdings nicht der einzig zu beachtende Faktor.
Daneben gibt es noch Strömungen, den Wellengang und unterschiedliche
Wetterbedingungen. Durch diese ganzen Umstände ist es nicht gerade einfach,
das Boot auf der Ideallinie durch die Bojen zu lenken. Mit der Zeit lernt
man aber die Einflüsse zu kontrollieren und so sind erste Erfolge schnell
eingefahren.
Technik:
Mit der Grafik kann man mehr als zufrieden sein. Fasst alles sieht sehr
realistisch aus. Das fängt beim Wasser an, das sich je nach Wettereinfluss
anders verhält. Hinzu kommen die sehr detaillierten Schiffe. Zoomt man näher
heran, so sieht man sogar die arbeitende Crew. Deren Animationen hauen einen
zwar nicht um, aber dennoch kann man ihnen sehr gut zusehen.
Fantastisch sind die Originalschauplätze. Wir werden nicht nur viele
unterschiedliche Umgebungen erblicken, sondern auch markante Punkte wie z.B. die
Golden Gate Bridge. Hierdurch macht es wirklich sehr viel Spaß die
unterschiedlichen Gewässer zu befahren. Daneben wird uns auch ein gut
sortiertes und übersichtliches Interface angeboten. Hinzu kommen
ansprechende Animationen im Spiel und unterschiedliche Tageszeiten, sowie
diverse Wettereinflüsse. Der Sound bewegt sich auf einem ähnlich guten
Niveau. Töne von der Gischt oder dem Wind werden immer passend eingespielt
und so entsteht ein nettes Ambiente. Allerdings war es das dann auch schon.
Andere Sachen werden wir leider nicht zu hören bekommen. Man muss allerdings
auch bedenken, dass es sich bei diesem Spiel um eine Sportsimulation
handelt. Die Steuerung selber ist sehr einfach ausgefallen. Schon nach
wenigen Segelfahrten hat man die Lenkung erlernt und dank eines einführenden
Tutorials werden selbst Genreneulinge schnell mit den Booten klar kommen.
Nützliche Infos gibt auch das Handbuch, das alles bis ins kleinste Detail
erklärt. Sehr realitätsnah verhalten sich die CPU-Schiffe. Diese agieren
sehr fair und so kommen kaum Frustmomente auf. Das liegt zum Teil auch am
Schwierigkeitsgrad. Dieser darf frei angepasst werden und so werden Anfänger
genauso gefordert wie Genrekenner. Fasst man nun alles zusammen, so kann das
Spiel technisch voll überzeugen.
Fazit:
Es versteht sich von selbst, dass man diese Sportart mögen muss. Wer mit
Segelbooten nichts anfangen kann, wird sich nur schwer für das Spiel
begeistern können. Auch wenn das Game recht unspektakulär klingt, ist 32nd
America's Cup ein wirklich anspruchsvolles und spaßiges Rennspiel. Nur wer
die Wetterbedingungen bzw. Umwelteinflüsse richtig einschätzt, entsprechende
Entscheidungen fällt und taktisch klug handelt, wird schnelle Erfolge
einfahren. Der Spielspaß kommt natürlich auch durch die realistische Physik
und die wirklich gute Grafik zustande. Es macht einfach nur Spaß in den
bekannten Gebieten zu segeln. Etwas schade ist allerdings, dass die
Atmosphäre ein wenig trist ist. Bis auf die typischen Töne werden wir kaum
etwas anderes zu hören bekommen. Da nützt selbst die Lizenz nichts. Dennoch
kann 32nd America's Cup auf ganzer Linie überzeugen. Wer aktuell ein
wirklich gutes und forderndes Segelsimulationsspiel sucht und die
Vorgängerspiele mochte, der wird an dem neusten Virtual Skipper-Teil nicht
vorbei kommen. Uns hat das Spiel wirklich gut gefallen und daher können wir
eine klare Kaufentscheidung aussprechen.
Features:
- 3-D-Regatta-Simulation: Das ultimative Segelerlebnis für den PC
- Eine groß angelegte Einzelspieler-Kampagne mit dem America's Cup als
Highlight
- Steuern Sie in Einzelspieler- oder Multiplayer-Modi eines der 12
offiziellen "America's Cup"-Boote: den Trimaran Open 60, den Offshore Racer
und die Melges 24™
- Segeln Sie auf 14 legendären Regattakursen, darunter Valencia, Marseille,
Trapani und Malmö, den offiziellen Austragungsorten vom America's Cup.
- Entdecken Sie die Hauptaustragungsorte des Wettkampfsegelns, wie San
Francisco, Sydney, Porto Cervo, Auckland, Vancouver, die Isle of Wight,
Quiberon und Qingdao.
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